Der Weltraum... unendliche Weiten...

Interessante Sache?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    12
Den Song hätte ich dir aufgelegt!

NEIN, bitte keine negative Rezension!!!!!!!!!!!!!!!
Wie käme ich dazu? ;)
Die gute Ani DiFranco hatte ich mal als sowas wie einen weiblichen Bob Dylan bezeichnet. Mit dem Unterschied zu his Bobness, daß Ani singen kann. Das kann der Bob zwar (in Grenzen) auch......wenn er will. Aber die Stimme von Ani gefällt mir trotzdem wesentlich besser.
Sie wird als eine Art Galionsfigur des sog. "Neo Folk" gehandelt, ihre Texte sind oft schwer verständlich, gespickt mit Metaphern und (ich hatte es mal recht erfolglos versucht) oftmals sehr schwierig in die deutsche Sprache zu transferieren.
Ich mag etliche Songs von ihr sehr, war auch mal über eine Strecke von ein paar Jahren fast schon sowas wie ein Fanboy.
Wenn man mal davon absieht, ihre Texte genauer unter die Lupe zu nehmen (siehe den Song "Untouchable Face" mit diesem wunderbar mehrfach gehauchten "**** you"), kann man vieles an ihrer Musik sogar als Wellness für die Ohren ansehen.
Als Singer-Songwriterin ist sie eine ganz große Hausnummer, stimmlich absolut auf meiner Welle und von daher spielt sie voll in meinem Acker.

Bist Du jetzt enttäuscht? :p
 
Soooodele. Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, die Sommerpause dann eben auch.
Also muss ein Song her, den man mit Fug und Recht (auch wenn er aaaaaaalt ist) als sowas von total cool nennen kann, daß es manch einen Proggie hier frösteln mag. :p

Und was wäre dazu besser geeignet, als den guten alten Jan Hammer aus den 1980er Jahren wieder aufleben zu lassen.
Mit dem Sountrack zu den coolsten Cops, die Miami je gesehen hat.....und das wird auch so bleiben.
Crockets Theme......voilà.

Und an wen geht das affengeile Teil? An........Mr. doombringer. Passt doch wie Faust auf Auge. :cool:

 
Soooodele. Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, die Sommerpause dann eben auch.
Also muss ein Song her, den man mit Fug und Recht (auch wenn er aaaaaaalt ist) als sowas von total cool nennen kann, daß es manch einen Proggie hier frösteln mag. :p

Und was wäre dazu besser geeignet, als den guten alten Jan Hammer aus den 1980er Jahren wieder aufleben zu lassen.
Mit dem Sountrack zu den coolsten Cops, die Miami je gesehen hat.....und das wird auch so bleiben.
Crockets Theme......voilà.

Und an wen geht das affengeile Teil? An........Mr. doombringer. Passt doch wie Faust auf Auge. :cool:

Hihi , das Like gibt's für den offensichtlichen Gegensatz...
:DKümmere mich morgen darum....Danke im Voraus
 
Soooodele. Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, die Sommerpause dann eben auch.
Also muss ein Song her, den man mit Fug und Recht (auch wenn er aaaaaaalt ist) als sowas von total cool nennen kann, daß es manch einen Proggie hier frösteln mag. :p

Und was wäre dazu besser geeignet, als den guten alten Jan Hammer aus den 1980er Jahren wieder aufleben zu lassen.
Mit dem Sountrack zu den coolsten Cops, die Miami je gesehen hat.....und das wird auch so bleiben.
Crockets Theme......voilà.

Und an wen geht das affengeile Teil? An........Mr. doombringer. Passt doch wie Faust auf Auge. :cool:

Hallo 80er ; Hallo Jahrzehnt meiner Adoleszenz... So schlimm war es gar nicht,,,
Hhhmhh...Doch...eigentlich schon...wobei hier nicht die Musik gemeint ist.
Zugegeben es gab echt Furchtbares......aber das gab es bisher in allen Dekaden
die ich erlebt habe. Nun also Jan Hammer...
Der in Prag geborene Pianist und Keyboarder war Mitglied der Originalbesetzung
der Jazz-Rock/Fusion Legende Mahavishnu Orchestra . Die ersten drei Alben entstanden
mit seiner Mitwirkung.
In den quietschbunten MTV-Anfangstagen der 80er entstanden nun auch immer mehr
Serien und Filme die auch das jüngere Publikum ansprechen sollte. Ästhetik und Stil
spielten da eine grosse Rolle. Die Kino-und TV Bilder wurden nun durch Pop-Musik
emotional aufgeladen. Der ausführende Produzent Michael Mann war einer der ersten
der dies erkannte . Sein ''Miami Vice'' setzte Trends und wurde einer der weltweit beliebtesten
Serien. (Funfact : Ebenjener Michael Mann war als Regisseur für zwei der besten Thriller der
Kinogeschichte verantwortlich ''Heat'' (1995) und ''Collateral'' (2004) )
Die (bekanntere) ikonische , treibende Titelmelodie und das etwas melancholisch anmutende ''Crockett's Theme''
wurden von Jan Hammer komponiert , und sofort wenn man diese Songs hört , kommen einem die Bilder :
Don Johnson in pastellfarbigen Jackett (aufgekrempelt) ; Philip Michael Thomas' Grinsen ;
Flamingos ; Ferraris ; Strandschönheiten ; Kokain und eben Miami ; Florida
(Zitat ''Amerikas penisähnlichster Bundesstaat'' - Gene Belcher (Bob's Burgers))
Fazit :
Ich muss zugeben das ich in den 80ern recht wenig Zeit vor dem TV verbracht habe.
Kinos ; Bars , Krankenhäuser und fremde Betten.....lassen wir das ..
Trotzdem ist die Serie ein Meilenstein der Popkultur .Gerade wegen der Musik . Punkt .
Rating Die Serie Miami Vice : 7 von 10 ; die Musik von Jan Hammer : 9 von 10


Namaste @Jester D.
Du bist der Nächste .... Tipp : Augen zu und Koipfhörer auf...

 
Soooooooooooooo, ich hab ganz brav die Kopfhörer aufgesetzt und die knapp 11 Minuten!! auch aufbehalten.

Was hast du mir denn da serviert?

Okay, gleich zu Beginn - ich bin weder erschrocken, noch hab ich mich mit Grausen abgewandt. Stattdessen hatte ich gleich etliche Bilder aus diversen Spielfilmen (u.a. Tomb Raider) vor Augen.

Es geht sehr esoterisch-hypnotisch zur Sache. Dezente Elektronik mit kleinen, verspielten Melodiebögen, untermalt mit ebenso dezenter rhythmischer Begleitung, und meist geleitet von ebenfalls nur minimalistisch melodiehaften Flötentönen bestimmen das musikalische Terrain. Für die täglichen Yoga-Übungen sicher gut brauchbar. Oder für Entspannungsübungen anderer Art. Wie auch immer. Es klingt irgendwie nach Indien bzw allgemein Asien, allerdings mit einem deutlich westlichen Touch. Das ist keine original asiatische Musik, sondern etwas was so in etwa klingen soll.

Ich mag ja u.a. Anoushka Shankar und habe auch einen wundervollen Sampler mit asiatischer Musik. Deswegen habe ich keinerlei Berührungsängste mit derartiger Musik und höre sie mir auch gern, wenn auch nicht zu häufig, an.

Und ich befrage natürlich InkluPedia, wer das Ganze verzapft hat:
https://inklupedia.de/wiki/Morthound

Alter Schwede! :D

Danke für die Nominierung und den wunderbar entspannten Musikgenuss. Ich krame dann gleich mal für meinen Vorschlag an den nächsten Kandidaten.
 
Okay, für mich als Frauenstimmen-Beauftragten des Forums ;) (Scheeerz) kommt natürlich nur wieder etwas mit female vocals als nächste Aufgabe in Frage.

Dotschy Reinhardt - Pani Sindhu (2012)


Und wer wäre dafür besser geeignet / verständnisvoller als der sehr geehrte Forumskollege @Andie Arbeit
Viel Vergnügen :cool:
 
Okay, für mich als Frauenstimmen-Beauftragten des Forums ;) (Scheeerz) kommt natürlich nur wieder etwas mit female vocals als nächste Aufgabe in Frage.

Dotschy Reinhardt - Pani Sindhu (2012)


Und wer wäre dafür besser geeignet / verständnisvoller als der sehr geehrte Forumskollege @Andie Arbeit
Viel Vergnügen :cool:
Besten Dank. Es wird allerdings Montag, da morgen zunächst zwei Flohmärkte anstehen und anschließend Freunde zu Besuch bei uns sind. Freue mich auf die neue Aufgabe...
 
Okay, für mich als Frauenstimmen-Beauftragten des Forums ;) (Scheeerz) kommt natürlich nur wieder etwas mit female vocals als nächste Aufgabe in Frage.

Dotschy Reinhardt - Pani Sindhu (2012)


Und wer wäre dafür besser geeignet / verständnisvoller als der sehr geehrte Forumskollege @Andie Arbeit
Viel Vergnügen :cool:
Dotschy Reinhardt – Pani Sindhu
Gleich mit der ersten Aufgabe, die ich im Rahmen dieses Threads nach der Sommerpause gestellt bekam, „haute“ @Jester.D ein richtiges Brett raus.
„Pani Sindhu“ ist das Titelstück des gleichnamigen Werkes (CD) von Dotschy Reinhardt, deutsche Jazz-Sängerin, Autorin und Menschenrechtlerin.
Dotschy Reinhardt wurde 1975 geboren. Allein der Familienname lässt vermuten, dass der Sinteza die Musikalität in die Wiege gelegt wurde. Ob dies tatsächlich so ist, kann von mir nicht beantwortet werden. Fakt ist, dass sie bereits als Vierjährige, begleitet vom Jazzgitarristen Bobby Falta, mit dem Gesang begann. Verbrieft ist ebenfalls, dass die Familie Reinhardt viele musikalische Talente vorzuweisen hat. Als bekanntesten Beleg sollte hier Django Reinhardt erwähnt werden. Nachdem sich ihr gesangliches Talent mehr und mehr heraus kristallisierte, nahm Dotschy Reinhardt, damals noch Michaela, so ihr eigentlicher Vorname, Gesangsunterricht.
2006 erschien ihr Debütalbum „Sprinkled Eyes“ auf dem sie den Gypsy Swing modernisierte und in Richtung Modern Jazz und Bossa Nova entwickelte. Zum besseren Verständnis des Gesamtbildes hörte ich mir auch dieses Album an und muss feststellen, dass es ein faszinierendes, atemberaubendes und total entschleunigendes Gesamtwerk ist. Hier geht es aber um Reinhardts drittes Album, von dem bei Wikipedia zu lesen ist, dass es ein „sympathisches, in sich schlüssiges, klug komponiertes Konzeptalbum“ handelt. Ich denke, dass diese Kurzbeschreibung dem Album absolut nicht gerecht wird und stelle mir die Frage, ab der Verfasser sich das Werk überhaupt intensiv angehört hat.
Das Album wurde allerdings bereits in der eclipsed-Ausgabe 137 im Jahre 2012 ausgiebig besprochen und mit acht von zehn Punkten bewertet. Um das Rad nicht neu erfinden zu müssen, möchte ich an dieser Stelle die damalige eclipsed-Review einfließen lassen:
„Pani Sindhu“, das „Königreich von Sindhu“, ist am gleichnamigen Fluss in Pakistan gelegen, wo sich die Bewohner immer noch Sindhi nennen. In Indien heißt dieser Fluss Indus. Und eben hier finden wir den Ansatzpunkt für das neue Album von Dotschy Reinhardt, führt sie uns doch mit „Pani Sindhu“ in ihre alte Heimat Indien, die von den Sinti vor 1000 Jahren verlassen wurde. Mit ihren alten Mitstreitern Alexey Wagner und Lancy Falta, dem Pianisten und Arrangeur Christian von der Goltz sowie zahlreichen indischen Musikern hat sie sich auf „Pani Sindhu“ auf ein Experiment eingelassen. Und es geht auf, da die Sängerin ihren Gypsy-Jazz und Swing um nicht unerhebliche Einflüsse der indischen Musik erweitert. Somit zelebriert Dotschy Reinhardt einen Crossover, der die über eintausend Jahre alten Traditionen der Zigeuner in einem Album bündelt und darüber hinaus auch noch ihre wichtigsten musikalischen Einflüsse einstreut. Und das sind unter anderem Ravi Shankar („Prabhujee“), John McLaughlin („Qué Alegria“) und der Filmkomponist John Barry („Walkabout“).
Top-Track: Pani Sindhu
Diese Rezession macht deutlich, dass es sich nicht um ein sympathisches Werk handelt sondern vielmehr um ein etwas sperriges, höchst intensives Album, welches die volle Konzentration des Zuhörers/der Zuhörerin erfordert. Auf dieses Album muss man sich einlassen. Zudem endet die Rezension mit dem Hinweis auf den Top-Track, nämlich dem Titelsong „Pani Sandhu“, womit wir genau da wären, was meine Aufgabe beinhaltet.
Nach dem Percussion-Einstieg entwickeln sich mystische Klangkonstruktionen mit einem packenden sphärischen Gesang. Percussion nehmen sich zurück, bleiben aber stets der Klangteppich, das musikalische Konstrukt als Fundament, auf das sich alles weitere aufbaut, selbst wenn nach etwas mehr als zwei Minuten übergangsweise die Gitarre die musikalische Führung übernimmt. Hier fühle ich mich tatsächlich an die Gitarrenklänge eines Django Reinhardt erinnert. Dotschy Reinhardt nimmt sich hier komplett zurück und überlässt sogar das beeindruckende vokal-akrobatische Zwischenspiel ihren männlichen Kollegen und übernimmt erst wieder auf der langanhaltenden Zielgeraden des Songs.
Nach und nach macht sich bei mir sehr viel Begeisterungen breit. Dabei gebe ich zu, es war keine Liebe auf den ersten Hördurchgang, es war eine längerfristige Annäherung, wobei die Begeisterung zu diesem Song bereits beim ersten Hördurchgang durchaus geweckt war. Der Song packt mich und wird, gerade in den anstehenden Herbst- und Wintermonaten von mir gehört werden.
 
Damit es auch gleich weiter geht, hier der nächste Song.
Wer kennt sich besser in den bluesigen Sphären aus als @Marifloyd, der zur Bewertung dieses Songs nicht einmal seine musikalische Wohlfühlecke verlassen muss.
 
Dotschy Reinhardt – Pani Sindhu
Gleich mit der ersten Aufgabe, die ich im Rahmen dieses Threads nach der Sommerpause gestellt bekam, „haute“ @Jester.D ein richtiges Brett raus.
„Pani Sindhu“ ist das Titelstück des gleichnamigen Werkes (CD) von Dotschy Reinhardt, deutsche Jazz-Sängerin, Autorin und Menschenrechtlerin.
Dotschy Reinhardt wurde 1975 geboren. Allein der Familienname lässt vermuten, dass der Sinteza die Musikalität in die Wiege gelegt wurde. Ob dies tatsächlich so ist, kann von mir nicht beantwortet werden. Fakt ist, dass sie bereits als Vierjährige, begleitet vom Jazzgitarristen Bobby Falta, mit dem Gesang begann. Verbrieft ist ebenfalls, dass die Familie Reinhardt viele musikalische Talente vorzuweisen hat. Als bekanntesten Beleg sollte hier Django Reinhardt erwähnt werden. Nachdem sich ihr gesangliches Talent mehr und mehr heraus kristallisierte, nahm Dotschy Reinhardt, damals noch Michaela, so ihr eigentlicher Vorname, Gesangsunterricht.
2006 erschien ihr Debütalbum „Sprinkled Eyes“ auf dem sie den Gypsy Swing modernisierte und in Richtung Modern Jazz und Bossa Nova entwickelte. Zum besseren Verständnis des Gesamtbildes hörte ich mir auch dieses Album an und muss feststellen, dass es ein faszinierendes, atemberaubendes und total entschleunigendes Gesamtwerk ist. Hier geht es aber um Reinhardts drittes Album, von dem bei Wikipedia zu lesen ist, dass es ein „sympathisches, in sich schlüssiges, klug komponiertes Konzeptalbum“ handelt. Ich denke, dass diese Kurzbeschreibung dem Album absolut nicht gerecht wird und stelle mir die Frage, ab der Verfasser sich das Werk überhaupt intensiv angehört hat.
Das Album wurde allerdings bereits in der eclipsed-Ausgabe 137 im Jahre 2012 ausgiebig besprochen und mit acht von zehn Punkten bewertet. Um das Rad nicht neu erfinden zu müssen, möchte ich an dieser Stelle die damalige eclipsed-Review einfließen lassen:
„Pani Sindhu“, das „Königreich von Sindhu“, ist am gleichnamigen Fluss in Pakistan gelegen, wo sich die Bewohner immer noch Sindhi nennen. In Indien heißt dieser Fluss Indus. Und eben hier finden wir den Ansatzpunkt für das neue Album von Dotschy Reinhardt, führt sie uns doch mit „Pani Sindhu“ in ihre alte Heimat Indien, die von den Sinti vor 1000 Jahren verlassen wurde. Mit ihren alten Mitstreitern Alexey Wagner und Lancy Falta, dem Pianisten und Arrangeur Christian von der Goltz sowie zahlreichen indischen Musikern hat sie sich auf „Pani Sindhu“ auf ein Experiment eingelassen. Und es geht auf, da die Sängerin ihren Gypsy-Jazz und Swing um nicht unerhebliche Einflüsse der indischen Musik erweitert. Somit zelebriert Dotschy Reinhardt einen Crossover, der die über eintausend Jahre alten Traditionen der Zigeuner in einem Album bündelt und darüber hinaus auch noch ihre wichtigsten musikalischen Einflüsse einstreut. Und das sind unter anderem Ravi Shankar („Prabhujee“), John McLaughlin („Qué Alegria“) und der Filmkomponist John Barry („Walkabout“).
Top-Track: Pani Sindhu
Diese Rezession macht deutlich, dass es sich nicht um ein sympathisches Werk handelt sondern vielmehr um ein etwas sperriges, höchst intensives Album, welches die volle Konzentration des Zuhörers/der Zuhörerin erfordert. Auf dieses Album muss man sich einlassen. Zudem endet die Rezension mit dem Hinweis auf den Top-Track, nämlich dem Titelsong „Pani Sandhu“, womit wir genau da wären, was meine Aufgabe beinhaltet.
Nach dem Percussion-Einstieg entwickeln sich mystische Klangkonstruktionen mit einem packenden sphärischen Gesang. Percussion nehmen sich zurück, bleiben aber stets der Klangteppich, das musikalische Konstrukt als Fundament, auf das sich alles weitere aufbaut, selbst wenn nach etwas mehr als zwei Minuten übergangsweise die Gitarre die musikalische Führung übernimmt. Hier fühle ich mich tatsächlich an die Gitarrenklänge eines Django Reinhardt erinnert. Dotschy Reinhardt nimmt sich hier komplett zurück und überlässt sogar das beeindruckende vokal-akrobatische Zwischenspiel ihren männlichen Kollegen und übernimmt erst wieder auf der langanhaltenden Zielgeraden des Songs.
Nach und nach macht sich bei mir sehr viel Begeisterungen breit. Dabei gebe ich zu, es war keine Liebe auf den ersten Hördurchgang, es war eine längerfristige Annäherung, wobei die Begeisterung zu diesem Song bereits beim ersten Hördurchgang durchaus geweckt war. Der Song packt mich und wird, gerade in den anstehenden Herbst- und Wintermonaten von mir gehört werden.
Prima Rezension zu einem Song der sicherlich künstlerisch beindruckt, mir allerdings nicht so ins Ohr geht.
 
Damit es auch gleich weiter geht, hier der nächste Song.
Wer kennt sich besser in den bluesigen Sphären aus als @Marifloyd, der zur Bewertung dieses Songs nicht einmal seine musikalische Wohlfühlecke verlassen muss.

The Duke Robillard Band - Homeless Blues


Na, mein lieber Andie, das mag ich bezweifeln, dass ich mich in den bluesigen Sphären so gut auskenne, wie Du es mutmaßt. Einige Sachen des Blues sind mir schon ein Begriff, aber ich ich muss zu meiner Schande gestehen, dass sich von Duke Robillard bislang kein Album in meiner Sammlung befindet. Dabei hat dieser Mann eine Diskographie von 40 Alben aufzuweisen. In der letzten Ausgabe von "bluesnews" befindet sich ein sehr ausführlicher Bericht über den Maestro. Sein aktuelles Album "They Called It Rhythm & Blues" erhält in der Rezension der Zeitschrift die volle Punktzahl. In dem Interview der Zeitschrift macht Robillard deutlich, dass er nichts gegen zeitgenössische Musik habe, wenn sie nach alten Werten gut gemacht sei. In der alten Musik finde er mehr Herz und Seele. Auf dem aktuellen CD Album befinden sich 18 Songs, von denen 14 Covervisions sind. Hierfür hat sich Robillard eine illustre Schar an Gästen hinzugeholt. Von diesen Gästen kenne ich nur Sue Foley. Nenne aber zur Vollständigkeit auch gerne die anderen Mitstreiter, die da sind: Sugar Ray Norcia, Michele Wilson, Kim Wilson, Chris Cote, Bruce Bears, Marty Balou, Mark Teixeira, Doug James, Mike Fanigin, Mark Earley, Doug Woolverton, Matt McGabe und John P. Hammond. Letzterer ist denn nun auf den hier zu besprechenden Song "Homeless Blues" zu hören. Was kann ich zu dem Song sagen. Zunächst dachte ich, es handle sich um eine Coverversion von Bessie Smith "Homeless Blues". Da mir das Album nicht vorliegt, weiß ich nicht, wer diese Fassung letztendlich geschrieben hat. Instrumentiert scheint dieser klassische Blues mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Klavier zu sein und dauert 5 ruhige, entspannte Minuten. Auch wenn ich falsch liegen mag, so erinnert mich "Homeless Blues" stimmungsmäßig an Eric Claptons "Rambling On My Mind" und auch Einflüsse von Freddy King höre ich heraus. Das scheint meinerseits laienhaft etwas weit her geholt zu sein. Aber was solls, der Song, der etwas monoton daher zu kommen scheint, ist voller Emotion. Die Gitarrensoli machen richtig Spaß und zeugen von großartiger Musikalität. Bin durch diesen Appetithappen neugierig auf das Album geworden und werde es auf meine Wunschliste setzen. Zum Kauf liegt mir der zu erwartende Gas- und Strompreis zu sehr im Magen.
Das Album erschien bei 2022 bei STONY PLAIN. Die Vinyl Ausgabe enthält 12, auf der CD sind weitere 6 Songs zu hören.
 

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