Ambient / Neo-Klassik / New Age

Fenimore

Aktives Mitglied
Nach einer Dosis The Ocean und Panzerballett brauche ich jetzt ein Gegenstück.

Ludovico Einaudi (1955) ist ein italienischer Komponist. Eines seiner schönsten Stücke ist I Giorni, welches er für Klavier komponiert und 2001 eingespielt hat.

Hier in der Originalversion, in einer Bearbeitung für Violine mit Daniel Hope und einer Version der holländischen Harfenistin Lavinia Meijer.



 

Georg

Alter Hase
Ich war auch gerade im Winter, allerdings in Polen und habe mir mühselig den Songtext übersetzt, hat sich für mich gelohnt:
Ich weiß nicht, ob es thematisch in deinen Thread passt (eher Singer/Songwriter)
Krzysztof Lepiarczyk - W zimowej nocy
 

Fenimore

Aktives Mitglied

Meinen freien Tag (Resturlaub) verbringe ich mit der Norwegerin Julia Gjertsen.
Ok... nur audiotechnisch... und nur digital.
Julia Gjertsen veröffentlicht beim kanadischen Label Moderna Records. Und die sind sehr knauserig mit CD- geschweige LP-Veröffentlichungen. Ich werde mich rächen und ein schönes Tonband aufnehmen. Sobald meine Revox B 77 reaktiviert ist.
 

Okzitane

Aktives Mitglied
FRANCOIS COUTURIER & TARKOVSKY QUARTET - Nuit Blanche (ECM RECORDS / 2017)




Wer etwas mit den Bilderwelten des sowjetischen Regisseurs ANDREI TARKOVSKY (Solaris, Stalker, Nostalghia) anfangen kann wird von dieser Hommage an den Künstler gefangen sein. Meine Entdeckung in diesem Jahr...

Tarkovsky Quartet: Zwischen Traum und Filmwirklichkeit
Das Quartett um den französischen Pianisten François Couturier legt mit "Nuit blanche" ein meisterhaftes drittes Album vor
Karl Gedlicka (DER STANDARD / 1. Juni 2017, 16:38)

Es sind oft die stillsten Bilder, die sich aus den rätselvollen Filmen des russischen Regisseurs Andrei Tarkowski ins Gedächtnis einbrennen. Im Wasser schlingerndes Gras am Anfang von Solaris etwa, eine wie von Zauberhand in Bewegung versetzte Wiese in Der Spiegel. Wo wenig passiert, wird die kleinste Bewegung zum Ereignis. Umso mehr in einer Welt, die wie aus einem Traum gefallen und doch zum Angreifen konkret scheint.
Ein Musiker, der sich diese Prinzipien zu eigen gemacht hat, ist der französische Pianist François Couturier. Mit seinem 2006 zu Ehren des russischen Filmemachers gegründeten Tarkovsky Quartet beweist er, dass das sanfte Tropfen von sich minimal verändernden Akkordzerlegungen genauso einen hypnotischen Sog entfalten kann wie langsame, mäandernde Kamerafahrten.
Die Musik des Tarkovsky Quartets steht dabei auf eigenen Beinen. Statt spezifische Szenen zu vertonen, evozieren Couturier, Saxofonist Jean-Marc Larché, Akkordeonist Jean-Louis Matinier und Cellistin Anja Lechner mit sparsam in den Raum gehängten Tönen Atmosphären, wie man sie aus Filmen und Träumen zu kennen vermeint. Konkrete Vorbilder lassen sich keine festmachen. Auch nicht bei jener Musik, die Tarkowski tatsächlich in seinen Filmen verwendete, den elektronischen Soundeffekten von Eduard Artemjew oder Johann Sebastian Bach, einem seiner Lieblingskomponisten.
Verrieten zumindest noch die Titel auf den ersten beiden Quartet-Alben filmische Anknüpfungspunkte, zu denen neben Tarkowski seelenverwandte Regisseure wie Michelangelo Antonioni, Luchino Visconti und Ingmar Bergman zählen, lässt das jüngste Album Nuit blanche (ECM/Lotus) solche Bezüge im Dunkeln. Alles kreist um den Topos Traum. Gleich sechs der insgesamt 17 Stücke tragen ihn im Titel und sind allesamt freie Improvisationen.

Auch bei einer Livedarbietung des neuen Albums im Wiener Porgy & Bess betonte Cellistin Anja Lechner die großen Freiräume, die Couturier seinen Mitmusikern lässt. Umso wundersamer, dass sich der Anteil von Komposition und Improvisation beim Hören meist nicht klar ausmachen lässt. Am ehesten legt man noch beim einstimmigen Spiel mehrerer Musiker den geschriebenen Anteil offen, ansonsten werden die Grenzen meist unauffällig überschritten, Spuren verwischt.

Jedes Geräusch zählt
Betörend einfache und einfach betörende Melodielinien werden von Instrument zu Instrument gereicht, variiert, verstärkt und ausgedünnt, ineinander verwoben, wieder aufgelöst. Jeder Ton zählt, auch jedes Geräusch. In der Ausreizung an Klangmöglichkeiten gehen die Musiker tatsächlich wie beim Kreieren der Tonspur eines Films zu Werk.

An Gehalt mangelt es der Musik indes nicht, auch nicht den dieses Mal oft relativ kurzen Stücken, Traumskizzen, die eine bestimmte Stimmung anschlagen und in ein bis drei Minuten immer weiter verdichten. Länger sind nur eine Komposition Vivaldis, ein anonymes Stück aus dem 16. Jahrhundert sowie das von Couturier komponierte Kernstück: Urga trägt einen Filmtitel, allerdings nicht von Tarkowski, sondern von dessen Landsmann Nikita Michalkow, der im gleichnamigen Film die Geschichte eines Hirten in der mongolischen Steppe erzählte. Die elf Minuten, zu denen der Film Couturier inspiriert hat, mögen in ihrem Tonfall elegisch sein, vergehen aber wie im Flug. Oder im Traum.
 

Okzitane

Aktives Mitglied
TARKOVSKY QUARTET - Tarkovsky Quartet (2011 / ECM RECORDS)




Meine Entdeckung von 2020. Drei von vier Alben stehen schon bei mir, und als nächstes kommen die Filme von ANDREI TARKOVSKY als DVD dazu. Was die vier Franzosen klassisch instrumentiert (piano, violoncello, accordeon, saxophone) für eine intensive dystopische Stimmung erzeugen ist unglaublich. Adaptionen von BACH, SCHOSTAKOWITSCH und PERGOLESI runden die eigenen Kompositionen von COUTURIER ab, und lassen uns in den Bilderwelten des sowjetischen Regisseurs zurück.
 

Georg

Alter Hase
Aus Island, Ólafur Arnalds , mit deutsch-japanischer Unterstützung durch Alice Sara Ott, von der Scheibe " The Chopin Project", der Song "Eyes Shut"
 

Okzitane

Aktives Mitglied
Bevor der RUGBY-Marathon so richtig beginnt noch etwas äußerst entspannendes gehört....

LISA GERRARD & PIETER BOURKE - Duality (1998 / 4AD)

Duality is a collaborative album by Lisa Gerrard and Pieter Bourke released in 1998. It was Lisa Gerrard's second post-Dead Can Dance album after The Mirror Pool from 1995. Lisa Gerrard and Brendan Perry released their last album in 1996 and had officially disbanded Dead Can Dance earlier in 1998.

The beginning of the song "Shadow Magnet" influenced, in part, the music at the beginning of the Gladiator soundtrack (music by Hans Zimmer and Lisa Gerrard). The track "Nadir (Synchronicity)" was initially intended for use at the end of that film. However, due to copyright issues, a song 'influenced' by this track was used instead.

"Tempest" and "Sacrifice" were used for the Insider soundtrack.


 

The Wombat

Aktives Mitglied
Steve Reich-Music for 18 Musicians
Da fehlen Worte, dass muss gehört werden
Es gibt Musikschaffende, mit denen bzw. mit deren Output ich wirklich gar nichts anfangen kann. Selbst dann nicht, wenn solch ein "Genie" als „größter lebender Komponist Amerikas“ bezeichnet werden mag.
Aber immerhin, ich habe knappe 9 Minuten durchgehalten......obwohl ich dafür natürlich keine Tapferkeitsmedaille bekommen werde. ;)
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Es gibt Musikschaffende, mit denen bzw. mit deren Output ich wirklich gar nichts anfangen kann. Selbst dann nicht, wenn solch ein "Genie" als „größter lebender Komponist Amerikas“ bezeichnet werden mag.
Aber immerhin, ich habe knappe 9 Minuten durchgehalten......obwohl ich dafür natürlich keine Tapferkeitsmedaille bekommen werde. ;)
Ganz ehrlich? Ich habe durchgehalten, mein ADHS zur Untätigkeit verdonnert und bis zum Schluss gehört. Es ist eine Herausforderung gewesen. Die ich nicht noch mal wagen werde. So konzentriert habe ich noch nie Musik gehört. Über eine Stunde jedes Detail, jeden noch so kleinen Tempi wechsel wahrgenommen. Das einzig positive? Meine OneOdio A71 sind extrem gut austariert und so hatte ich eine extrem breite Bühne wo jede noch so kleine Flatulenz, jedes Klappengeräusch der Klarinetten in Perfektion zu hören war. Sogar aus welchem Holz das Klöppelgerät hergestellt war, konnte ich raushören. Aber war es das wert? Ich bleibe lieber Kunstbanause.
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Es gibt Musikschaffende, mit denen bzw. mit deren Output ich wirklich gar nichts anfangen kann. Selbst dann nicht, wenn solch ein "Genie" als „größter lebender Komponist Amerikas“ bezeichnet werden mag.
Aber immerhin, ich habe knappe 9 Minuten durchgehalten......obwohl ich dafür natürlich keine Tapferkeitsmedaille bekommen werde. ;)
So geht es mir auch!
Aber dieses ECM-Album hatte ich mir Anfang der 80er gekauft, besitze es jetzt als CD und höre es nach wie vor sehr gerne. Erklären kann ich es aber nicht.o_O
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
So geht es mir auch!
Aber dieses ECM-Album hatte ich mir Anfang der 80er gekauft, besitze es jetzt als CD und höre es nach wie vor sehr gerne. Erklären kann ich es aber nicht.o_O
In seiner Gesamtheit sicherlich ein Album das in seinem kompositorischen Minimalismus eine Menge feinster Kleinigkeiten beinhaltet. Die erst bei ganz genauem hinhören auffallen. Die Geduld muss man dann auch aufbringen.
 

Okzitane

Aktives Mitglied
Ganz ehrlich? Ich habe durchgehalten, mein ADHS zur Untätigkeit verdonnert und bis zum Schluss gehört. Es ist eine Herausforderung gewesen. Die ich nicht noch mal wagen werde. So konzentriert habe ich noch nie Musik gehört. Über eine Stunde jedes Detail, jeden noch so kleinen Tempi wechsel wahrgenommen. Das einzig positive? Meine OneOdio A71 sind extrem gut austariert und so hatte ich eine extrem breite Bühne wo jede noch so kleine Flatulenz, jedes Klappengeräusch der Klarinetten in Perfektion zu hören war. Sogar aus welchem Holz das Klöppelgerät hergestellt war, konnte ich raushören. Aber war es das wert? Ich bleibe lieber Kunstbanause.
Ich danke für den nett gemeinten Hinweis auf deine Expertise, behalte es mir dann aber doch vor; im Sinne unten genannter (wahrscheinlich nicht relevanter Prog-Musiker); weiterhin diesen "Kunstscheiss" zu genießen.
Genug Zustimmung bekommst du ja sicher anderweitig... :)

KING CRIMSON:
Die Reunion der Band im Jahr 1981 brachte noch mehr Elemente ein und zeigte den Einfluss der Gamelan-Musik und klassischer Komponisten des späten 20. Jahrhunderts wie Philip Glass, Steve Reich und Terry Riley. [215][83][216] Für ihre Reunion von 1994 bewerteten King Crimson sowohl die Ansätze mitte der 1970er als auch der 1980er Jahre im Lichte neuer Technologien und intervenierten Musikformen wie Electronica: Drum'n'Bass und Techno; [127] und Weiterentwicklungen in der Industrial Music sowie die Erweiterung des Ambient-Textur-Inhalts der Band durch Fripps Soundscapes-Looping-Ansatz. (eng.Wiki)
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Ich danke für den nett gemeinten Hinweis auf deine Expertise, behalte es mir dann aber doch vor; im Sinne unten genannter (wahrscheinlich nicht relevanter Prog-Musiker); weiterhin diesen "Kunstscheiss" zu genießen.
Genug Zustimmung bekommst du ja sicher anderweitig... :)
Um Himmelswillen :eek: Kein Shitstorm! Das "18" kontrovers ist und sicherlich auch so, wird nicht nur hier wird darüber gefachsimpelt. Was ja auch durchaus der Sinn von Musik sein sollte.
 

nixe

Inventar
Ich danke für den nett gemeinten Hinweis auf deine Expertise, behalte es mir dann aber doch vor; im Sinne unten genannter (wahrscheinlich nicht relevanter Prog-Musiker); weiterhin diesen "Kunstscheiss" zu genießen.
Genug Zustimmung bekommst du ja sicher anderweitig... :)
Gut gekontert!
Jetzt weiß ich, warum mir diese Phase am wenigsten gefällt.
 

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