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Status Quo - Diskussion

Dieses Thema im Forum "Classic Rock" wurde erstellt von LassenSieMichDurch, 29. November 2016.

Schlagworte:
  1. colmar

    colmar Mitglied

    Wenn ich dagegen an ein gewisses anderes Forum denke....da sitzen absolute Prog- und Kraut-Ultras, die werden sofort hysterisch und rümpfen wie die Snobs die Nase, sobald der Name Status Quo fällt. Das ist aus deren Sicht ja "nur" normaler Hardrock, ha ha ha, wertlose Musik, ha ha ha, drei Akkorde, ha ha ha....alles was da nicht mindestens drei Knoten ins Hirn macht oder wenigstens besonders freakig ist, wird aus Prinzip schon abgelehnt. Zitat von Lassensiemichdurch

    Status Quo war seit Piledriver eine meiner Lieblingsbands der 70'er, neben vielen Progbands wie Yes, ELP, Pink Floyd, Gentle Giant usw....Somit finde ich dein Zitat grenzwertig gegenüber allen Musikfans. Aus Prinzip wird bei Proggies gar nichts abgelehnt, das kannst du auf jedem Festival in Gesprächen erfahren, wenn du denn mal eins besuchst. Fans der progressiven Musik sind weitaus toleranter, als du dir vorstellen kannst. Was man bei dir leider überhaupt nicht behaupten kann, gemäß deiner Schreibweise.

    Schubladendenken war noch nie hilfreich, genau wie Vorurteile meist falsch sind. Genau das was du und "Gast1" hier bemängelt (Akzeptanz und Toleranz) tretet ihr hier mit euren Bemerkungen in die Tonne. Schade um die verpasste Gelegenheit sich musikalisch auszutauschen. So wird das nix mit dem Forum.

    PS: Geschmäcker sind zum Glück verschieden, Intoleranz aber ist überall auf der Welt derselbe Mist.
     
  2. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    @colmar:

    Zur Erklärung: Lassensiemichdurch und Gast1 sind hier längst Geschichte. Insofern sind deren Aussagen Makulatur, denn sie werden sich nicht mehr zu irgendwelchen Diskussionen äussern.

    Dass Du diesen Thread wieder hochbringst, finde ich allerdings ganz geil, denn den hatte ich doch bislang gar nicht entdeckt gehabt. Gerne gebe ich mich da auch ein, denn zu Status Quo hatte ich schon immer ein sehr eigenes Verhältnis, denn schliesslich ist es bis heute die übelste Live-Band, die ich je gesehen habe. Zweimal hab ich sie gesehen, und beide Male waren sie so grottenschlecht, dass ich schon nach kurzer Zeit das Geschehen verliess. Das erstemal, als ich sie sah, hatten sie zugegebenermassen aufgrund der Konkurrenz das Nachsehen, weil auf dem damaligen Gampel Festival (CH) mit Nina Hagen, Mori Kanté, Guesch Patti, Jimmy Barnes und Phil Manzanera schlicht bessere Acts spielten. Schlimm war der Auftritt am Flughafen Fest in Zürich-Kloten, wo sie sich als seichte Unterhaltungs-Band im nichtssagenden und völlig lustlosen "Medley-Abspulmodus" präsentierten, als sie jeweils zwei bis drei Stücke zu einem Medley zusammenfassten - grauslig, sag ich Dir.

    Und dennoch gehören auch Status Quo zu meiner musikalischen Biographie, denn sie haben einige wirklich gute sowie eine exzellente Platte gemacht, doch die reichen leider weit weit zurück. Bester Song für mich ist bis heute "Gerdundula", der Song ist schlicht magisch. Der hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren, finde ich. Ergo sind für mich "Dog Of Two Head" und "Ma Kelly's Greasy Spoon" bis heute unverzichtbar. Danach stellte sich eine zumindest aus meiner Sicht völlig neue Band vor, und die präsentierte mit "Piledriver" eine der brilliantesten Rockscheiben überhaupt. Noch heute würde ich dieses Album als beste Quo-Platte bezeichnen, denn sie überzeugte vor allem durch ihren knalligen harten und sehr direkten Sound, der daher rührte, dass die Band damals ihr Live-Equipment ins Studio schleppte und einfach die REGLER AUFDREHTE. Der ziemlich abgefederte nächste Streich "Hello!" ist für meinen persönlichen Geschmack fast genauso gut - nur hätte ich mir Stücke wie "Softer Ride", "Caroline" und "A Reason For Living" ebenfalls im harten Sound der "Piledriver" gewünscht.

    Danach aber wendete ich mich ziemlich schnell von Quo ab: Schon das Album "Quo" fand ich schlimm - ein lustloses Herunterschrauben des ewiggleichen Riffs. Nur "Blue For You" hatte noch einige schöne Momente - nämlich genau jene, bei denen nicht geschrubbt wurde. Und was ihr legendäres Live-Album anbetrifft, so finde ich dort drauf nur die Band-Ansage von Jackie Lynton so richtig geil - das musikalische Programm war dann praktisch wieder nur derselbe inzwischen bekannte Ram-ta-tam-ta-tam-Rhythmus. Doch immerhin kam kurz darauf die erlösende Ablöse: AC/DC - und plötzlich waren die Riffs wieder geil.

    ;)
     
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  3. colmar

    colmar Mitglied

    @Catabolic

    Das mit den (Ex)Mitgliedern wusste ich nicht, da ich normalerweise nicht im ClassicRock stöbere.....Ansonsten geb ich dir in vielem Recht. Auch ich hab sie in den 80'ern 1x live in Luxemburg erlebt. Nach 50 Minuten war Schluss, da die Leute sie so sehr ausgepfiffen haben, dass man nichts mehr hörte von der Musik (dem Krach). Es war grottenschlecht. Die Band stand vollkommen neben sich.

    "Piledriver" war auch meine erste Platte der Band, dann folgten alle bis "On The Level" inkl. Ab dann standen andere Bands bei mir im Fokus. Dennoch höre ich die Anfangsalben bis heute, mittlerweile auch "Dog of two head" und "Ma Kelly's".
     
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  4. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    @Catabolic & @colmar

    Wüsste gerne mal, wann genau ihr die Band gesehen habt. Status Quo waren eigentlich fast immer eine sehr gute Liveband, aber natürlich hatten sie auch mal den ein oder anderen Durchhänger.

    Und AC/DC? Ach Gott... da finde ich Status Quo tausendmal spannender. So etwas wie "Slow Train" könnten die doch nie schreiben!
     
  5. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Zu AC/DC kann ich nur sagen: Als ich die zum erstenmal live gesehen hatte, veränderte sich meine Sicht auf harten, ehrlichen Gradeaus-Rock nachhaltig. Zu dem Zeitpunkt zogen Quo schon in Richtung "Living On An Island" in seichte Gewässer :rolleyes:
     
  6. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    Das ist doch Unfug. Auf fast allen Quo-Alben davor ist ein solcher, etwas sanfterer Song drauf. "A Year", "Unspoken Words", "And It's Better Now", "Lonely Man", "Where I Am", "Blue for You", "For You", "Someone Show Me Home". In diesem Fall haben Parfitt und Young wirklich eine tolle Ballade geschrieben (die gegen Ende heraus ja durchaus noch Dampf aufnimmt, zumindest in der längeren Albumversion), und mit Ausnahme dieses Songs ist "Whatever You Want" doch ein sehr rockiges, gitarrenlastiges Album...



     
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  7. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    @Perfectionist:

    Ich finde einfach, den druckvollen und direkten harten Sound wie auf der "Piledriver" hatten sie später nicht mehr..für mich war somit fast jedes nachfolgende Album ein bisschen enttäuschender. So meine ich das in etwa. Uebrigens gehört "Unspoken Words" zu meinen allerliebsten Quo-Song. Für mich ist das aber eher keine Ballade, sondern fast schon ein sehr gefühlvoller Blues. "A Year" wiederum ist in meinen Ohren ein atmosphärischer Folk Rock, eine Art rockige Variante ihres früheren, manchmal noch folkig klingenden Sounds, den sie beispielsweise auch auf der "Dog Of Two Head" ("Gerdundula") und der "Ma Kelly" manchmal angespielt hatten.

    Der Unfug, den ich schreibe, ist übrigens meine rein subjektive und 'gefühlte' Einschätzung und hat nix mit Wissen oder Kenntnis zu tun. Siehe meine Sig. ;-)
     
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  8. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    Deine Einschätzung kann ich so weit ja nachvollziehen. Aber eine Verwässerung des Quo-Sounds anhand von "Living on an Island" festzumachen, finde ich doch irgendwie unpassend. Gerade weil WYW ein deutlich härteres und basischeres Album als "If You Can't Stand the Heat..." ist. Und weil der Song am Ende ja doch ordentlich Fahrt aufnimmt.
     
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  9. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    Rhino und Richie Malone spielen einen Song von Rick Parfitts posthumem Soloalbum:



    Hoffentlich darf Malone auf dem nächsten Quo-Album auch ein bisschen singen!
     
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  10. Lamneth

    Lamneth Aktives Mitglied

    Status Quo sind irgendwie völlig an mir vorbei gegangen, ich besaß nur eine 45er (Single - keine Kanone) von ihnen, Caroline. Dafür hatte ich als Jugendlicher ein ziemlich großes Poster von ihnen. Ich fand das Outfit - Blue Jeans und lange Haare - toll.
    Nachdem ich diesen Thread gelesen habe, bin ich neugierig geworden, und werde mir mal was von ihnen besorgen. So wie ich das sehe, dürfte Piledriver eine ganz gute Wahl sein.
     
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  11. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    Piledriver ist auf jeden Fall eine gute Wahl. Die Deluxe-Edition ist zudem sehr gut remastert und enthält eine tolle Liveaufnahme als Bonus.
     
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  12. phonoline

    phonoline Neues Mitglied

    Alle Alben ab 1970, beginnend mit Ma Kelly's Greasy Spoon, sind geil, bis einschließlich Blue For You. Meine Lieblingsalben sind hier definitiv Quo/On The Level/Blue For You - für mich die Esssenz Quos. Piledriver und Hello! sind auch sehr gut, haben mich aber (außer "Softer Ride") nie wirklich erreicht. Das Geile an den genannten Favoriten ist die Kunst Quos (wahrscheinlich vollkommen auf Drogen), einen Song mit vielen Ebenen und genialen Riffs zu schaffen und ihn gleichzeitig einfach klingen zu lassen. Mystery Song ist so einer oder die lange Version von Down Down. Slow Train, Lonely Man und später Breaking Away oder die Neuaufnahme von 4500 Times.
    Alles, was nach Blue For You veröffentlicht wurde, kam an diese frühe Hardrockphase der Band einfach nicht mehr ran - bis auf das grandiose Whatever You Want.
    Im späteren Werk gefallen mir vor allem Rock Til You Drop und Under The Influence. Zu der Zeit, 1999, machten sie übrigens eine Pubtour - der Abend in Frankfurt wurde aufgezeichnet:
    Wenn das nicht der Beweis ist, dass Quo eine geile Liveband ist... ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Mai 2019
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  13. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Möchte mich hierzu gerne noch mal melden. Im Moment läuft bei mir die gerade bei Saturn und Media Markt für 5 Euro gehandelte Solo-CD des verstorbenen Rick Parfitt. Und hier höre ich einfach genau den Quo-Sound, den ich seit Jahren schon bei Quo selbst vermisse. Interessant ist dabei, dass auch weitere Quo-Musiker mitspielen. Sogar der sträflich unterbewertete Bob Young ist an Bord (unbedingter Hörtipp: das Album YOUNG & MOODY mit Mick Moody und Bob Young). Kerniger, ehrlicher Geradeaus-Rock und völlig kleisterfreie "Balladen", resp. Pop-Songs. Einfach zeitlos schön.

     
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  14. Marifloyd

    Marifloyd Inventar

    Francis Rossi wird heute 70 Jahre alt. Deshalb...

     
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  15. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    Die verknoteten Hälse :)
     
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  16. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    Das Unglaubliche ist geschehen - zwei neue Songs tauchten einfach so mir nichts, dir nichts im Liveprogramm auf!

    Ich kann grade nicht verlinken, aber sie dürften sich anhand der Titel leicht finden: "Liberty Lane" (habe ich schon gehört, finde ich richtig klasse) und "Cut Me Some Slack". Und da die Band im September mal wieder für BBC Radio 2 live spielen wird, schießen die Spekulationen ins Kraut, dass das neue Quo-Album etwa um diese Zeit herum erscheinen wird.
     
  17. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

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  18. Alexboy

    Alexboy Mitglied

    Piledriver war auch mein erstes Album von Quo und ich war etwas überrascht von der Musik, denn bis dahin kannte ich nur u.a. Pictures of Matchstick Men und andere ältere Nummern vom Beat-Club die etwas anders klangen.
    Mein bevorzugtes Lied ist Oh Baby wg. der Power und der Gitarrenarbeit.
     
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  19. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Das Cover find' ich aber sowas von cool...

    Cover.jpg
     
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  20. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    Yep. Es ist eine Mixtur aus dem sehr abstrakten Stil, der auf "Quid Pro Quo" und dem Reissue von "Under the Influence" verwendet wurde, und dem schwarzen Hintergrund wie bei "Hello!".
     
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