1991 ... Rock is dead?

Jester.D

Aktives Mitglied
Rockmusik ist ja schon des öfteren für tot erklärt worden, aber hier sind ja bekanntermaßen ein paar Experten für solche Fragen versammelt.

Also, was war da los, anno 1991? Daumen hoch für 91er Rock - oder runter? Dominiert die Viel- oder die Einfalt?

Was waren denn die Konkurrenten? Damit möchte ich dann auch beginnen. Feuer frei!

 

The Wombat

Mitglied
Nun, 1991 war ja bekanntermaßen ein dolles "Umbruchjahr".
Ich war damals immer noch u.a. Fan des sog. breitbeinigen 80er Jahre-dicke-Eier-lange Mähne-Rock. Und dann kam ein Typ namens Kurt Cobain mit einer Band namens Nirvana. Bombenalbum, sagenhaft erfolgreich, ein Knallerding.......nur ich konnte mit dem Zeugs wenig bis gar nix anfangen. Damals wollte ich mir ums Verrecken "Nevermind" schönhören, klappte so ganz und gar nicht. Und "Smells Like Teen Spirit" geht mir bis heute nicht bei....ich habe keine Ahnung, weshalb so viele Menschen diesen Song so wahnsinnig dolle finden.
Es gibt Momente, in denen ich ihn hören kann.....mehr aber auch nicht. Das teilweise weinerliche Geschrei geht mir auf den Geist.
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Ich konnte auch nie viel mit Nirvana und mit Grunge im Allgemeinen oder auch mit Britpop anfangen, aber wenigstes hat das, wie @The Wombat richtig beobachtet hat, mit diesem unsäglichen Haarspray-Macho-Rock der 80er Jahre Schluss gemacht, der meiner Meinung nach der Tiefpunkt der Rock History war. Natürlich waren Techno, Eurodance & Co., die die 90er beherrschten, noch schlimmer, aber das ja war schon kein Rock mehr.

Ich aber war damals schon auf dem Prog-Trip, auch wenn die Zeit meiner großen Entdeckungen in diesem Segment, dank SI-Music-Flyer und Internet-Newsgroup rec.music.progressive, erst im darauffolgenden Jahr so richtig begann ;)
 

Georg

Alter Hase
Nun, 1991 war ja bekanntermaßen ein dolles "Umbruchjahr".
Ich war damals immer noch u.a. Fan des sog. breitbeinigen 80er Jahre-dicke-Eier-lange Mähne-Rock. Und dann kam ein Typ namens Kurt Cobain mit einer Band namens Nirvana. Bombenalbum, sagenhaft erfolgreich, ein Knallerding.......nur ich konnte mit dem Zeugs wenig bis gar nix anfangen. Damals wollte ich mir ums Verrecken "Nevermind" schönhören, klappte so ganz und gar nicht. Und "Smells Like Teen Spirit" geht mir bis heute nicht bei....ich habe keine Ahnung, weshalb so viele Menschen diesen Song so wahnsinnig dolle finden.
Es gibt Momente, in denen ich ihn hören kann.....mehr aber auch nicht. Das teilweise weinerliche Geschrei geht mir auf den Geist.
War bei mir genau umgekehrt, die 80er mit der alten Mucke aus den 70ern überbrückt. also nix mehr von Depeche Mode, Duran Duran, Take That oder den "neuen" Genesis mitbekommen, war Nirvana (Diskographie komplett) der Startschuss sich wieder für aktuelle Musik zu interessieren und zu sammeln. Grunge gehört auch heute noch zu meinen bevorzugten Muskrichtungen...
 

Georg

Alter Hase
Eh....doch...Brit-Pop hat in dieser Zeit bei mir zugeschlagen, Oasis und Coldplay waren da bei mir angesagte Bands, aber live war ich da nicht dabei....hat vielleicht auch was mit dem persönlichen Zeitgeist zu tun; Anfang der 90er saß ich wieder in der Uni...ähm, nicht der jüngste Student.
 

DerGrobeWestfale

Aktives Mitglied
Ich halte das mal ganz allgemein quer durch die Neunziger. Die einzigen Highlights waren die Geburt meiner Töchter, Heavy Metal zwar dank Grunge etwas ins Abseits geraten. Oberhalb der Grasnarbe hielten sich die bekannten Namen, Metallicas "Black Album" war zumindest damals
, Savatage konnten mit "Streets" punkten, aber das meiste fand im Untergrund statt. Bands, die heute kaum noch einer kennt, hielten die Lust am Musik am Musikhören am brennen.
 

moonmadness

Mitglied
Hier fehlt mir zunächst irgendwie der Zusammenhang, was hat U96 mit Rock zu tun?

Der ähnlich angelegte 1970er Thread wurde ja auch nicht mit Giorgio Moroder eingeleitet, ... oder irgendwelchen Diskoschnulzen. Der Mainstream mochte dann also statt "handgemachtem Rock" immer mehr elektronische Sounds (die auch in den 80ern längst nichts neues mehr waren), na okay.

Zum Thema Rock, würde ich fast behaupten das die 90er das letzte Jahrzehnt waren, als man mit Rockmusik noch ein paar "richtig dicke Dinger" auffahren konnte (zB aus Seattle... was natürlich weit mehr als Nirvana war, oder ... evtl. Palm Desert ;) )

Naja... "belangloser" wurde es dann wohl eher ab den 2000ern, was aber auch nicht unbedingt an den
Bands als solchen liegt, sondern evtl. eher wie und was einem von den "Tastemakern" (Medien und Magazine) nun manchmal präsentiert wird.

Ich kann für mich jedenfalls in jedem Jahrzehnt immer auch sehr gute Rock- und andere Bands finden, aber irgendwie ist es auch müßig diese immer aufzuführen und eine Art Kampf gegen Windmühlen anzutreten.

Wer glauben möchte das Rock nun tot ist, bitteschön. Im "Untergrund" gab es für mich persönlich immer spannende, oder mitreissende Gruppen ...
 

Lamneth

Aktives Mitglied
Mit Grunge konnte ich noch nie viel anfangen, die einzigen Bands, von den ich was habe, sind Pearl Jam (Ten 1991)
R-1171114-1224256201.jpeg.jpg
, und Soundgarden (Badmotorfinger 1991)
R-3364487-1461674538-6651.jpeg.jpg
, alles andere interessierte mich nicht.
Dafür gab es 91 bei meinen bevorzugten Musikrichtungen Heavy-Metal/Prog Metal einige starke Alben:
Savatage - Streets - A Rock Opera
Streets-A-Rock-Opera-cover-e1560342847911.jpg
Ozzy Osbourne - No More Tears
R-12603756-1538421395-5622.jpeg.jpg
Blind Guardian - Tales From The Twilight World
R-12524336-1573359453-7036.jpeg.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:

Marifloyd

Inventar
marillion brachten 1991 "Holidays In Eden" heraus. Auch wenn es in der Kritik eher nicht so gut weg kommt, ich mag es sehr.


 

Das aktuelle Magazin

Neueste Beiträge

Oben