1991 ... Rock is dead?

WeepingElf

Aktives Mitglied
Gerade Grunge und Britpop waren doch mit die letzten kreativen Beiträge zur Rockmusik für ein Millionenpublikum und haben zahlreiche Klasssiker hervorgebracht, davon kann man heute nur noch träumen. Heute ist alles post- oder fällt unter special interest - wie eben prog, djent usw.
Grunge und Britpop waren in der Tat die letzten Rock-Richtungen, die noch einen bedeutenden Einfluss auf den Mainstream hatten. Danach war das "Rock Age" definitiv vorbei - aber natürlich der Rock selbst nicht. Er findet eben abseits des Mainstreams statt, etwa so wie das "Jazz Age" schon lange passé ist (das war in den 1920er und 30er Jahren), aber der Jazz sich danach noch bedeutend weiter entwickelt hat und in seiner Nische nach wie vor quicklebendig ist. Nur eben weit weg vom Mainstream!

Heute wird der Mainstream in erster Linie vom Hip-Hop dominiert, ansonsten herrscht aber ein Stilpluralismus und eine Retrowelle - alles, was mal da war, ist noch (oder wieder) da. Die Kehrseite dieser "Unsterblichkeit" der Mussikstile ist aber die Unfruchtbarkeit: irgendwie war alles, was es heute gibt, schon mal da, und es entstehen kaum noch neue Stile. Wenn man sich Genre-Stammbäume wie diesen, diesen oder diesen anschaut, dann stellt man fest, dass nach 2000 nur noch wenig und nach 2010 so gut wie gar nichts mehr zu passieren schien. Oder die neueren Sachen sind einfach noch zu frisch, um sie zu klassifizieren. Schließlich weiß ja heute noch keiner, was bahnbrechend und was Eintagsfliege sein wird ;)
 

DerGrobeWestfale

Aktives Mitglied
Ein Klassiker von 1991 ist in meinen Augen auch dieses Album hier:

Ein Klassiker von 1991 ist in meinen Augen auch dieses Album hier:

Muss ich unbedingt mal wieder hören. Ist leider im Laufe der Jahre bei mir untergegangen.Danke für die Erinnerung :)
 

DerGrobeWestfale

Aktives Mitglied
Grunge und Britpop waren in der Tat die letzten Rock-Richtungen, die noch einen bedeutenden Einfluss auf den Mainstream hatten. Danach war das "Rock Age" definitiv vorbei - aber natürlich der Rock selbst nicht. Er findet eben abseits des Mainstreams statt, etwa so wie das "Jazz Age" schon lange passé ist (das war in den 1920er und 30er Jahren), aber der Jazz sich danach noch bedeutend weiter entwickelt hat und in seiner Nische nach wie vor quicklebendig ist. Nur eben weit weg vom Mainstream!

Heute wird der Mainstream in erster Linie vom Hip-Hop dominiert, ansonsten herrscht aber ein Stilpluralismus und eine Retrowelle - alles, was mal da war, ist noch (oder wieder) da. Die Kehrseite dieser "Unsterblichkeit" der Mussikstile ist aber die Unfruchtbarkeit: irgendwie war alles, was es heute gibt, schon mal da, und es entstehen kaum noch neue Stile. Wenn man sich Genre-Stammbäume wie diesen, diesen oder diesen anschaut, dann stellt man fest, dass nach 2000 nur noch wenig und nach 2010 so gut wie gar nichts mehr zu passieren schien. Oder die neueren Sachen sind einfach noch zu frisch, um sie zu klassifizieren. Schließlich weiß ja heute noch keiner, was bahnbrechend und was Eintagsfliege sein wird ;)
Leider ist es so. Da noch den Weizen von der Spreu trennen, ist manchmal harte Arbeit.
 

Marifloyd

Inventar

WeepingElf

Aktives Mitglied
Und deshalb schere ich mich auch nicht mehr darum, was im Mainstream so läuft und nicht läuft. Da kann man sich allenfalls drüber beömmeln ;) Denn auch wenn es da praktisch keine Musik mehr gibt, die mich interessiert, hindert es mich ja nicht daran, die Musik zu hören, die mir gefällt.
 

DerGrobeWestfale

Aktives Mitglied
Und deshalb schere ich mich auch nicht mehr darum, was im Mainstream so läuft und nicht läuft. Da kann man sich allenfalls drüber beömmeln ;) Denn auch wenn es da praktisch keine Musik mehr gibt, die mich interessiert, hindert es mich ja nicht daran, die Musik zu hören, die mir gefällt.
So isses! Es gibt andere Wege und Möglichkeiten, spannendes zu entdecken. Nur auf Nummer sicher setzen, beschert schnell Langeweile.
 

DerGrobeWestfale

Aktives Mitglied
Tot gesagte leben länger!

Rock is dead they say
Long live rock
Long live rock, I need it every night
(The Who-Long live Rock)
TAD - 8-Way Santa


 

Okzitane

Aktives Mitglied
Oh oh... den Thread hab ich mich nicht getraut zu eröffnen. In jenem Jahr erschien nämlich dieser Sampler, der für mich Offenbarung und Passion werden sollte.
Ab diesem Zeitpunkt war Rock sowas von überflüssig für mich; es sei denn mit der Einordnung als Gothic- oder Punk-Rock. Die DEEP PURPLE und RAINBOW Alben (und alles aus dieser Kiste) verschwanden für Jahre ganz hinten in der Plattenecke denn ich hatte gefunden was ich unterbewußt schon immer gesucht hatte.
Jeder Song auf dem Sampler wurde eine Ansage für den Kauf von unzähligen Alben. Es paßte einfach alles: Mucke, Stil, Texte... und ein paar davon bekommt ihr nun Stück für Stück untergejubelt. :p





 

DerGrobeWestfale

Aktives Mitglied
Oh oh... den Thread hab ich mich nicht getraut zu eröffnen. In jenem Jahr erschien nämlich dieser Sampler, der für mich Offenbarung und Passion werden sollte.
Ab diesem Zeitpunkt war Rock sowas von überflüssig für mich; es sei denn mit der Einordnung als Gothic- oder Punk-Rock. Die DEEP PURPLE und RAINBOW Alben (und alles aus dieser Kiste) verschwanden für Jahre ganz hinten in der Plattenecke denn ich hatte gefunden was ich unterbewußt schon immer gesucht hatte.
Jeder Song auf dem Sampler wurde eine Ansage für den Kauf von unzähligen Alben. Es paßte einfach alles: Mucke, Stil, Texte... und ein paar davon bekommt ihr nun Stück für Stück untergejubelt. :p





Einiges von diesem Sampler habe ich noch in Erinnerung. Deine "Wandlung" hatte ich schon 1977 ebenfalls vollzogen. Weg mit Bombast und Schmonz. Es geht auch einfacher.

 

Okzitane

Aktives Mitglied
Gegen Bombast hatte ich nichts, er mußte in Zukunft allerdings tiefschwarz sein um Gande zu finden in meinen Augen... ;)
1991 erschien nämlich das erste Album von LACRIMOSA, das war schon Edelstoff. Zu der Zeit traf man auch noch fast jeden Künstler mal irgendwann im Publikum bei einer anderen Band oder am Tresen auf ein Schwarzes oder nen Roten. Musik aus der Szene, für die Szene... ja ja... seelige Zeiten.
So auch die Legende Tilo Wolff. Gleich mit seiner ersten Veröffentlichung brannte er sich in die Herzen der Schwarzkittel. Feinster Gothic...

LACRIMOSA - Angst (1991 / Hall Of Sermon)



 
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Okzitane

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Bis heute eine meiner absoluten Favoriten: GOETHES ERBEN. Oswald Henke wollte immer mehr als pure Mucke. Er wollte, und brachte, der "Gemeinde" schon früh seine Kunst in Form eines Theater-Auftritts nahe. Seine späteren Alben gingen dann auch über die Schwarze Szene hinaus in den Bereich des Avantgarde-Theaters.
In jenem Jahr aber war er, noch völlig in Kerzenschein getaucht, für die Freunde seiner Musik da. Wundervolle Dark-Wave Abende... mit einer seiner ersten Veröffentlichungen als Mini-Album bzw. Tape.

GOETHES ERBEN - Das Schwarze Wesen (1991 / Etage Records)



 
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Okzitane

Aktives Mitglied
Da die Schwarzkittel im übrigen schon immer für ihre Feierlaune bekannt waren, gab es natürlich eine Unmenge von tanzbaren Sounds für die Clubs (ein paar davon werden ab und an bestimmt genannt).
Vom besagten Sampler mußte natürlich gleich diese Übernummer her, die als Cassette bereits 1990 erschien, 1991 dann aber auf CD für alle zugänglich.
Die Band existierte bereits seit 1988 und kam wohl ursprünglich aus Berlin. Der gleichnamige Song war einer der Gassenhauer für mich... Dark-Wave/EBM

DANCE OR DIE - 3001 (Machinery Records)



 

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