1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

R.I.P.

Dieses Thema im Forum "Stammtisch" wurde erstellt von schwarzwurst, 11. November 2016.

  1. Gast 5

    Gast 5 Aktives Mitglied

    Leonard Cohen ist tot! Die tolle Stimme Cohens ist für immer verstummt. Gestern verstarb der Kanadier im Alter von 82 Jahren. Hier einer meiner Lieblingssongs von ihm. R.I.P. Leonard

     
    musicmicha gefällt das.
  2. LassenSieMichDurch

    LassenSieMichDurch Alter Hase

    Ich bin zwar kein Leonard Cohen-Fan, aber dennoch sehe ich das natürlich als sehr betrüblichen Verlust für die Welt. Da gibt es überhaupt nichts zu diskutieren. R.I.P. !

    Ansonsten muß ich mir mal den Einwurf erlauben, dass die letzten Jahre, insbesondere der Zeitraum 2015 / 2016, eine sehr traurige Anhäufung schmerzhafter Abschiede waren. Wenn ich mir überlege, wieviele Leute alleine aus Musik und Kultur (damit meine ich also auch Schauspieler usw.) in diesem Zeitraum verstorben sind, die einen das ganze Leben begleitet haben, die irgendwie "immer schon da" gewesen sind, dann ist das doch ein nur schwer verdaulicher Umstand.

    Völlig egal, ob es sich um Lemmy, David Bowie, Daevid Allen oder Kindheitshelden wie Manfred Krug (den kenn´ich noch aus der "Sesamstraße" !) handelt.

    Natürlich weiß ich ganz rational betrachtet auch, dass es nur Menschen wie Du und ich sind, die irgendwann halt mal gehen müssen. Unsterblich ist niemand. Aber trotzdem macht es einen wirklich traurig. :(:confused:
     
    nixe gefällt das.
  3. Gast 5

    Gast 5 Aktives Mitglied

    Ganz klar. Schau Dir unser Alter an. Ich sage schon lange, dass eben nun die Generation unserer Eltern dran ist von uns zu gehen und häufig sind unsere prominenten Helden in etwa der gleichen Jahrgänge.
     
    nixe gefällt das.
  4. LassenSieMichDurch

    LassenSieMichDurch Alter Hase

    Man muß sich dabei ja auch mal bewußt machen, dass die alle zwischen 65 und 85 geworden sind, so in etwa jedenfalls. Mancher war vielleicht einen Ticken jünger, der eine oder andere vielleicht auch etwas älter. Aber insgesamt sind das Altersbereiche, da besteht nun mal ein biologisch betrachtet höheres Sterberiskio als in jüngeren Jahren.

    Man ist heute natürlich auch verwöhnt, weil (halbwegs gesund) alt werden dazugehört. Letztlich ist 82 zum Beispiel ein respektables Lebensalter, das macht man sich bloß nicht mehr so klar. Heute denkt man schon fast: "Der ist ja NUR 82 geworden.", weil so viele Menschen längst die 90er-Hürde überspringen.

    Lemmy ist 70 geworden und auch das ist für sich genommen ein Lebensalter, das früher absolut keine Selbstverständlichkeit war. Noch vor nicht allzu langer Zeit galt man als hochbetagt und es war eine echte Freude wenn es jemand schaffte, 70 zu werden. Heute heißt es bloß: "Ach Gott, so jung ? Viel zu früh gegangen."

    So ändern sich Verhältnisse und Wahrnehmung im Laufe der Zeit. Und natürlich altert man selber auch mit, das verdrängt man bloß ebenso häufig.
     
  5. Gast 1

    Gast 1 Guest

    Meine Frau ist ja großer Leonard Cohen Fan und als ich ihr grade die Meldung vorlas erschrak sie und sagte sie wollte sich grad das neue Album von ihm von mir zu Weihnachten wünschen.

    Nur 70 oder nur 82 wie es heute oft heißt, nein das empfinde ich nicht so. Man hat kein Recht auf irgendein Alter, das geht in der Jugendwahngesellschaft allerdings leider allzuoft unter. Und nachdem dieses Jahr eine meiner engsten Freundinnen mit nur 48 Jahren in sehr kurzer Zeit an Krebs starb ist mir das Thema nun auch emotional mehr denn je bewusst.

    Woanders schon gepostet, hier passend nochmal. Das Lied verbindet auch meine Frau und mich

     
  6. Gast 2

    Gast 2 Guest

    Gerade noch hatten wir songs von LEONARD COHEN hier eingestellt - unter "Sänger", unter"Songs", evtl. auch noch anderweitig.
    Und heute schreiben wir über ihn in dem r.i.p.-thread.
    Aber das ist der "Lauf" von uns Lebewesen auf diesem Planeten, der uns definitiv nicht einmal gehört. Dennoch werden Land, Häuser, riesige Flächen, aufgekauft. Zutritt, Begehen,
    Spielen, Bewohnen, miteinander Leben - ist für andere verboten.
    Damit beginnt bereits alles.
    Menschen kommen, Menschen gehen. Kinder werden geboren; Menschen sterben. Jede Sekunde auf diesem Planeten Erde, von welchem viele Leutchen immer noch glauben,
    dass sich alles um ihn drehen muss und auch dreht. Geburt und Tod - Liebe und Hass, so eng verknüpft miteinander und dennoch meilenweit voneinander entfernt.
    Leonard Cohen hat dies und vieles andere richtig erkannt und beschrieben und besungen. Dafür danke ich ihm. Sein Werk ist eine großartige Bereicherung.

    Aber Angst vor dem Tod ? Nein, habe ich nicht. Ehrlicherweise muss ich korrekt schreiben: Habe ich derzeit nicht. Vielleicht auch noch nicht. Das kann sich ändern, muss es aber nicht. Immerhin bin ich schon im 65. Lebensjahr und nicht unbedingt das, was als "kerngesund" oder "topfit" bezeichnet wird (milde ausgedrückt).

    Warum schreibe ich das alles ? Der r.i.p.-thread ist eigentlich schon immer einer gewesen, welcher als "schrecklich", "unangenehm" oder "furchtbar" bezeichnet wird.
    Das ist er auf eine gewisse Art und Weise ja auch, keine Frage. Aber wir sollen, dürfen und müssen uns deswegen nicht herunterziehen lassen. Nein. Auf keinen Fall.
    Vielleicht jedoch eher immer wieder mal so durchdenken und überlegen, wie kurzlebig alles ist und ob es sich gerade deshalb "lohnt", sich in Streitereien, Ärger und Ärgern,
    womöglich gar Hass-Tiraden, zu ergehen oder sich daran zu weiden. Gerade auch in einem Forum ! Toleranz und Nettigkeiten, Freundlichkeiten austauschen und bei
    Meinungsunterschieden natürlich gerne diese offenlegen - aber immer mit der gebotenen Achtsamkeit. Und nicht den Holzhammer herausholen und draufhauen oder
    unsinnige Eigensinnigkeiten verbreiten. Das alles ist nicht immer unbedingt leicht -aber es geht und es klappt.
    Und gerade dabei hilft eben auch der r.i.p.-thread. Deswegen brauchen wir ihn.

    r.i.p., Leonard, und singe Deine Lieder, wo immer Du nun auch sein und singen mögest.
     
    Marifloyd, Waldläufer, nixe und 5 anderen gefällt das.
  7. Gast 1

    Gast 1 Guest

    Sehr sehr schöne Worte mein lieber Reiner und genau so hab ich dich kennen und nicht zuletzt deshalb auch so schätzen gelernt.
     
  8. Gast 5

    Gast 5 Aktives Mitglied

    Sehr schön was Du schreibst, Reiner! Da bekomme ich einen Kloß in den Hals beim lesen!
     
  9. LassenSieMichDurch

    LassenSieMichDurch Alter Hase

    Ich kann auch nur zustimmend mit dem Kopf nicken !
     
  10. Gast 2

    Gast 2 Guest

    Kinners, verlegt mich nicht - also macht mich bitte nicht verlegen !
    Aber über Eure Zustimmung freuen, das kann ich mich schon. Weil mich das hoffen lässt.
     
  11. Roller-Rocker

    Roller-Rocker Aktives Mitglied

    Sehe ich ähnlich.
    In den westlichen Kulturen wird das Thema Tod und Sterben m.E. mehr verdrängt, stattdessen wird Jugend, Leistungsfähigkeit, Anti-Aging etc. beworben und hochgelobt.
    Die Naturvölker, die von "zivilisierten" Kulturen gern etwas herablassend und ach so hilfsbereit behandelt werden, sind uns da voraus. Da gehen die Verstorbenen in die Reihen der Ahnen ein, werden die Alten geachtet und respektiert.

    Es ist nur zu wünschen, daß jede(r) jemanden zur Seite hat, wenn es darum geht, die Welt zu verlassen, und nicht allein und vergessen gehen muß. Auch deshalb habe ich höchste Achtung vor ehrenamtlichen Hospizhelfern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. November 2016
  12. LassenSieMichDurch

    LassenSieMichDurch Alter Hase

    Bevor wir das Zeitalter der Industrialisierung erreicht hatten, ging man mit Alten und Kranken hier auch respektvoller um.
     
    Roller-Rocker und Vertigo gefällt das.
  13. micha108

    micha108 Aktives Mitglied

    Ich stimme Dir zu und mit zunehmenden Alter wird einem/mir die eigene Vergänglichkeit immer bewusster. Und auch, wenn der physische Körper vergänglich ist, ist doch, was (gutes) geschaffen zu haben durchaus auch etwas Unvergängliches. Bei z.B. Musiker/Künstler mehr offensichtlich (die Musik, die Bilder, die Bücher) und auch im "kleinen" privaten gibt es sicherlich Beispiele. Und so sind sie für mich auch Beispiele, möglichst nützlich zu handeln und etwas Bleibendes zu "schaffen" und wenn es "nur" so etwas ist, einiges und freudvolles an die eigenen Kinder zu geben ....

    ... und ja, es macht auch traurig, wenn Menschen gehen ...
     
    Forever Old und Vertigo gefällt das.
  14. Roller-Rocker

    Roller-Rocker Aktives Mitglied

    Ja, stimmt. Da war der Mensch auch noch etwas wert, ohne daß man mit ihm Geld verdienen konnte.
    Der Name Kapitalismus sagt doch, was das Bestimmende an dem System ist.
    In Sozialismus war natürlich nicht alles sozial, aber ich will jetzt nicht politisieren. Dazu ist der Thread nicht da.

    Zum eigentlichen Thema: Ein glühender Cohen- Fan war ich zwar auch nicht, aber ich hatte die Amiga-Platte zu DDR-Zeiten (gab es auch nur unter der Ladentheke), und fand die Stimme einzigartig. Das war auch der Grund für die Anschaffung des Live-Albums (London 2009).
    Wo manche laut wurden, um Partei zu ergreifen, sang er mit ruhiger Stimme. Das beeindruckt mich immer wieder.

     
    Forever Old gefällt das.
  15. Okzitane

    Okzitane Aktives Mitglied

  16. Gast 5

    Gast 5 Aktives Mitglied

    Und nun Leon Russell. Der aamerikanische Songwriter, Sänger und Pianist ist gestern verstorben im Alter von 74 Jahren. Besonders gefällt mir sein Mitwirken bei Cockers "Mad Dogs And Englismen" und beim "Concert for Bangladesh". R.I.P. Leon!
     
    Perfectionist gefällt das.
  17. Gast 1

    Gast 1 Guest

    Ach Sch.... ich mag den Thread nicht. Ich freu mich, dass er durch Elton John noch einmal die Aufmerksamkeit bekommen hat die er eigentlich verdient hätte. Anfangs der 70er groß, doch dann völlig verschwunden.
     
  18. Gast 2

    Gast 2 Guest


    Ja, ich habe es gerade gelesen ... traurig. Leon Russel stand immer - unberechtigterweise - etwas zu sehr im Hintergrund, dabei war er ein begnadeter Musiker.

    r.i.p., Leon, und singe und musiziere weiterhin, mit wem auch immer und wo auch immer Du nun sein magst.
     
  19. Gast 5

    Gast 5 Aktives Mitglied

    Ich mag das Thema auch nicht, Jürgen. Die Realität nimmt darauf jedoch keine Rücksicht! Trotz allem, allen einen guten Start in die Woche!
     
  20. Gast 2

    Gast 2 Guest

    Noch ein kleiner Hinweis:

    Der thread heißt "R.I.P. Leonard Cohen"

    Auch wenn niemand von uns diesen thread unbedingt "liebt", so muss ich Steffen recht geben: Die Realität nimmt keine Rücksicht darauf.
    Und nun haben wir Leon Russell hier.

    Daher meine Anregung, ob jemand den thread abändern kann in lediglich "R.I.P." (oder ähnlich).
    Das passt halt besser und die anderen finden bei neuen posts (bitte nicht so schnell wieder !!) leichter hier her.
     

Diese Seite empfehlen