"Die meisten Progsänger sind auch wirklich sehr, sehr schwach!"

Lamneth

Aktives Mitglied
Hodgson war schon immer wieder mal an der Grenze zum Prog. Er war anscheinend sogar mal als Jon-Anderson-Ersatz bei Yes im Gespräch.
Wenn wir schon in diesem Grenzbereich sind, müssen Michael Sadler und die diversen Gastsänger des Alan Parsons Projects auch noch erwähnt werden, da waren immer tolle Stimmen dabei. (allen voran der unvergessene Chris Rainbow)
Schwierig. Klar, waren Supertramp bei Songs wie Hide In Your Shell, Rudy und natürlich die grandiose Fools Overture im Prog Bereich, aber verankert waren sie im Pop-Rock.
Bei Alan Parsons waren die Prog Elemente spätestens bei der Eve passe, und Saga haben Prog nur "gestreichelt".
Mir gefällt was sie gemacht haben, allein von Saga habe ich 11 Alben.
Ich bin der Meinung, wenn der Pop(Rock) überwiegt, sollte man sie auch nicht als Prog klassifizieren.
 

Marifloyd

Inventar
Schwierig. Klar, waren Supertramp bei Songs wie Hide In Your Shell, Rudy und natürlich die grandiose Fools Overture im Prog Bereich, aber verankert waren sie im Pop-Rock.
Bei Alan Parsons waren die Prog Elemente spätestens bei der Eve passe, und Saga haben Prog nur "gestreichelt".
Mir gefällt was sie gemacht haben, allein von Saga habe ich 11 Alben.
Ich bin der Meinung, wenn der Pop(Rock) überwiegt, sollte man sie auch nicht als Prog klassifizieren.
Alan Parsons hat auch meiner Meinung nach ab "Eve" keinen Prog gemacht. Auch Barclay James Harvest nicht, aber die Musik von beiden Bands ist einfach schön.
 

moonmadness

Aktives Mitglied
Was ist gut, was ist schlecht. Richtig, alles auch Geschmackssache.

Ich finde es z.B. nicht gut, wenn jemand überdramatisch versucht irgendwelchen Idolen/Idealen nachzueifern, wie das in der Musik leider oft der Fall ist.

Eine einzigartige, "authentische" Stimme hingegen, find ich, ist was Tolles. Ja gut, nun muss das einem auch irgendwie gefallen... aber zu sagen, das wäre schlecht, weil es nicht dem aktuellen Ideal entspricht, geht wie im Gesamtkonzept auf Musik bezogen eher mal gar nicht für mich. Deswegen find ich auch sämtliche Punktwertungen bedeutungslos.

Mir gefällt vieles in der aktuellen (Prog) Musik nicht, weils scheinbar zum großen Teil alles so melodramatisch ist. Wer hat damit eigentlich angefangen? Steven Wilson? Hm naja... not my cup... dann lieber tausendmal ein Ian Anderson, der alles vl. andere als ein "technisch guter Sänger" ist, dafür aber echt ist und vor allem nicht nur rumheult. Deswegen sag ich aber nicht, ach der SW macht schlechte Musik.

Diese aktuelle Zeit ist für mich irgendwie grad voller Heulbojen, oder "watt schlechte Welt"-Miesmacher Mucke... und schade auch das das scheinbar am meisten Erfolg hat und dann wiederrum die "Nachäffer" "inspiriert".

Back to the 80s ;) ... ich vermisse Lebensfreude, aber auch starke Stimmen, die einen mitreissen und nicht einlullen.

Ich hab in meiner aktuellen "Verzweiflung" sogar angefangen Udo Lindenberg zu hören... hahahahahahahaha... und das ist wirklich kein "guter" Sänger nach dem Regelbuch.
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Was ist gut, was ist schlecht. Richtig, alles auch Geschmackssache.

Ich finde es z.B. nicht gut, wenn jemand überdramatisch versucht irgendwelchen Idolen/Idealen nachzueifern, wie das in der Musik leider oft der Fall ist.

Eine einzigartige, "authentische" Stimme hingegen, find ich, ist was Tolles. Ja gut, nun muss das einem auch irgendwie gefallen... aber zu sagen, das wäre schlecht, weil es nicht dem aktuellen Ideal entspricht, geht wie im Gesamtkonzept auf Musik bezogen eher mal gar nicht für mich. Deswegen find ich auch sämtliche Punktwertungen bedeutungslos.
Ja, musikalische Qualität ist nicht objektiv bewertbar. Das ist alles Geschmackssache; selbst bei so was angeblich objektiv Messbarem wie der Klangqualität gehen die Meinungen auseinander, man denke an die andauernde Debatte, ob analog oder digital "besser" klingt, das ist eine Glaubensfrage, so wie Front- oder Heckantrieb bei Autos. In den 80ern waren irgendwie alle von der digitalen Audiotechnik begeistert, von wegen das klingt viel "klarer" als analog, heute gilt diese Klarheit vielen als "kalt" und analoge Technik, die in den 80ern noch "dumpf" war, als "warm".

Und selbst vieles, was ursprünglich mal "handwerklich schlecht" war, wurde irgendwann zum Stilmittel und absichtlich gemacht. Es gibt da zum Beispiel diese Geschichte von einer Band, die viel mit Verzerrern arbeitete, die von den Toningenieuren im Studio gesagt bekam, "Leute, eure Verstärker sind kaputt, die verzerren so".

Mir gefällt vieles in der aktuellen (Prog) Musik nicht, weils scheinbar zum großen Teil alles so melodramatisch ist. Wer hat damit eigentlich angefangen? Steven Wilson? Hm naja... not my cup... dann lieber tausendmal ein Ian Anderson, der alles vl. andere als ein "technisch guter Sänger" ist, dafür aber echt ist und vor allem nicht nur rumheult. Deswegen sag ich aber nicht, ach der SW macht schlechte Musik.
Mir gefällt diese pessimistisch-melodramatische Art auch nicht. Ich weiß jetzt nicht, ob Steven Wilson damit angefangen hat, aber er ist im Prog-Bereich der prominenteste Vertreter dieser Herbstnebelmusik. Aber ich bin auch vorsichtig damit geworden, Musik als "schlecht" zu bezeichnen. Ich sage lieber, "diese Musik interessiert mich nicht". Denn das ist meistens gemeint, wenn jemand Musik als "schlecht" bezeichnet.

Diese aktuelle Zeit ist für mich irgendwie grad voller Heulbojen, oder "watt schlechte Welt"-Miesmacher Mucke... und schade auch das das scheinbar am meisten Erfolg hat und dann wiederrum die "Nachäffer" "inspiriert".

Back to the 80s ;) ... ich vermisse Lebensfreude, aber auch starke Stimmen, die einen mitreissen und nicht einlullen.
Damit trifft Du einen Nagel auf den Kopf! Es gibt viel Musik, und nicht nur Musik, in der davon die Rede ist, wie schlecht die Welt ist, und dass man dagegen nichts machen könne. Und das nervt mich auch! Natürlich gibt es viele Probleme, die dringend gelöst werden müssten. Aber den Leuten immer wieder zu erzählen, dass es diese Probleme gibt, bringt nichts, das ist sattsam bekannt! In der Eclipsed war kürzlich erst ein Interview, ich weiß jetzt nicht mehr wie die Band heißt, in dem die erklärten, warum sie keine politischen Songs machen, obwohl sie politisch sehr interessiert sind: weil die Leute beim Musikhören eben nichts von Problemen wissen wollen.

Aber es gibt Lösungsvorschläge, nur schlummern die in Sachbüchern und wissenschaftlichen Arbeiten, die kaum jemand liest. Meine Vision ist es, Geschichten und Musik zu machen, die davon erzählen, wie wir es schaffen können, diese Probleme zu überwinden. Das habe ich so noch fast nirgendwo gesehen oder gehört. Das muss natürlich spannend und mitreißend rübergebracht werden. Kein "Wir müssen ...", das hört sich an wie "Wir wollen es selbst nicht, aber es muss leider sein", auch wenn es nicht so gemeint ist, sondern "Wir wollen ...", "Lasst uns ..."! Warum nicht davon schreiben und singen, wie es uns gelingt, Dinge wie Armut, Krieg, Tyrannei und Umweltzerstörung hinter uns zu lassen, und zwar so, dass es Spaß macht?

Ich hab in meiner aktuellen "Verzweiflung" sogar angefangen Udo Lindenberg zu hören... hahahahahahahaha... und das ist wirklich kein "guter" Sänger nach dem Regelbuch.
Ich mag Lindenberg nicht besonders, und da stehe ich hier sicher nicht alleine. Seine Musik interessiert mich nicht so recht, und sein pseudo-cooles Getue nervt mich.
 
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Perfectionist

Aktives Mitglied
Diese aktuelle Zeit ist für mich irgendwie grad voller Heulbojen, oder "watt schlechte Welt"-Miesmacher Mucke... und schade auch das das scheinbar am meisten Erfolg hat und dann wiederrum die "Nachäffer" "inspiriert".

Back to the 80s ;) ... ich vermisse Lebensfreude, aber auch starke Stimmen, die einen mitreissen und nicht einlullen.
Mit der Sangeskunst ist es momentan sowieso nicht so weit her. Im Mainstream ist das ja gerade ein wirklich arges Übel. So was wie Walking on Cars verstehe ich einfach nicht, das ist doch kein Gesang mehr! Oder eine Adele, die sich Tour für Tour mit ihrer falschen gepressten Gesangstechnik die Stimmbänder ruiniert und sich dann wundert, dass ihre Stimme Zicken macht. :rolleyes:

Auch dieses überdramatisch-gekünstelte (Naturally 7 oder Brian Chambers auf David Gilmours letzter Tour) kann ich nicht wirklich haben.

SängerInnen, die richtig geradeheraus singen, scheinen ausgestorben zu sein...
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Ich mag Lindenberg nicht besonders, und da stehe ich hier sicher nicht alleine. Seine Musik interessiert mich nicht so recht, und sein pseudo-cooles Getue nervt mich.
Ich finde, Udo ist einfach ne Marke für sich. Wie so viele Stars im fortgeschrittenen Alter kultiviert er mittlerweile seine Marotten/Manierismen zu sehr, aber für das, was er speziell in den 70ern erschaffen hat, zolle ich ihm allerhöchsten Respekt.
 

Catabolic

Alter Hase
Was ist gut, was ist schlecht. Richtig, alles auch Geschmackssache.

Ich finde es z.B. nicht gut, wenn jemand überdramatisch versucht irgendwelchen Idolen/Idealen nachzueifern, wie das in der Musik leider oft der Fall ist.

Eine einzigartige, "authentische" Stimme hingegen, find ich, ist was Tolles. Ja gut, nun muss das einem auch irgendwie gefallen... aber zu sagen, das wäre schlecht, weil es nicht dem aktuellen Ideal entspricht, geht wie im Gesamtkonzept auf Musik bezogen eher mal gar nicht für mich. Deswegen find ich auch sämtliche Punktwertungen bedeutungslos.

Mir gefällt vieles in der aktuellen (Prog) Musik nicht, weils scheinbar zum großen Teil alles so melodramatisch ist. Wer hat damit eigentlich angefangen? Steven Wilson? Hm naja... not my cup... dann lieber tausendmal ein Ian Anderson, der alles vl. andere als ein "technisch guter Sänger" ist, dafür aber echt ist und vor allem nicht nur rumheult. Deswegen sag ich aber nicht, ach der SW macht schlechte Musik.
@moonmadness:

Zu den von mir fett herausgestellten Sätzen von Dir:

Dein Einleitungssatz stimmt hundertpro - auch das entsprechende Empfinden ist individuell. Einzigartige Stimmen - auch da bin ich voll bei Dir - wenn's zur Musik und der Gesamtstimmung passt, oder noch viel besser: Wenn die Stimme die ganze Stimmung erst ausmacht!

Nur beim den Idolen nacheifern sehe ich es wesentlich entspannter, ja teilweise sogar konträr. Angenommen, Band XY spielt den Stil einre meiner Lieblingsbands ziemlich ähnlich nach, aber mit eigenen Songs ohne Covernummern, dann werde ich diese Band ziemlich sicher auch sehr mögen. Viele Bands, gerade im Prog und im Retro Rock Bereich finde ich deswegen toll, gerade WEIL sie Aehnlichkeiten mit meinen Lieblingsbands aufweisen. Von Uriah Heep der Frühphase zu Black Bonzo beispielsweise geht es mit meiner Laune praktisch nahtlos weiter....einfach geil.

Bei Steven Wilson bin ich dann wieder bei Dir. Seit er vollständig weg ist vom psychedelischen Spinnersound seiner frühen Jahre, interessierter mich nicht mehr sonderlich. Auch die letzten Porcupine Tree Scheiben waren nicht mehr so interessant für mich. Eigentlich war mit dem phantastischen "Coma Divine" der Höhepunkt erreicht - wenigstens für mich. Aber eben: Siehe wieder der Einleitungssatz von Dir.... ;)
 

Knarfe1000

Mitglied
Für mich ist Mike Sadler der mit Abstand beste Sänger im Genre.

Auf den ersten 3 Alben hatte er noch einen theatralischen, fast operettenhaften Gesangsstil. Danach stellte er seinen Gesang um und wurde zum klassischen und sehr guten Rocksänger.

Und selbst heute mit Mitte 60 hat er nichts von seiner stimmlichen Strahlkraft verloren. Das stellt er auf Konzerten immer wieder unter Beweis.
 

Knarfe1000

Mitglied
Mike ist halt die Kurzform, so wie Bob die Kurzform von Robert ist.

Kaum einer nennt Sadler mit seinem vollen Namen, auch nicht seine Bandkollegen.
 
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DerGrobeWestfale

Alter Hase
Progressive im weiteren Sinn, wenn überhaupt. Sicherlich auch weil mein musikalischer Horizont ein anderer ist, habe ich um diesen Sänger und sein(für mein damaliges empfinden)nerviges Gesinge, ein großen Bogen gemacht.
Roy Harper-McGoohan's Blues
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Im Übrigen halte ich den Thread-Titel für leicht bekloppt. Bitte mal alle schwachen Prog-Sänger nennen. Mir fällt gerade gar keiner ein.
Mir auch nicht. Wenn man Placido Domingo, Montserrat Caballé oder Luciano Pavarotti als Maßstab nimmt, selbst dann ist der Titel etwas daneben. Klar, es gibt Bands in jedem Genre wo der Sänger oder die Sängerin eine Notlösung sind bzw. deren Nebelhorn Gesang dann das Trademark der Band wird.
 

Jester.D

Alter Hase
Tja, definiere "schwacher Sänger". Kommt sicher auch immer auf die Songs an, die stimmlich zu bewältigen sind.
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Das ist wirklich ein selten dämlicher Threadtitel. Könnte man auch Threads mit den Titeln "Die meisten Popsänger singen schlecht" oder "die meisten Heavy Metal Sänger singen sehr gut "eröffnen. Das kann man doch nicht verallgemeinern. Na ja, außer bei der Geisel der Musikwelt, dem Hip Hop und Rap, denn die singen nicht, sondern labern und stammeln.
 

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