Der Weltraum... unendliche Weiten...

Interessante Sache?


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    12
danköö. also das schöne artwork könnte ich schon mal gesehen haben, der bandname ist mir definitiv unbekannt. du hast nicht zuviel versprochen, ein wunderbarer etwas versponnener song mit feiner leadgitarre und einem wirklich aussergewöhnlichen gesang; kommt mir fast vertraut vor obwohl ich´s zum ersten mal höre. weisst du, an wen mich die stimme erinnert? an paul brett.

aha, zwei alben veröffentlicht, 1970 und 1976? mehrere jahre dazwischen. auf cd gibt´s leider nix. :(

tja auf jeden fall ein weiteres beispiel für die qualität und reichhaltigkeit der damaligen psych-szene mit ihrer wirklich vielfältigen musik (in diese psych schublade wird aber teils zu vieles gesteckt, finde ich), also ich werde da auf jeden fall am ball bleiben und weiter mit dem entdecken weitermachen, ich weiss auch gar nicht, was mich davon abhalten könnte... ;)

ich werde dann erst morgen bestimmen, wer jetzt was von mir bekommt, heute schaffe ich das nicht mehr. da muss ich mir schon etwas gedanken machen, wie jedes mal.
Weisst, was ich bei diesem Song immer meine herauszuhören ? Die Gitarrensoli erinnern mich streckenweise tatsächlich an Jeremy Spencer (erstes Gitarrensolo ab 1:09) und Leslie West von Mountain an deren melodiösen Stücke (ab 2:48). Der Gesang erinnert in der Tat an Paul Brett (Paul Brett's Sage). Das Twin Solo ab 4:35 ist einfach nur schön und hat auch wieder was von den frühen Wishbone Ash, ganz klar. Mir gefällt diese LP richtig gut.

Ich meine, irgendwo mal gelesen zu haben, dass die Band aus dem christlichen Rock-Umfeld stammte. Man kann auch Hinweise finden, dass diese LP wesentlich früher eingespielt worden sei, und erst 1976 veröffentlicht wurde. Aber wo will man sowas schon herausfinden bei solchen unbekannt gebliebenen Bands :rolleyes:

Die olle Scaruffi-Seite aus der Gründerzeit des Internets...die ist richtig toll - da findet man noch allerhand Interessantes zu unbekannten und vergessenen Perlen. Kennst Du sicher auch noch.

 
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mein nächster song geht an... @Marifloyd

eine sehr unbekannte band aus dänemark. das cover könntest du im forum schon mal erblickt haben. :cool:


wäre natürlich auch etwas für den grobi. kann er ja mithören, wenn er möchte! :)
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Culpeper’s Orchad – Mountain Music Part 1

Als erstes fiel mir dieser merkwürdige Name der Band auf. Orchard bedeutet wohl Obstgarten. Zu dem Begriff Culpeper fand ich eine Stadt in Virginia und einen Arzt namens Nicolas Culpeter, der ein englischer Arzt, Apotheker und Astrologe war. Zu lesen ist auch, dass der Begriff Culpeter aus dem englischen kommt und übersetzt Täter, bzw. Schuldiger bedeutet. Deshalb tendiere ich zu dem Begriff des „Täters Obstgarten“. Auf jeden fall ist es ein merkwürdiger Name für eine Band. Aber vielleicht habt Ihr ja eine bessere Erklärung. Lasst es mich wiseen.

Die Band „Culpeter’s Orchard“ kommt aus Dänemark und wurde von dem englischen Gitarristen, Cy Nicklin, gegründet. Der Song „Mountain Music Part 1“ befindet sich auf dem gleichnamigen und ersten Album der Band, welches 1970 erschien. Insgesamt brachten Culpeper’s Orchard drei Alben heraus. 1977 erschien noch „All Dressed Up And Nowhere To Go“ unter dem Namen Culpeper. 1978 löste sich die Band auf. Stilistisch bedient sich die Combo aus den Bereichen Prog, Folk, Heavy Rock, Blues und Psychedelia.

Für mein Gehör überwiegen bei „Mountain Music Part 1“ eindeutig Elemente aus dem Progressive und Psychedelic Rock. Der 6:28 Min. lange Song lebt von seinen ausgiebigen harten Gitarrenläufen. Das geschieht mit ordentlich Drive. Ab 4:22 Min. schalten Culpeper’s Orchard einige Gänge zurück und lassen den Song ruhig und melodiös ausklingen.

Erwähnenswert ist noch das farbenfrohe und skurrile Albumcover. Eindeutig ist ein Garten erkennbar, in dem ein finster dreinschauender Mann eine Blume pflückt. Handelt es sich bei ihm um einen schlechtgelaunten Gärtner oder vielleicht doch um einen „Blumendieb“, der auf frischer Tat beobachtet wird. Wer weiß?

Mir hat der Song gut gefallen. Die Symbiose von hartem Sound und den wohligen abschließenden Klängen ließ mich aufhorchen.

Der Text zum Song:

To be forgotten, To live in Dust
To float in a stream and fly in the air
What more could we wish, To always be spread on earth
Plucked as a flower to die with love, And fly to greet the sun
Flowers in the forest freed, Deadlocked in your arms I bleed
Knowing not the rhymes I need, To take me from my madness
Wrap my mind in cellophane, Ignore the pleas to stop the rain
From falling on your windowpane, When your asleep at midnight
The iron mountains metal rings, Beside the bedrooms light in spring
And hums the words 'cause they can't sing,
The words they haven't learnt yet
All is free while bodies moan, So shut the door but hear them groan
While petals fall from what is known, Of love and what goes with it
 
:DDanke
Genau, Canterbury-Sound der experimentelleren Art mit Steve Hillage, dem Bassisten Nick Greenwood (von Crazy World of Arthur Brown), dem Keyboarder Dave Stewart (von Egg) und ursprünglich dem Schlagzeuger Pip Pyle, der aber noch vor einem Live-Auftritt zu Gong wechselte.
Die Gruppe hatte nichts mit den Kompositionen zu tun, da Hillage das meiste während seiner Studienzeit alleine schrieb. Das Thema der Scheibe war für Canterbury etwas unkonventionell: "Science-Fiction"
Dies ist eines der interessantesten Alben der frühen 70er Jahre, 1971/72 erschienen, im Windschatten von Soft Machine. Es spiegelt nicht nur anschaulich die progressive Bewegung dieser Zeit wieder, sondern wurde Teil der britischen Musikgeschichte. Und vor allem dank des Gitarristen Steve Hillage, dessen einzigartiger Stil und später seine Experimente in der Gruppe Gong eine ganze Generation von Musikern beeinflussten.
Steve Hillage löste dann die Band Khan auf, da es mit dem Manager erhebliche Differenzen über die zukünftige Ausrichtung der Musik gab. Steve Hillage schloss sich dann Kevin Ayers Band "Decadence" an. Das bereits fertige Material für eine zweite Khan-Scheibe hat er später in seiner ersten Solo-Scheibe "Fish Rising" veröffentlicht.
 
Ein Welthit geht an Okzitane
Cesaria Evora - Besame Mucho
(Sorry, das Original ist von den kapverdischen Inseln, es wird aber garantiert jeden Abend in irgendeiner Bar in Havanna nachgespielt)
 
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Muchas gracias @Georg

Welthit paßt hier ja mal zu 100 %. DIE Stimme der Karibik, obwohl ursprünglich von den Kapverden, CESARIA EVORA. Der Song selber, eine Komposition der mexikanischen Musikerin Consuela Velasquez, ist ja wohl einer der Standard-Songs des Slow Jazz.
Und das ist pures Gefühl.... und purer Sex in den schwülen Nächten an den Stränden von Camaguey bis Santo Domingo.
Ihre Instrumentierung, angelehnt an Merengue... die Verschmelzung des Paares beim Tanz... Leute, das klingt nach Heimat.
Wundervoll... da schmilzt der alte Elektroniker komplett dahin und ergibt sich diesem Rausch der Sinne...
Das ist Musik, welche so tief in die intimsten Sinne eingreift... an dem Punkt sollte man lieber schweigen und lauschen... ich bin schließlich nicht HENRY MILLER

Und jetzt wisch ich mir die Träne aus dem Augenwinckel und muß versuchen den Staffelestab weiterzugeben... nach dieser Gefühlsorgie. Uffff...
 
Und um die Stimmung hier nicht abreißen zu lassen....



..nur wer kann damit arbeiten? @Marifloyd
Mariza – Quem Me Dera

Hier hat mir Okzitane einen Song von einer sehr bekannten Künstlerin der Fado Musik zum Hören und Besprechen gegeben. Bei Fado handelt es sich um eine portugiesische Musikrichtung, die ihren Ursprung in den Armenvierteln von Lissabon hatte. Die Lieder handeln oft von einer unglücklichen Liebe oder sozialen Missständen. Typisch ist die instrumentale Besetzung mit einer spanischen und einer portugiesischen Gitarre, sowie einer viersaitigen Bassgitarre. Traditionell werden die Instrumente von Männern gespielt.

2012 kam ich erstmals mit Fado in Berührung. Damals sah ich einen sehr interessanten Dokumentarfilm von und mit Axel Prahl, der über Lissabon und die Fado Musik berichtete.

So und nun höre ich gerade von der 48 Jahre alten Mariza das Lied Quem me dera in der Dauerschleife. Mit jeder Wiederholung gefällt mir das was ich hier höre immer besser. Den Schmerz ihrer unerwiderten Liebe, den Mariza hier besingt, wird spürbar. Zur Verdeutlichung habe ich den Liedtext reingesetzt.

Wie Ihr wisst ist mein musikalisches Musikherz groß und offen für alles, was mir gefällt. Ja, und auch hier wurde ich angenehm überrascht. Okzitane hat mir mit Mariza einige sehr schöne Minuten beschert. Schön, dass solche Klänge in unserem Forum auch ihren Platz finden.

Ich wünsch mir
Was muss noch auf der Welt geschehen
damit dein Herz umkehrt zu mir
Wie viele Tränen muss ich noch verlieren
Welche Blume muss noch wachsen
deine Liebe zu gewinnen.

Für diese Liebe "mein Gott"
Tu ich alles .
Ich trage die schönsten Verse des Universums vor
um zu sehen ob ich dich überzeugen kann
dass meine Seele für dich geboren ist.

Es wird ein Wunder benötigt,
damit mein Herz sich erfreut
Ich schwöre dir ich gebe nicht auf
ob es regnet oder die Sonne scheint
Denn ich brauche dich um voranzugehen

Ich wünsche mir,
dich zu umarmen im Herbst ,Sommer und im Frühling
Und wer weis es , jenseits unerfüllte Träume zu leben
das Glück zu erben ,und dein Herz gewinnen.

Es wird ein Sturm benötigt,
damit du verstehst dass meine Liebe aufrichtig ist
Ich such dich außerhalb der Stadt
Und in den Lichtstrahlen des Leuchtturms und in den Sterblichen wie wir
Meine Liebe ist rein,so groß und widerstandsfähig wie eine Eiche
"Für dich "gehe ich wohin ich nie gehen würde
"für dich "bin ich was ich nie wäre.

Ich werde ein Wunder benötigen,
damit mein Herz sich erfreut
Ich schwöre dir ich gebe nicht auf
ob es regnet oder die Sonne scheint
Denn ich brauche dich um zu leben

Ich wünsche mir,
dich zu umarmen im Herbst ,Sommer und im Frühling
Und wer weis es , jenseits unerfüllte Träume zu leben
das Glück zu erben ,und dein Herz gewinnen.
https://lyricstranslate.com
 
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Mariza – Quem Me Dera

Hier hat mir Okzitane einen Song von einer sehr bekannten Künstlerin der Fado Musik zum Hören und Besprechen gegeben. Bei Fado handelt es sich um eine portugiesische Musikrichtung, die ihren Ursprung in den Armenvierteln von Lissabon hatte. Die Lieder handeln oft von einer unglücklichen Liebe oder sozialen Missständen. Typisch ist die instrumentale Besetzung mit einer spanischen und einer portugiesischen Gitarre, sowie eine viersaitigen Bassgitarre. Traditionell werden die Instrumente von Männern gespielt.

2012 kam ich erstmals mit Fado in Berührung. Damals sah ich einen sehr interessanten Dokumentarfilm von und mit Axel Prahl, der über Lissabon und die Fado Musik berichtete.

So und nun höre ich gerade von der 48 Jahre alten Mariza das Lied Quem me dera in der Dauerschleife. Mit jeder Wiederholung gefällt mir das was ich hier höre immer besser. Den Schmerz ihrer unerwiderten Liebe, den Mariza hier besingt, wird spürbar. Zur Verdeutlichung habe ich den Liedtext reingesetzt.

Wie Ihr wisst ist mein musikalisches Musikherz groß und offen für alles, was mir gefällt. Ja, und auch hier wurde ich angenehm überrascht. Okzitane hat mir mit Mariza einige sehr schöne Minuten beschert. Schön, dass solche Klänge in unserem Forum auch ihren Platz finden.

Ich wünsch mir
Was muss noch auf der Welt geschehen
damit dein Herz umkehrt zu mir
Wie viele Tränen muss ich noch verlieren
Welche Blume muss noch wachsen
deine Liebe zu gewinnen.

Für diese Liebe "mein Gott"
Tu ich alles .
Ich trage die schönsten Verse des Universums vor
um zu sehen ob ich dich überzeugen kann
dass meine Seele für dich geboren ist.

Es wird ein Wunder benötigt,
damit mein Herz sich erfreut
Ich schwöre dir ich gebe nicht auf
ob es regnet oder die Sonne scheint
Denn ich brauche dich um voranzugehen

Ich wünsche mir,
dich zu umarmen im Herbst ,Sommer und im Frühling
Und wer weis es , jenseits unerfüllte Träume zu leben
das Glück zu erben ,und dein Herz gewinnen.

Es wird ein Sturm benötigt,
damit du verstehst dass meine Liebe aufrichtig ist
Ich such dich außerhalb der Stadt
Und in den Lichtstrahlen des Leuchtturms und in den Sterblichen wie wir
Meine Liebe ist rein,so groß und widerstandsfähig wie eine Eiche
"Für dich "gehe ich wohin ich nie gehen würde
"für dich "bin ich was ich nie wäre.

Ich werde ein Wunder benötigen,
damit mein Herz sich erfreut
Ich schwöre dir ich gebe nicht auf
ob es regnet oder die Sonne scheint
Denn ich brauche dich um zu leben

Ich wünsche mir,
dich zu umarmen im Herbst ,Sommer und im Frühling
Und wer weis es , jenseits unerfüllte Träume zu leben
das Glück zu erben ,und dein Herz gewinnen.
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Schön, dass du es übersetzt hast; ich habs ja meistens nicht so mit Frauengesangsstimmen, aber das Lied gefällt mir auch wirklich gut....
 
hier stehen noch ein paar antworten aus, die ich eigentlich schon vor tagen schreiben wollte.

@Andie Arbeit
danke für den langen, ausführlichen text. du hast die musik sehr schön beschrieben, irgendwie hatte ich beim ersten lesen auch übersehen, dass du sogar geschrieben hattest, das stück wäre der reine wahnsinn für dich. ;) die emotionale wirkung, die diese nummer auf mich hat, ist enorm, da wird mir jedes mal schon beim intro ganz anders, etwa da wo sein gesang erstmals einsetzt und das ist ja sehr früh im song. sehr berührende musik. an den drums ist übrigens jon hiseman von colosseum. graham war in den 60ern recht einflussreich, ja, heute scheint er irgendwie vergessen. aber im bewusstsein der breiten masse hat sich was die alte zeit damals angeht sowieso fast nur rock und pop gehalten (und auch da nur die bekanntesten vertreter - welch überraschung), was dagegen folk, jazz, prog, kraut betrifft, man könnte meinen sowas hätte es nie gegeben (eigentlich müsste ich jetzt tausend wutsmileys posten). insofern auch kein wunder, dass einige musiker/bands völlig in vergessenheit geraten sind.

ach, die anstehende playliste die du gegen ende angekündigt hast (graham, mitchell, martyn, donovan) liest sich auch richtig toll, allesamt leute die natürlich auch etwas für mich sind.

@Marifloyd
danke auch dir, hast ja ebenfalls einiges geschrieben. manche sehr unbekannten bands waren bei mir sehr früh dran, culpepers orchard gehören dazu. die kamen noch jahre vor so grossen namen wie genesis, camel oder wishbone ash. stelle mir jetzt vor, wie einige user ungläubig ihre brille putzen, um sicher zu gehen ob ich das wirklich geschrieben hab... haha. besonders dieses debütalbum, auf dem mountain music zu finden ist, hatte mich richtig umgehauen damals. cy nicklin ist zudem einer der besten sänger, die mir je untergekommen sind. das spezielle in seiner stimme kommt hier aber nur im sphärischen finale der nummer so richtig zur geltung...

@Catabolic
du hattest ja geschrieben, dass die 76er lp wohl deutlich früher eingespielt wurde, ich muss sagen dass ich mir beim anhören des u.s. apple corps songs genau dasselbe gedacht habe. normalerweise klangen us-bands mitte der 70er nicht mehr so. und noch etwas fällt mir ein - der name der gruppe erinnert mich ein wenig an die apple pie motherhood band, um die ich mich schon länger kümmern will. ach, der erste kontakt damit reicht auch lange zurück: 2007 in wien war ich mit dem DUDE in einem second hand laden. dort wurde in eines der beiden alben reingehört, mir war das damals aber teils zu bluesig. schade, heute würde mir die musik wohl richtig gut munden, da bin ich mir sicher.
 
Bloodline :rolleyes: Da war doch was? Joe Bonamassa dazu die die Söhne von Robby Krieger, Berry Oakley, Miles Davis und Sammy Hagar undein früher Keyboarder von Joe Bonamassa, Lou Segreti. Musikalisches Potential in geballter Form. Was aber nichts genutzt hat, nach einem Album war wieder Schluss mit lustig Da nutzte die riesige Werbekampagne, die darin gipfelte, dem Album gleich noch ein Musterpäckchen von An Evening with the Allman Brothers Band: 2nd Set als MC beizulegen, auch nicht viel.
27 Jahre später würde eine Band wie "Bloodline" als die neue Sensation im Classic Rock abgefeiert werden. 1994 war die Musik der Band im Grunge Wahn aus der Zeit gefallen. Blues-Rock, durch Joe Bonamassas prägnanten Gitarrenstil geprägt, präsent im Vordergrund während seine Mitmusiker ein solides Gerüst drum herum bauen. Nicht nur der hier vorgestellte Titel, sondern das ganze Album sind solides Handwerk versierter Musiker, aber es hatte nicht sein sollen! Alles in allem nach dem Album suchen lohnt sich!
 
Meine wunderschöne Heimatstadt(PADDABOAN :cool: ) hatte/hat neben diversen Kirchenorganisten der Spitzenklasse auch noch was anderes musikalisches zu bieten
@Alexboy
Danke für dieses Heimspiel - im wahrsten Sinne des Wortes.;)
Herr Blanke war vor Ort mit seinen Werken von Beginn an vertreten und spielte in den 70ern bestimmt einige Konzert in hiesigen Gefilden.
Immer umgeben von ebenbürtigen Künstlern, lieferte das Gebotene Programm anspruchsvolle Unterhaltung.
Der deutsche Gitarrenvirtuose ist - egal mit welchen Musikern vereint - immer ein paar Ohren Wert.
Das Stück PPG vom Album Electric Circus ist angenehme Fusion und leicht bekömmlich.
Danke für die Erinnerung an meine Jugend und Empfehlung für alle zum reinhören.
 
Danke für dieses Heimspiel - im wahrsten Sinne des Wortes.;)
Herr Blanke war vor Ort mit seinen Werken von Beginn an vertreten und spielte in den 70ern bestimmt einige Konzert in hiesigen Gefilden.
Immer umgeben von ebenbürtigen Künstlern, lieferte das Gebotene Programm anspruchsvolle Unterhaltung.
Der deutsche Gitarrenvirtuose ist - egal mit welchen Musikern vereint - immer ein paar Ohren Wert.
Das Stück PPG vom Album Electric Circus ist angenehme Fusion und leicht bekömmlich.
Danke für die Erinnerung an meine Jugend und Empfehlung für alle zum reinhören.
Danke für die positive Einschätzung.
 
Für @Andie Arbeit etwas BluesRock;) von der deutschen Band
Victory: As time goes passing by vom Album You bought it , you name it.

Victory – As time goes passing by
Zunächst einmal „Sorry, dass ich mich nicht gerührt habe“, habe es schlicht verpeilt.
Die Musik war nicht der Grund, denn die Nummer machte gleich von Beginn an wieder richtig Spaß. Anscheinend bin ich der, der hier die Teile mit den interessanten Intros erwischt. Dies war beim letzte Mal und jetzt wieder so. Der Einstieg ist super gewählt und ein tolles Beispiel dafür, dass Musik langsam aus der Stille kommt und der/die geneigte ZuhörerIn in die Sphäre der Klänge geleitet und geführt werden muss. Das Schnippen gleicht einem Anzählen, es folgt der rhythmische Bass und nach gut 20 Sekunden eine dreckig/rotzige (sorry) klingende Stimme, die mir für den Moment etwas zu cool, etwas zu aufgesetzt klingt. Doch dieser Eindruck wird schnell revidiert, wenn die Band nach 41 Sekunden in die Vollen geht und die Gehörgänge in bester Hardrock-Manier durch pustet.
An dieser Stelle ein kleiner Cut, denn @Alexboy kündete Band und Titel mit der Attitüde „Bluesrock“ an. Als ich dann als ergänzende Information las, dass die Protagonisten aus Hannover kommen, war ich etwas verdutzt, habe ich mich in den zurückliegenden Monaten wirklich intensiv mit deutschen Bluesformationen beschäftigt. Victory war nicht dabei. Macht aber nix, liegt aber wohl mit daran, dass Victory ihre Zelte mehr im Genre des Hard-Rock und Heavy-Metal aufgeschlagen hat. Allerdings, dies ist nicht abzustreiten, hat dieser Song „As time goes passing by“ richtig klasse Blues-Rock-Elemente, wobei die Band ihren eigentlichen Ursprung nie unterdrückt. Habe ich den Gesang in der ersten Minute noch falsch interpretiert, so passt er im gesamten Verlauf der Interpretation allerbest zur ungestümen Gewalt der Gitarren. Überragend in meinen Augen, respektive Ohren, das kurze Wechselspiel zwischen Gitarren und Gesang, welches dem gesamten Werk kurz vor der Zielgeraden noch einmal eine andere Variante, eine besondere Finesse gibt.
Um den Song richtig einordnen zu können, ist es für mich immer wichtig, mir einen Eindruck vom Gesamtwerk der LP zu machen. „You bought it – you name it“ ist insgesamt eine Hammerteil, in meinen Augen richtig knackiger Hard-Rock mit einem perfekt rhythmischen Gitarrensound, der es von Beginn an erforderlich macht, den Volume-Regler ganz nach rechts zu drehen und die Ohren einmal richtig durchpusten zu lassen. Der Opener „Rebell Ready“ lässt Erinnerung an das Headbanging vergangener Tage wach werden. Irgendwie bin ich da wieder ganz am Anfang, in der Zeit als die LP noch 22 Mark kostete, ich lange dafür sparen musste und genau diese Musik in meinen Ohren und Kopf knallte. Auch das folgende „Rock-O-Matic“ ist eine klasse Nummer, über die es viel zu sagen gäbe. Gut, dass „As time goes passing by“ an dritter Position folgt, denn dieser Song gönnt uns eine gewisse Verschnaufpause.
Doch diese Titelfolge (und auch die weitere Zusammenstellung der LP) macht aus einzelnen guten Stücken ein richtig tolles Gesamtwerk und in dieses fügt sich „As time goes passing by“ an der richtigen Stelle perfekt ein. Klasse gemacht. Ich bekomme richtig Appetit auf diese LP (dazu gleich mehr).
Fazit, die Hannoveraner Musiker haben mit ihrer siebten Veröffentlichung ein richtiges Brett geschaffen. Ist jetzt „As time goes passing by“ der Kracher der LP oder sind es die bereits zitierten beiden Songs oder gar „God of Sound“, wer will das entscheiden, wer will das festlegen. Die Mischung ist brillant und ich werde die genannten Songs noch bei einigen frühherbstlichen Open-Air-Rock-Party´s und vorweihnachtlichen Musikabenden über die Boxen jagen, allerdings im MP3-Format, denn die LP ist aktuell fast kauf zu bekommen. Bei discogs müssen schon knapp 50 € für diese Scheibe gezahlt werden. Bei Ebay ist sogar das Doppelte fällig. Also wird dies für mich eine LP, die ich in meine Liste aufnehme, die mich bei meiner wöchentlichen „Jagd“ begleitet.
Gesagt habe ich an dieser Stelle jetzt nichts über die Band, die ihre Anfänge in den 80er Jahren hat und aus der Band „Fargo“ hervor ging, doch dies ist ja auch alles nachlesbar und am Ende zählt sowieso nur die Musik und die macht, wenn die Stimmung passt, richtig Laune, Musik, die unter der Überschrift einzuordnen ist: Meine Nachbarn hör´n richtig gute Musik – ob sie wollen oder nicht!
 
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