Die besten Alben der 80er

Lamneth

Aktives Mitglied
Definitiv nicht. "A Momentary Lapse Of Reason" ist ein viel zu unterschätztes Album.
Ich habe es an anderer Stelle schon erwähnt, das Album hat bei mir einen schweren Stand, da Wright nur als Gastmusiker aufgeführt wird (Gilmour soll sogar Parts von ihm nachträglich gelöscht haben), und Gilmour und Mason auf dem Bild etwas zu viel grinsen. Es ist so gesehen eher ein Soloalbum von Gilmour, da Mason nicht alle Schlagzeugparts eingespielt hat (Jim Keltner hat Schlagzeug und Percussion gespielt), und kompositorisch überhaupt keine Rolle spielte.
Auch The Final Cut stehe ich etwas kritisch gegenüber, da Wright vorher ja von Waters aus der Band gedrängt worden war. Aber unterschätzt wird dieses Album ebenfalls.
 

Marifloyd

Inventar
Bei mir ist es recht einfach. Ich mag alles von Pink Floyd. "A Monetary Lapse Of Reason" war für mich anfangs etwas enttäuschend. Inzwischen gefällt es mir allerdings sehr gut. Aus meiner nicht objektiven Sicht :p wird es immer noch unterschätzt.
 

Catabolic

Aktives Mitglied
Bei mir ist es recht einfach. Ich mag alles von Pink Floyd. "A Monetary Lapse Of Reason" war für mich anfangs etwas enttäuschend. Inzwischen gefällt es mir allerdings sehr gut. Aus meiner nicht objektiven Sicht :p wird es immer noch unterschätzt.
Ich kann diese Ballade gut aus dem Zusammenhang mit Pink Floyd nehmen. Für mich stand dieser Song immer wie ein einsames Stück zeitloses Glücksgefühl, unabhängig davon, wer das gespielt hat. Für mich eine der allerschönsten Rockballaden überhaupt.

 

The Wombat

Mitglied
@Wombat:

Die 80er Jahre hatten einen entscheidenden Vorteil gegenüber der nachfolgenden Jahrzehnte: Es gab noch gut sortierte Plattenläden mit kompetentem Personal. Was sich in den 80ern immer deutlicher abzeichnete war die Situation, dass die Plattenläden anfingen, um Kundschaft zu kämpfen, ein Phänomen, das in den 70ern noch nicht bestand und das ich persönlich ein wenig mit dem Aufkommen der CD in Zusammenhang bringe: Plötzlich waren die guten alten Vinylsachen begehrter als zuvor, im Gegenzug die CD repertoiremässig noch nicht sehr ausgebaut. Nun ging die Suche los nach Trouvaillen, von denen wir überzeugten Vinylfans damals schon mutmassten, dass es bald eine CD-Schwemme geben würde, weil sich die Musikindustrie auf dieses Format einigt. Einige Jahre später begannen die Plattenfirmen sukzessive damit, nur noch CDs und Kassetten (die später auch aufgegeben wurden) zu veröffentlichen, manche Alben kamen schon bald als Vinyl gar nicht mehr auf den Markt. Am schnellsten ging das bei den Singles vonstatten: CD Singles lösten die viel zu teuer gewordenen Vinylsingles ab. Die gestiegenen Herstellungskosten bei den Vinylsingles, resp. die fallenden Kosten bei der Produktion von CD Singles taten das Ihre, Vinylveröffentlichungen rasch zu überflügeln. Nur im Independentbereich blieb das Phänomen Vinyl noch lange bestehen - eigentlich bis heute. Denn einem mir nicht näher bekannten Kodex folgend, blieben insbesondere Punk Bands dem Vinylformat treu, CD war Bääh.

Aber nun zurück zu Deiner Frage: Es waren die Plattenläden, die sich in den 80ern merklich veränderten. Der Mainstream, Kommerz, oder wie immer man das nennen will, hielt immer stärker in den Kaufhäusern und Media Markt Format-Tempeln Einzug, und die Musikindustrie einigte sich darauf, vor allem Superstars zu supporten. Der Independentbereich, wie Du richtigerweise anmerkst, verlagerte sich immer stärker aufs Mailing oder eben auf spinnerte und spezialisierte Plattenläden. Viele Plattenläden aus meiner damaligen Zeit weigerten sich bis weit in die 00er Jahre hinein, überhaupt CDs ins Sortiment aufzunehmen. Dies führte dazu, dass immer abstrusere, immer abseitigere Sachen zu finden waren, die immer öfters auch wirkliche Trends begründeten, wie etwa der Garagenrock, die britische Neo Psychedelia, der Punk Rock, und natürlich die brettharten Rock'n'Roller, denen ihr Vinylformat immer heilig war. Als dann neue Musikströmungen hinzukamen, wie etwa Psychobilly, Cowpunk und andere Nischen-Stile, die sich schnell etablieren konnten, waren die auf typischen, hochglanzproduzierten 80er Sound ausgerichteten Grosskonzerte erstmal gar nicht an solcher Musik interessiert.

Der Todesstoss für das gute alte Vinyl kam meiner Meinung nach mit dem Erfinden des unsäglichen mp3 Format und der Verbreitung von Napster und Konsorten. Wer einmal an einem dreissig Jahre alten Plattencover gerochen hat, nach dem Aufklatschen der Abtsatnadel ein feines Knistern wahrgenommen hatte, dem war so etwas Digitales ohnehin fremd, aber natürlich blieb letztlich auch mir nichts anderes übrig, mich diesem digitalen Zeitalter anzunähern, zumal es plötzlich auch so war, dass sich immer mehr Independent Künstler und Labels mit wenig Budget CD Produktionen leisten konnten. Was vor allem in den 90er Jahren klasse war: Es gab immer mehr kleine Labels, die hervorragende Musik veröffentlichten, und die sich aufgrund teils beachtlicher Verkaufszahlen in den Vertrieb grosser Konzerte begeben konnten. Irgendwie ein Unding, aber letztlich für den Musikfan klasse, denn dadurch konnte man an Bands und Künstler herankommen, die einem sonst vielleicht verborgen geblieben wären.

Ich persönlich habe wahrscheinlich einen Weg eingeschlagen, den Einige hier vielleicht zumindest kennen: Vom Vinyl hin zur CD (teils halt wirklich zwangsläufig, weil es kein "frisches" Vinyl mehr gab), und nun wieder back to the roots. Ich bin heute froh, in all den Jahren zweigleisig gefahren zu sein, denn es gibt sie halt leider immer noch, diese grossen Löcher bei den CD-Veröffentlichungen. Feinster Stoff, der bis heute nie das Licht der CD Welt erblickt hat und das noch immer als originales gutes altes Vinyl in meinem Regal steht. Sachen wie Slack Alice, Flamenco, Sundance (die britischen), Iron Duke, Elmer City Rambling Dogs, Wild Man Fischer und viele weitere. Ich geb da die Hoffnung aber nicht auf, dass das alles doch mal noch ausgegraben wird, obwohl das Ende der CD als gängiges Musikformat absehbar ist.

Ist aber nur meine persönliche Erfahrung/Einschätzung....keineswegs objektiv ;)
Vieles, was Du schreibst, kann ich unterschreiben..... ;)

Natürlich steht und fällt vieles (wenn nicht alles) mit der berühmt-berüchtigten "musikalischen Sozialisation" und ob diese damals in einem (groß)städtischen Gebiet oder auf dem platten Land stattfand, in welchem sozialen Umfeld man sich bewegt etc.
Diese "spinnerten und spezialisierten Plattenläden" gab es längst nicht überall....schon gar nicht in der Provinz. Und schon kaum bis gar nicht in DER Provinz, in der ich während der 1980er Jahre lebte und mein (Un)wesen trieb.
In meinem damaligen sozialen Umfeld waren Punk, PunkRock, Psychobilly, Garagenrock und LoFi-Musik schlicht no go. Ich war damals Mitte 20, hatte meine erste richtig gute Anlage gekauft und hörte Dire Straits, Jethro Tull, Genesis, SAGA etc. rauf und runter. Dazu vieles aus dem New Wave-Bereich....Poppermusik eben.
Bands wie die von dir genannten (Slack Alice, Flamenco, Sundance (die britischen), Iron Duke, Elmer City Rambling Dogs, Wild Man Fischer) waren mir total unbekannt...wobei mein Nachlesen und ein bissel rumgucken ergab, dass die meisten davon eigentlich in den mittleren bis späten 1970er Jahren zu verorten waren.

Übrigens bin ich ab ca. Mitte der 1980er Jahre sehr schnell auf den CD-Zug aufgesprungen, meine Hifi-Sucht war deftig und ich kaufte fast nur Musik, die in der AUDIO, Stereo(play) und ähnlichen "Fachmagazinen" besprochen wurde.....so war das nun einmal. Was im Umkehrschluss allerdings nicht heißen soll, dass ich "Vinylisten" in irgend einer Form das Wasser abgraben will, im Gegenteil, sie sollen sich gerne auch weiter am Aufklatschen der Abtastnadel, am feinen Knistern und am speziellen Geruch der alten Plattencover erfreuen. ;)
Selbst wenn ich mal in gewissen Situationen das eine oder andere an (damaliger) Indie-Musik durch Zufall entdeckte, war es einfach nicht mein Ding. Ich mochte kein LoFi und kein Garagensoundgeschepper, was eigentlich auch bis heute so geblieben ist. Ich vermochte auch vielfach nicht einzusehen, dass eben dieses oft als die "bessere" Musik angesehen wurde....und genauso oft alleine deswegen, weil sie nicht das war, was man normalerweise als massenkompatibel bezeichnet. Wobei "massenkompatibel" für mich im Grunde ein Unwort ist, es hat so einen seltsam negativen Beigeschmack. Sog. massenkompatible Musik ist doch eigentlich Musik, die vielen Menschen gefällt (was per se nichts schlechtes ist), Indie-Musik gefällt in aller Regel nur wenigen Menschen, das ist eigentlich der einzige grundsätzliche Unterschied.
 

Marifloyd

Inventar
Howard Jones Album "Human's Lib" erschien 1984. Typischer 80er Jahre Sound und dennoch gut gemacht. Howard Jones wird heute 65 Jahre alt. Deshalb...

 

Jester.D

Aktives Mitglied
Oh die 80er - für mich ein eher schwieriges Thema mittlerweile. Ich habe bis 1985 nebenher als DJ gearbeitet und bin als Fan musikalisch zweigleisig gefahren. Dadurch ist mir natürlich auch Einiges entgangen und in der Gegenwart kann ich einige Sachen kaum noch hören.

Die Momentary Lapse finde ich übrigens nach wie vor gut - ich bin aber sowieso eher der Spätphase von Pink Floyd zugetan als dem ganzen früheren Kram, wobei ich das aber alles gut hören kann.

Mit "kommerziell" in Bezug auf 80er Musik speziell und auch im Allgemeinen bin ich vorsichtig und im Zweifel für den Angeklagten. Habe einige Lieblingsplatten in der Liste vorgefunden, die hier im Nachgang diskutiert wird. Da schaue ich dann nochmal genauer, um auch zu ergänzen.
 

Alexboy

Aktives Mitglied
1986 erschien von Bon Jovi das Album "Slippery When Wet". Heute wird Jon Bon Jovi 58 Jahre alt.

Damals fragte ich in einem Schallplattenladen-Laden nach ähnlicher Musik wie Jeff Beck's Wire oder MMEB's Solar Fire etc. und der Verkäufer präsentierte mir Slippery. Ich rätsele heute noch über die Ähnlichkeit der Musikrichtungen - und den schlüpfrigen Titel dieser LP:D
 

Dandysaurus Rex

Aktives Mitglied
Explosive Mischung aus Glamrock mit Anleihen beim Heavy Metal und Punk. Später wurden sie seichter aber nicht unbedingt schlechter. Aber das hier bleibt mein Lieblingswerk. Die wird auch in 10 Jahren noch bestehen.

Anspieltipp fuer Freunde der Luftgitarre
 
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