Chanson (...pour les amoureux)

Marifloyd

Inventar
Ein schöner neuer Thread über den ich mich freue. Ich höre gerne Chanson, obwohl ich nicht der französischen Sprache mächtig bin. Chansons sprechen aber das Gefühl besonders an. Und die Texte, die ja sehr wichtig sind, kann ich mir bei bedarf übersetzen lassen. Meine erste Berührung zu dieser Art von Musik erhielt ich im Jugendalter von einem wesentlich älteren Genossen. Er spielte mir Gejrges Moustaki vor. Eine französische Freundin machte mich mit Jacques Brel bekannt. Meine Frau hört gerne Julian Clerc. Beginnen möchte ich aber mit Georges Moustaki. Ich habe sogar mal ein Konzert von ihm besucht...


Moustaki wurde als Sohn des romaniotisch jüdisch-griechischen Buchhändlers Nissim Mustacchi und dessen Frau Sara in Alexandria, Ägypten, geboren. Die Sprache in seiner Familie war allerdings nicht Griechisch, sondern Italienisch. Im kosmopolitischen Klima Alexandrias lernte er neben seiner Muttersprache Italienisch außerdem Arabisch, Französisch und Englisch. Aufgrund der Affinität seiner Eltern zur französischen Kultur besuchte Moustaki das Lycée français der Stadt, wo er ersten Kontakt zum französischen Chanson bekam. Auch die Konzertbesuche mit seinen Eltern hinterließen einen bleibenden Eindruck bei ihm. Nach Beendigung der Schule ging er 1951 nach Paris. In dieser Zeit begann er erste Chansons zu schreiben. Er begegnete Georges Brassens, dessen Ermutigung ausschlaggebend war, sich für eine Karriere als Musiker zu entscheiden. Als Hommage an Brassens wählte Moustaki den Vornamen Georges für sein Pseudonym. 1958 lernte er Édith Piaf, ein weiteres Idol seiner Jugend, kennen und begann mit der 18 Jahre älteren Frau eine kurze Liebesaffäre. Für sie textete er das erfolgreiche Chanson Milord zur Musik von Marguerite Monnot.


Meine Freiheit
Meine Freiheit, lange habe ich dich aufbewahrt. wie eine seltene Perle

Meine Freiheit, du bist diejenige die mir dabei half, den Anker zu lichten,
um irgendwohin zu gehen, bis zum Ende
der Wege des Glücks, um träumend zu pflücken
eine Windrose aus einem Mondstrahl

Meine Freiheit, deinem Willen war meine Seele unterworfen

Meine Freiheit, ich hatte dir alles gegeben, mein letztes Hemd
Und wie sehr ich leiden musste, um zu erfüllen
alle deine Forderungen. Ich habe mein Land verlassen,
meine Freunde verloren, um dein Vertrauen zu gewinnen

Meine Freiheit, du hast alle meine Gewohnheiten entwaffnen können
 

Andie Arbeit

Aktives Mitglied
Brassens.jpg Barbara.jpg Mantand.jpg
Inspiriert durch diesen Thread holte ich gestern mal meine LP "Edition la chanson - Barbara" aus dem Regal und stellte fest, dass dies Scheibe, bislang selten gehört, richtig gute Musik zu bieten hat. Prompt wurde ich heute auf einem Flohmarkt fündig und konnte gleich zwei weitere Folgen mit nachhause nehmen. Gut, Georges Brassens ist für mich und mit Sicherheit auch für einige andere kein Unbekannter. Zumindest sind mir einige Lieder durch Interpretationen von Walter Mossmann und Franz Josef Degenhardt vertraut und bekannt. Mit Yves Montand hätte ich mich nie beschäftigt. Französische Musik fristet bislang bei mir ein Schattendasein.
Dieser Thread hat mich nun dazu inspiriert, diese Serie, erschienen bei Philips (in ausgezeichneter Qualität) nach und nach zu komplettieren.
 

Marifloyd

Inventar
Jacques Brel mit Amsterdam. Ein Song, der mich seit zig Jahren begleitet und mich immer wieder in seinen Bann zieht...


Amsterdam

Deine Kais, Amsterdam
Hör'n den Seemann, der singt
Von dem Traum, der ihm bringt
Die große Welt, Amsterdam
Deinen Kais, Amsterdam
Ist der Seemann nicht fremd
Der das Feuer schon kennt
Das vom Hafen ihn trennt
Deine Kais, Amsterdam
Seh'n Matrosen krepier'n
Voll von Bier und Tamtam
Wenn den Morgen sie spür'n
Deine Kais, Amsterdam
Seh'n Matrosengeburt
In den Nächten erhurt
Die die See ihnen nahm

Deine Kais, Amsterdam
Seh'n Matrosen beim Fraß
Und das Tischtuch wird nass
Von dem Fisch, der grad kam
Und man zeigt sein Gebiss
Das fraß manches hinein
Und der Mond strahlt allein
Nur auf Wanten und Spliss
Und der Kabeljau spürt
In der Pfanne noch Pein
Denn die Hand taucht hinein
Fordert mehr, ungerührt
Und dann steht einer auf
Furzt mit Donnergetön
Schließt den Hosenlatz schön
Und geht rülpsend hinaus
 

Marifloyd

Inventar
Charles Trenet mit La Mer darf hier nicht fehlen..




Das Meer
sieh nur es tanzt in Buchten so klar
wie Silber glitzernd im Licht
Das Meer
spiegelt, dann sich verändert
im Regen

Das Meer
den Himmel im Sommer mischt es
mit weißem Schaum
von Engeln so rein
das Meer,
behütet sein Blau
schon seit ewig

Und seht
dort am Kanal
das Schilf so hoch und weit
Und seht
Vögel so weiß
und Häuserfarben
schon bleich

Das Meer
wie es sich wiegt
entlang an Stränden so hell
und von der Liebe erzählt es ein Lied
das Meer
berührte mein Herz
für das Leben
 

Marifloyd

Inventar
Zaz mit Je Veux


Gebt mir eine Suite im Ritz, die will ich nicht!
Schmuck von Chanel, den will ich nicht!
Schenkt mir eine Limousine, was soll ich damit?
Gebt mir Personal, was soll ich damit?
Eine Villa in Neuchatel, das ist nichts für mich.
Schenkt mir den Eiffelturm, was soll ich damit?



Ich will Liebe, Freude, gute Laune
euer Geld ist nicht das, das mich glücklich machen wird,
ich will mit der Hand auf dem Herzen sterben!
Lasst uns zusammen meine Freiheit entdecken,
vergesst also all eure Vorurteile,
willkommen in meiner Realität!

Ich habe genug von eurem guten Benehmen, das ist zuviel für mich!
Ich esse mit den Händen, so bin ich!
Ich rede laut und bin direkt, tut mir leid!
Schluss mit der Heuchelei, sonst hau ich ab!
Ich habe genug von der ganzen hohlen Phrasendrescherei!
seht her, ich trage es euch jedenfalls nicht nach
so bin ich eben!
 

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