Dream Theater - LIVE 2019 - Distance Over Time tour

Music is Live

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ich gebe hier ein seperaten Fred zum besten, in der Hoffnung hier auch andere Berichte und evt. Bilder zu sehen.

Oberhausen war ja bereits vor 14 Tagen.... war denn keiner dort.... ????

Berlin - Tempodrome

Support Überraschung --> VOLA

.... die ich damit zum 2. Male erleben durfte und im Gegensatz zum Support bei Haken gefielen sie mir diesmal recht gut....
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Jason Richardson & Luke Holland lieferten das 2. Vorspiel.... und was für eines..... :)

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Music is Live

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dann Dream Theater..... mit sehr profisioneller Show..... tolle Farben per Lightshow.....

die Jungs waren gut drauf, deren Qualitäten gewohnt hochwertig...... gute Songauswahl.....

LaBrie ist inzwischen der geborene Showmaker.... der jedoch seine Gesangeskunst dabei nicht vergisst.....

Der Start mit Unthetered Angel wirkt ein wenig als WarmUp für die Jungs, doch beim 2. Song steigt das Level ganz nach oben.... A Nightmare to Remenber kommt druckvoll wie filigran rüber, der Song hat Platz für alles.... interessant, wie LaBrie den Portnoy Gesangspart interpretiert,incl. Urschrei zum Abschluss.... jedoch als LaBrie Schrei.... :D
mein Highlight war dann ganz klar -> Peruvian Skies.... ein mir sehr verbundener Song der wuchtig rüber kam.....
als dann jedoch -> The Dance of Eternity angespielt wurde, wusste ich, dass meine Enttäuschung bzgl. Scenes of A Memory unendlich gross werden wird...... sie spielten es nicht..... schade, schade, schade....:mad:
auch ein tolles Pale Blue Dot konnte da nicht drüber weg helfen..... und As I Am als einzigste Zugabe..... Sorry Jungs..... dies war mir zu sehr abgeklärt..... :confused::(

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Music is Live

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ein Meeting mit Weeping (toller Reim :D) fand leider nicht statt....
mich würde aber interessieren wie er das Konzert empfand.... ;)
 

Mike

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Vermutlich ja, aber wir gehen auch noch zu den anderen Sommer-Shows...
Ich war übrigens auch enttäuscht, das ganze Konzept mit den diversen Vorbands fand ich in Oberhausen schwach... Vola hätte ich lieber gehabt...
 

Lamneth

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Ich stand vor der Entscheidung DT oder Steve Hackett, Hackett gewann. Zum einen da ich DT schon öfter live erlebt habe (nur mit Portnoy), zum anderen da ich Hackett noch nie erlebt habe. Leider kann ich Konzerte nicht so eindrucksvoll wiedergeben, wie das andere hier können, auch würde ich nie ein Smartphone zu einem Konzert mitnehmen um Bilder oder Videos aufzunehmen. Ich kann nur eins sagen : Hackett war extra Klasse, und ich bereue es keine Sekunde ihn vorgezogen zu haben.
 

Music is Live

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Vermutlich ja, aber wir gehen auch noch zu den anderen Sommer-Shows...
Ich war übrigens auch enttäuscht, das ganze Konzept mit den diversen Vorbands fand ich in Oberhausen schwach... Vola hätte ich lieber gehabt...
Vola haben wohl Andy McKnee ersetzt.... warum ist mir unbekannt, doch evt. passte Andy dann doch nicht so gut....
dafür begeisterte mich Jason Richardson & Luke Holland mit ihren wahnwitzigen Schredderattaken immer wieder durch nette Spielchen unterbrochen.....
da kann selbst Petrucci sich noch was abgucken.... :D

daher ziehe ich den Hut vor Dream Theater, es ist mutig so gute Musiker die Chance zu geben.....

Das Konzert war gut, wie nicht anders erwartet, doch man merkt der Band immer mehr die Abgeklärtheit an.....
früher war es anders.... lag evt. auch an Portnoy... !!??

für meinen DT Geschmack gab es eine gute Songauswahl..... nur At Win´s End fehlte mir vom neuen Album.....
und, wie schon erwähnt.... kein Scenes of A Memory..... worauf ich mich mit am meisten freute..... tja.... ist wohl nur den Amis vorbehalten.....
oder kommen sie mit einer Jubiläumstoer wie zu -> Images and Words.... !!?? (doppelt abkassieren bei den doofen Europäern??):eek:
 

WeepingElf

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Für mich war das Konzert eine etwas durchwachsene Sache. Ich komme um 19 Uhr ins Tempodrom - erster Eindruck: ein interessantes Gebäude, ein wenig wie der Kuppelsaal in Hannover (wo ich vor 3 Jahren The Astonishing live erlebt habe, zusammen mit meinem damaligen Gitarristen und dessen Freund, der mir schon damals nicht so sympathisch war und später mit zum Zerbrechen der Band beitragen sollte), was den Grundaufbau (runde Arena) betrifft, natürlich ein ganz anderer Baustil.

Eine zweistufige Bühne: auf dem höheren hinteren Teil Jordan Rudess's aus früheren Gigs bekannte Workstation und ein schwarz verhangenes Etwas, das nur Mike Manginis Schießbude sein kann. Auf dem vorderen Teil der Bühne ein Keyboard und zwei(!) Schießbuden, eine in der Mitte, eine in der rechten Ecke. Hat die Vorgruppe etwa zwei Schlagzeuger? Seitdem King Crimson dreie haben, ist so was ja gut denkbar! Wenige Minuten nach meiner Ankunft ein erster Voract, ein Mann, eine Westerngitarre, die er aber virtuos spielt, und bei seiner letzten Nummer kommt Jordan Rudess hinzu, der auf seinem iPad seine typischen Läufe spielt.

Dann kommen Vola, die mich nicht so recht vom Hocker reißen. Und nein, die haben nur einen Schießmeister, das zweite Kit steht unbenutzt in der rechten Bühnenecke. Etwa noch eine Vorgruppe? Und tatsächlich: das Vola-Schlagzeug wird von der Bühne gerollt und das zweite Schlagzeug in der Bühnenmitte platziert, und dann kommt dieses unsägliche Duo, dessen Namen ich mir nicht merken kann, und Gott, sind die Pfeife! Ich mag ja auch so keinen Techmetal, auch wenn der Gitarrist noch so sehr nach einem John-Petrucci-Jünger klingt, aber das Ganze auch noch im Halbplayback mit Sequencer? Bitte nicht! Kurzum: zwei Bands, die sich beide auf Dream Theater berufen, aber anscheinend nicht kapiert haben, worum es bei Dream Theater geht! Oder bin ich derjenige, der das nicht kapiert hat?

Und dann dudelt eine halbe Stunde Kraftwerk aus den Boxen - nichts gegen Kraftwerk, aber ich bin gekommen, um Dream Theater live zu erleben, Kraftwerk aus der Konserve kann ich auch zu Hause haben!

So dauert es bis halb zehn(!), bis Dream Theater endlich auf die Bühne kommen. Und ich muss wirklich sagen: von denen habe ich auch schon bessere Konzerte erlebt. Der Sound ist etwa so transparent wie eine Floatglasscheibe, auf die jemand 20 Lagen schwarzen Klavierlack geschmiert hat. Von LaBries Gesang versteht man kein Wort. Und der Rest klingt auch irgendwie wie Brei. Das kenne ich besser. Des weiteren bin ich natürlich enttäuscht, dass das mit der Komplettaufführung von Scenes From A Memory leider nur ein Gerücht war, das sich nicht bewahrheitete. Um 23:15 Uhr ist dann alles vorbei, finde ich alles ein bisschen wenig, auch wenn sich damit wenigstens meine Sorgen zerstreuen, das Konzert könne so lange dauern, dass ich die letzte U-Bahn verpassen würde.

Eine Anekdote noch am Rande: im Publikum fiel mir eine bieder aussehende ältere Dame auf. Da musste ich sofort an die urbane Legende von einer ebensolchen Dame denken, die sich in ein Dream-Theater-Konzert verirrt, weil sie sich unter dem Namen eine Varietéshow vorstellt, und dann auf dem Konzert ihr blaues Wunder erlebt...

Und @Music is Live: Sorry wegen des nicht zustande gekommenen Treffens. Ich war schon seit Montag in Berlin, und habe noch nicht herausgefunden, wie man sich per Smartphone mit Benutzername und Passwort beim Eclipsed-Forum (oder einem sonstigen Forum) anmeldet, irgendwas mache ich da immer falsch. Falls Du nach einem Typen mit einem schwarzen Trenchcoat Ausschau gehalten hast, den hatte ich dann doch angesichts der Witterung zu Hause gelassen. Aber das The Astonishing-T-Shirt hatte ich an.
 
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Music is Live

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Wenige Minuten nach meiner Ankunft ein erster Voract, ein Mann, eine Westerngitarre, die er aber virtuos spielt, und bei seiner letzten Nummer kommt Jordan Rudess hinzu, der auf seinem iPad seine typischen Läufe spielt.
ach echt ja.... ???
ich dachte Andy fiel aus, daher VOLA..... bin erst zu VOLA rein.... Anfangszeit war mit 20:00 angegeben.... !!!!

sowas ist doch oberbullshit.... :mad::mad:

hingegen zu deiner Einschätzung gefielen mir --> Jason Richardson & Luke Holland recht gut..... klar haben sie sich Fülle vom Band gegönnt..... doch dies so offentsichtlich, dass es für mich ok geht, zumal sie ja nur zu zweit waren..... für diese Spielart (FrickelMathSpeedProgJazzundalles) fand ich es gut, im Vergleich mit ähnlichen Acts aus dem modernen Bereichen....
ich kann mir denken, die beiden lassen noch von sich hören, evt. dann mit richtiger Band.....

ich bin mir nicht bewusst einem The Asthonising Shirt über Wege gelaufen zu sein..... etliche Iron Maiden Shirts sind mir in Erinnerung.... :D
wie ich den Tag gekleidet war kannst du im Foto Fred nachsehen.... hatte noch was offen bei nixe.... :D:D

letztendlich muss ich mir eingestehen, dass es ein enttäuschender Abend war..... dafür total überteuert.....
doch wir haben unser Spass gehabt..... dafür sorgten das eine oder andere Bierchen.... :rolleyes:
 

WeepingElf

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Tja, Geschmäcker sind verschieden. Der eine mag Techmetal, der andere nicht. Was ich mit "nicht kapiert haben, worum es bei DT geht" meine ist, dass die ganze Virtuosität bei DT eben dem Zweck dient, mit der Musik Geschichten zu erzählen, auch wenn ich finde, dass in den letzten Jahren die Virtuosität die Geschichten immer mehr zu erdrücken droht (bei dem viel maledeiten The Astonishing hatten sie sich ja gerade in diesem Punkt angenehm zurückgehalten!), während sie bei den Techmetallern nur noch Selbstzweck ist und nichts mehr dahinter steht. Aber vielleicht ziehen die Techmetaller auch nur noch konsequent durch, was, wie ich im letzten Satz schon gesagt habe, sich bei DT selbst schon ankündigt.

Ich war jedenfalls ziemlich enttäuscht, vor allem wegen der elend langen Zeit, die ich auf einem ziemlich unbequemen Sitz auf Dream Theater warten musste, wegen der Vorgruppen, die meiner Meinung nach so unnötig waren wie das Ziehen eines gesunden Zahns, und weil sie eben nicht die komplette Scenes From A Memory gespielt haben. Dafür waren 70 Euro einfach zu viel Geld! (Aber so schlecht war der Abend auch wiederum nicht. Dream Theater haben schon Spaß gemacht, auch wenn ich schon bessere Konzerte erlebt habe.)

Und was das The Astonishing-T-Shirt betrifft, so war ich vielleicht der einzige, der eins anhatte. Ich habe jedenfalls kein zweites gesehen. Wundert mich ehrlich gesagt auch nicht wirklich, denn das ist ja ein heftig umstrittenes Album, das nur wenige gut finden. Dafür eine Menge T-Shirts von Bands, die meiner Meinung nach Quantität mit Qualität verwechseln und nur aberwitziges Geschrabbel fabrizieren ;)
 
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WeepingElf

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Ich will noch einen Gedanken zum Publikum von Dream Theater nachreichen, auch gestützt auf die Beobachtungen, was für T-Shirts die Leute an hatten.

Grundsätzlich scheinen DT zwei Arten von Zuhörern anzuziehen: Prog-Fans und Metal-Fans, insbesondere Techmetal-Fans. Und es scheint so zu sein, jedenfalls nach den auf dem Konzert (und auch auf früheren Konzerten) getragenen T-Shirts zu urteilen, dass letztere heutzutage in der Mehrzahl sind. Ich habe kaum T-Shirts von anderen Prog-Bands gesehen, dafür viele von z. T. extrem schrabbeligen Metal-Bands. Das würde auch erklären, warum die als Vorgruppen Techmetal-Bands buchen, wie vor ein paar Jahren in Hannover Periphery (wobei hier wohl auch eine Rolle gespielt haben dürfte, dass da ein Neffe von John Petrucci mit von der Partie war), oder jetzt Vola und dieses unsägliche Duo mit Halbplayback, dessen Name ich nicht mehr weiß. Weil die eben was für die Mehrheit des Publikums sind!

Das erklärt auch, warum The Astonishing so umstritten ist (und ich anscheinend der einzige war, der auf dem Konzert das entsprechende T-Shirt an hatte ;)) - für die Techmetal-Fraktion war das nichts, weil sie da weniger gefrickelt haben als sonst üblich, sondern darauf besonnen, mit der Musik eine Geschichte zu erzählen (die vielleicht nicht allzu originell ist - sie erinnert doch stark an 2112 von Rush, und auch an Fritz Langs Metropolis) und diese nicht mit instrumentalen Mätzchen zu erschlagen.
 

Lamneth

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Grundsätzlich finde ich Konzeptalben prima, aber The Astonishing ist mir zu unausgegoren, im Gegensatz zu Scenes From A Memory.
Krude Stories kenne ich von Ayreon wie zB. Into The Electric Castle, aber da stimmt die gesamte Umsetzung und die Musik ist klasse, eben Ayreon. The Astonishing ist für mich eben nicht Dream Theater.
 

WeepingElf

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Wie Du bin ich ein Fan von Konzeptalben, aber The Astonishing hat schon seine Schwächen - an Scenes from a Memory kommt es bei weitem nicht heran. Es ist auch nicht "typisch Dream Theater". Es war ein Versuch, mal was Neues zu wagen, weder ganz gelungen noch wirklich misslungen, und nach dem Gezeter darum beschlossen sie verständlicherweise, es nicht weiter auf diesem Weg zu versuchen.

Und was die Qualität der Geschichten in Konzeptalben betrifft, so gibt es in der Tat nicht viele gute, auch bei Ayreon sind sie zumeist nicht so, dass ich sie gerne als Buch lesen würde. Into the Electric Castle hat schon einen seltsamen Plot (mal abgesehen davon, dass die Leute, die die Forever aus den verschiedensten Zeiten und Kulturen zusammenstellen, allesamt verschiedene Sprachen sprechen und gar nicht so einfach miteinander reden können würden). Das zweite Universal Migrator-Album ist voller astronomischer Fehler - die Reiseroute des Migrators ergibt keinen Sinn, und der Stern Sirrah, mal abgesehen davon, dass er eh kein guter Kandidat für lebensfreundliche Planeten ist, hat mit M 31 (der Andromeda-Galaxie) nichts zu tun, er liegt nur von der Erde aus gesehen ungefähr in der Richtung, ist aber viel, viel näher und gehört zu unserer Galaxie. Das ist etwa so, als würde ein Einwohner der Hamburger Innenstadt Harburg als Stadtteil von München bezeichnen.

Auch gefällt mir an der ganzen Chose nicht, dass die Menschheit sich selbst vernichtet, ich mag lieber Geschichten, wo sie ihre Probleme in den Griff bekommt (und zwar ohne einen Deus ex Machina in Form freundlicher Aliens oder eines Genies, das eine ganz neuartige und unvorhergesehene Weltrettungstechnologie erfindet - die Mittel und Strategien, die wir brauchen, sind schon da, wir müssen sie nur endlich umsetzen), und eine friedliche und glückliche Zukunft hat. Solche Geschichten sind aber heutzutage generell Mangelware, wenn man sich die am Markt befindlichen Nahzukunftsgeschichten so anschaut, sind das zu über 90% Endzeitgeschichten, wobei es oft gar nicht um wirkliche Probleme wie Klimaveränderungen geht, sondern um Zombieseuchen oder ähnliches. So schön es ist, dass bei Ayreon alles mit allem zusammenhängt, und so erstklassig die Musik ist, es ist einfach drittklassige Science Fiction, die mich als Buch nicht reizen würde! (Und es wurmt mich, dass sie so extrem selten live spielen, aber das ist noch eine andere Baustelle.)

Aber wir kommen hier vom Thema ab; es gibt irgendwo im Prog-Unterforum einen Ayreon-Strang (muss man ein bisschen graben, da ist schon seit ein paar Monaten nichts mehr gelaufen), da können wir über das Ayreon-Universum diskutieren, bis die Schwarte kracht. Und ansonsten kann man ja im Stammtisch einen Strang zum Thema Konzeptalbum-Plots aufmachen.
 

Lamneth

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Das Problem mit den unterschiedlichen Sprachen ist seit Enterprise gelöst : Überall wo die Enterprise hinkommt, wird Englisch gesprochen! :D
Bei Ayreon bin ich nicht so kritisch, Lucassen macht ja praktisch alles alleine, da ist es mir schon lieber, die Story leidet darunter als wie die Musik.
Übrigens : die Astronomie ist ein Steckenpferd von mir.
 

nixe

Inventar
Bei Eloy's Planets & Time to turn hatte ich auch das Problem, das ich sowas nicht als Film sehen werde!
 
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WeepingElf

Aktives Mitglied
Auch im RockHard-Forum werden die Konzerte diskutiert, und auch da fühlen sich Leute verarscht, weil (angeblich) eine Komplettaufführung von Scenes From A Memory angekündigt wurde, aber nicht stattfand, und über die Setlist (die in Berlin nicht so berauschend war, sie haben vor allem Material von den (meiner Meinung nach) drei schwächsten Alben - Falling into Infinity, Train of Thought und natürlich Distance over Time gespielt) und die Vorgruppen herrscht auch dort Verärgerung. Es wird dort sogar laut darüber nachgedacht, Geld zurück zu fordern; der Gedanke ist mir auch schon gekommen (aber es würde mir reichen, vielleicht 20 oder 30 Euro erlassen zu kriegen, die ganzen 70 müssen es nicht sein), aber ich bezweifle, dass das justiziabel ist, zumal es wohl keine verlässliche Quelle für die falsche Ankündigung gibt. Damit, dass ein Gerücht sich nicht bewahrheitet, kommt man vor Gericht nicht weit. Anscheinend ist, wie sie in Berlin angekündigt haben, eine "An Evening With ..."-Tour im nächsten Winter geplant, und da wollen sie dann wohl die komplette Scenes From A Memory spielen, und ohne Vorgruppen, wenn ich das richtig verstanden habe.
 

toni

Alter Hase
Ist ein Konzert eine Wunschveranstaltung ???????

Ich möchte gerne diesen Song und tausend andere würden lieber andere hören !
 
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WeepingElf

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Nein, ein Konzert ist keine Wunschveranstaltung, da gehe ich mit Dir konform! Es geht hier um was anderes: es wurde etwas konkret angekündigt, was dann nicht geboten wurde, und deshalb sind viele Konzertbesucher enttäuscht. Die Band hat auf ihrer Facebook-Seite zu dieser Kommunikationspanne Stellung genommen und ihr Bedauern ausgesprochen. Es war alles ein Missverständnis, die Ankündigung wurde auf der Website lediglich falsch platziert - es ist geplant, die komplette Scenes From A Memory aufzuführen, aber eben erst beim zweiten Teil der Tournee im Winter (oder so habe ich das verstanden).

Aber ich jedenfalls werde bestimmt nicht den Rechtsweg gehen und versuchen, Geld zurück zu bekommen. Erstens bin ich weder ein Pfennigfuchser noch ein Prozesshansel, zweitens dürften hier allein schon die Anwaltskosten den "Streitwert" übersteigen. Es geht hier ja "nur" um 70 Euro, und die könnte ich moralisch gesehen gar nicht mal zur Gänze zurückfordern, weil ja mehr als nichts geboten wurde, das Konzert war trotz allem ein Erlebnis, das Spaß gemacht hat, auch wenn mir das eine oder andere missfiel und es meiner Meinung nach ein bisschen zu teuer war.
 

toni

Alter Hase
Es gibt etliche Bands / Künstler die ich extrem aus der Konserve " cd " liebe ,
die mich aber live nie richtig überzeugen konnten !
Dazu gehört auch DT , für mich zt. nur noch seelenlos rauf und runter gespielt !

Für mich geht es in der Musik :
um Gefühle zu transportieren ,
nicht um die Spieltechnik zum allerbesten zu geben !
 
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WeepingElf

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Für mich geht es in der Musik :
um Gefühle zu transportieren ,
nicht um die Spieltechnik zum allerbesten zu geben !
Genau so sehe ich das auch! Anfangs war die Spieltechnik bei Dream Theater nur "Gewürz" bzw. dem Zweck der Musik, etwas zum Ausdruck zu bringen, untergeordnet, aber im Laufe der Zeit drängte sie sich immer mehr in den Vordergrund und drohte immer mehr die Ausdrucksseite zu erdrosseln. Diese Tendenz war ja auch bei den Umbesetzungen zu erkennen: da kam erst dieser Jordan Rudess, der sich anfangs noch am Riemen riss, aber in Laufe der Zeit immer mehr überkandidelte, und später dann der Schnelltrommelweltmeister Mike Mangini.

Bei The Astonishing haben sie das noch mal angenehm zurückgefahren und einfach nur eine Geschichte erzählt, nur haben das viele Fans nicht goutiert (das Ding hat ja auch tatsächlich seine Schwächen, das können manche andere besser), und sie haben diesen Weg nicht weiter beschritten. Schade eigentlich, denn mit Distance over Time haben sie einen weiteren Schritt in Richtung Techmetal-Sumpf getan (in dem sie aber noch nicht angekommen sind).

Und viele Bands, wie z. B. die Vorgruppen bei den hier besprochenen Konzerten, sind diesen Weg einfach nur zu Ende gegangen! Das hat dann nichts mehr mit Prog zu tun, das ist nur noch instrumentelle Flachwichserei. Deshalb sollte man es auch nicht "Progmetal" nennen, da passt das (nicht von mir erfundene) Wort Techmetal besser. Und wenn die sich tausendmal auf Dream Theater berufen! Wenn A sich auf B beruft, dann heißt das weder dass A dasselbe macht wie B, noch dass das, was A macht, in Bs Sinn ist. Das bedeutet erst mal gar nichts, weil es gut sein kann, dass A gar nicht verstanden hat, worauf B überhaupt hinaus will, oder einfach nur auf Nebenaspekte von Bs Tun abhebt, die B vielleicht gar nicht so wichtig sind.

Es ist bei Dream Theater anscheinend so, dass sich mit der schleichenden Veränderung des Stils in Richtung Techmetal auch das Publikum verändert, weil der alte "Markenkern" Schritt für Schritt verloren geht. Viele Prog-Fans haben sich irgendwann abgewandt, vielleicht bei Train of Thought, was in der Tat nicht viel mit Prog zu tun hat, manche auch nach Portnoys Abgang. Stattdessen entdeckten Techmetal-Fans die Band für sich, als die "Gründerväter" ihrer Stilrichtung. Heute sind anscheinend die Techmetaller bei den DT-Konzerten in der Mehrzahl (zumindest erweckten die bei dem Konzert in Berlin getragenen T-Shirts anderer Bands diesen Eindruck), und deshalb werden eben Techmetal-Bands als Vorgruppen gebucht. Da ist es natürlich kein Wunder, dass The Astonishing floppte! Denn für die Techmetaller war das Album nichts, und viele alte Prog-Fans, denen es vielleicht gefallen hätte, hatten Dream Theater bereits abgeschrieben.

Außerdem habe ich das Gefühl, dass die große Zeit des Progmetal mittlerweile vorbei ist, und zwar ungefähr seit der Jahrtausendwende, so wie die große Zeit des Neoprog Anfang der 90er vorbei war. Heute sind andere Formen des Prog aktuell, auch wenn es da noch keine verbindlichen Stilbezeichnungen gibt, weil noch keiner weiß, was in Zukunft welche Rolle spielt und wohin die weitere Reise geht. (Viele heute gängige Klassifikationen erfolgten erst im Nachhinein.) Aber damit komme ich hier vom Thema ab, dazu gibt es im Prog-Unterforum den Strang "Prog-Stilkunde nach 2000", also genug davon an dieser Stelle.
 
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