Die Zukunft des Progressive Rock

Das verstehe ich gut. Den Unterschied zwischen Prog und Art Rock konnte mir noch keiner überzeugend darlegen, das scheint jeder anders zu definieren, so dass man die Bezeichnungen wohl am besten als Synonyme ansieht (ich jedenfalls tue das). Die Grenzen zwischen den Unterteilungen innerhalb des Prog, wie Neoprog, Retroprog oder Prog Metal, sind ebenso unscharf wie die Grenzen des Genres Prog selbst ;)



Ja. So schnell wird der Progressive Rock nicht sterben! Es gibt auch heute noch junge Leute, die diese Musikrichtung für sich entdecken; das Night of the Prog Festival beispielsweise, wo ich dieses Jahr war, war keine reine Altherrenveranstaltung, das war altersmäßig bunt gemischt. Manche sind die Kinder von Leuten, die damals den klassischen Prog erlebt haben, und in den Plattenkisten ihrer Eltern nach interessanteren musikalischen Erfahrungen graben, als die Mainstream-Medien ihnen bieten - verallgemeinern kann man das nicht. Viele sind sicher auf ganz anderen Wegen zum Prog gekommen. Nachwuchs gibt es also.

Es wäre beispielsweise interessant zu wissen, wie sich die Zuschauerzahlen des Night of the Prog Festivals im Lauf der Jahre entwickelt haben. Ist das größer geworden? Wie sieht es mit den Umsätzen "großer" Prog-Labels, wie InsideOut Music oder Frontiers Records, aus?

Und ich denke, dass von den Nischengenres, die die Eclipsed abdeckt, Prog eines der größeren ist. Ich kann mir beispielsweise kaum vorstellen, dass Stoner Rock, Neo-Krautrock oder Space Rock größer wären.
So weit ich das beurteilen kann, war das Night of the Prog nie ausverkauft, im Gegensatz zum Freak-Valley-Festival (Stoner und Artverwandtes), dass bei etwa gleicher Platzgröße (ca 3500) BesucherInnen möglich, immer ausverkauft ist: sogar das Finkenbachfestival war ein- oder sogar zweimal ausverkauft...
 
Das verstehe ich gut. Den Unterschied zwischen Prog und Art Rock konnte mir noch keiner überzeugend darlegen, das scheint jeder anders zu definieren, so dass man die Bezeichnungen wohl am besten als Synonyme ansieht (ich jedenfalls tue das). Die Grenzen zwischen den Unterteilungen innerhalb des Prog, wie Neoprog, Retroprog oder Prog Metal, sind ebenso unscharf wie die Grenzen des Genres Prog selbst ;)



Ja. So schnell wird der Progressive Rock nicht sterben! Es gibt auch heute noch junge Leute, die diese Musikrichtung für sich entdecken; das Night of the Prog Festival beispielsweise, wo ich dieses Jahr war, war keine reine Altherrenveranstaltung, das war altersmäßig bunt gemischt. Manche sind die Kinder von Leuten, die damals den klassischen Prog erlebt haben, und in den Plattenkisten ihrer Eltern nach interessanteren musikalischen Erfahrungen graben, als die Mainstream-Medien ihnen bieten - verallgemeinern kann man das nicht. Viele sind sicher auf ganz anderen Wegen zum Prog gekommen. Nachwuchs gibt es also.

Es wäre beispielsweise interessant zu wissen, wie sich die Zuschauerzahlen des Night of the Prog Festivals im Lauf der Jahre entwickelt haben. Ist das größer geworden? Wie sieht es mit den Umsätzen "großer" Prog-Labels, wie InsideOut Music oder Frontiers Records, aus?

Und ich denke, dass von den Nischengenres, die die Eclipsed abdeckt, Prog eines der größeren ist. Ich kann mir beispielsweise kaum vorstellen, dass Stoner Rock, Neo-Krautrock oder Space Rock größer wären.

Ich tue mir schwer, "insider" Wissen weiterzugeben, wenn zu viele weitere Parteien betroffen sind. Verweise lieber auf unsere Veranstaltungen im Rind, wo Oli beim gemeinsamen Umtrunk draussen vor der Halle redseliger ist :) ,

Also grob. Besucherzahlen auf dem NotP steigen stetig. 4-6000 waren es im Schnitt pro Tag die letzten Jahre seit es auf 3 Tage aufgestockt wurde. Sogar dieses Jahr, trotz der Probleme mit stornierten Hotelbuchungen. Früher waren es erheblich weniger. Altersdurchschnitt blieb ungefähr gleich. Kommen zwar immer wieder Jüngere dazu, dafür sind die Fans der ersten Stunde inzwischen auch 10 Jahre älter.

Inside Out Entwicklung kann ich nur von Gesprächen mit ihren (kleineren) Bands abschätzen. Absatzzahlen gehen dramatisch zurück. Würde mich wundern, wenn es nicht so wäre. Wir nennen es den "Spotify-Effekt". Mag sein, dass die Bands ein größeres Publikum finden, ob es ihre Motivation steigert, wenn sie trotzdem erheblich weniger Geld für ihre Kunst bekommen? Den Eindruck habe ich bei den Gesprächen nicht. Aber wie gesagt, das ist alles von mir so interpretiert. Nachweisen könnte ich meine Behauptungen nicht.

Welches "Frontiers" meinst du? Ich kenne nur ein italienisches Label, aber die machen fast ausschließlich Hardrock und Heavy Metal? Ganz selten mal was proggiges.

P.S.
Stoner explodiert übrigens gerade. Matte (Bassist von My Sleeping Karma und Chef von Sound of Liberation) veranstaltet fast jeden Monat irgendwo ein mehrtägiges Festival und die sind häufig ratzfatz ausverkauft. Von den zahllosen Tourneen ganz zu schweigen.
Publikum ist im Schnitt aber auch Ende Zwanzig, geht jeden Abend aus und kauft Platten wie blöde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich tue mir schwer, "insider" Wissen weiterzugeben, wenn zu viele weitere Parteien betroffen sind. Verweise lieber auf unsere Veranstaltungen im Rind, wo Oli beim gemeinsamen Umtrunk draussen vor der Halle redseliger ist :) ,

Also grob. Besucherzahlen auf dem NotP steigen stetig. 4-6000 waren es im Schnitt pro Tag die letzten Jahre seit es auf 3 Tage aufgestockt wurde. Sogar dieses Jahr, trotz der Probleme mit stornierten Hotelbuchungen. Früher waren es erheblich weniger. Altersdurchschnitt blieb ungefähr gleich. Kommen zwar immer wieder Jüngere dazu, dafür sind die Fans der ersten Stunde inzwischen auch 10 Jahre älter.

Also ist das wenigstens eine Wachstumsgeschichte.

Inside Out Entwicklung kann ich nur von Gesprächen mit ihren (kleineren) Bands abschätzen. Absatzzahlen gehen dramatisch zurück. Würde mich wundern, wenn es nicht so wäre. Wir nennen es den "Spotify-Effekt". Mag sein, dass die Bands ein größeres Publikum finden, ob es ihre Motivation steigert, wenn sie trotzdem erheblich weniger Geld für ihre Kunst bekommen? Den Eindruck habe ich bei den Gesprächen nicht. Aber wie gesagt, das ist alles von mir so interpretiert. Nachweisen könnte ich meine Behauptungen nicht.

Vor vier Jahren sagte Thomas Waber in einem Eclipsed-Interview noch, der Absatz sei "extrem stabil". Aber das kann sich ja in der Zwischenzeit geändert haben :( Grundsätzlich glaube ich aber, dass Prog-Fans eher bereit sind, handfeste Tonträger zu kaufen als Hip-Hop-Kids! Gerade in einer Musikrichtung, wo es oft um Konzeptalben geht und das Spotify-Geschäftsmodell so gut passt wie ein XS-Girlie-Shirt für Arnold Schwarzenegger ;) Aber vielleicht setzen sie verstärkt auf prominente Zugpferde wie Dream Theater. Was magere Absätze weniger bekannter Bands betrifft, das war doch nie anders - selbst in der klassischen Ära machten nur eine Handvoll Bands fette Umsätze, und die vielen kleineren Bands sind allesamt (oft zu Unrecht) vergessen!

Welches "Frontiers" meinst du? Ich kenne nur ein italienisches Label, aber die machen fast ausschließlich Hardrock und Heavy Metal? Ganz selten mal was proggiges.

Ja, ich meine die Italiener. Ich kenne jetzt nicht deren ganzen Katalog, weiß nur, dass da schon das eine oder andere an Prog und Artverwandtem läuft. Unter anderem Vanden Plas und die aktuelle Inkarnation von Yes.

P.S.
Stoner explodiert übrigens gerade. Matte (Bassist von My Sleeping Karma und Chef von Sound of Liberation) veranstaltet fast jeden Monat irgendwo ein mehrtägiges Festival und die sind häufig ratzfatz ausverkauft. Von den zahllosen Tourneen ganz zu schweigen.
Publikum ist im Schnitt aber auch Ende Zwanzig, geht jeden Abend aus und kauft Platten wie blöde.

Fragt sich nur, ob das nachhaltig oder nur ein Hype ist, der schon in drei Jahren wie ein misslungenes Soufflé in sich zusammenfällt. (Nicht, dass ich ihnen einen solchen Misserfolg wünschen würde - so was wünsche ich keinem Genre, abgesehen von Rechtsrock, Rechtsrap und dergleichen.) Vielleicht findet ja der eine oder andere Stoner-Fan irgendwie den Weg zu dem doch halbwegs "artverwandten" Prog ;)
 
Gehe kurz auf zwei paar Punkte ein.

-Progger ziehen genauso Gratismusik vor wie alle anderen. Mit Boxsets, Special Editions u.ä. kann man zumindest die Sammler noch halten. Konzeptalben hören sich im Stream nicht anders an, als auf dem Tonträger oder Download.

-Dass kleine Bands nicht verkauf(t)en stimmt nicht. Wir konnten noch vor wenigen Jahren komplett unbekannte junge Bands veröffentlichen, mindestens Break Even kamen wir mit jedem Album innerhalb weniger Wochen heraus. Das können wir heutzutage leider nicht mehr so leichtfertig tun. Und gerade solchen jungen Bands abzusagen tut mir besonders weh. Denn auch bei den etablierten Bands sind die Gewinne und somit unser finanzieller Spielraum, um mal etwas Risiko einzugehen, stark gesunken.

Diese beiden Behauptungen könnte ich mit konkreten Zahlen untermauern, bitte aber darum, mir das so zu glauben.

(Könnten wir bitte ein Thema finden, bei dem ich mich auch mal positiv einbringen kann? Fühle mich inzwischen wirklich, wirklich schlecht dabei alles mies zu reden :( ).
 
Wo ich Dir nicht widersprechen kann, werde ich es auch nicht tun (so sehr ich es mir auch wünschen mag, ich könnte es) - Du kennst diese Insider, ich nicht.
 
Ich kann hier nur nach dem gehen, was ich in Gesprächen mit anderen Prog-Fans sowie diversen Posts in verschiedenen Themen hier im Forum aufgeschnappt habe. Demnach haben folgende zwei Aussagen zumindest für einen großen Teil des Prog-Publikums Gültigkeit:

1. Sie wissen den Wert einer Produktion zu würdigen und sind bereit, für eine gut produzierte LP oder CD einen angemessenen Preis zu zahlen. Kostenlose Streamings (etwa bei YouTube oder Bandcamp) dienen nur dazu, Musik probezuhören, bevor man die Kaufentscheidung fällt. Wenn's gefällt, wird die Scheibe gekauft.

2. Sie legen Wert auf eine gute Klangqualität, und hören Musik vorzugsweise zu Hause auf einer guten Stereoanlage; manche sind ausgesprochene Audiophile, die oft Qualitätsunterschiede heraushören zu können meinen, bei denen der normale Musikfreund mit den Ohren schlackert. Es gibt Leute, die für ihre Stereoanlage mehr ausgeben als für ihr Auto. Für die sollten datenreduzierte Formate eigentlich ein rotes Tuch sein!

Aber das kann man sicher nicht verallgemeinern. Extreme Audiophile etwa sind unter Klassikhörern wahrscheinlich häufiger anzuteffen als unter Prog-Hörern. Aber ich denke, dass die allermeisten Prog-Fans Musik bewusster konsumieren als Leute, die sich's mit dem Mainstream zufrieden sind und Musik nur als Berieselung hören.
 
Ich kann hier nur nach dem gehen, was ich in Gesprächen mit anderen Prog-Fans sowie diversen Posts in verschiedenen Themen hier im Forum aufgeschnappt habe. Demnach haben folgende zwei Aussagen zumindest für einen großen Teil des Prog-Publikums Gültigkeit:

1. Sie wissen den Wert einer Produktion zu würdigen und sind bereit, für eine gut produzierte LP oder CD einen angemessenen Preis zu zahlen. Kostenlose Streamings (etwa bei YouTube oder Bandcamp) dienen nur dazu, Musik probezuhören, bevor man die Kaufentscheidung fällt. Wenn's gefällt, wird die Scheibe gekauft.

2. Sie legen Wert auf eine gute Klangqualität, und hören Musik vorzugsweise zu Hause auf einer guten Stereoanlage; manche sind ausgesprochene Audiophile, die oft Qualitätsunterschiede heraushören zu können meinen, bei denen der normale Musikfreund mit den Ohren schlackert. Es gibt Leute, die für ihre Stereoanlage mehr ausgeben als für ihr Auto. Für die sollten datenreduzierte Formate eigentlich ein rotes Tuch sein!

Aber das kann man sicher nicht verallgemeinern. Extreme Audiophile etwa sind unter Klassikhörern wahrscheinlich häufiger anzuteffen als unter Prog-Hörern. Aber ich denke, dass die allermeisten Prog-Fans Musik bewusster konsumieren als Leute, die sich's mit dem Mainstream zufrieden sind und Musik nur als Berieselung hören.

Ich gebe in allen Punkten recht und verzichte auf jedwede Zusätze.
 
Hab mich da weit aus dem Fenster gelehnt. Ich habe noch nie bewusst Spotify gehört, habe also im Grunde keine Ahnung was dort wie klingt :D.

Ich auch nicht ;) Aber ich weiß, dass viele Leute sich zumindest einbilden, etwa den Unterschied zwischen CD und MP3 hören zu können. Und für diejenigen, die das Ritual des Plattenauflegens und ein schönes großes 30x30cm-Cover nicht missen wollen, ist Spotify sicherlich noch unattraktiver als CDs!
 
Wisst ihr, was mich an diesem Thread sehr sehr wundert?
Ich sage es euch: hier geben so manche User diversen Postings, die sich im Grunde vollkommen widersprechen, gleichzeitig ein "Like".
Paradebeispiel: Posting #11 und Posting #28

Zu Posting #11:

es soll ja vorkommen, dass in einem Forum über Progmusik mehr Threads dies zum Inhalt haben....
dass deine Weibchen hier nicht so viel Interesse erzeugen, wie bei dir, ist dir ja ziemlich egal....
aber dann dein Spruch da oben ist mehr als daneben, ich empfinde ihn gar als beleidigend...
da wird versucht eine Diskussionsrunde zum hier beliebten Thema Prog zu eröffnen, welche auch sogleich angenommen wird und der Weibchenfan muss seinen Senf dazu geben, weil er immer noch nicht raffte, dass er im falschen Forum ist... !!???
mich nervt dein ewiges vordrängen hier... egal ob massenhaft Weibchenbilder oder Dünnsülze wie hier... du verdirbst mir hier den Sinn und die Freude....

Rot: falsch. Die "Weibchen" sind auch bei mir ein großer Teil meiner Interessenlage in Sachen Musik.
Blau: lass bitte die berühmte Kirche im noch berühmteren Dorf.
Grün: jetzt lausche mal gut, was ich dir zu sagen habe. Ich gehöre ebenfalls partiell und in nicht unerheblichen Maße zu den "Weibchen-Mögern". Manchmal sogar zu den Fans derselben.
Und nun? Bin ich im falschen Forum? Möchtest Du mir vielleicht sogar aus eben diesem Grunde nahelegen, doch bitte den Abgang zu machen?
Der Rest in schwarz: Du hast scheinbar ein generelles Problem mit......."Weibchen". Ich poste auch das eine oder andere "Weibchenbild". Na und? Wenn dir dadurch hier der "Sinn und die Freude" verdorben wird.......dann solltest Du vielleicht mal deinen Toleranzhorizont nicht nur überprüfen, sondern ggf. erweitern. Natürlich nur, soweit dir das vor lauter ProgProgProgProg möglich ist.


Zu Posting #28

Ich glaube W-Elf, daß du diese Prog-Sache zu ernst nimmst. Für dich scheint es nichts anderes zu geben. Morgens geht die Progsonne auf, abends unter. Dazwischen liegt die Prog-Nacht!
So einfach ist das nicht. Die Menschen haben andere Interessen bzw. sind die Geschmäcker mainstreamiert( gerade erfunden, dieses Wort)
Man kann die Dinge nur nehmen, wie sie sind.
Prog wird aussterben ! Geh auf ein Konzert und sieh dich um. Welches Alter triffst du denn?
Diese Entwicklung ist sehr, sehr schade.

Ich freue mich über jeden jungen Menschen, welcher mit mir (Prog-T-Shirt-Träger) ins Gespräch kommt und Interesse zeigt.
Prog wird nicht austerben! Solange wie es uns aus dem Forum gibt, eine Eclipsed-Redaktion gibt und das Wort "Mainstream" verteufelt wird.
Genieße den Prog, schreib dein Buch zu Ende. (Melde mich hiermit beim Crowdfounding an)
Wer nicht von allein darauf kommt, daß es nichts gepflegteres als ein ProgRockAlbum gibt, hat im Leben seinen Ohren nur BÖSES angetan.
42 ist die Lösung!!!!!
MfG
Music is the best

Rot: das sehe ich ähnlich.
Blau: das sehe ich auch ähnlich
Grün: ja was denn nun? Aussterben oder nicht aussterben(?) Findest Du es irgendwie gut oder toll, wenn "das Wort Mainstream verteufelt wird"?
Lila: dann habe ich wohl nach deiner Lesart im Leben meinen Ohren wirklich nur BÖSES angetan. Was ich aber nach meiner eigenen Lesart ganz gewaltig und mit äußerstem Nachdruck bezweifeln möchte.

Schwarz fett: was heißt das denn? Ist das so eine Art Insider-Ding oder ein Geheimcode?
 
Ich kann hier nur nach dem gehen, was ich in Gesprächen mit anderen Prog-Fans sowie diversen Posts in verschiedenen Themen hier im Forum aufgeschnappt habe. Demnach haben folgende zwei Aussagen zumindest für einen großen Teil des Prog-Publikums Gültigkeit:

1. Sie wissen den Wert einer Produktion zu würdigen und sind bereit, für eine gut produzierte LP oder CD einen angemessenen Preis zu zahlen. Kostenlose Streamings (etwa bei YouTube oder Bandcamp) dienen nur dazu, Musik probezuhören, bevor man die Kaufentscheidung fällt. Wenn's gefällt, wird die Scheibe gekauft.

2. Sie legen Wert auf eine gute Klangqualität, und hören Musik vorzugsweise zu Hause auf einer guten Stereoanlage; manche sind ausgesprochene Audiophile, die oft Qualitätsunterschiede heraushören zu können meinen, bei denen der normale Musikfreund mit den Ohren schlackert. Es gibt Leute, die für ihre Stereoanlage mehr ausgeben als für ihr Auto. Für die sollten datenreduzierte Formate eigentlich ein rotes Tuch sein!

Aber das kann man sicher nicht verallgemeinern. Extreme Audiophile etwa sind unter Klassikhörern wahrscheinlich häufiger anzuteffen als unter Prog-Hörern. Aber ich denke, dass die allermeisten Prog-Fans Musik bewusster konsumieren als Leute, die sich's mit dem Mainstream zufrieden sind und Musik nur als Berieselung hören.

Punkt 3: Live Konzert. Selbst Künstler, die ich schon kannte können mich -live- überzeugen und ich werde mir, möglichst noch am Merch-Stand das Gesamtwerk zulegen.

Punkt 4: Live Konzert. Sogar Künstler, die ich bisher nicht kannte können mich -live- überzeugen und ich werde mir, möglichst noch am Merch-Stand das Gesamtwerk zulegen.

Zugegeben: Ist wg. Corona schwieriger geworden. Aber statt rund um die Uhr in Foren (oder Bibliotheken, oder deren Toiletten) abzuhängen kann man auch mal auf ein Konzert gehen.
 
Kann das sein, das hier nur alte, weisse Männer über vergangene Zeiten trauern?

Ich habe mir heute den livestream von Sons of Kemet in Köln im "Loft" angeschaut. Lief auf Jazztage.de in bester Qualität. Leider war ich nicht da.

Ja, und da habe ich DIE ZUKUNFT DES PROG (Titel dieses Threat) gesehen.

Zwei Schlagzeuger, die aber eher als Perkussion arbeiten (wie bei King Crimson heute, wo ja auch nur ein Schlagzeug , wenn überhaupt Rhythmus spielt), Musik wird getragen von einer Tuba (ja, hört euch das mal an!). Saxophon als Beiwerk bzw. "Stimme". Die Tuba übernimmt Melodie und Rhythmus, ähnlich wie das früher bei Primus der Bass gemacht hat, nur das es musikalisch nix miteinander zu tun hat. Beim 10 minütigem Tuba Solo sind da 100 Leute in einem Kellerloch steilgegangen. Und ja, ich habe da die Zukunft des Prog gesehen.
 
Wisst ihr, was mich an diesem Thread sehr sehr wundert?
Ich sage es euch: hier geben so manche User diversen Postings, die sich im Grunde vollkommen widersprechen, gleichzeitig ein "Like".
Paradebeispiel: Posting #11 und Posting #28

Zu Posting #11:



Rot: falsch. Die "Weibchen" sind auch bei mir ein großer Teil meiner Interessenlage in Sachen Musik.
Blau: lass bitte die berühmte Kirche im noch berühmteren Dorf.
Grün: jetzt lausche mal gut, was ich dir zu sagen habe. Ich gehöre ebenfalls partiell und in nicht unerheblichen Maße zu den "Weibchen-Mögern". Manchmal sogar zu den Fans derselben.
Und nun? Bin ich im falschen Forum? Möchtest Du mir vielleicht sogar aus eben diesem Grunde nahelegen, doch bitte den Abgang zu machen?
Der Rest in schwarz: Du hast scheinbar ein generelles Problem mit......."Weibchen". Ich poste auch das eine oder andere "Weibchenbild". Na und? Wenn dir dadurch hier der "Sinn und die Freude" verdorben wird.......dann solltest Du vielleicht mal deinen Toleranzhorizont nicht nur überprüfen, sondern ggf. erweitern. Natürlich nur, soweit dir das vor lauter ProgProgProgProg möglich ist.


Zu Posting #28



Rot: das sehe ich ähnlich.
Blau: das sehe ich auch ähnlich
Grün: ja was denn nun? Aussterben oder nicht aussterben(?) Findest Du es irgendwie gut oder toll, wenn "das Wort Mainstream verteufelt wird"?
Lila: dann habe ich wohl nach deiner Lesart im Leben meinen Ohren wirklich nur BÖSES angetan. Was ich aber nach meiner eigenen Lesart ganz gewaltig und mit äußerstem Nachdruck bezweifeln möchte.

Schwarz fett: was heißt das denn? Ist das so eine Art Insider-Ding oder ein Geheimcode?
Schon klar. Lesen bildet eindeutig.
Ich wette mit dir, daß 99% aller User wissen was das heißt. BÖSES steht für sinnbildlich. Oh je.....!
Soll das QUASI eine Retoure sein.?
Deutlich: Antwort auf SCHWARZ-FETT!
Grün: Vergleiche ziehen?!!!! Wortverstärkung?
MfG
Ich gehe jetzt arbeiten.....darum karge Antwort!

( Schon mal D. Adams gelesen? Da ist die Antwort auf 42 zu finden.)
 
Rot: falsch. Die "Weibchen" sind auch bei mir ein großer Teil meiner Interessenlage in Sachen Musik.
Blau: lass bitte die berühmte Kirche im noch berühmteren Dorf.
Grün: jetzt lausche mal gut, was ich dir zu sagen habe. Ich gehöre ebenfalls partiell und in nicht unerheblichen Maße zu den "Weibchen-Mögern". Manchmal sogar zu den Fans derselben.
Und nun? Bin ich im falschen Forum? Möchtest Du mir vielleicht sogar aus eben diesem Grunde nahelegen, doch bitte den Abgang zu machen?

ich weiß ja nicht was dich jetzt so dolle aufregt, da hast du anscheinend das Hauptthema nicht verstanden...

zu deinen Ansagen... nicht viele heist doch klar, dass es Interessenten gibt, wie du ja beweist... also was soll deine Ansage... ??
warum soll ich schweigen, wenn ich mich durch die Ansagen eines gewissen hier beleidigt fühle, wo steht geschrieben -> leide und schweige.... ???
und wieso du... ??? bist du JesterD... ???? dies musst du mir mal erklären....

und nein, bevor ich andere auffordere, gehe ich selber, weshalb ich hier immer weniger bin, weil eben genannte Aussage dazu beiträgt....
kannst also bleiben und mit mit JesterD weiterhin Weibchengeheule hören... viel Spass...
 
Zurück zum Thema, das ich anfangs weder torpedieren noch in Misskredit bringen wollte, auch wenn mir das hier mehrfach unterstellt wurde.

Es muss Mitte 1983 gewesen sein, als mein Plattenkumpel Holger mir eine LP anschleppte, die ich vom Coverbild her sehr interessant fand. Script For A Jester's Tear. Marillion - wer? Völlig unvorbereitet/unbelastet hab ich mir die Platte mehrfach angehört und war begeistert. Das war sie also - die lang ersehnte Fortsetzung eines großen Teils meiner Lieblingsmusik aus den 70ern.

Weshalb schreibe ich das in Bezug auf die Zukunft des Prog? Nun, schon damals anno 1983 war die Angängerschar für diese Musik sehr überschaubar. Bei meinen Plattenfreunden, im Bekanntenkreis und allgemein ringsherum sowieso.
Da war ich mit meinen damaligen Lieblingen Saga (die ich immer noch sehr mag) und nun auch Marillion ziemlich alleine. Sicher war die Nische Prog schon mal deutlich größer als gerade, aber es wird nach meinem Dafürhalten auf ewig eine Nische bleiben, selbst wenn immer mal wieder eine gewisse Anzahl neuer, jüngerer Interessenten auftaucht.
 
Die meisten von uns sind ja schon etwas älter. Erinnern sich also noch an die verklärt zum "interessantesten Jahrzehnt der Rock Musik" stilisierte Zeit von 1970-1979. Alles in bester Ordnung, oder :confused: . Wer etwas auf sich hielt oder meinte das der musikalische Durchblick sein alleiniges Privileg ist, hörte natürlich "progressiv". Was nach damaliger Lesart die Musik war, die Ottonormalverbraucher nicht erreichte, weil zu wenig kommerziell. Es kam wie es unerwartet aber doch kommen musste. Neue Strömungen, allen voran als erster Urknall "Punk" degradierten die Platzhirsche zu Bofs(Boring old farts). Aber die Dinos überlebten in kleinen Reservaten mit samt ihrer Gefolgschaft. Was irgendwie auch progressiv war. Entgegen allem neuem am alten festhalten und in geringem Maße neue Gefolgschaften aufzubauen. Radio-DJs wie John Peel zerstörten mit Wonne alte Denkmäler und festgeschriebene Gesetze. Noch eine "Progressivität". So betrachtet hat es immer eine Zukunft gegeben. Für seit Ewigkeiten aktive oder neu dazugekommene, die die Zukunft sichern. Egal ob nun "Prog", "Schmock" oder wie auch immer das Kind heißt. Solange es nachwachsende Generationen gibt, die nicht "Too for for Rock` n` Roll " sind, wird es auch ein Morgen und Übermorgen geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die meisten von uns sind ja schon etwas älter. Erinnern sich also noch an die verklärt zum "interessantesten Jahrzehnt der Rock Musik" stilisierte Zeit von 1970-1979. Alles in bester Ordnung, oder :confused: . Wer etwas auf sich hielt oder meinte das der musikalische Durchblick sein alleiniges Privileg ist, hörte natürlich "progressiv". Was nach damaliger Lesart die Musik war, die Ottonormalverbraucher nicht erreichte, weil zu wenig kommerziell. Es kam wie es unerwartet aber doch kommen musste. Neue Strömungen, allen voran als erster Urknall "Punk" degradierten die Platzhirsche zu Bofs(Boring old farts). Aber die Dinos überlebten in kleinen Reservaten mit samt ihrer Gefolgschaft. Was irgendwie auch progressiv war. Entgegen allem neuem am alten festhalten und in geringem Maße neue Gefolgschaften aufzubauen. Radio-DJs wie John Peel zerstörten mit Wonne alte Denkmäler und festgeschriebene Gesetze. Noch eine "Progressivität". So betrachtet hat es immer eine Zukunft gegeben. Für seit Ewigkeiten aktive oder neu dazugekommene, die die Zukunft sichern. Egal ob nun "Prog", "Schmock" oder wie auch immer das Kind heißt. Solange es nachwachsende Generationen gibt, die nicht "Too old for Rock` n` Roll " sind, wird es auch ein Morgen und Übermorgen geben.
Schöne Analyse, klar, Dekadenz und Verklärung, sich Abkoppeln vom Mainstream, gehörte da zum jugendlichen Reifeprozess in der damaligen (musikalischen) Peergroup mit dazu...
 
ich weiß ja nicht was dich jetzt so dolle aufregt, da hast du anscheinend das Hauptthema nicht verstanden...

zu deinen Ansagen... nicht viele heist doch klar, dass es Interessenten gibt, wie du ja beweist... also was soll deine Ansage... ??
warum soll ich schweigen, wenn ich mich durch die Ansagen eines gewissen hier beleidigt fühle, wo steht geschrieben -> leide und schweige.... ???
und wieso du... ??? bist du JesterD... ???? dies musst du mir mal erklären....

und nein, bevor ich andere auffordere, gehe ich selber, weshalb ich hier immer weniger bin, weil eben genannte Aussage dazu beiträgt....
kannst also bleiben und mit mit JesterD weiterhin Weibchengeheule hören... viel Spass...

Genau so, wie Du dich offenbar von Jester.Ds Aussage "beleidigt" fühlst und leidest usw. usw., rege ich mich durchaus (ein wenig) über dein Geschwätz in Sachen "Weibchenbilder" oder "Weibchengeheule" auf.
Es zeigt mir, daß dein Toleranzhorizont doch erheblich eingeengt ist und Du zusätzlich noch jemand zu sein scheinst, der gut austeilen, aber nix einstecken kann.
Das Hauptthema nicht verstanden? Ich bitte dich, von "Die Zukunft des Progressive Rock" direkt einzuschwenken auf "Prog-Rock über alles und nix gibt es daneben" (schon gar keine "Weibchen").....das ist schon sehr schräg.
Würde ich auf deiner Welle surfen, müsste ich mich u.a. von deinem "Weibchengeschwätz" tierisch und tödlich beleidigt fühlen. Bin ich aber nicht, es entlockt mir im Grunde nur ein müdes Grinsen.
 
Schon klar. Lesen bildet eindeutig.
Ich wette mit dir, daß 99% aller User wissen was das heißt. BÖSES steht für sinnbildlich. Oh je.....!
Soll das QUASI eine Retoure sein.?
Deutlich: Antwort auf SCHWARZ-FETT!
Grün: Vergleiche ziehen?!!!! Wortverstärkung?
MfG
Ich gehe jetzt arbeiten.....darum karge Antwort!

( Schon mal D. Adams gelesen? Da ist die Antwort auf 42 zu finden.)

Nimm dir vielleicht beim nächsten Mal ein wenig mehr Zeit und Muße, es ist grundsätzlich wenig erbaulich, auf deine hingehackten Schlagworte irgend etwas an vernünftigen Dingen zu entgegnen.
So manch einer in den Weiten des Net lehnt Smilies oder Emojis grundsätzlich bis generell ab, aus diversen mehr oder weniger nachvollziehbaren Gründen.
Nutzt man sie nicht, darf man sich jedoch nicht wundern, wenn für den geneigten Leser schlicht das geschriebene Wort gilt. Unabhängig davon, wie es nun gemeint sein mag, ob eine gewisse Ironie dahinter steckt oder ob irgend etwas "wortverstärkend" sein soll etc. etc. etc.
Dann nimmt man das Geschriebene eben genau so, wie es nun einmal da steht....Wort für Wort und im Sinne des Wortes.
Hoast mi? (Das ist sowas wie der geschriebene bayerische Dialekt und heißt wohl auf gut deutsch: hast Du mich verstanden? Nur für den Fall..... ;))
 
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