Der alte Blues

Marifloyd

Inventar
Walter Trou "Ordinary Madness"

Als ich davon hörte, dass ein neues Werk von Walter Trout auf dem Markt ist, war mir klar, dass ich da mal „reinhören“ muss. Bereits die ersten Takte des Titelsongs reichten aus; da war klar, dass Ding ist ein „Muss“. Blieb nur noch die Entscheidung zwischen Doppel-LP in rotem Vinyl oder CD... Auch da war die Entscheidung schnell getroffen, da es da eigentlch keine Entscheidung gab.
Keine Frage der Mann hat es einfach drauf. Da ist auf der einen Seite die Erfahrung von ca. 30 Studioalben, da ist aber auch auf der anderen Seite die musikalische Zusammenarbeit mit Schwergewichten wie John Lee Hooker, Canned Heat und John Mayall und natürlich die Erfahrung, die er als Solist mit seiner Band gesammelt hat.
Trout gibt sich äußerst facettenreich. Da ist also der Opener. „Ordinary Madness“ ist ein wunderbarer „Slow Blues“, der wunderbar in die etwas entschleunigte Zeit des nahenden Herbstes passt. Was mir enorm gut gefällt, ist der von der Orgel gelegte Klangteppich. 6:45 und da ist keine Sekunde zu viel dran, keine Langeweile. Und danach, Trout macht einen krassen Sprung, „Wanna Dance“ ist aufbrausend, pulsierender Gitarrensound. Dieses Wechselspiel setzt der Protagonist konsequent fort. „My Foolish Pride“ und „All Out Of Tears“ sind Balladen allererster Güte, die ich im Moment richtig gut ab kann, bei denen es mir gelingt, mich zurück zu lehnen, mich fallen zu lassen. Auf der anderen Seite sind da aber auch die ruppigeren Töne alla „Final Curtain Call“, gradliniger Gitarrensound mit perfekter Mundharmonika-Unterstützung.
Insgesamt ist das Album für mich deutlich stärker als der Vorgänger „Survivor Blues“ und das Werk war schon nicht von schlechten Eltern. „Ordninary Madness“ ist für mich noch ausgereifter, noch variantenreicher, noch dichter, tja einfach klasse.
Das Ganze gibt es dann auch noch auf zwei tollen in rot gehaltenen Vinylscheiben und dann haben wir da noch die Gesamtlänge, 58 Minuten ist für mich einfach ein perfektes Album, ein Album, welches wunderbar in einem Rutsch durch gehört werden kann.
Fazit: „Ordinary Madness“ ist für mich ein weiteres Highlight im laufenden Musikjahr.


Anhang anzeigen 9257
Bestellt! :)
 

Catabolic

Aktives Mitglied
Wirklich alt ist hier wohl nur das Stück an sich. Aber die gemütlichste Version haben die deutschen Bad News Reunion gespielt. Die Live ist länger, aber mir gefällt die Studioversion besser. Die ist so herrlich locker. Schönes Blüs'chen. Hatte ich grad wieder mal im Player, die "Two Steps Forward".


 
Zuletzt bearbeitet:

toni

Alter Hase
Auch schon ein paar Jahre her als ich ihn im Z7 sah und mir gleich die Dvd signieren liess.
War ein sehr schönes tolles Konzert.

walter.jpg

 

Marifloyd

Inventar
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!
Shirley King ist die Tochter der Blues Legende B.B. King. Hier ein toller Live Mitschnitt. Anschauen und genießen. Excelente Musiker stehen da auf der Bühne.


Nun gibt es ein Album von Shirley, dass so gut ist, dass ich es mir bestellen musste.

 

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