Blue and Lonesome

BluesKlaus

Neues Mitglied
Guten Morgen.

Mit dieser CD haben sich die Stones deutlich bekannt. Jim Keltner und Eric Clapton waren auch dabei.
Weltenbummler Mick Jagger zeigt sich hier in Bestform. Seine Harmonica und Gesang waren selten besser.

Die Rolling Stones sind ein Monsterunternehmen mit Blueswurzeln. Und auch diese Platte ist mehr oder weniger unpolitisch.
Ist das so? Ich glaube nicht. Die reine Interpretation von schwarzen Bluesmusikern ist ganz gut gelungen. Vermutlich eine Satement für die schwarze Hautfarbe?
 

Catabolic

Aktives Mitglied
Naja, ich hab die "Blue And Lonesome" ja auch. Die Box fristet seit langem ein unbeachtetes Dasein auf meinem CD-Regal, hab ich mir schon ewig nicht mehr angehört und sie wird auch irgendwann mal mitgenommen auf den Flohmarkt, denn bei Ebay kriegst diesen Totlangweiler nicht mal für 5 Euro weg. Ich hätte es eigentlich wissen müssen, als sie rauskam. Keine Stones Platte unterhält mich heutzutags mehr länger als 5 Minuten, wenn sie NACH 1974 erschienen ist. Für ein 'echtes' Bluesalbum reicht mir sowas keinesfalls aus, denn sie ist weder originell, noch irgendwie nachhaltig.
 

Warren

Aktives Mitglied
Da ich ja etwas auf der Blues Seite unterwegs bin fand ich die Musik
zum Anfang ganz nicht so schlecht, aber kein Mensch (außer die Stones)
wissen warum das Album so schlecht aufgenommen wurde das es kein Spaß
mach die Musik sich anzuhören :( .
 

Catabolic

Aktives Mitglied
Da ich ja etwas auf der Blues Seite unterwegs bin fand ich die Musik
zum Anfang ganz nicht so schlecht, aber kein Mensch (außer die Stones)
wissen warum das Album so schlecht aufgenommen wurde das es kein Spaß
mach die Musik sich anzuhören :( .
Das Album ist vielleicht ursprünglich gar nicht schlecht aufgenommen worden, es sollte ja bestimmt möglichst authentisch klingen. Das Endprodukt aber war ein weiterer schöner Beweis dafür, dass heutige digitale Studiospielerei mit vintage Plug In's und Filter nix taugt, schon gar nicht, wenn der Tontechniker nicht weiss, wie man sie einsetzt. Was nützt der beste Vintage Effekt, wenn du am Ende das Ganze durch den Kompressor jagst und Dir zu den höchsten Peak Limits einen abwichst ? Spielt aber eh keine Rolle, denn kaum ein Hörer weiss heute noch, WIE ein Bluesalbum zu klingen hat. Es ist aber auch zu wenig nachhaltiges Songmaterial und die Coverversionen klingen sowohl in ihren jeweiligen Originalen um Längen besser und auch haben die Stones sie vor 50 Jahren deutlich lebendiger gespielt. Ist einfach eine ziemlich lieblose Krachorgie. Den Tontechniker sollte man mit mindestens 50 Chess Records-Hörstunden bestrafen.
 

Marifloyd

Inventar
Habe mir das Album gerade mal wieder vorgeknöpft. Dieses Album ist absolut nicht mein Lieblingswerk in Sachen Blues bei den Stones. Schlecht ist es aber nicht. Klanglich gibt es eindeutig besseres. Ich höre sehr, sehr gerne Blues und halte mich in unserem Blues Thread sehr gerne auf. Da gibt es meiner Meinung nach viel zu entdecken.


 

Warren

Aktives Mitglied
Das Album ist bestimmt mal gut aufgenommen wurden, aber ich vermutet mal das
die Stones das so wollten, dass das Album sich anhört wie die Musik aus den
Anfang der 60iger. Die Rolling Stones haben bestimmt genau Geld um auch einen
guten Tontechniker zu bezahlen und deshalb sehe das als so gewünscht an.
 

BluesKlaus

Neues Mitglied
So war das nicht gemeint. In einem Interview von Jagger war deutlich zu hören, dass es hier um eine Huldigung der scharzen Musik geht. Technik und Studiomechanik interessiert mich nicht. Da bin ich bei Genesis (bis 1974) besser unterwegs. Vielleicht sogar bis 1978.

Nach meinem Dafürhalten profitiert die Musikwelt bis heute von schwarzer Musik.
Das trifft auch auf Madonna und Michael Jackson zu. Für Jackson und Madonna habe ich nie einen Cent ausgegeben. Oder doch? Mit meinen Rundfunk- und Fernsehgebühren bin ich mir da nicht so sicher. Also muss ich eingestehen, dass eine künstleriche Wertschätzung überaus subjektiv ist.
 

Warren

Aktives Mitglied
Da die “Rolling Stones“ nicht meine bevorzugte Band ist und ich wie oben
schon geschrieben habe sind die Blues Song von dem Album ganz gut aber,
aber mehr nicht, denn der Sound ist auf meiner Anlage einfach zu schlecht.
Ich habe noch ein wenig darüber nachgedacht und die werde mal ein
Freund besuchen und der hat die Boxen die bestimmt beim Mastering
auch benutzt wurden und mal hören wie das sich da anhört.

Stimmt durch die Rundfunk- und Fernsehgebühren werden schon eine
Menge unterstützt die mich nicht interessieren:(.
 

BluesKlaus

Neues Mitglied
Die Stones sind schon ganz gut. Sie konnten ab 1966 (After Math) bis 1972 (Exile on Mainstreet) den Musikbetrieb einigermaßen beherrschen. Mit Black and Blue sind die Stones recht merkwürdig geworden. Aber unveränerdert gut. Charlie Watts zeigt insbesondere sein großes Können auf dieser LP. Black and Blue ist eine Charlie Watts Geschichte.

Das ungeheure Talent der Stones konnte die 1980iger Jahre nur schwerlich überleben. "Stat me Up" ist noch gelungen. Aber mal ehrlich, mit Havanna Moon wurde eine Zeitreise unternommen, eine Reise in eine Welt der Zeitlosigkeit. Eine Reise die schon Bob Dylan, Neil Young und auch und vorallemJoni Mitchell einleitete.
Donald Trump lässt vermissen, dass seine amerikanische Geschichte auch auf dem Rücken von afrikanischen Sklaven zur Blüte kam. John Lee Hooker, Doors und andere lassen das nicht nur unendlich vermuten, sondern haben bis heute eine einzigartie Geschichte hinterlassen. Kunst. Zeitlos.
 

Andie Arbeit

Aktives Mitglied
Blue and Lonesome, so die Überschrift dieses Thread, den @BluesKlaus eröffnete; mir gab das Stones-Album ebenfalls wenig. Mein Verhältnis zu den Stones ist sehr ambivalent und eigentlich geprägt von "Sticky fingers" und dem Live-Auftritt "Checkerboard Lounge" mit Muddy Waters.
Blue and Lonesome war für mich ein Anlass die Trilogie "Lonesome and Blue" zu kaufen.
Volume 1 erschien unter dem Titel: "Original versions of songs coverd bei The Rolling Stones", eine höchst interessant CD, weil hier der Vergleich zwischen Original und "Fälschung" wunderbar vorgenommen werden kann.
Volume 2 erschien unter dem Titel "Under the covers" und der dritte Teil fand unter dem Untertitel "Confessin´ the Blues" den Weg in die Verkaufsregale.
Die Trilogie gibt einen schönen ersten Einblick in den Blues. Leider verpasste ich es "damals" mir die Teile als LP zu kaufen, habe also nur die CDs.
Lonesome and Blues "Confessin´ the Blues" führt unmittelbar zum 2018 erschienenen Sampler "Confessin´ the Blues". Auf zwei CDs (zum mittlerweile niedrigen Preis) gibt es 42 Songs, die einen tollen Querschnitt durch den Blues bieten.
Und wer da noch immer nicht genug hat, holt sich noch die CD "Brian Jones: Rollin´ the Stones". Auf nochmals drei CD gibt´s über 80 Songs quer durch den Blues. Hier ist auch manches Schmankerl dabei. Mir persönlich haben es die Gitarren-Stücke von Django Reinhardt angetan.
Insgesamt stochern wir mit diesen CDs stark in den Anfängen der Stones herum.
...
So und dann ist da auch noch das "American Blues Festival" von Lippman und Rau Anfang der 60s nach Europa geholt. Interessante Interpreten wurden präsentiert. Die Rolling Stones waren bei den Konzerten in Großbritannien Dauergast. Für mich ist klar, dass dies natürlich zur musikalischen Sozialisation der Stones beigetragen und irgendwie Einfluss auf ihr musikalisches Wirken genommen hat.

Apropos von den "American Blues Festivals" gibt es einige gute CD-Aufzeichnungen in richtig guter Qualität (gerade habe ich Sunnyland Slim und Willie Dixon auf den Ohren). Auf Flohmärkten finde ich immer mal wieder in Kisten die LPs dazu (Augen auf).
Wenn wir jetzt weiter gehen, dann wurden die Stones in UK durch diese Festivals inspiriert und dann haben wir da auch die Jungs, die sich in der BRD inspirieren ließen und dann bin ich wieder bei einem meiner Lieblingsthemen: Blues in Deutschland.
Der Thread kann interessant werden, doch nicht vergessen, wir sind hier im Forum der eclipsed und da ist das musikalische Hauptaugenmerk halt ein andres...
 

Music is Live

Aktives Mitglied
ich glaube mich erinnern zu können, dass ich das Album zeitnah nach seinem Erscheinen für recht faire 12,99 erhalten habe, was mich zum mitnehmen veranlasste....
klar spielen sie Blues, doch für eine große Band wie die Stones hätte es mehr sein dürfen.....
ich hörte sie nicht oft, was auch an den vielen anderen neuen CD´s lag....
und wenn schon weißen Blues, dann von den Könnern, wie z.B. Gary Moore, Eric Clapton , Jonny Winter oder Steve Ray Vaughan....
oder die Bluesperlen von Led Zeppelin.... :)

allerdings las ich ähnliches Bericht von den Stones, indem sie sich mitteilten, dass sie dies Album als Ehrdarbietung ihrer Vergangenheit und dem Blues, ihre Wurzel, verstehen....
und sie hatten wohl auch viel Spass bei der Session.... also, passt es soweit als nettes Album.....

den wahren Blues haben sie nie erreicht.... !!!
musikalisch wie Livestyle....

Nach meinem Dafürhalten profitiert die Musikwelt bis heute von schwarzer Musik.
ist ist bestimmt für viele eine passende Aussage....
doch da wir hier im Progforum sind, stehen hier neben dem Blues auch andere Stile wie --> Jazz, Klassik und Folk gleichwertig, wenn nicht gar drüber....
nur Blues würde mir schnell langweilig werden....
auch wenn ich diesen immer wieder gerne höre und auch gerne mal Konzerte Besuche.....
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Höre ja gerade mit zunehmender Begeisterung die geballte Hit-Power der alten Stones. Sollte ich öfter tun. Leider fehlt auch auf dieser Zusammenstellung einer meiner Lieblinge 200 Light Years From Home.

edit: jetzt kommt gerade Angie - selbst das Ding kann ich noch sehr gut hören.
 

BluesKlaus

Neues Mitglied
Aber mal einen Moment.
"Sticky fingers" ist doch kein Stones-Album. Oder doch?
Mit Mick Taylor und der unglaublichen Entwicklung von Charlie Watts ist eine sehr wunderbare Zeitreise in eine eigene Stonesmusik gelungen. "Let it bleed" hat bereits gezeigt, worum es zukünfigt geht. Noch etwas früher, 1968 sind die Stones bereits politisch geworden. Vermutlich früher. Jedoch ohne jemals Bob Dylan nahe zu kommen.
 

moonmadness

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Music is Live

Aktives Mitglied
Hab ich was verpasst? Sticky Fingers ist für mich fast sogar als das einzig wirklich relevante Album der Band :p



Eric Clapton jetzt aber auch nicht so wirklich ... fand den immer grandios überbewertet bei allem nach Disraeli Gears.

Egal :)
da gebe ich dir weitesgehend recht, doch hat er in d. 90 ein cooles Bluesalbum rausgehauen....
--> From the Cradle
bei John Mayall war er auch gut...

die 70´s bis in die 80s war er ja der Marathonpulverheld schlechthin...
bis zu 10.000 engl. Pfund gab er dafür / Monat... (lt. eigener Aussage in seiner Bio)
und Marathonpulver passt eben nicht zum Blues....
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Hab ich was verpasst? Sticky Fingers ist für mich fast sogar als das einzig wirklich relevante Album der Band :p



Eric Clapton jetzt aber auch nicht so wirklich ... fand den immer grandios überbewertet bei allem nach Disraeli Gears.

Egal :)
Was soll man schon darauf antworten?
:p
Geschmacksache?
Ich stimme Dir in beiden Fällen nicht zu.
 

BluesKlaus

Neues Mitglied
Hallo Leute,
natürlich ist Sticky Fingers ein Stones-Klassiker. Let it Bleed auch.
Mit 1966 beginnen die Stones den Blues zu verändern. Das hält bis 1972, unter Umständen sogar bis 1976 an. Black and Blue ist merkwürdig aber interessant.

Anschließend gibt es die Disco-Stones. Wenngleich Some Girls nicht so schlecht ist. Das geht aber deutlich besser. Mit Start me up sind die Stones zurück. Danach kommt nichts mehr. Außer oder eigentlich Havanna Moon. Das Salz in der Suppe, die Stones in Bestform.
Um so mehr muss Blue And Lonesome beachtet werden. Der Ursprung der Stones.
Komme nicht daran vorbei, dass die Stones schwarze Musiker niemals ignoriert haben. Eigentlich eine Kulturrevolution.

Vielleicht zu überinterpretiert?
 

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