An die Mitglieder

nixe

Inventar
Ich finde es interessant, dass immer wenige Texte reichen, um jede Menge Gefühle in Wallung zu bringen.
Einfacher wäre es hier für das - für die meisten bekannte - "Forenleben" , wenn weniger Texte als Angriff auf die eigene Person gewertet werden.
Wenn die Emotionen überhand nehmen, wird in absehbarer Zukunft wieder ein Gewitter durchziehen, und ob es diesmal nicht noch schlimmer wird als beim letzten mal, wage ich auch zu bezweifeln.
Also überlegt euch bitte wie Ihr Eure Texte eindeutig formuliert oder ob Ihr auf evtl. "aufwühlende" überhaupt reagieren müßt.
Ich möchte das Forum in einer angenehmen Art - ohne Streit - weiterhin nutzen können, und ich hoffe viele von Euch wollen das auch.
Also: Bitte Musik - egal welche - und Frieden! Bleibt gesund!:)
Die Gefühle spielen verrückt...
Es wird sich nicht immer vermeiden lassen, weil Einem nicht bewußt ist, das sich ein Anderer wieder dran hoch zieht!
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Ich mag "Music is live" (doppeldeutig gemeint :) ) Da fehlen leider auch seine, mit viel Herzblut geschriebenen Eindrücke seiner Live-Konzerte mit den tollen Fotos. Der ähnliche Musikgeschmack, der in der Regel auch Thema des Eclipsed-Magazines ist, komplettiert diese Sympathie.
Leider ist ein Forum nicht auf Dauer von Bestand. So herrscht ein ständiges Kommen und Gehen; ich bedauere es außerordentlich, dass Jan, Fenimore und Stellar nicht mehr viel schreiben oder gar nicht mehr sich hier beteiligen; so entwickelt sich die musikalische Ausrichtung des Forums in eine Richtung, mit der ich nicht viel anfangen kann...
Es werden auch wieder musikalische Highlights, insbesondere Live kommen und da setze ich auf dich, dass du uns davon berichten wirst!!!!
Dann liegt es an jedem einer Richtung die als nicht so angenehm empfunden wird, eine neue Wendung zu geben. Foren leben von Wandlung und Verschiebung. So ist das nun mal und nur der einzelne kann durch sein dazutun zur (weiteren)Lebendigkeit beitragen.
 

Chris Flieder

Mitglied
Zum Thema "Alte Musik". Noch habe ich hier keinen Post entdeckt der sich mit Klängen aus der Gregorianik beschäftigt.
Sehr schönes Album von Stephan Micus, mäandrierend zwischen moderner Weltmusik und Gregorianischen Gesängen:

 

Okzitane

Aktives Mitglied
Ergebnis der Beschwerde "...es werden zu wenig aktuelle Bands gehört...: Wir sind im Frühmittelalter angelangt...:D:D

Das nenne ich kreativen Umgang mit "Kritik". :cool:
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Und das hier niemand neue Bands hört... logisch... das Konzept BAND ist sowas von 70er... heute zählt Individualismus (...das hat auch STEVEN WILSON erkannt...)
Genau! Wozu braucht man heutzutage noch eine Band? Wozu braucht man heutzutage noch so altmodische Gerätschaften wie "Gitarren" oder "Schlagzeug"? Das ist doch alles zwanzigstes Jahrhundert. Der moderne Musiker arbeitet mit einem Computer, auf dem eine Digital Audio Workstation läuft. Allein. Mehr braucht er nicht. Und Singen ist auch voriges Jahrtausend, die Zukunft gehört dem Rap, wie ein Marktanteil von ca. 70% beweist. Mal ganz abgesehen davon, dass Musik ohnehin ein alter Hut ist. Man schaue sich nur die Veranstaltungskalender an (wie sie vor der Corona-Pandemie zuletzt aussahen und sicher nach der Pandemie wieder aussehen werden): die Top-Acts sind längst keine Musiker mehr, sondern Comedians und immer mehr Köche. Ich habe zwar keine Zahlen zur Hand, aber es würde mich nicht wundern, wenn mittlerweile mehr Hörbuch- als Musik-CDs über den Ladentisch gingen.

Es ist nun mal so, und schon Adorno hat es richtig erkannt: Es gibt einen Fortschritt im musikalischen Material, und genauso, wie ein Wissenschaftler nicht mit einer überholten Theorie arbeiten und ein Ingenieur keine technisch veraltete Maschine bauen darf, darf ein Musiker nicht mit Instrumenten und Kompositionsweisen vergangener Jahrhunderte herumwurschteln! Vor allem dieser unsägliche sogenannte "Progressive Rock" ist ein fürchterlicher Anachronismus, und die Genrebezeichnung so was von anmaßend und falsch. Der Experte Bernward Halbscheffel hat es in seinem Buch Progressive Rock - Die Ernste Musik der Popmusik so schön auf den Punkt gebracht: Progressive Rock ist nicht progressiv. Progressiv ist nur, was vom letzten Stand der Avantgarde der E-Musik ausgeht und diesen weiter entwickelt, und weil man ein Stück wie 4'33'' von John Cage nicht mehr überbieten kann, kann man es auch gleich sein lassen. Die Geschichte der Musik hat ihren natürlichen Endpunkt erreicht und ist abgeschlossen. Alles andere ist nur noch Nostalgie.
 

Andie Arbeit

Aktives Mitglied
So wie die Diskussion momentan läuft ist das hier recht friedlich. Ich finde die Art des Austauschs als sehr entspannt. Gut so! Jede*r hat seine Meinung, die natürlich hinterfragt werden kann. Aber einige Sachen werden auch hier sich nicht ändern, weil sie wichtig sind. Videos als Beispiel! Wie ich schon geschrieben hatte, wer nicht Hinz und Kunz, Gott und die Welt oder sämtliche Weltweiten Promotor kennt, um so immer Tagesaktuell auf dem laufenden zu sein, dem bietet sich über YT oder andere Plattformen ein erster Eindruck über die Musik. Hier noch gleichzeitig eine Bitte. Auch wenn es recht einfach ist zu den jeweiligen Interpreten*innen Infos im Netz zu finden, ein paar eigene Zeilen zum Post wären hilfreich und lassen das ganze nicht wie eine Buchhalterische Pflichtaufgabe erscheinen. Ich fasse mich da gerade selber an die Nase, weil ich es manchmal auch selber vergesse.
Ob die tägliche Musikauswahl zu Altertümlich ist, zu wenig progressives vorhanden ist, was auch immer. Die Mischung macht es und 100% zufrieden wird man in keinem Forum sein.
Ich habe gestern mal bei großen Foren wie Metal Hammer oder Rolling Stone spioniert was Aktivitäten betrifft. Unser kleines Eclipsed war hinsichtlich Besucher/Aktiven auch nicht viel schlechter. Nicht die Masse machts, sondern die Klasse.
Was Du da schreibst klingt gut und findet meine volle Unterstützung.
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Genau! Wozu braucht man heutzutage noch eine Band? Wozu braucht man heutzutage noch so altmodische Gerätschaften wie "Gitarren" oder "Schlagzeug"? Das ist doch alles zwanzigstes Jahrhundert. Der moderne Musiker arbeitet mit einem Computer, auf dem eine Digital Audio Workstation läuft. Allein. Mehr braucht er nicht. Und Singen ist auch voriges Jahrtausend, die Zukunft gehört dem Rap, wie ein Marktanteil von ca. 70% beweist. Mal ganz abgesehen davon, dass Musik ohnehin ein alter Hut ist. Man schaue sich nur die Veranstaltungskalender an (wie sie vor der Corona-Pandemie zuletzt aussahen und sicher nach der Pandemie wieder aussehen werden): die Top-Acts sind längst keine Musiker mehr, sondern Comedians und immer mehr Köche. Ich habe zwar keine Zahlen zur Hand, aber es würde mich nicht wundern, wenn mittlerweile mehr Hörbuch- als Musik-CDs über den Ladentisch gingen.

Es ist nun mal so, und schon Adorno hat es richtig erkannt: Es gibt einen Fortschritt im musikalischen Material, und genauso, wie ein Wissenschaftler nicht mit einer überholten Theorie arbeiten und ein Ingenieur keine technisch veraltete Maschine bauen darf, darf ein Musiker nicht mit Instrumenten und Kompositionsweisen vergangener Jahrhunderte herumwurschteln! Vor allem dieser unsägliche sogenannte "Progressive Rock" ist ein fürchterlicher Anachronismus, und die Genrebezeichnung so was von anmaßend und falsch. Der Experte Bernward Halbscheffel hat es in seinem Buch Progressive Rock - Die Ernste Musik der Popmusik so schön auf den Punkt gebracht: Progressive Rock ist nicht progressiv. Progressiv ist nur, was vom letzten Stand der Avantgarde der E-Musik ausgeht und diesen weiter entwickelt, und weil man ein Stück wie 4'33'' von John Cage nicht mehr überbieten kann, kann man es auch gleich sein lassen. Die Geschichte der Musik hat ihren natürlichen Endpunkt erreicht und ist abgeschlossen. Alles andere ist nur noch Nostalgie.
Also alles wieder auf Anfang. Ein Stück Holz, ein Mammutknochen, vom Säbelzahntiger ein gelochter Zahn als Flöte, fertig ist die Urmusik. Getrommelt und gepfiffen.
Bitte nicht ernst nehmen. Einfach nur gute Musik aus der Jetztzeit hören, auch wenn das ein Anachronismus ist.
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Momentan sind 4 Mitglieder an Bord und 112 Gäste. Trolls, Bots, alles mal mitgerechnet. Von den "realen" Gästen dürfen sich gerne ein paar hier registrieren. Frischfleisch schadet nie!
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Also alles wieder auf Anfang. Ein Stück Holz, ein Mammutknochen, vom Säbelzahntiger ein gelochter Zahn als Flöte, fertig ist die Urmusik. Getrommelt und gepfiffen.
Bitte nicht ernst nehmen. Einfach nur gute Musik aus der Jetztzeit hören, auch wenn das ein Anachronismus ist.
Wie sicher jeder hier verstanden hat, war mein Post natürlich satirisch gemeint. Aber ich habe im Prinzip nur die Diskurse sowohl in der "U"- als auch in der "E"-Musik zu Ende gedacht. Natürlich werden die Leute darauf einen pfeifen und weiter Musik hören und zum Teil auch machen, wie es ihnen gefällt! Music will never die!!!!!!!
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Heimmusik wie früher. Meine älteren Töchter spielen Geige und Gitarre, mein Frau und ich sind Experten für Blockflöte. Meine jüngste Tochter singt und tanzt dazu. Das ganze dann mit einer Uralten Schmalfilmkamera aufgenommen und als wacklige Kopien per Post an alle Musikfreunde, die sich per Brief austauschen verschickt. Wäre das die Alternative?
 

Jester.D

Alter Hase
Heimmusik war nicht die schlechteste Sache. Wacklige Schmalfilmkopien hat früher übrigens nie jemand verschickt. Zumindest niemand der normal tickte. Dieser Bild/Video-Tauschwahn ist eine Erfindung der Neuzeit.

Ich habe etliche Jahre diverse Brieffreundschaften gepflegt, war dann über die Annehmlichkeiten des Internets entzückt, aber mittlerweile überlege ich, mal wieder Karten und Briefe an liebe Menschen zu verschicken.
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Es gibt einen Trend zurück zum guten alten Brief bzw. der Postkarte. In Zeiten von E-Mail, Social Media aller Art ist es recht angenehm innerhalb kürzester Zeit eine Antwort zu bekommen. Aber der Reiz, die Spannung, ob der oder die angeschriebene den Brief oder die Postkarte bekommen, das war damals schon ein wenig Adrenalin pur. Gerade wenn man auf Verkaufslisten antwortete, vor allen Dingen dann wenn die Anfragen in die USA gingen.
Einschränkend muss ich aus meiner beruflichen Erfahrung heraus sagen, dass der oben aufgeführte Trend eher minimal ist. 99% meiner täglichen Auslieferungen sind Amtsbriefe, Rechnungen oder unsinniges Werbematerial.
Kurioses evtl. am Rande. Neben den Vielschreibern gibt es die, die anscheinend schon lange nicht mehr in Deutschland leben. Postalisch Anschriften die vor 60(eher + als-)Jahren üblich waren werden trotzdem irgendwie zugeordnet.
Das mit den wackeligen Filmkopien war ein Scherz der leider nach hinten losgegangen ist. Entschuldigung dafür.
 
Zuletzt bearbeitet:

Das aktuelle Magazin

Neueste Beiträge

Oben