Alte Zeiten - liebgewonnene, nichtmusikalische Dinge von früher

Gast 1

Guest
Alte Zeiten, die kennt ja jeder. Für den einen sind das halt die 90er oder gar die 00er Jahre (haben wir so junge Leute hier?), für die anderen die 60er, 70er, 80er.

Was habt ihr geliebt und warum?

Ob gegenständlich oder nicht, egal

Bin gespannt
 

Gast 2

Guest
Ob da wohl die letzten Sachen unter "peinlich", die überhaupt nicht peinlich sind, rüberkopiert werden können ?!?

@RRR - Du kannst das garantiert machen, das weiß ich !! Also hau mal rein in die Paste! :)
 

Roller-Rocker

Aktives Mitglied
Mal sehen, ob es so mit dem Motorrad-Bild geht...
...und so sah das Teil aus:

Ohne seitliche Gepäckträger, aber mit tiefem Lenker wie meine damals.
Und dieses Blau hatte meine auch.:)
 

Roller-Rocker

Aktives Mitglied
Nun noch einen Beitrag, ohne Bild:
Man konnte fast alles selber machen. Im Reparatur- Handbuch sind auch richtige bemaßte Zeichnungen für die Spezialwerkzeuge, wie Abzieher oder Gegenhalter, damit man selbst herstellen konnte, was es nicht zu kaufen gab.
Ich hatte an meiner TS die Lampenhalter umgedreht und einen Traktor- Scheinwerfer eingebaut, da passte der Einsatz mit dem Glas genau rein. Dazu die Gummi- Aufnahmen für Tacho und Drehzahlmesser der /1, also der Fünfgang, in eine setzte ich den Tacho, in die andere das Zündschloss. Sah richtig gut aus.
Und ich hatte - weiß nicht mehr woher - einen Hinterradreifen von Pirelli bekommen, der lieferte eine ordentliche Kurvenlage. Die Pneumant- Schlappen waren aus recht hartem Gummi und rutschten gern in den Kurven weg. Der Pirelli klebte regelrecht an der Straße.
Und so sagten die Kumpels und ich immer, dass uns wohl kaum ein Polizist hinterherfahren würde. Denn der überlegt sich, dass er Familie hat!:D
Einer der Kumpels ist jetzt Fahrlehrer in Aue. Ausgerechnet der, der die größte Raubsau auf zwei Rädern war.:rolleyes:

P.S.: Meine Tochter macht bei der ehemaligen Raubsau gerade ihre Fahrschul-Ausbildung (PKW).:)
 

Roller-Rocker

Aktives Mitglied
Und noch ein Fahrzeug hatte ich liebgewonnen. Auch wenn es kein (vor allem in den alten Ländern begehrtes) S50 oder Schwalbe war:

Den Simson-Roller SR50 hatte ich, bevor ich mir den großen Burgman zulegte.
Etwas gewöhnungsbedürftige Schaltung, aber man sitzt trocken und geschützt und ist ebenso flott (bis 60 km/h) unterwegs wie mit dem S50.
Und an dem Seitengepäckträger kann man richtig große Taschen befestigen (hatte eine sog. Teiltasche der NVA dran), also ideal zum Einkaufen.
Außerdem hat das Ding noch eine Art Öse am Lenker, wo man einen Einkaufsbeutel dranhängen kann. Pfiffiges Detail!
Und - die SR50 sind günstiger zu bekommen als Schwalbe & Co!:)
 
Wir hatten zuerst ein grünes Wählscheibentelefon:




Später, gegen Ende der 80er Jahre (ungefähr 1987 oder 88) folgte dann - ganz modern - ein beiges Tastentelefon (oder Fernsprechapparat, wie es im Sprachgebrauch der damals noch staatlichen deutschen Bundespost hieß):



Das war ja damals sowieso noch ein viel umständlicheres Prozedere: Man mußte das Ding bei der Bundespost beantragen und dann kam irgendwann der Fernmeldemonteur zum vereinbarten Termin, hat das Ding angeschlossen und das alte Telefon mitgenommen.

Das beige Telefon existiert übrigens heute noch (und funktioniert auch noch einwandfrei).


Mein Opa wiederum besaß bis zu seinem Tod durchgängig ein solches graues Wählscheibentelefon (existiert auch noch, aber funktioniert inzwischen nicht mehr richtig):




Außerdem haben meine Eltern auch noch eine solche Außenglocke gehabt, damit man das Klingeln des Telefons auch noch hören konnte, wenn man gerade auf der Terrasse oder im Garten war. Damals trug man eben noch nix schnurloses in seiner Hosentasche überall mit sich herum...;). Die Glocke hängt heute auch noch an Ort und Stelle, ist aber meines Wissens inzwischen außer Betrieb gesetzt worden.



Ich selber hab mir vor einigen Jahren in liebevoller Erinnerung an unser früheres grünes Wählscheibentelefon (ich hab das Ding als Kind sehr geliebt - ich war meinen Eltern zunächst fast böse, als sie es durch das Tastenteil ersetzten) über Ebay das gleiche Modell in orange ersteigert. Und ich telefoniere auch damit, bloß der Anschlußstecker mußte umgerüstet werden damit es mit den heutigen Telefondosen kompatibel ist.

 
Zuletzt bearbeitet:

Roller-Rocker

Aktives Mitglied
Und auch wenn er nicht aus den alten Zeiten stammt, stelle ich meinen ehemaligen "Großen" hier vor. Immerhin wird der Burgman 400 seit 1999 gebaut. Meiner war ein K7 (also Modell 2007), erstmals mit geteiltem Scheinwerfer und Doppelscheibenbremse vorn.

Mit 34 PS nicht gerade übermotorisiert, aber flott genug auch für weitere Autobahnstrecken.
Und unschlagbar viel Stauraum: über 60 Liter allein unter der Sitzbank. Ist in dieser Klasse Rekord.
Fahrkomfort: Extraklasse. Als wenn aus dem Sofa ein Lenker und Fußrasten rausploppen.:)

Mal sehen, vielleicht wird das mein neuer:
http://suchen.mobile.de/motorrad-inserat/suzuki-burgman-400-topcase-regensburg/237281404.html
 

Roller-Rocker

Aktives Mitglied
So eine Rennbahn hatte ich nicht; die Carrera gabs ja in der DDR nicht.
Dafür hatte ich einen Metallbaukasten, mit dem ich viele Sachen gebaut hatte, bis hin zum Eiffelturm. Das war das ultimativ- kreative Spielzeug!
Und eine Modelleisenbahn hatte ich, Spur H0, aber komischerweise interessierte die mich nicht so sehr. Das lag wohl auch daran, dass ich quasi nur die Schienen zusammenstecken, die Lok und Wagen draufstellen und dann im Oval herumfahren konnte. Eine richtige Platte mit Aufbauten hatte ich nicht.
 
Dann reihenweise Siku-Autos, auch eines meiner Lieblingsspielzeuge. Ich habe mal eben geguckt und ein paar Modelle als Beispiele herausgesucht, die ich besessen habe:

Audi 100 LS (Typ C1)


Audi 200 5T (Typ 43)



Mercedes /8 Taxi



Ford Sierra V6



VW Bus T2 Pritsche



VW Golf I ADAC



Opel Senator A



Porsche 911 Polizei



Natürlich auch noch unzählige weitere, aber die würden jetzt den Rahmen hier sprengen. Also belasse ich es bei den acht Beispiel-Fahrzeugen, die mir als erstes spontan eingefallen sind.

Zum grünen Audi 200 5T gibt es noch eine Geschichte. Den habe ich nämlich geklaut, als ich mit meiner Mutter im Spielwarengeschäft war. Dort gab es nicht nur eine schöne Spiel-und Modellbahnabteilung, sondern auch Schreibwaren, Bücher und Schulartikel.

Und während meine Mutter also irgendwelche Stifte, Hefte oder sonst was kaufte und sich unterhielt, begab ich mich still in die magische Ecke mit den Siku-Autos und ließ dann irgendwann die Packung mit dem grünen Audi in meiner Hosentasche verschwinden.

Da war ich sieben oder acht Jahre alt. Die Versuchung war halt zu groß und seinerzeit gab es auch noch keine Überwachungskameras, sondern nur diese großen runden Spiegel, die irgendwo in der Ecke hingen. Und wenn die Verkäuferin abgelenkt war, hat da eh keiner hingeguckt.

Na ja, jedenfalls entdeckte meine Mutter das Auto dann in meiner Tasche, als wir gerade wieder nach Hause gekommen waren und ich mußte es dann unter ihrer Begleitung direkt wieder zurückbringen in den Laden und mich entschuldigen. Das hat aber gereicht. Danach habe ich nie wieder was geklaut. ;)

Etwas später konnte ich mir den Audi dann ganz brav und anständig vom Taschengeld kaufen, wie sich das gehört...
 

Georg

Alter Hase
Telefonzelle hieß das, ooh da gab es oft Ärger, wenn der Nutzer ein schier unendliches Gespräch führte oder auch umgekehrt. Später wurde diese "Keimzelle" der Kommunikation immer öfter das Ziel von Vandalismus, warum auch immer, schlechtes Gespräch gehabt? Ich habe es jedenfalls nicht verstanden und war jedesmal verärgert, wenn der Telefonhörer abgerissen war...
 
Zuletzt bearbeitet:
Der gute, alte Kaugummiautomat. Früher hingen hier so viele davon rum, heute kein einziger mehr. Der Kaugummiautomat verhieß für 10 oder 20 Pfennige quietschbuntes, fürchterlich künstlich schmeckendes Glück.

Und wer 50 Pfennige investierte, bekam eine Plastikkugel mit irgendeinem fürchterlichen, billigen Plunder drin - einen Plastikring, ein Haargummi, irgendwas richtig dämliches halt. Aber das gehörte zum Geschmack unserer Kindheit einfach dazu.




Und so sahen Zigarettenautomaten aus. Natürlich ohne Altersnachweis zu bedienen und auch an jeder Ecke zu finden. Praktischerweise meist gleich neben dem Kaugummiautomaten und direkt gegenüber der Schule stand auch einer. Hat sich damals keine Sau was bei gedacht... :)

 
Telefonzelle hieß das
Ich wollte es auch noch posten, bist mir zuvorgekommen. :D

Früher gab es hier in jedem Dorf mindestens eine Telefonzelle. Das gehörte zum öffentlichen Versorgungsauftrag der deutschen Bundespost. Ich weiß heute noch sämtliche Stellen auswendig, wo einstmals Telefonzellen standen. Kann ich meinen Kindern heute noch sagen: "Guck mal, da vorne auf der Ecke, da war früher mal ein Telefonhäuschen."

Es gab sowohl jene mit Tastenbedienung, als auch sogar noch welche mit Wählscheibe. Die Telefonbücher waren immer zerfleddert und angekokelt, oft war der Geldeinwurf oder sonstwas defekt und es roch in den Zellen grundsätzlich immer nach kalter Asche.

Heute steht keine einzige davon mehr.

Ich kenne auch noch diese Version:

 

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