Der Weltraum....unendliche Weiten......

Interessante Sache?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    12

doombringer

Mitglied
Das "Like" gibt es von mir nicht für die Musik. Sorry, das ist mir etwas zu heftig. Das "Like" gibt es für die Durchhalteparole: "Ist die Teilnehmerzahl noch so klein, einer muss der nächste sein." Anhang anzeigen 14225Anhang anzeigen 14226
Ist die Teilnehmerzahl noch so klein, einer muss der nächste sein.
@Okzitane

Lustmord & Karin Park - Hiraeth
Ist doch ein wunderschön ''fliessendes'' Stück.
Von Lustmord (aka Brian Williams) bin ich viel
düsterere und brachiale Sachen gewohnt.
Ich wette Okzitane gefällt das Stück auch. :-D
 

Waldmeister

Alter Hase
okzitane ist in letzter zeit unter dauerbelastung hier... o_O

da fällt mir ein, ich wollte ja noch etwas zu seiner supersister-antwort schreiben, ahhh. :rolleyes:
 

The Wombat

Aktives Mitglied
Ist doch ein wunderschön ''fliessendes'' Stück.
Von Lustmord (aka Brian Williams) bin ich viel
düsterere und brachiale Sachen gewohnt.
Ich wette Okzitane gefällt das Stück auch. :-D
Wäre da nicht die halbwegs interessante visuelle Umsetzung, ich hätte schon nach 1 Minute den Stop-Button gedrückt.....ich würde mich sogar dazu hinreißen lassen, statt "wunderschön fliessendes Stück" das Dingens als langweiligen Dusterschmonz zu bezeichnen. Die Lustmord-Fans mögen es mir verzeihen.
 
Wäre da nicht die halbwegs interessante visuelle Umsetzung, ich hätte schon nach 1 Minute den Stop-Button gedrückt.....ich würde mich sogar dazu hinreißen lassen, statt "wunderschön fliessendes Stück" das Dingens als langweiligen Dusterschmonz zu bezeichnen. Die Lustmord-Fans mögen es mir verzeihen.
Lustmord (auch Sexualmord) steht für:

  • sexuell motivierter Mord,
Hier im Forum wäre das dann "Musikmord"
 

The Wombat

Aktives Mitglied
Lustmord (auch Sexualmord) steht für:

  • sexuell motivierter Mord,
Hier im Forum wäre das dann "Musikmord"
Rot: wie kommst Du auf diese "alternative" Bezeichnung?

Ansonsten: ich werde wohl niemals in den dusteren Wäldern des Dark-Ambient zu Hause sein. Alleine schon auf Grund der seltsamen Namensgebung diverser "Projekte" bzw. Musiker und Bands.
Ich bin da vielleicht auch ein wenig alleine, wenn ich mal behaupte: Namensgebungen wie z.B. "Lustmord" haben keine andere Intention, als einfach nur eine gewisse provokative Attitüde....mehr steckt da wohl nicht dahinter.
 
Rot: wie kommst Du auf diese "alternative" Bezeichnung?

Ansonsten: ich werde wohl niemals in den dusteren Wäldern des Dark-Ambient zu Hause sein. Alleine schon auf Grund der seltsamen Namensgebung diverser "Projekte" bzw. Musiker und Bands.
Ich bin da vielleicht auch ein wenig alleine, wenn ich mal behaupte: Namensgebungen wie z.B. "Lustmord" haben keine andere Intention, als einfach nur eine gewisse provokative Attitüde....mehr steckt da wohl nicht dahinter.
Es wird nicht unsere gemeinsame Baustelle. Aber jeder bekommt den Titel, bei dem ich denke, dass könnte passen. Die "alternative" Bezeichnung war etwas unüberlegt dahin geschrieben. Allerdings wenn ich so nachträglich darüber nachdenke, passt "Musikmord" ganz gut zu dem, was die Schreiberlinge vom Sounds anno dunnemals verzapft haben.
 

Okzitane

Aktives Mitglied
Ist die Teilnehmerzahl noch so klein, einer muss der nächste sein.
@Okzitane

Lustmord & Karin Park - Hiraeth
Hier wollte mir wohl jemand eine ganz besondere Freude bereiten oder war das Zufall, einen Song aus meinem album des Monats zu benennen.;)
Zunächst mal vielen Dank, dies macht es mir natürlich einfacher mit der Wertung, da ich das Stück ja mittlerweile kenne.
Wie ich schon schrieb, scheint es fast, als hätten sich die dunklen Zwillinge eines YANN TIERSEN und einer LISA GERRARD zu einem gemeinsamen Projekt getroffen. Die schwedische Elektro-Künstlerin KARIN PARK war auch mir bis dato nicht bekannt, überzeugt mich aber (über das volle Album) auf ganzer Länge. Stimmlich ist sie auch mit ANKE HACHFELD verwandt, also der nächste Pluspunkt.

Zum Song selber:
Ich mußte auch erst einmal nachschauen, worauf sich HIRAETH bezieht; die Erklärung dazu liefere ich euch mal komplett aus dem Netz:
Hiraeth (ausgesprochen [hiraɪ̯θ]) ist ein walisisches Konzept der Sehnsucht nach Heimat, das lose als "Nostalgie" oder häufiger als "Heimweh" übersetzt werden kann. Viele Waliser behaupten, "hiraeth" sei ein Wort, das nicht übersetzt werden kann, was mehr bedeutet als nur "etwas vermissen" oder "zu Hause vermissen". Für einige impliziert es die Bedeutung, eine Zeit, eine Ära oder eine Person zu vermissen. Es ist mit der bittersüßen Erinnerung verbunden, etwas oder jemanden zu vermissen, während man dafür dankbar ist/ seine Existenz. In ähnlicher Weise ist das kornische Äquivalent "hireth"; Walisisch und Cornish haben gemeinsame sprachliche Wurzeln. Hiraeth weist erhebliche Ähnlichkeiten mit dem portugiesischen Konzept der Saudade (ein Schlüsselthema in der Fado-Musik), dem galizischen Morriña, dem rumänischen Dor, den gälischen Cianalas, dem russischen Toska (тоска), dem deutschen Sehnsucht und dem äthiopischen Tizita (ትዝታ) auf.
Dieser Bezug ist natürlich nicht verwunderlich, denn der Macher hinter LUSTMORD; ist der walisische Industrial-Pionier BRIAN WILLIAMS, der mittlerweile in den USA lebt. Warum Pionier? Der Mann hat unter diesem Label sein erstes Album bereits 1981 ("Lustmord") herausgebracht und mit Größen wie SPK und THROBBING GRISTLE gearbeitet. (Er war übrigens auch an dem Album "10.000 Days" von TOOL beteiligt.)
In diesem Song (und Album) lebt er allerdings seine Vorlieben für Dark-Ambient aus, und dies ganz grandios. Beginnend mit einem entfernten Grollen, baut sich ein wohlig düsterer Vorhang aus Klängen auf, der mich sofort in in sich einwebt und ein warmes Gefühl in Bauch und Hirn hinterläßt. Die magisch-ätherische Stimme der Schwedin erzeugt zunehmend ein Kribbeln welches, angenehm, wie ein vom Fluß heraufkommender Windhauch über die Arme streicht. Nur ist der Fluß hier eher der Styx, über welchen Charon die verlorenen Seelen ins Totenreich begleitet. Angelockt vom Gesang der Sirenen.... schön und tödlich. Schmerzvoll wie Heimweh.... HIRAETH.
Zum Ende des Songs setzt die Musik aus, und lediglich die Stimmer der Sängerin verliert sich im Nirgendwo... und läßt einen zufrieden lächelnden Hörer zurück.
In meinen Ohren ganz großes Kino, welches pure Magie ist und den besten Werken von DEAD CAN DANCE ebenbürtig.
Das der Mann, neben unheimlich viel musikalischem Können, auch Humor hat, bewies er, als man ihn 2006 bat, ein Ritual der CHURCH OF SATAN künstlerisch zu gestalten: er meinte: das deren Angebot "...eines dieser Dinge war, die einfach zu lustig waren, um 'Nein' zu sagen".
 

Okzitane

Aktives Mitglied
Da es hier ja doch jemand gibt, der noch mit den guten alten JAPAN was anfangen kann, kam mir doch dieser überaus phantastische Sänger in den Sinn... mit legendärer Begleitung.


und das bekommt

@Cathedral Wall
 
Hier wollte mir wohl jemand eine ganz besondere Freude bereiten oder war das Zufall, einen Song aus meinem album des Monats zu benennen.;)
Zunächst mal vielen Dank, dies macht es mir natürlich einfacher mit der Wertung, da ich das Stück ja mittlerweile kenne.
Wie ich schon schrieb, scheint es fast, als hätten sich die dunklen Zwillinge eines YANN TIERSEN und einer LISA GERRARD zu einem gemeinsamen Projekt getroffen. Die schwedische Elektro-Künstlerin KARIN PARK war auch mir bis dato nicht bekannt, überzeugt mich aber (über das volle Album) auf ganzer Länge. Stimmlich ist sie auch mit ANKE HACHFELD verwandt, also der nächste Pluspunkt.

Zum Song selber:
Ich mußte auch erst einmal nachschauen, worauf sich HIRAETH bezieht; die Erklärung dazu liefere ich euch mal komplett aus dem Netz:
Hiraeth (ausgesprochen [hiraɪ̯θ]) ist ein walisisches Konzept der Sehnsucht nach Heimat, das lose als "Nostalgie" oder häufiger als "Heimweh" übersetzt werden kann. Viele Waliser behaupten, "hiraeth" sei ein Wort, das nicht übersetzt werden kann, was mehr bedeutet als nur "etwas vermissen" oder "zu Hause vermissen". Für einige impliziert es die Bedeutung, eine Zeit, eine Ära oder eine Person zu vermissen. Es ist mit der bittersüßen Erinnerung verbunden, etwas oder jemanden zu vermissen, während man dafür dankbar ist/ seine Existenz. In ähnlicher Weise ist das kornische Äquivalent "hireth"; Walisisch und Cornish haben gemeinsame sprachliche Wurzeln. Hiraeth weist erhebliche Ähnlichkeiten mit dem portugiesischen Konzept der Saudade (ein Schlüsselthema in der Fado-Musik), dem galizischen Morriña, dem rumänischen Dor, den gälischen Cianalas, dem russischen Toska (тоска), dem deutschen Sehnsucht und dem äthiopischen Tizita (ትዝታ) auf.
Dieser Bezug ist natürlich nicht verwunderlich, denn der Macher hinter LUSTMORD; ist der walisische Industrial-Pionier BRIAN WILLIAMS, der mittlerweile in den USA lebt. Warum Pionier? Der Mann hat unter diesem Label sein erstes Album bereits 1981 ("Lustmord") herausgebracht und mit Größen wie SPK und THROBBING GRISTLE gearbeitet. (Er war übrigens auch an dem Album "10.000 Days" von TOOL beteiligt.)
In diesem Song (und Album) lebt er allerdings seine Vorlieben für Dark-Ambient aus, und dies ganz grandios. Beginnend mit einem entfernten Grollen, baut sich ein wohlig düsterer Vorhang aus Klängen auf, der mich sofort in in sich einwebt und ein warmes Gefühl in Bauch und Hirn hinterläßt. Die magisch-ätherische Stimme der Schwedin erzeugt zunehmend ein Kribbeln welches, angenehm, wie ein vom Fluß heraufkommender Windhauch über die Arme streicht. Nur ist der Fluß hier eher der Styx, über welchen Charon die verlorenen Seelen ins Totenreich begleitet. Angelockt vom Gesang der Sirenen.... schön und tödlich. Schmerzvoll wie Heimweh.... HIRAETH.
Zum Ende des Songs setzt die Musik aus, und lediglich die Stimmer der Sängerin verliert sich im Nirgendwo... und läßt einen zufrieden lächelnden Hörer zurück.
In meinen Ohren ganz großes Kino, welches pure Magie ist und den besten Werken von DEAD CAN DANCE ebenbürtig.
Das der Mann, neben unheimlich viel musikalischem Können, auch Humor hat, bewies er, als man ihn 2006 bat, ein Ritual der CHURCH OF SATAN künstlerisch zu gestalten: er meinte: das deren Angebot "...eines dieser Dinge war, die einfach zu lustig waren, um 'Nein' zu sagen".
Like für die ausführliche Rezension Auch wenn es nicht meine(bzw. die Baustelle vieler) Abteilung ist.
 

Cathedral Wall

Mitglied
Da es hier ja doch jemand gibt, der noch mit den guten alten JAPAN was anfangen kann, kam mir doch dieser überaus phantastische Sänger in den Sinn... mit legendärer Begleitung.


und das bekommt

@Cathedral Wall
Eine ausdrucksstarke Stimme und eine schlichte Akustikgitarre, kaum zu glauben dass das Fripp ist, gehen in einen sehr ausgedehnten ambient-part über. Irgendwie hätte ich mir erwartet dass dann noch was passiert, aber das Stück klingt so aus - und wirkt damit wie ein melancholisches Fragment, etwas das vielleicht im Albumkontext besser funktioniert (falls es eines gibt). Auf jeden Fall interessant, einen altbekannten Virtuosen mal so ganz anders zu hören.

Wieder mal nur eine knappe Reaktion meinerseits, vielleicht muss ich da noch mehrmals hören.
 

Catabolic

Alter Hase
The Wombat schrieb eingangs:

Sollte nicht innerhalb vom spätestens 2 Tagen bewertet werden, kann der "Staffelstab" an einen anderen User weitergereicht werden.

Vielleicht sollten hier nur Mitglieder mitmachen, die auch mehr als einmal die Woche mal ins Forum schauen, so kommt jeder Thread, der von der Mitarbeit aller lebt, ins Stocken oder geht vergessen.

@The Wombat: Du als Initiant könntest ja den Staffelstab einfach Jemand anderem weiterreichen, wenn vom Letzten kein neues Musikstück in die Runde geworfen wird.

;)
 

Cathedral Wall

Mitglied
Sorry Leute, bin zur Zeit in ganz unterschiedliche Projekte eingespannt und komme momentan echt nicht dazu, hier täglich mitzulesen.

Aber danke für den "Wink mit dem Zaunpfahl" @Georg und gleich für dich
 

Georg

Alter Hase
Sorry Leute, bin zur Zeit in ganz unterschiedliche Projekte eingespannt und komme momentan echt nicht dazu, hier täglich mitzulesen.

Aber danke für den "Wink mit dem Zaunpfahl" @Georg und gleich für dich
Japan zu Gast im Eclipsed Forum. Die Noize-Rocker Boris und die Electro-/Industrial Rocker Merzbow haben sich 2016 zum vierten gemeinsamen Album Gensho (Phänomen) zusammengetan.
Die "Bedienungsanleitung" dieser Doppel -CD besagt, die alten Boris-Stücke mit den neuen Merzbow-Stücken gleichzeitig abzuspielen:
"Die BORIS-Songs sind völlig neue, perkussionslose Neuerfindungen klassischer Tracks aus dem geschichtsträchtigen Katalog der Band, während MERZBOWs Songs völlig neue Kompositionen sind. Die beiden Sets sollen gleichzeitig in unterschiedlicher Lautstärke gespielt werden, damit der Hörer jedes Mal sein eigenes „Gensho/Phänomen“ erleben kann. Wie bei jeder Veröffentlichung von BORIS WITH MERZBOW erwartet uns nur das Unerwartete,Das verleiht dem Album ein nahezu unendliches Potenzial für klangliche Entdeckungen und fördert eine direkte Interaktivität mit dem Hörer, die man bei so unkonventioneller Musik selten findet. Ein unantastbarer Anfall von lautem, dröhnendem Experimentieren!"
(aus der Homepage https://borismerzbow.bandcamp.com/album/gensho)
Der alte Boris-Song "Hugh" vom zweiten Boris Album von 1998, "Amplifier Worship" wird ohne Drums neu eingespielt.

Na..ja, ob das jetzt wirklich nur Electronic ist, oder ob da nicht doch ein paar drums zumindest ein Becken eingesetzt wird kann ich nicht beurteilen. Sehr düster und "Gewitterlastig" würde ich meine erste spontane Reaktion zu "hugh" nennen. Irgendwie kommt mir David Bowies "Warshawa" zu Beginn in den Sinn. Ansonsten vom Thema her, erscheint es mir vermutlich bewusst monoton gehalten zu sein; nach 3:56 kommt der leise Hintergrund Growler als erste Abwechslung zum gleichmässig immer wiederkehrenden Hintergrundgeschrammel zum Einsatz, der durch hohe Töne dann abgelöst wird. Etwas "gestreckt", nach 7 Minuten könnte es auch schon zu Ende sein, dafür aber ein extrem langes Ende mit einer Mini-elektronischen Zugabe.
Offen bleibt, wie sich "Hugh" mit dem entsprechenden Stück von Merzbow anhören könnte....
Doch, eine echte Alternative zum Enkelchen, welches gerade zu Besuch ist, da höre ich nur hohe Sirenentöne...vielleicht vergleichbar mit der "Mini-elektronischen Zugabe"
 
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