"Die meisten Progsänger sind auch wirklich sehr, sehr schwach!"

Das Erstaunlichste aber, dass er immer noch einen Großteil seiner Stimme von "damals" hat. Irgendwo gibt es ein recht aktuelles Video, wie er "The Runaway" singt - eines der gesanglich anspruchsvollsten Stücke im Saga-Repertoire - und dabei besser klingt als beim Auftritt in Bonn 2002.
 
Bei mir ist es genau umgekehrt - ohne sein stimmliches Pathos wäre "Script For A Jester's Tear" für mich ein Jahrhundertalbum. Geschmackssache. Ich höre Steve Hogarth sehr gerne zu. :)


Da ich gerade die ersten beiden Marillion-Alben gehört habe, grabe ich mal diesen Thread aus - und bin geneigt, mich der Meinung von Gast 7 (wer auch immer das ist) anzuschließen. Die FISH-Jünger werden sicher gleich aufheulen, aber ich habe gerade versucht, mir die Songs der ersten Alben mit Hogarts Stimme vorzustellen und fand diese Vorstellung recht gut.

Nun könnt ihr mich abwatschen. ;)
 
Da ich gerade die ersten beiden Marillion-Alben gehört habe, grabe ich mal diesen Thread aus - und bin geneigt, mich der Meinung von Gast 7 (wer auch immer das ist) anzuschließen. Die FISH-Jünger werden sicher gleich aufheulen, aber ich habe gerade versucht, mir die Songs der ersten Alben mit Hogarts Stimme vorzustellen und fand diese Vorstellung recht gut.

Nun könnt ihr mich abwatschen. ;)

Viele dieser Songs kannst mit Hogarth auf diversen Livealben hören. Mir gefällt's.

Kann diese Box nur sehr empfehlen.

The Official Bootleg Box Set Volume 2

 
Ich bevorzuge die Songs der Fish-Ära mit Fish am Mikrofon. Fish-Ära-Marillion und Hogarth-Ära-Marillion sind im Grunde genommen zwei verschiedene Bands, die zwar den Namen, den Gitarristen, den Keyboarder, den Bassisten und den Schlagzeuger gemeinsam haben, aber unterschiedliche Stile (wenn auch beides im Bereich Prog) spielen. Aber das ist selbstredend Geschmackssache. Ich mag beide, aber sie sind eben sehr verschieden.
 
Ich bevorzuge die Songs der Fish-Ära mit Fish am Mikrofon. Fish-Ära-Marillion und Hogarth-Ära-Marillion sind im Grunde genommen zwei verschiedene Bands, die zwar den Namen, den Gitarristen, den Keyboarder, den Bassisten und den Schlagzeuger gemeinsam haben, aber unterschiedliche Stile (wenn auch beides im Bereich Prog) spielen. Aber das ist selbstredend Geschmackssache. Ich mag beide, aber sie sind eben sehr verschieden.

Stimme Dir voll zu. Ich höre auch beide "Bands" gerne. Entgegen Deiner Vorliebe höre ich Hogarth allerdings lieber. Hinzu kommt ja auch, dass Marillion mit Hogarth weitaus mehr Alben herausbrachten. In der gesamten Diskographie ragt "Brave" für mich heraus. Und wie Du richtigerweise ges hast, ist das alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sowohl Fish als auch Steve Hogarth sind sehr ausdrucksstarke und unverwechselbare Sänger, aber eben vom Charakter der Stimme und Persönlichkeit her sehr verschieden, so dass ich gar nicht sagen kann, welcher der beiden mir besser gefällt. Jeder der beiden passt zu der Phase der Bandgeschichte, die er prägte, meiner persönlichen Meinung nach besser als "über Kreuz", aber das kommt wahrscheinlich nur von daher, dass ich sie eben so kennen gelernt habe.
 
Ich bin Marillion-Möger, aber kein Experte. Wenn die Hogart-Songs von Fish gesungen würden z.B. (lustige Vorstellung, oder?) - dann würden diese also gar nicht mehr nach den alten Marillion klingen?
 
Ich habe natürlich noch keine von Fish gesungenen Hogarth-Marillion-Songs gehört ;) Aber von Hogarth gesungene Fish-Marillion-Songs - und die hörten sich irgendwie komisch an. Die Stimme passte einfach nicht zu den Songs, was wahrscheinlich aber einfach nur daran lag, dass sie so anders ist als die von Fish, und man diese Songe eben mit Fishs Stimme gewohnt ist. Aber auch der Musikstil hat sich gewandelt, wenn auch nicht auf einen Schlag, die ersten Hogarth-Marillion-Alben können da als Übergangsphase gelten, die aber spätestens mit Brave abgeschlossen war. Fish-Marillion machten klassischen Neoprog, waren zusammen mit IQ, Pallas und Pendragon eine der prägendsten Bands dieser Stilrichtung (und die kommerziell erfolgreichste). Nach dem Sängerwechsel wandelte sich der Stil von Marillion zu etwas Neuem, wurde sanfter und melancholischer. Dafür gibt es meines Wissens noch keine allgemein akzeptierte Bezeichnung, weshalb ich in meinem Buch (und in Postings in diesem Forum) die Bezeichnung "Deep Prog" dafür vorschlage. Denn "Neoprog" trifft es spätestens ab Brave nicht mehr. Freilich haben sich auch einige andere Neoprog-Bands in diese Richtung gewandelt, aber später und gleitender, zumal es in der Regel keinen so einschneidenden Sängerwechsel gab. Es handelt sich also um eine allgemeine Entwicklungstendenz im britischen Progressive Rock der 90er Jahre, die sich jedoch bei Marillion deutlicher und abrupter manifestierte als bei anderen Bands.
 
Nicht wirklich. Der Sängerwechsel bei Marillion war eher Folge als Ursache des Stilwandels. Die Band wollte eine neue Richtung einschlagen, bei der Fish einfach nicht mehr mitziehen wollte. Dazu kam bekanntlich Fishs Alkoholproblem. Das hing auch miteinander zusammen, bekanntlich handelt Clutching at Straws davon, und das wollten die anderen Bandmitglieder nicht mehr. Wie ich schon gesagt habe, haben auch andere Neoprog-Bands einen ähnlichen Stilwandel ohne Sängerwechsel vollzogen, auch wenn das weniger scharf ausgeprägt war als bei Marillion.
 
Seht ihr das wirklich so krass? Haben sich Marillion mit Hogart so dramatisch verändert?

Für mich auch ein klares Ja zu Deiner Frage. Ich stimme @WeepingElf zu, dass sich der Stil mit Hogarth enorm änderte. Die Band und er sind diesen Weg bis heute konsequent und gezielt gegangen. Hogarth war nach Fish ein absoluter Glücksgefühl. Ebenso wie Fish hat Hogarth eine unverwechselbare und einzigartige Stimme. Er hat meiner Meinung nach keine typische Rockstimme. Zudem hat für Marillion das Gitarrenspiel von Steve Rothery eine ähnlich wichtige Bedeutung wie die Gitarre von David Gilmour für Pink Floyd.
 
Seht ihr das wirklich so krass? Haben sich Marillion mit Hogarth so dramatisch verändert?
Ja haben sie! Ich bin Fan der Fisch Ära aber vor allem das Brave-Album hat mich davon überzeugt, das es mit Hogarth interessant und hörenswert weiter ging. Ich kenne und liebe noch Seasons End und habe jetzt einmal An hour bevor it's dark gehört. Und das scheint ziemlich, ziemlich gut zu sein, bin guter Hoffnung.

Kurz und grob gesagt: Fish erzählt, Hogarth singt.
 
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Ich bevorzuge die Songs der Fish-Ära mit Fish am Mikrofon. Fish-Ära-Marillion und Hogarth-Ära-Marillion sind im Grunde genommen zwei verschiedene Bands, die zwar den Namen, den Gitarristen, den Keyboarder, den Bassisten und den Schlagzeuger gemeinsam haben, aber unterschiedliche Stile (wenn auch beides im Bereich Prog) spielen. Aber das ist selbstredend Geschmackssache. Ich mag beide, aber sie sind eben sehr verschieden.
Sehe ich genau so. Vor ein paar Tagen habe ich mir seit Langem nochmal Seasons End angehört. Kein schlechtes Album, letztlich finde ich aber nur 3 Songs wirklich interessant und packend. Der Rest ist "nett" aber nicht mehr in meinen Augen. Das liegt auch nicht nur am Gesang. Mit Fish wäre das Album vermutlich auch nur dezent besser.
 

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