Allman Brothers Band

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Zum Interview von Michael Lorant mit Devon Allman und Duane Betts in eclipsed 9/19

Im Vorspann fällt kurz sein Name, aber sonst? Wie schafft man es nur, in einem Interview mit Devon Allman und Duane Betts gleich zweimal den Nukleus der ABB nicht zu erwähnen, nämlich Duane Allman, den Onkel des einen und Namensgeber des anderen? Das ist schon unverständlich, handelt es sich doch bei Duane um einen der bis heute einflussreichsten Gitarristen.

Weder bei der Anmerkung zu den den verstorbenen Gründungsmitgliedern noch beim Thema Muscle Shoals wird auf ihn verwiesen. Man nimmt statt dessen auf Dylan, Lynyrd Skynyrd und die Rolling Stones Bezug. Unfassbar, die bahnbrechende Gitarrenarbeit zu unterschlagen, die Duane in Muscle Shoals mit den Legenden des R&B und Soul, darunter Wilson Pickett, Aretha Franklin, King Curtis, Johnny Jenkins, Ronnie Hawkins und vielen anderen eingespielt hat. (hervorragend dokumentiert auf den beiden Doppel-CDs „An Anthology Vol. I & II)

Duane „Skydog“ Allman war der Ausgangspunkt der Band und hat diese mit Jaimoe (mit dem er in Muscle Shoals Sessions gespielt hat) und Berry Oakley aus der Taufe gehoben. Diese drei haben erstes Material eingeübt. Kurz darauf kamen Duanes alter Kumpel Butch Trucks (war der Drummer der Vorgängerband Allman Joys) und Dickey Betts (als Kollege von Berry bei der Band „Second Coming“) dazu.

Gregg Allman gestellte sich erst zwei Monate später dazu, weil die Band einen Sänger benötigte und Duane seinen Bruder dann doch endlich „überreden“ konnte, aus Kalifornien nach Florida zu übersiedeln. Streng genommen ist Gregg Allman damit kein Gründungsmitglied der ABB. Er bestätigt dies ja selbst zu Beginn von „Dreams“ auf der „An Evening with the Allman Brothers Band“ und sagt: „An old song here… the only song I had with me when I showed up to join the band“.

Verwunderlich, dass Devon Allman zu Muscle Shoals nicht seinen Onkel Duane erwähnt, der ja mit seinem (Slide-) Gitarrenspiel nicht nur im Southern- und Jam Rock Maßstäbe setzte.

In diesem Zusammenhang empfehle ich das 1995 erschienene und von der amerikanischen Presse gefeierte „Midnight Riders -– The Story of the Allman Brothers Band“ von Scott Freeman
(ISBN: 978-0316294522)

Ich hau mir jetzt mal die ABB-Aufnahmen vom Atlanta Pop Festival 1970 mit ihren tollen Interpretationen und dem für die Entstehungszeit hervorragendem Klang in die Gehörgänge.
 

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