Deutschsprachiger Rock

DerGrobeWestfale

Aktives Mitglied
Deftiger Gitarrenrock mit deutschen Texten, der seine Finger aber ebenso gern in Richtung Stoner, Ami-Schweinerock und 77-Style-Punk ausstreckt.(Eigendefinition der Band)

Treffer-Provokateur

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Jester.D

Aktives Mitglied
Musiker im eigenen Land haben es nicht immer leicht. Oft ist der Prophet im eigenen Land nichts wert. Herbert Grönemeyer hat allerdings sein Publikum. Selbst habe ich ihn in meinen jungen Jahren mehrmals live erlebt und er wusste mich zu begeistern. Hier ein Song von seinem aktuellen Album "Tumult", dass, meinem Erachten nach, wieder sehr gelungen ist.
Ich hab ihn mittlerweile viermal gesehen, aber in älteren Jahren. Jedesmal saugut! Zuletzt im Dynamo-Stadion letztes Jahr. Ein ganz Besonderes war ohne Zweifel das Konzert in der Semperoper. Das war so halb unplugged und richtig gut auf den Raumklang in der Oper eingestellt. Super Sound!

Ja, und mit dem Propheten im eigenen Land hast du leider Recht.
 

Andie Arbeit

Aktives Mitglied
BAP 2.JPG
Isses wirklich wahr? Ja, ist es! Wolfgang Niedecken feiert am 30. März, also morgen, seinen 70. Geburtstag. Auch wenn ich stets um den Zugang zur Musik von BAP und Wolfgang Niedecken kämpfen muss/musste, so ist dieser Mann eine feste Größe der deutschen rockmusikalischen Geschichte hinter das ein dickes Ausrufezeichen zu machen ist und dem eine besondere Würdigung zu diesem Wiegenfest zusteht.
Wo soll ich anfangen? Vielleicht damit, dass sowohl Niedecken als auch ich gebürtige Nordrhein-Westfalen sind, doch Niedecken ist Rheinländer und ich Westfale und da ist allein die Sprache eine enorm große Barriere. Gleichwohl habe ich mir stets Mühe gegeben, BAP und ihre Musik zu verstehen. Dennoch standen die ersten drei LPs lange Jahre bei mir (fast) ungehört im Regal. Dies änderte sich erst mit der Live-DLP „Bess demnähx“. Beim dritten Song der ersten LP-Seite „Eins für Carmen un en Insel“ hätte ich mir 1983 schon einen CD-Player gewünscht und auf Dauerwiederholung gestellt, doch dann war da ja auch noch „Do kanns zaubre“, „Verdamp lang her“, „Helfe kann dir keiner“. Irgendwie schien der Bann gebrochen zu sein, irgendwie war der Zugang da, doch irgendwie war dies auch nur ein Strohfeuer. Bis heute ist es bei mir dabei geblieben, bei jedem neuen Werk muss ich mir aufs Neue den Zugang erarbeiten. Mal gelingt dies sehr schnell (Da Capo, 1988) und dann bleibt mir der Zugang komplett verwehrt (Radia Pandora, 2008). Einfacher machten es mir da schon Niedeckens Solowerke. 1987 „Schlagzeiten“ wurde zu einer LP, die bei mir rauf und runter lief und mit „Maat et joot“ für mich einen richtigen Hit beinhaltete. „Leopardenfell“ (1995) war natürlich mit den Dylan-Cover-Versionen ein für mich überragendes Album und das gerade erschienene „Alles fließt“ (2020) ist ein ebenfalls über jeden Zweifel erhabenes Werk.
Wenn ich gerade die Live-LP „Bess demnähx“ erwähnte, so muss ich nochmals ausdrücklich unterstreichen, dass BAP, Wolfgang Niedecken, Niedeckens-BAP live schlicht überragend sind. Leider habe ich bislang erst zwei Konzerte der Band und von Wolfgang Niedecken erleben dürfen, was in erster Linie daran lag, dass ich mich über Jahre einfach einem Konzertbesuch entzogen habe. Erst als mein Bruder mich vor einigen Jahren ansprach, ob wir nicht gemeinsam zu BAP in die Münsterland Halle gehen wollten, sagte ich spontan „Ja“ und wurde Zeuge eines einmaligen Konzertereignisses. So stehen mittlerweile einige Live-Werke in meinem Regal. Ein von mir sehr geschätzter Live-Auftritt ist allerdings offiziell nicht von Wolfgang Niedecken oder BAP, es ist das 1989 im Kölner Millowitsch-Theater aufgenommene und im gleichen Jahr als Doppel-LP veröffentlichte Konzert der „Bläck Fööss“ & Fründe. Die zweite Seite der ersten LP gehört Wolfgang Niedecken. Gemeinsam mit den Bläck Fööss präsentiert Niedecken „Ruut wiess blau, querjestriefte Frau“, „Do kanns zaubre“, „Time is cash, time is money“ sowie mit „Stellt üch vüür (Imagine)“ einen John Lennon-Cover.
Bei all diesen vielen musikalischen Highlights darf man sein Engagement gegen Rassismus und Fremdenhass, für das er 1998 das Bundesverdienstkreuz erhielt, nicht vergessen. Für dieses Engagement steht ein Song: „Arsch huh, Zäng ussenander“.
 

Marifloyd

Inventar
Wolfgang Niedecken ist auch für mich einer der ganz Großen in der deutschen Rockszene. Dreimal habe ich ihn mit Bap live erlebt. Das waren einzigartige Erlebnisse. Heute wird er 70 Jahre alt.

 

Lamneth

Aktives Mitglied
Ich liebe vor allem die ersten 5 Alben von BAP, mein Lieblingstitel ist ein unglaublich toller SONG
BAP - Affetaut - Kumm op ming Sick
Und
Von drinne noch drusse - Kristallnaach
BAP habe ich erstmals 1979 in der Aula der Uni Saarbrücken für gerade mal 5DM gesehen ( mit 4-5 anderen Gruppen wie Extrabreit) und war da schon begeistert.
Nett war auch bei der ersten LP BAP rockt andere kölsche Leeder die Beilage der Übersetzung der Texte ins Hochdeutsche.
:D
Herzlichen Glückwunsch , Wolfgang Niedecken!!
 
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