ANNIE TAYLOR - Sweet Mortality (2020)

Catabolic

Alter Hase
Annie Taylor.jpg

Annie Taylor - wahrscheinlich die singende Bassistin ? Nope, die heisst Gini Jungi - Annie Taylor ist der Name einer herzhaften Rock'n'Roll-Band aus Zürich, die vor ein paar Wochen ihr Debutalbum "Sweet Mortality" veröffentlicht hat, ein Party-Album, das mir seit Erscheinen grossen Spass macht.

Annie Taylor war eine amerikanische Lehrerin, die sich im Jahre 1901 in einem Holzfass die Niagara-Fälle hinunterstürzte - und überlebte. Am 24. Oktober 1901, ihrem 63. Geburtstag, wurde Annie Taylor von einem kleinen Boot auf eine Insel etwa eine Meile oberhalb der Niagara-Fälle gebracht. Nachdem sie sich in ihrem Fass eingerichtet hatte, wurde mit Hilfe einer Fahrradpumpe frische Luft in das Fass gepresst. Das Fass wurde mit einem Korken versiegelt. Damit es während der Reise vertikal ausgerichtet blieb, wurde die Unterseite mit einem Amboss beschwert. Um 16:05 Uhr wurde das Fass vom Boot gelöst. Es wurde sofort von der Strömung mitgerissen. Nach 18 Minuten erreichte das Fass die Horseshoe Falls auf der kanadischen Seite, wo es dann 53 Meter in die Tiefe stürzte. Nach einer Minute erschien das Fass intakt unterhalb des Wasserfalls. Es wurde durch die Stromschnellen weiter flussabwärts getrieben, bis es um 16:40 geborgen wurde. Annie Taylor konnte zur Überraschung der Augenzeugen das Fass aus eigener Kraft verlassen. Sie wurde nach eigenen Angaben bei der Passage der Horseshoe Falls ohnmächtig, war aber wieder bei Bewusstsein, als das Fass geöffnet wurde. Äusserlich war Annie Taylor nur am Hinterkopf verletzt, musste aber wegen eines schweren Schocks im Krankenhaus von Niagara Falls behandelt werden. Unmittelbar nach dem erfolgreichen Stunt gab Taylor erste Interviews. Sie dankte Gott dafür, dass sie diese Reise überlebt hatte, und warnte jeden davor, dieses Wagnis zu wiederholen (Quelle: Wikipedia).

Die Zürcher Rock'n'Roll Band, die sich Annie Taylor's wagemutige Tat zum Bandnamen genommen hat, besteht seit 2017. Sie veröffentlichte zwei Singles, "Partner in Crime" und "Wasted Youth", bevor sie sich auf eine Tournee durch Italien, Frankreich und die Schweiz begab. Die Band besteht aus der Sängerin und Gitarristin Gini Jungi, dem Bassisten Michael Mutter, dem Gitarristen Tobias Arn und dem Schlagzeuger Jan Winkler. Die Band umschreibt ihre Debut-LP selbst mit 'Grunge-Psychedelic-Rock', was es ganz gut trifft. Mir persönlich gefallen vor allem die schnellen, gradlinigen Rock'n'Roll Songs, die ein bisschen Punk-Attitüde haben, aber keinesfalls irgendwie lärmig oder nervend herüberkommen. "Sweet Mortality" ist eines der Highlights dieses Jahres für mich.


Hier ein kleines Promo-Konzert in der Schüür in Luzern. Ich finde auch ihre Bühnenpräsenz richtig schön unterhaltend. Die hier gespielten Songs sind ebenfalls auf dem Debutalbum zu finden.

 

Das aktuelle Magazin

Neueste Beiträge

Oben