Der Weltraum....unendliche Weiten......

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  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    12

doombringer

Mitglied
Danke für den Staffelstab Georg.
Kritische Distanz darf nicht erwartet werden denn die im
Jahr 1999 formierten Mono gehören seit ihrem Debut
'Under the Pipal Tree' zu meinen absoluten Lieblingen.
Nun also aus ihrem neuen Album 'Pilgrimage of the soul'
der Song 'Riptide' . Die typischen Merkmale von Mono kommen
auch hier zum Tragen : Langsamer harmonischer Aufbau der sich zu einem
mitreissenden Mahlstrom aufbaut.
Das dazugehörige Video ( Regisseurin : Alison ) setzt den phänomenalen Track
auch visuell um. Die Musik setzt erst nach ca. vier Minuten ein und hat als
Grundthema ein ,wie ich finde, Orwellsches '1984' Feeling. Grandios !
Mit vielleicht zuviel Lobhudelei hier mein Rating 10 von 10 Punkten.


Die nächste Band kennt (glaub ich) jeder. Aber auch folgenden Track ?
Next up @Andie Arbeit

 

Andie Arbeit

Aktives Mitglied
Danke für den Staffelstab Georg.
Kritische Distanz darf nicht erwartet werden denn die im
Jahr 1999 formierten Mono gehören seit ihrem Debut
'Under the Pipal Tree' zu meinen absoluten Lieblingen.
Nun also aus ihrem neuen Album 'Pilgrimage of the soul'
der Song 'Riptide' . Die typischen Merkmale von Mono kommen
auch hier zum Tragen : Langsamer harmonischer Aufbau der sich zu einem
mitreissenden Mahlstrom aufbaut.
Das dazugehörige Video ( Regisseurin : Alison ) setzt den phänomenalen Track
auch visuell um. Die Musik setzt erst nach ca. vier Minuten ein und hat als
Grundthema ein ,wie ich finde, Orwellsches '1984' Feeling. Grandios !
Mit vielleicht zuviel Lobhudelei hier mein Rating 10 von 10 Punkten.


Die nächste Band kennt (glaub ich) jeder. Aber auch folgenden Track ?
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Einmal gehört, sacken lassen, morgen ist dann nachzulesen, was ich zu sagen (oder auch nicht) habe...
 

Andie Arbeit

Aktives Mitglied

Faith No More – The Crab Song
Ich nehme es gleich vorweg, Faith No More und ich, wir kommen nicht zusammen. Es klappt irgendwie nicht, denke aber auch, dass dies nicht die Aufgabe und der Sinn dieses Threads ist, wenngleich es bei mir schon zweimal geklappt hat.
Den Sinn und Zweck sehe ich vielmehr darin, sich auch mit einer Musik zu beschäftigen, die nicht ganz auf der eigenen Wellenlänge liegt. Dabei ist Wandeln auf den Pfaden der Musik, wie bei vielen anderen Bereichen der Kunst, stets eine Gratwanderung, es muss fordern, anregen, inspirieren und letztendlich doch gefallen, damit sie zur Muse, zur Entspannung und zum eigenen persönlichen Wohlbefinden beiträgt.
Genau an dieser Stelle kommen wir, also die Musik von Faith No More und ich nicht zusammen. Nach dem ersten
Hördurchgang war mir klar, es klappt nicht und dennoch wollte ich es damit nicht bewenden lassen. Also blieb mir nichts anderen übrig, als etwas tiefer einzusteigen, mir das Werk „Introduce yourself“ zu hinterfragen und in Gänze anzuhören.
Basierend auf der Tatsache, dass Faith No More als eine der wichtigsten Bands des Crossover, die Artrock, Funk, Metal mit Hardcore Punk verbinden ging ich es an.
„Introduce yourself“ ist das zweite Album der Band und gehört somit zur ersten Schaffensphase, wobei hier und da auch vom „eigentlich“ ersten Album gesprochen wird, da es das erste Album ist, welches bei einem Major-Label erschien. Was mich persönlich schon sehr faszinierte, dass dieses 1987 erschienene Album zunächst nur auf Vinyl und als Musikkassette erschien und erst 1996 als CD aufgelegt wurde. Nachzulesen ist, dass das gesamte Werke eine geballte emotionale Kraft beinhaltet und für den/die ZuhörerIn eine Herausforderung mit zwei geballten Fäusten darstellt. Ich halte es ebenfalls vorab für wichtig zu wissen, dass der Gesang oder soll ich besser sagen, das Geschrei des Sängers Chuck Mosley Markenzeichen der Band ist und bestens zu Faith No More passt.
Ließ mich der Song „The Crab Song“ zunächst nach einem bzw. zwei Hördurchgängen mit vielen Fragezeichen zurück, so relativierte sich die Sache nach einem Hördurchgang des gesamten Werkes. Dieses beginnt nämlich mit „Faster Disco“ und ist für einen Zuhörer wie mich, der bessere Einstiegssong, da mit deutlicherem musikalischen Tortenboden versehen, im Midtempobereich angesiedelt, einfacher zu verstehen. Nach und nach folgt die Steigerung, wird das Tempo der Songs angezogen, bis zum hier zu besprechenden Song „The Crab Song“, der von der Band selbst als „traurigen Song“ beschrieben wird. Für mich ist er als unbedarfter Faith-No-More-Hörer zumindest ein sehr schwieriger Song, da er langsam (spannend) in den Song führt und auf halber Strecke abrupte Wechsel vollzieht, dabei Komponenten zusammenfasst, die scheinbar nicht zueinander passen. Der Song beginnt mystisch, Gesangsfragmente die zudem noch den Kanal wechseln, schreiend, wehklagend. Nach zwei Minuten wird aus dem wehklagenden ein anklagender Gesang, der sich dann nach etwas drei Minuten in einem zügellosen Wutausbruch befreit. An dieser Stelle spüre ich förmlich die geballten Fäuste, die chaotische, emotionale Kraft dieses Songs. Den Rest lasse ich auf mich wirken und er wirkt tatsächlich befreiend, nachdem dieser geballte Ausbruch der puren Emotionalität einmal vollzogen ist.
Ich bin nicht in der Lage ein Urteil in Noten über diesen Song, über dieses Gesamtwerk abzugeben. Es wäre unseriös, weil ich diese Musik einfach zu wenig kenne. Was ich aber sagen kann, das Gesamtwerk fasziniert mich, berührt mich, macht etwas mit mir, in mir! Doch was? Ich kann es nicht genau sagen.
Die CD bewegt sich in einem Preissegment, das es erforderlich machte, das Werk zu ordern. Ich benötige weitere Hördurchgänge. Ich will wissen, was das ist. Hier ist Musik, die mir eigentlich nicht zusagt und die mich doch zwingt zuzuhören, mich mit ihr zu beschäftigen, mich mit ihr auseinander zu setzen.
 
Hallo,
Hans Söllner? Einen Titel gibt es den ich wirklich, wirklich, wirklich, sehr gerne höre. Auch wenn es mir erst dank Übersetzungshilfe gelungen ist, die humorvolle Enttarnung des Spießbürgerlichen im Jugendsprech "Alman" genannten Angepasstseins zu verstehen.
Reggae! Geh` weiter! Aber der Söllner Hans vermittelt klare Aussagen, die(allerdings) hinter Bayern genau wie die von Bap außerhalb des Kölner Habitats nicht sofort verständlich sind.
Insofern, Reggae ja! Weil es kaum eine bessere musikalische Begleitung für das gibt, was Hans Söllner umtreibt. Man mag den Text mit der ostentativen Aussage "Steh` auf" als ein wenig naiv bezeichnen, aber es stehen immer mehr auf! Nicht nur Querdenker, Fridays for Future Aktivisten, auch im kleineren Rahmen gegen Faschisten oder Raubbau an der Natur wird Widerstand entgegen gesetzt.
Für diese Aufrechten und nicht die "mir doch egal" Sesselpuper ist dieser Titel die Begleitmusik.
 
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doombringer

Mitglied

Faith No More – The Crab Song
Ich nehme es gleich vorweg, Faith No More und ich, wir kommen nicht zusammen. Es klappt irgendwie nicht, denke aber auch, dass dies nicht die Aufgabe und der Sinn dieses Threads ist, wenngleich es bei mir schon zweimal geklappt hat.
Den Sinn und Zweck sehe ich vielmehr darin, sich auch mit einer Musik zu beschäftigen, die nicht ganz auf der eigenen Wellenlänge liegt. Dabei ist Wandeln auf den Pfaden der Musik, wie bei vielen anderen Bereichen der Kunst, stets eine Gratwanderung, es muss fordern, anregen, inspirieren und letztendlich doch gefallen, damit sie zur Muse, zur Entspannung und zum eigenen persönlichen Wohlbefinden beiträgt.
Genau an dieser Stelle kommen wir, also die Musik von Faith No More und ich nicht zusammen. Nach dem ersten
Hördurchgang war mir klar, es klappt nicht und dennoch wollte ich es damit nicht bewenden lassen. Also blieb mir nichts anderen übrig, als etwas tiefer einzusteigen, mir das Werk „Introduce yourself“ zu hinterfragen und in Gänze anzuhören.
Basierend auf der Tatsache, dass Faith No More als eine der wichtigsten Bands des Crossover, die Artrock, Funk, Metal mit Hardcore Punk verbinden ging ich es an.
„Introduce yourself“ ist das zweite Album der Band und gehört somit zur ersten Schaffensphase, wobei hier und da auch vom „eigentlich“ ersten Album gesprochen wird, da es das erste Album ist, welches bei einem Major-Label erschien. Was mich persönlich schon sehr faszinierte, dass dieses 1987 erschienene Album zunächst nur auf Vinyl und als Musikkassette erschien und erst 1996 als CD aufgelegt wurde. Nachzulesen ist, dass das gesamte Werke eine geballte emotionale Kraft beinhaltet und für den/die ZuhörerIn eine Herausforderung mit zwei geballten Fäusten darstellt. Ich halte es ebenfalls vorab für wichtig zu wissen, dass der Gesang oder soll ich besser sagen, das Geschrei des Sängers Chuck Mosley Markenzeichen der Band ist und bestens zu Faith No More passt.
Ließ mich der Song „The Crab Song“ zunächst nach einem bzw. zwei Hördurchgängen mit vielen Fragezeichen zurück, so relativierte sich die Sache nach einem Hördurchgang des gesamten Werkes. Dieses beginnt nämlich mit „Faster Disco“ und ist für einen Zuhörer wie mich, der bessere Einstiegssong, da mit deutlicherem musikalischen Tortenboden versehen, im Midtempobereich angesiedelt, einfacher zu verstehen. Nach und nach folgt die Steigerung, wird das Tempo der Songs angezogen, bis zum hier zu besprechenden Song „The Crab Song“, der von der Band selbst als „traurigen Song“ beschrieben wird. Für mich ist er als unbedarfter Faith-No-More-Hörer zumindest ein sehr schwieriger Song, da er langsam (spannend) in den Song führt und auf halber Strecke abrupte Wechsel vollzieht, dabei Komponenten zusammenfasst, die scheinbar nicht zueinander passen. Der Song beginnt mystisch, Gesangsfragmente die zudem noch den Kanal wechseln, schreiend, wehklagend. Nach zwei Minuten wird aus dem wehklagenden ein anklagender Gesang, der sich dann nach etwas drei Minuten in einem zügellosen Wutausbruch befreit. An dieser Stelle spüre ich förmlich die geballten Fäuste, die chaotische, emotionale Kraft dieses Songs. Den Rest lasse ich auf mich wirken und er wirkt tatsächlich befreiend, nachdem dieser geballte Ausbruch der puren Emotionalität einmal vollzogen ist.
Ich bin nicht in der Lage ein Urteil in Noten über diesen Song, über dieses Gesamtwerk abzugeben. Es wäre unseriös, weil ich diese Musik einfach zu wenig kenne. Was ich aber sagen kann, das Gesamtwerk fasziniert mich, berührt mich, macht etwas mit mir, in mir! Doch was? Ich kann es nicht genau sagen.
Die CD bewegt sich in einem Preissegment, das es erforderlich machte, das Werk zu ordern. Ich benötige weitere Hördurchgänge. Ich will wissen, was das ist. Hier ist Musik, die mir eigentlich nicht zusagt und die mich doch zwingt zuzuhören, mich mit ihr zu beschäftigen, mich mit ihr auseinander zu setzen.
Coole Rezi ! Ich war nie der ganz grosse Faith no more-Fan ,
weil ich Mike Patton irgendwie nicht mag. Mit dem Hit-Song
'Epic' begann ja der Hype um die Band. Die ersten beiden Alben
'We care a lot' und 'Introduce Yourself' hatten dieses rauhen , neuen
Stil-Mix aus Rap und Metal. Hab ich damals geliebt. Das war kurz nach Aerosmith und Run DMC.
Chuck Mosley wurde wegen Drogenproblemen gefeuert.
Aber den Trennungs-Song den ich Dir vorstellte bringt er absolut
authentisch rüber.
 

Andie Arbeit

Aktives Mitglied
Hallo,
Hans Söllner? Einen Titel gibt es den ich wirklich, wirklich, wirklich, sehr gerne höre. Auch wenn es mir erst dank Übersetzungshilfe gelungen ist, die humorvolle Enttarnung des Spießbürgerlichen im Jugendsprech "Alman" genannten Angepasstseins zu verstehen.
Reggae! Geh` weiter! Aber der Söllner Hans vermittelt klare Aussagen, die(allerdings) außerhalb Bayerns genau wie die von Bap außerhalb des Kölner Habitats nicht sofort verständlich sind.
Insofern, Reggae ja! Weil es kaum eine bessere musikalische Begleitung für das gibt, was Hans Söllner umtreibt. Man mag den Text mit der ostentativen Aussage "Steh` auf" als ein wenig naiv bezeichnen, aber es stehen immer mehr auf! Nicht nur Querdenker, Fridays for Future Aktivisten, auch im kleineren Rahmen gegen Faschisten oder Raubbau an der Natur wird Widerstand entgegen gesetzt.
Für diese Aufrechten und nicht die "mir doch egal" Sesselpuper ist dieser Titel die Begleitmusik.
./.
 
:eek: Der exzessive Dauergraskonsum hat dann vielleicht doch Auswirkungen aufs Hirrrrrn?
Unter anderem. Ich bin kein Psychologe, könnte mir aber vorstellen, dass beim Hannes durch seinen Jahrzehntelangen Kampf gegen alles(vermeidlich)ungerechte, immer wieder bewusstem provozieren und anecken, ein wenig der Realitätssinn abhanden gekommen ist.
 

The Wombat

Aktives Mitglied
Hörenswert durchaus. Gesanglich allerdings nicht so mein Ding.
Eine seltsame Band.
Wenn meine Recherche stimmt: 2 Studioalben in den 1970ern, 1 Live-Ding in 2001, aber immer noch eine Facebook-Seite mit 1.360 Likes.
 

Waldmeister

Alter Hase
Nach massivem Psychoterror nun also ein Kandidat und der Titel der das Wochenende verschönert.
Waldmeister, übernehmen Sie.
Høst - Fattig Men Fri
ein wirklich starker song von einer band, die wohl schon in meinem regal vertreten wäre, wenn die verfügbarkeit nicht so schwierig wäre. es ist der opener des 1974er debütalbums. also høst sind in der tat schon seit einigen jahren auf meiner ominösen liste, zumindest die beiden alten alben möchte ich unbedingt haben. das zweite soll mehr richtung prog gehen glaube ich...

an sich ist das eine mir sehr entgegenkommende art hardrock mit progressiven tendenzen. die getragenen abschnitte mit dem mellotronähnlichen klang im hintergrund bilden einen schönen kontrast, hätten auch etwas länger sein können aber das ist nicht schlimm. der grossteil des songs wird bestimmt von kraftvollen, rauhen aber verspielten riffs, wobei mich eine passage konkret sogar ein wenig an eine nummer der blossom toes erinnert. der gesang gefällt mir sehr, natürlich auch weil er auf norwegisch erklingt! ich liebe diese nordischen sprachen und deren klang ist einfach etwas besonderes (die klingen für mich herrlich urig und passenderweise auch so, als wären sie mit "moos überwachsen"). das gehörte kann man - wenn ich jetzt an all die nordmänner-gruppen denke die ich gut kenne - am ehesten an trettioariga kriget aus schweden vergleichen. ich denke, wem eine der beiden bands gefällt, der kann mit der anderen nichts verkehrt machen. november, ebenfalls aus schweden, könnte man eventuell auch noch nennen.

natürlich sollte ich zusehen, dass høst bald mal endlich hier eintrudeln... den anfang wird logischerweise dieses debüt machen. das coverbild muss ich noch loben (mit kommt vor, niemand in diesem forum hier spricht so oft über albumcover??) denn es wirkt angenehm diesig-nebelig und verstärkt die nordische note des gesamtpakets noch mehr.

 

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