Das Ver-Wertungswesen

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Über meine langjährige Ergründung der Begabungen und dessen Wesens Händling, bin ich darüber zum Resultat gelangt, daß wir alle in eine Welt hinein geboren werden, welche nicht die Unsrige ist und sich daraus das ausdifferenzierende äußerliche Erfüllungswesen vollzieht - in der Regel erbtechnisch bedingt. Über Begabungen verfügen und diese umsetzen, sind eben auch zwei verschiedene Gegebenheiten und alles hängt mit den personellen Umständen zusammen.

Im Bezug der Musik, treffe ich jedoch auf einen spezifischen Sachverhalt, welcher sich hingegen regelrecht als kulturelle Abstrusität, gegenüber dem künstlerischen Schaffenswerken erweist. Im Zuge meiner Aufbereitung einer Dokumentation über die Musikgruppe SPLASH aus den 90er, stellte sich dabei heraus, daß es bezüglich dem 'Urheberschaftswerke(l)n' einen gravierenden Bug gibt, welcher sich wie folgt darlegt.

Man hatte einst staatsrechtlich das neue Urheberrecht etabliert. Gegenüber dem vormaligen Spezifikationswesen, bezieht es sich darin wortwörtlich auf "Werke der Musik". Wie sich dem gegenüber darlegt, bezieht man sich in seiner interpretierenden Anwendung 'stattdessen einzig darauf'(!), was durch die GEMA vorgegeben ist, welche jedoch einzig Komponisten und Textdichter 'nach wie vor' als Mitglieder handhabt. Ist noch eine Sache, jedoch basiert deren Urheberschaftswerk darüber hinaus, nicht (mehr!) auf Musiknoten und Gesangstext, sondern dies erfolgt über die Tonträgerveröffentlichung und somit über das (Schaffenswerk-)Werk der Musiker und Sänger, welche jedoch selbst gar keine Möglichkeit erlangen können, ihr ureigenes Werken als Urheberschaft anerkannt zu bekommen.

  1. Als "Werke der Musik" werden einzig Musikkompositionen und Gesangstext anerkannt;
  2. der urheberrechtliche Nachweis, beruht auf den Werken der Musiker und Sänger;
  3. Musiker und Sänger sind keine musikschaffende Künstler!

Wie man dem nachfolgenden Wortlaut des UrhG in seinem Verbund entnehmen kann, so bezieht sich der Vollzug des Schutzrechts auf die 'physikalischen Werke', wohingegen wie sich darbietet, man den 2. Absatz herausisoliert und sich stattdessen darin auf 'das geistige Werk' bezieht, was sich hingegen auch als Handhabe der GEMA erweist!

§ 2 UrhG - Geschützte Werke
  1. Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere:
    1. Sprachwerke, wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme;
    2. Werke der Musik;
    3. pantomimische Werke einschließlich der Werke der Tanzkunst;
    4. Lichtbildwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Lichtbildwerke geschaffen werden;
    5. Filmwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Filmwerke geschaffen werden;
    6. Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, wie Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen.

Wie sich dem entsprechend darlegt, bezieht man sich somit tatsächlich gar nicht auf das UrhG, sondern auf die zusammengebastelte Richtlinie der GEMA! Doch ist die GEMA ein privates Unternehmen und für Musiker und Sänger einzig NICHT zuständig, wie diese selbst darlegen. Vielmehr hat sich/man gar keine Institution begründet, welche die Musiker und Sänger urheberrechtlich repräsentiert/vertritt, sondern sie wurden stattdessen in die Repräsentanz der Tonträgerhersteller, bezüglich der Leistungsschutzrechte eingebunden und werden aus diesen beiden Verhältnissen heraus, unabdingbar einzig als 'Interpreten' gehandhabt

Es gibt 3 (Grund-)Arten der anerkannten 'Musikwesen':
  1. Notenwerk (Komponist);
  2. das Gesangs-Textwerk (Lyriker)
  3. das Tonwerk, welches durch die Sänger und Musiker geschaffen wird.
Hingegen lautet die Definition von Musik: organisierte Schallerzeugnisse. Der Wortlaut des UrhG besagt entsprechend, daß einzig die Tonwerke urheberschaftliche Werke sind, gemäß dem es auch von der GEMA tatsächlich seine Anwendung erfährt. Doch wird 'dem gegenüber'darüber alles auf den Kopf gestellt. Vielmehr erweist es sich derart, daß man 'allgemeingültig' einzig im Alten verharrt, worin einzig die Komponisten und Texter Urheber waren!

Es ist eine Sache, insofern Musikwerke die Handhabe sind, welche auf dem von Schriftwerken beruhen und darüber Komponisten und Texter entsprechend die Urheberschaft 'begründen', jedoch wie man dem entnehmen kann, wird doch darüber, generell das Tonwerk von Musik und des Gesang darüber, in seinem Grundsatz außen vor gestellt - diesem abgesprochen, ein Kunstschaffenswerken überhaupt zu repräsentieren.

Für Autodidakte eine absolute Pervertierung, wie auch für Diejenigen, welche ihre ureigene kreative Schaffenskraft in das koordinierte Werken einbringen! Hingegen erweist sich auf die Anwendung gänzlich als ein Abstrusum.

Derart es sich mustergültig über meine Dokumentation darlegt, wurden vor allem in jener Zeit, reihenweise Musiker Sänger 'über den Tisch gezogen'. Herausragend ist dem gegenüber des weiteren, daß sie überhaupt noch nicht einmal Bestandteil der Produktionsauszeichnung der Tonträger sind. Wer sich dies einem vor Augen führen will, sollte einmal den Versuch unternehmen, die Musiker und Sänger von SPLASH bei Discogs (https://www.discogs.com/de/artist/63010) zu dokumentieren (wie überhaupt für eine Band). Es ist nämlich völlig unmöglich, denn wie man dort unmißverständlich erfährt, sind die 'Schallerzeugnisse' selbst überhaupt nicht Bestandteil formeller Ermessung, sondern einzig, was schriftechnisch dokumentiert ist. Stellt man dies dem Sachverhalt gegenüber, daß ein Schriftwerk der Urheber gar nicht Bestandteil der Ermessung ist, dann stellt sich das, als der blanke Wahnsinn, dem man hierin begegnet.

Zu meiner musikalischen Selbsterfahrung:
Mit 6 Jahren wollte ich eine Gitarre haben, um Rockmusiker zu werden, stattdessen bekam ich mit 8 Jahren ein Akkordeon und 8 Jahre Musikunterricht und spielte auch in einem Orchester und dirigierte auch eines. Mit 16 Jahren spielte ich dann einmal mit einem Autodidakten, welcher keine Noten kannte und danach packte ich das Akkordeon ein und nie wieder aus.


Musiknoten und Musik, sowie Textwerk und Gesang, sind zwei völllig verschiedene Welten (Substanzwesen!). Zumal konstruiert auch ein Komponist, seine Komposition nicht auf der Grundlage von Noten, sondern basiert auf der vorausgehenden Melodie. Das man hingegen einzig die 'Schriftwerke' als Urheberschaftswerke handhabt, ist hierin eine Sache, jedoch daß sie noch nicht einmal darin existieren und man es stattdessen, einzig über das Werk anderer darin vollzieht, hingegen ein wahrer Hammer!

 
Herzlichen Gruß auch von mir, an dich und die Gruppe.
Ich arbeite tatsächlich noch daran, DAS auch einfach dargestellt zu bekommen, nur ist hierin tatsächlich alles verdreht, sodaß ich zunächst einmal eine Darstellung der Faktenlage aufbringe, mit Kommentar und dann über den Dialog auf die Details eingehe, um zu erklären.

Mal ein Versuch, dies auf den Punkt zu bringen und greife hierzu einem den Kern der Sache heraus: laut der vollziehenden Handhabe, sind Musiker und Sänger keine 'Kunstschaffenden', sondern einzig Interpreten.

Da sagt aber das 'neue' Urheberrecht, gemäß seiner wortwörtlichen Forumlierung etwas ganz anderes, denn laut dem, erfahren darüber einzig (musikalische) Tonwerke einen urheberrechtlichen Schutz.

Somit ist dies doch das Werk der Musiker und Sänger.

Bei der GEMA sind hingegen auch einzig 'deren Werk' (nämlich die Tonträger) der dokumentierende Beleg, dem gegenüber gar keine Musiknoten und Texte, überhaupt noch Inhalt sind in der formellen Ermessung.
 
Der/Die Komponisten & der/die Texter sind die, die rechtlich geschützt werden, weil die die UrheberRechte haben & deshalb kassieren die auch die Kohle dafür!
Darum geht's doch, oder nicht?
 
Hat das jetzt hier Nachteile für uns im Forum?
Dürfen wir fortfahren wie immer oder gibt es etwas zu beachten damit wir uns nicht strafbar machen?
Urheberrechte hört sich gefährlich an?!
MfG
 
Das läßt sich nicht so auf 'einen Punkt' bringen und das Meinige besteht auch erst einmal darin, 'die Situation' darzustellen. Ich habe im Verlaufe nichts antreffen können, worin dies überhaupt Sachstand der Inbetrachtziehung ist.Als des Wesens Kern erweist sich, daß man einfach darüber hinweggeschritten ist, was sich über das neue UrhG etablierte, was hingegen eindeutig auch damit zusammenhängt, daß hierin keine Institution sich/man etablierte. Konkret hat man darüber ein gewohnheitsrechtliches Verfahren etabliert und DAS erweist sich darüber als rechtlich nicht korrekt.
 
Hallo
Herzlich willkommen im Forum. Sicherlich ist dein erster Post eine harte Nuss, die die komplizierte Krux einer Bewertung hinsichtlich Werk und Künstler ausfügrlich darstellt. Was das für uns im Forum, an dem du hoffentlich aktiv teilhaben wirst, bedeutet? Nichts! Wir bewegen uns in keiner Grauzone.Wer seine Musik auf welcher Plattform auch immer einstellt, gibt uns quasi die Legitimation die entsprechend hier einzubinden.
 
Hallo Jörg! Ein interessantes Thema, welches hier im Forum immer mal wieder "aufblinkt" wenn unser Musikfreund Toni aus der Schweiz Musikfilme uns zeigen will, die GEMA uns aber darauf hinweist, dass dieser Film in Deutschland nicht angesehen werden darf. Darüber hinaus, klagen die Musikveranstalter über die hohen Abgaben, die sie an die GEMA abführen müssen (es war mir bisher nicht bekannt, dass es sich um ein privatwirtschaftliches Unternehmen handelt)
Deine Musikgruppe "Splash" ist mir jetzt nicht bekannt, aber anscheinend hat es etwas mit der Musikerin Aimee McCoy zu tun, die da bei Discogs gestrichen ist und somit keine Urheberrechte mehr besitzt?
Zu deinem Thema Ver-Wertungswesen fallen mir spontan nur zwei Fälle aus England ein:
Robert John Godfrey, der jahrelang mit seiner alten Band Barcley James Harvest prozessiert hatte, wem gehören die Rechte am Welthit "Mocking Bird" Er hat den Prozeß verloren.
Francis Voignier, der zufällig im Internet erfahren hatte, dass es von seiner alten Band Second Sign eine CD gibt:

"A few years ago, I came across a strange internet find: a CD of my old London band Second Sign, complete with a booklet of the band’s story. I recognized the music since I wrote some of the tunes and the story cross-referenced with actual facts, but it totally escapes me as to why the songs which in my opinion were of questionable quality, would end up being released on a CD by UK Archives without my knowledge or that of some other members of the band. The truth is that Second Sign saw more than its share of members. From the endless list of drummers, bass players and lead singers, any could have seen fit to release an album that technically did not belong to them. I formed the band with South African composer and rhythm guitarist Andy Dunlop, a good friend of songwriter and producer Terry Dempsey (David Cassidy’s “Daydreamer”). Actually, and to digress a bit, Andy and Terry co-wrote a song that we recorded at Terry’s Surrey Sound studios in Leatherhead, where at the time the Police were tracking their first record. I remember standing in front of Stuart Copeland’s drum set and wondering if our current drummer could ever play something like that… I’m not saying that Dave (our drummer) was not good, but Stu was better and nicer (I incidentally re-met with Stuart again years later in San Francisco.) Just before I left England for the States, Andy as it turned out, bought a boat that he was going to sail back to South Africa, but bad planning and unexpected weather had it that he did not even reach the mouth of the Thames before he ended up beached and homeless. But knowing Andy, he was going to be fine.
I probably will never know who put the CD out, and honestly, I don’t care even in the face of copyright infringements and the lack of credits on some tracks. It is not such a great record, and it is definitely not worth fighting for. But still, somebody found it worthy enough for release…"


 
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Steht in deren Impressum: "Die GEMA hat die Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins nach § 22 des Bürgerlichen Gesetzbuches." Ist jedoch irgendwie mit dem Patentamt verstrickt - wie konkret, damit habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt.

Der Punkt ist hingegen, daß Musiker und Sänger, für die Musik und Gesang, überhaupt 'keinerlei' Urheberrechte erlangen. Sie müssen hierzu ihr Werken bei der GEMA, für die Komposition und Textlyrik deklarieren. Das heißt für Autodidakte, daß sie so tun müssen, als ob. Wohingegen die Markantz eben darin besteht, daß doch im Urheberrecht vorgegeben ist, daß die Musik das schützende Werk ist!

Vom groben Westfalen kommt ein leicht irritierender Input, daß ich hier wohl falsch sei, doch gilt es mir hervorzuheben, daß die Situation doch so ist, daß der Bezug der 'Musiknutzer' Musik und Gesang sind. Inwiefern kennt man überhaupt die Gegebenheiten, ist es mir hierzu einmal konkreter in Erfahrung zu bringen. Und ich denke sehr wohl, daß man daran interessiert ist, inwiefern da das Geld, welches man ausgibt, auch dort ankommt, derart man die Dinge bestellt.

Genau diesen Wahnsinn mußte ich eben auch über SPLASH erfahren. Da gibt's ein Musikduo und dann wird mir mitgeteilt, daß es da gar keine Sänger gibt. Wahrlich nicht lustig, derart darauf zu stoßen, daß einzig der Marcus als Textlyriker angegeben ist und Aimee als Ehemalige und es Gesang gibt und gar keine Sänger.

Wie gesagt, speziell in der Popmusik war dies einst reglrecht Standard, daß die Musiker/Sänger als 'Studiomusiker' abgefertigt wurden, mit deren Gesicht, Musik und Gesang, jedoch noch heute Geld abgeschöpft wird. SPLASH ist bei Youtube gegenwärtig auf Platz 30 für das Jahr 1990.
 
Ich verstehe hier garnichts mehr...!
Musik ist das Beste- darum bin ich hier.
Was ich hier lesen darf übersteigt meinen Intellekt. Ich verstehe das nicht.
Ein Forum für Anwälte wäre bestimmt nützlicher. Das ist mir hier alles Suspekt und ich werde mich dafür nicht entschuldigen, eher entfernen!
MfG
 
Ich verstehe hier garnichts mehr...!
Musik ist das Beste- darum bin ich hier.
Was ich hier lesen darf übersteigt meinen Intellekt. Ich verstehe das nicht.
Ein Forum für Anwälte wäre bestimmt nützlicher. Das ist mir hier alles Suspekt und ich werde mich dafür nicht entschuldigen, eher entfernen!
MfG
Ist sicherlich ein schwieriges Thema. Da muss man etwas genauer lesen! Für jemanden wie mich, der im Radsportmanagement tätig ist, hat nach dem Lesen auch die Denkmurmel geraucht. Aber interessant ist dieser Einblick schon.
 
Gute Frage Bobby. Mir geht es darum 'aufzuklären', darin besteht meine generelle Bewandtnis, nach all den Jahren meiner persönlichen Ergründungen. Hierzu schaffe ich Veröffentlichungen, worüber ich dies zur Darstellung bringe.
Ich muß sagen, mir wäre es jetzt auch lieber gewesen, ich könnte dies in einem Forum für 'Rockmusiker' aufbringen, aber ich denke, DAS gibt es nicht. Hingegen ist eben auch 'die Anwenderseite' hierin wesentlich, denn gerade darüber wird doch das ganze 'finanziert'. Wenn ich bedenke, welche Vorstellungen über die Sache im Umlauf ist und keine davon enthält, was ich darüber aufbringe, so ist dies hingegen auch ein Rattenschwanz ohne Ende. Irgendwo muß man halt auch beginnen. Ich hatte zuvor 2 Musikforen, worin ich es umsetzte und auch darin hatte man zunächst überhaupt nichts kapiert, doch ist es mir dort gelungen, daß man im Verlaufe verstanden hat, was ich aufbringe. Das mit der Internetseite funktioniert eben für sich nicht. Hierzu muß ich da noch etwas 'nachhelfen'.
 
Ja, OK. Wenn wir denn mal gezwungenermassen bei einem unserer Auftritte unverhofft und unerwartet einen GEMA-Bogen ausfüllen mussten war ich dann der "Musikalische-Leiter " unserer "Tanzkapelle".

Unsere eigenen Kompositionen habe ich nicht angegeben, da wir ja nicht GEMA Mitglied waren.

Unsere Coverversionen habe ich mit "Broccoli am Pille-man" und " Bleeeaurgh", "Son of Bleeeaurgh" und "Doughter of Bleeearugh" angegeben. Oder so ähnlich, was halt passte. Wie das halt jeder Musiker mit Anstand gemacht hat, damit die GEMA was zu tun hat.

Ansonsten hatte ich immer die Idee, mir den Kammerton #fis zu sichern, weil ich den Song von der Band Nuclear Assault mit dem gleichem Titel so geil finde. (Kein hingerotztes you-tube Video hier.) Evtl. ist mir der Threatstarter dabei hilflfreich?
 
Lediglich Kompositionen und Songtexte sind nach den Richtlinien der GEMA urheberrechtlich geschützt, die Leistungen der einzelnen Musiker nicht, so die Aussage von Jörg Lenau
Zum Beispiel wäre demnach eine instrumentale Jam-Session auf einem Tonträger, zwar ein unorganisiertes Schallerzeugnis aber ohne Komposition und Lyrik und somit völlig "rechtlos"?
Das wäre die Grauzone.
 
Hallo Flossensauger,
da kommen wir dann doch einmal in die 'feinen Details'. Hast Du einmal überprüft, was es 'damit' eigentlich auf sich hat? Bei dem Verfahren dreht es sich darum, daß jegliche öffentliche musikalische Aufführung, der expliziten Dokumentation bei der GEMA erfordert (gilt auch für DJ's, etc.). Hierin dreht es sich darum, daß die GEMA ja für jeglichen Song, worin ihre Mitglieder vertreten sind, Tantiemen kassiert - und vertretungsweise vollzieht sie dies auch für die GVL. Und in dem Fall dreht es sich hingegen 'auch' darum, zu belegen, inwiefern ein Song nicht von diesen ist - DAS hast Du darin übergangen ;).
 
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Mir gilt es noch einmal hervorzuheben, daß gemäß des Musters der Jam-Session, diese nicht rechtlos ist, sondern daß man darin auf sich selbst gestellt ist, sich die Urheberrechte zu sichern. Ich verweise hierzu einmal auf die Parallelen. Ein Lichtbild erfährt dem gegenüber von Grund auf seinen Schutz. Da braucht man noch nicht einmal darauf zu schreiben, daß man den Schutz deklariert/einfordert, sondern ist durch die offizielle Veröffentlichung als solche gegeben. Hingegen kann man nicht an die Tantiemen und die Rechte gelangen, die einzig für Komponisten und Texter gilt.
 
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Ok, wenn das Tonwerk urheberrechtlich geschützt würde, könnte etwa, bei einem Einspruch einer Musikerin/eines Musikers, das Stück nicht aufgeführt werden.
Andererseits würden die Tantiemen, bei einer Aufführung, an alle Musiker/Musikerinnen verteilt werden und dieser "wirtschaftliche Verein" GEMA bekämme auch noch was ab.
Na..ja, ich sehe das Problem jetzt nicht so sehr bei der Auslegung des Urheberrechts bei der GEMA, die will es sich einfach machen, indem sie mindestens einen höchstens zwei AnsprechpartnerIn hat; die Kapellen an sich, müssten mit ihren Mitgliedern klare Verträge bezüglich Urheberrecht und Tantiemen abschließen, so dass es jeder/jede MusikerIn gerecht wird.
 
DAS ist die andere Seite der Medaille. Geschützt wird es doch 'angeblich' einzig über die GEMA. Und zwar ist sie formell einzig 'Rechtevertreter', jedoch handelt diese als Rechteinhaber! Man selbst hat hierin gar nichts mehr in der Hand und kann darüber gerade überhaupt nicht kontrollieren, derart es seinen Vollzug erlangt.
 
DAS ist die andere Seite der Medaille. Geschützt wird es doch 'angeblich' einzig über die GEMA. Und zwar ist sie formell einzig 'Rechtevertreter', jedoch handelt diese als Rechteinhaber! Man selbst hat hierin gar nichts mehr in der Hand und kann darüber gerade überhaupt nicht kontrollieren, derart es seinen Vollzug erlangt.
Als Komponist, Texter, Arrangeur und Produzent meiner eigenen Musik seit nunmehr fast 40 Jahren ist anzumerken, dass bei der Anmeldung eines Musikstücks bei der GEMA (welche Voraussetzung dafür ist, dass ein Platten-Presswerk Dein Werk überhaupt presst!) ausser der Komposition und des Songtextes auch der ausführende Produzent und der Arrangeuer angegeben wird. Ausserdem - und das ist entscheidend - wird auch der Rechteinhaber und Publizist des Werks (sog. Verlags- und Vertriebsrecht) angegeben. Die GEMA nimmt nach der ordnungsgemässen Registrierung des Werks eine Art treuhänderische Funktion wahr. So soll die GEMA beispielsweise die Rechte des Urhebers wahrnehmen, was - wie ich es in all den Jahren immer wieder erlebt habe - nicht funktioniert. Da wird seitens Urheberrechts-Verletzer (unerlaubte Aufführungen, unbewilligte Kopien, resp. Verbreitung, Verletzungen des Verlagsrechts) dermassen getäuscht, getrickst, gemauschelt und betrogen, dass sich die Balken biegen. Kleines Beispiel: Einer meiner geschützten und registrierten Songs, bei welchem ich über das alleinige Verlags- und Verbreitungsrecht verfüge, wird von einem anderen Künstler gecovert und auf Platte veröffenlicht. Zur Wahrung meiner Interessen als Urheber des Musikstücks beauftrage ich die GEMA, dies zu verfolgen. Die endgültige Antwort nach über drei Jahren ist ernüchternd: Die angebliche "Platte" wurde als "Muster, das nicht in den offiziellen Handel gelangt" gepresst und veröffentlicht, in einer Auflage, die so klein ist, dass dies ohnehin keine Tantiemen oder Entschädigungen zur Folge gehabt hätte (Verwaltungsaufwand grösser als der Ertrag oder was ??). Als Urheber des entsprechenden Musikstücks habe ich keinerlei Möglichkeit, diese Umstände nachzuvollziehen oder einen Beleg dafür zu erhalten, ob das wirklich stimmt. Inzwischen kann man meine Musikwerke auch über diverse Kanäle, die eigentlich alle samt und sonders verboten sind, illegal downloaden. Jetzt geh als Rechteinhaber mal hin, und schreib diese Plattformen - so Du denn überhaupt irgendwo einen direkten Kontakt ausfindig machen kannst - an und drohe mit rechtlichen Konsequenzen. Die lachen Dich aus und antworten gar nicht erst. Wohlweislich, weil Du ihrer nicht habhaft werden kannst und wir in einem so tollen Rechtsstaat leben, in welchem der Geschädigte immer erst den dicken Geldbeutel öffnen muss, um solche Diebe geistigen Eigentums belangen zu können, resp. zu verklagen (auf zivilrechtlichem oder gerichtlichem Weg). Urheberrechtsschutz ist ein einziger riesiger Witz, der in meinem Falle auch letztlich dazu mit beitrug, dass ich mich vom aktiven Musikschaffen verabschiedet habe.
 
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