1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Heft 11-2019

Dieses Thema im Forum "eclipsed - Das Magazin" wurde erstellt von eclipsed, 22. Oktober 2019.

  1. eclipsed

    eclipsed Administrator Mitarbeiter

    [​IMG]

    Das neue eclipsed Rock Magazin ist ab Freitag, den 25.10.2019, im Handel erhältlich!

    Die wichtigsten, aktuellen Heftinhalte findet ihr hier im Überblick...

    40 Jahre MARILLION - Von Hofnarren, Angst und dem Ende der Jahreszeiten

    2019 feiern Marillion ihr 40-jähriges Bestehen. Und auch die zweite Inkarnation der Band begeht ein rundes Jubiläum: „Seasons End“, das erste Album mit dem neuen Frontmann Steve Hogarth, erschien am 25. September 1989 und war der Startschuss zum ereignisreichen zweiten Leben einer Band, die zu diesem Zeitpunkt viele schon abgeschrieben hatten. Zudem erscheint eine umfangreiche Box, die sich dem „Afraid Of Sunlight“-Album widmet, das wiederum kurz vor seinem 25. Geburtstag steht. Es gibt also genug Gründe, sich intensiv der Geschichte dieser einzigartigen Band zu widmen.

    FLYING COLORS - Supergroup auf Raten

    Anfang Oktober veröffentlichten die FLYING COLORS „Third Degree“, ihr drittes Studioalbum in acht Jahren. Könnte der Output größer sein, oder ist das Motto „Qualität statt Quantität“ genau das richtige Rezept für die Prog-Supergroup? Andererseits ist das vielleicht gar kein so schlechter Schnitt angesichts all der Projekte, in die die Bandmitglieder sonst noch involviert sind.

    MARK LANEGAN - Musikbesessener ohne Sendungsbewusstsein

    Wer mit Kurt Cobain, Mitgliedern von Pearl Jam und Marianne Faithfull zusammengearbeitet oder am Meilenstein „Songs For The Deaf“ der Queens Of The Stone Age mitgewirkt hat, besitzt fast zwangsläufig selbst Legendenstatus – ein Ausdruck, dem allerdings immer auch etwas Vergangenes anhaftet. MARK LANEGAN jedoch ist nach wie vor ein höchst produktiver Künstler, der es liebt, sein eigenes Ding zu machen, und ebenso gern genreübergreifende Kollaborationen eingeht.

    PERE UBU - Am Ende eines Wegs

    Der König ist tot, es lebe der König. Die aus Cleveland in Ohio stammende Band Pere Ubu war immer ihrer Zeit voraus und steckte zugleich mit beiden Beinen in der Geschichte. Sie entlehnte ihren Namen dem grotesken Theaterstück „König Ubu“ des französischen Schriftstellers Alfred Jarry und erfand den Post-Punk bereits vor der großen Explosion des Punk. Mit ihrem neuen Album „The Long Goodbye“ nimmt sie Abschied. Oder doch nicht?

    TONBRUKET - Musik und Antimusik

    In sogenannten Jazzkreisen passiert es nicht allzu oft, dass eine Band in unveränderter Besetzung über einen Zeitraum von zehn Jahren sechs Alben veröffentlicht. Das schwedische Quartett Tonbruket ist eine Ausnahme. Auf seinem neuen Album „Masters Of Fog“ geht es einmal mehr über Start.

    PRIDE & GLORY / ZAKK WYLDE - Herzensangelegenheit

    1994 erschien das einzige Album der Southern-Rock-Formation Pride & Glory. Nachdem Ozzy Osbourne nach dem Album „No More Tears“ (1991) seinen ersten Abschied vom Rockbusiness angekündigt hatte, stand Gitarrist Zakk Wylde auf einmal ohne Job da. So gründete er 1992 mit der White-Lion-Rhythmusmannschaft, bestehend aus dem Bassisten James LoMenzo und Drummer Greg D'Angelo, die Band Lynyrd Skynhead. Einige Songs des Trios erschienen u. a. auf dem Sampler „L.A. Blues Authority Vol. 1“ (1992), allerdings unter dem Namen Zakk Wylde...

    KEITH EMERSON - Brückenbauer zwischen Klassik und Rock

    Am 2. November hätte ELP-Keyboarder Keith Emerson seinen 75. Geburtstag gefeiert. Für viele Progrock-Fans gilt der Brite, der am 11. März 2016 seinem Leben ein Ende setzte, als spieltechnisch brillantester Vertreter seiner Zunft. Doch Emerson setzte auch noch in anderen Bereichen Maßstäbe: als Showman der Extraklasse, als bahnbrechender Komponist und als genialer Vermittler zwischen Klassik und Rock. Von Kritikern wurde er gerne der Gigantomanie bezichtigt, während seine künstlerischen Leistungen unter den Tisch gekehrt wurden. Daher ist es an der Zeit, die Verdienste dieses großartigen Musikers nochmals angemessen zu würdigen.

    LEPROUS - Keine Angst mehr!

    Die fantastische Reise von Leprous geht weiter. Seit ihrem Debüt „Tall Poppy Syndrome“ haben die Norweger eine faszinierende musikalische Entwicklung genommen. Schon mit „Bilateral“ emanzipierte man sich vom ursprünglichen Ansatz (Black Metal gepaart mit klassischem Progrock der Siebziger und jazzigen Passagen), mit Alben wie „Coal“ und „The Congregation“ setzte man sich dann mit an die Spitze einer frischen neuen Progmetal-Generation. Mit „Pitfalls“, ihrem sechsten Album, befreit sich die Band nun auch mit Vehemenz aus diesem (für sie ohnehin nie wirklich vorhandenen) Korsett, die musikalische Palette des Quintetts scheint ab sofort beinahe unbegrenzt zu sein. Im Interview spricht Sänger Einar Solberg darüber hinaus offen über seine schwere Depression.

    MICHAEL KIWANUKA - „Dieses Album stellt die Frage, wer ich bin“

    Der englische Sänger und Gitarrist mit ugandischen Wurzeln hat sich Zeit gelassen. Doch jetzt hat Michael Kiwanuka sein drittes Studiowerk fertig. Am 25. Oktober erscheint das schlicht „Kiwanuka“ betitelte Album. Mit eclipsed sprach der 32-jährige Künstler über Kreativität in schweren Zeiten und die Suche nach sich selbst.

    BETH HART - Mit radikaler Selbstentblößung gegen innere Dämonen

    Spätestens seit ihrer Kooperation mit Joe Bonamassa auf dem gefeierten Album „Don’t Explain“ von 2011 gilt Beth Hart als Hohepriesterin des Bluesrock. In ihrem neuen Werk „War In My Mind“ kämpft die Kalifornierin gegen die dunklen Schatten ihrer Vergangenheit an.

    THE MAGPIE SALUTE - Musikalischer Dammbruch

    Erneut Hochwasseralarm bei THE MAGPIE SALUTE – doch Mastermind Rich Robinson und seine fünf Mitstreiter waten auf ihrem zweiten Studioalbum „High Water II“ weiterhin entschlossen durch sämtliche Unbill dieser Tage.

    Laura Cox - Vom YouTube-Star zur neuen Rocksensation

    Bereits seit einigen Jahren rockt die französische Sängerin und Gitarristin LAURA COX die Clubs in Europa und hat sich dabei eine treue Fangemeinde erspielt. Die dürfte angesichts des am 8. November erscheinenden grandiosen klassischen Rockalbums „Burning Bright“ noch um einiges größer werden. Am Anfang dieser Karriere standen selbst produzierte Videoclips.

    BENT KNEE agieren noch experimentierfreudiger als bisher

    „Erwartet das Unerwartete“ – dieses Motto von Peter Gabriel könnte auch für das amerikanische Artrock-Sextett Bent Knee gelten. Denn während die Absolventen des Berklee College Of Music mit dem Vorgänger „Land Animal“ ihre zugänglichste Songkollektion abgeliefert haben, ist das fünfte Album „You Know What They Mean“ ihr radikalstes Statement, das gelegentlich mit harschen Klängen verstört, andererseits mit emotionalen Artrock-Songs wieder versöhnt.

    RAY ALDER nutzt die Fates-Warning-Pause für sein erstes echtes Soloalbum

    „Vamos!“, ruft Ray Alder. 22 Grad, ein lauer Abend in Madrid, ideal für eine Runde mit seinem Hund Sam – Telefoninterview hin oder her. „Sorry“, entschuldigt sich Alder. „Ich hoffe, das ist okay?!“ Ist es. Die Promotion für sein Soloalbum „What The Water Wants“ erledigt der 52-Jährige, den die Progmetal-Fans als Sänger von Fates Warning kennen, so nebenbei. Denn Zeit ist etwas, wovon der Wahl-Spanier momentan nicht viel zur Verfügung hat. Das Album fertigzustellen, hat länger gedauert als gedacht. Die Promotiontermine fallen nun in eine Phase, in der Alder bereits wieder an neuen Songs für Fates Warning arbeitet.

    Bluesrockerin SAMANTHA FISH kann sich nur schwer entscheiden

    Auf ihren letzten Alben versuchte sich die 30-jährige Gitarristin und Sängerin eher darin, ihr Soundspektrum zu erweitern, und entfernte sich dabei schleichend von ihrer eigentlichen Stärke: dem Bluesrock. Samantha Fish kann sich aber anscheinend auch in privater Hinsicht nicht so recht entscheiden und wechselt zwischen einem Wohnort in Louisiana und ihrer eigentlichen Heimatstadt Kansas City hin und her. „Ich treffe Entscheidungen oftmals sehr intuitiv. Das fühlt sich in dem jeweiligen Moment immer gut an!“

    Acht Jahre nach Ende von Sonic Youth legt KIM GORDON ihr erstes Solo-Album vor.

    Meilensteine wie „Daydream Nation“ oder „Goo“ machten Sonic Youth zur Underground-Rock-Institution – bis die Scheidung von Bassistin Kim Gordon und Sänger/Gitarrist Thurston Moore das Ende der Kultband markierte: Im Oktober 2011, nach 30 Jahren und 13 Alben, gaben die New Yorker ihre Trennung bekannt. Jetzt, nach langer Selbstfindung und dem Umzug nach Los Angeles, meldet sich Gordon (66) mit ihrem Alleingang „No Home Record“ zurück.

    ...und vieles mehr!
     
    Marifloyd gefällt das.
  2. Marifloyd

    Marifloyd Inventar

    Freue mich schon jetzt auf die Ausgabe. Insbesondere bin ich auf den Marillion Artikel gespannt. Flying Colors , Keith Emerson und Beth Hart. Doch das kann kurzweilig werden.
     
    stellar80 und Mike gefällt das.
  3. Jan

    Jan Aktives Mitglied

    sehr gute / schöne Ausgabe! Macht Spass zu schmöckern :)
     
    Georg, Marifloyd und Mike gefällt das.
  4. stellar80

    stellar80 Aktives Mitglied

    Schließe mich an... die neue elbow und Clutching at Straws hörend, habe ich bereits einiges gelesen! Weiter so :D
     
    Jan und Mike gefällt das.
  5. Marifloyd

    Marifloyd Inventar

    Beginne gerade mit dem Lesen der neuen Ausgabe. Schönes Vorwort. Alles Gute @Steven Thomsen ! Hoffe, Du hast noch ein wenig Zeit für unser Forum. Toi. toi, toi!
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Oktober 2019
    Foxy`s Roadie und Georg gefällt das.
  6. Marifloyd

    Marifloyd Inventar

    Habe nunmehr die Rezensionen gelesen. Sicher werde ich mir nicht alle Alben auf meiner Merkliste anschaffen können, aber die nachfolgenden sind jedenfalls darauf zu finden. Mann o Mann, das kann ins Geld gehen. Muss ja nicht alles sofort sein...

    Yogi Lang
    RPWL
    Pineaple Thiefs
    No-Man
    Flower Kings
    Michael Kiwanuka
    Leprous
    Laura Cox
    Elbow
    Jeff Lynne
    Mandoki
    Neil Young

    Joe Bonamassa und Van Morrison sind bereits geordert!
     
    passionplayer und Jan gefällt das.
  7. Jan

    Jan Aktives Mitglied

    Mir gehts ähnlich... Geordert sind Leprous, Blind Guardigan / Twillight Orchester, Barock Project, Elbow und die Pineapple Thief
     
    Georg und Marifloyd gefällt das.
  8. passionplayer

    passionplayer Mitglied

    Die kommen mir auch ins Haus.
     
    Marifloyd gefällt das.
  9. Mike

    Mike Moderator Mitarbeiter

    Ja, ist ein krasser Monat mit unheimlich vielen guten VÖs....dafür sieht´s für den Monat danach noch eher dünn aus, finde ich...mal gucken!
     
  10. Georg

    Georg Aktives Mitglied

    Bei Leprous bin ich nach dem dritten oder vierten Album ausgestiegen...
     
  11. passionplayer

    passionplayer Mitglied

    Na ja, der Dezember ist ja eher der "Best Of" und "Rock Christmas" Monat. Insgesamt kann ich mich nicht beklagen, das Jahr 2019 war und ist ein grandioses Musikjahr.
    Dream Theater, Neal Morse Band, RPWL, Arch/Matheos, Pattern Seeking Animals, Ray Alder, Opeth, IQ, Vanden Plas, Year Of The Goat, Flying Colors.
     
    Mike gefällt das.
  12. Music is Live

    Music is Live Aktives Mitglied

    beste Info der Ausgabe ---> Roini Stolt schreibt (wahrscheinlich nicht alleine) am neuen Transatlantic Album.... :)

    siehe Rezi zum neuen Flower Kings Album... ;)
     
    passionplayer, Catabolic und stellar80 gefällt das.
  13. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Gratulation zur aktuellen Ausgabe. Mit der Marillion Story und etlichen Berichten zu neuen Bands und Künstlern präsentiert sich das Heft insgesamt sehr ausgewogen mit einem deutlich gesteigerten Aktualitätsbezug. Mit Leprous, den Flying Colors, Tonbruket und The Magpie Salute werden gleich vier Top Bands porträtiert. Speziell habe ich mich über das Interview mit Pere Ubu gefreut, einem ganz grossen Avantgarde Künstler, der nicht in Vergessenheit geraten darf, womit wichtige Historie den Kreis wieder schliesst. Prima Heft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Oktober 2019
    passionplayer, WeepingElf und Mike gefällt das.
  14. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Weil auf Seite 27 auf die neue Jan Akkerman Bezug genommen wird, sich aber leider ein falsches Coverbild eingeschlichen hat, hier das Plattencover - auch, weil ich es einfach wunderschön finde. Wie den Künstler selbstverständlich auch. Das wird bei mir daher diesmal nicht NUR ein Kauf wegen des Covers...aber auch ;)

    Jan Akkerman.jpg
     
  15. Fenimore

    Fenimore Mitglied

    1D50E0B7-D42A-4C0B-A1EE-143F1463EF63.jpeg

    Angeregt durch die positive Rezension höre ich mir die „Pictures...“ an. Leider hat man ständig ELP im Ohr und vergleicht es ständig. Ansonsten eine eigenständige Interpretation, anhören lohnt auf jeden Fall.

    geordert und im Haus sind bereits Flower Kings und Leprous, No-Man geordert. Diverse werden noch gestreamt.
    Swans auf jeden Fall gut /
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. November 2019
  16. Foxy`s Roadie

    Foxy`s Roadie Mitglied

    Hab´ im Vorwort gelesen, dass Steven die Redaktion verlässt. Das tut mir sehr leid. Da wird sicherlich eine Lücke entstehen, die schwer zu füllen ist. Hatte vor kurzer Zeit Heft Nr. 11/03 bei Ebay ersteigert und deinen damaligen Beitrag zu David Bowie sehr genossen. "Reality" war zu dieser Zeit eines meiner Lieblingsalben.
    Ich wünsch´ dir alles Gute für deinen weiteren Weg.
     
    Catabolic und Marifloyd gefällt das.
  17. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    Ich weiß nicht, woran es liegt, vielleicht ja an mir? Aber momentan will mir das Heft als Ganzes einfach nicht richtig zusagen. Ich will auch keine Schmähkritiken verfassen, einfach nur meine Eindrücke und Gefühle formulieren...

    Schmunzeln musste ich bei dem Leserbrief über Ally Venable... "Sie schreibt ihre Texte selbst, sie singt toll. Ihre Gitarre ist heavy, und sie ist so hübsch!" :) Bei einer solchen Auflistung ist man ja darauf gefasst, dass sich die Argumente steigern. Ob das hier auch intendiert war? ;-) Gerade bei Gitarristinnen fällt mir auf, dass die Optik durchaus fürs Marketing genutzt wird. Aber wie authentisch ist ein Foto wie das von Samantha Fish... stark geschminkt, mit hochhackigen Schuhen und dann eine Gibson SG in der Hand? Immerhin, das Foto von Bent Knee auf S. 22 macht optisch schon was her ;) Aber ich schweife ab...



    Damit zum Titelthema. Im Prinzip kann man mit Marillion eigentlich nichts falsch machen, trotzdem hatte ich irgendwie mehr erwartet. Schon das Cover ist ein bisschen unfair: Oben ein Riesenfish (der auch noch große Teile des eclipsed-Schriftzugs verdeckt), unten drunter ein Marillion-Häufchen. Steht nicht unbedingt exemplarisch für den Output der Band. Klar, Fish hat seine Solokarriere, aber auf die wird ja nicht eingegangen (nicht mal im Artikel übers Artwork, obwohl man da ja einiges hätte schreiben können).

    Bevor ich über die Titelstory rede, zunächst zu der Rezension von "Afraid of Sunlight"! Also noch einmal langsam zum Mitschreiben für Sascha Seiler: Die Marillion-Reissue-Serie orientiert sich NICHT an irgendwelchen Jubiläen, sondern folgt einer festgelegten Chronologie.

    Insgesamt bleibt die Titelstory deutlich hinter denen zu "Fugazi" und "Misplaced Childhood" (Wo war eigentlich "Clutching at Straws"?!) zurück, da sie mir deutlich zu oberflächlich wirkt. Auf die Songs von "Seasons End" wird nicht sonderlich intensiv eingegangen, obwohl es gerade hier eine Menge spannender Ansätze gegeben hätte. Beispiel: Die Verbindung des bandeigenen Ansatzes mit dem von Steve Hogarth. Die erste Hälfte von "Easter" stammt von ihm alleine, der Rest wurde dagegen mit der Band entwickelt. Oder wieso wird "The Space...", eine von Hogarths besten Gesangsleistungen und live immer gerne genommen, gar nicht erst erwähnt?

    Auch die letzten Sessions mit Fish hätten mit viel mehr Tiefe behandelt werden können. Was genau von den Tracks letztlich wo gelandet ist, wurde m.W. noch nirgends richtig tiefgehend analysiert.

    Ach ja: Ich habe nichts gegen "Hooks in You", das doch in bester "Market Square Heroes"- und "Incommunicado"-Tradition steht. Dürfen Marillion nicht auch mal einen knackigen Hardrocker abliefern?

    Dass "Holidays in Eden" gleich drei Mal in die Tonne getreten wird, stößt mir auch sauer auf. Bis auf ein, zwei Songs gefällt mir die Platte bis heute ziemlich gut. Sie hat viel mehr musikalische Substanz als das hochgehypte, für mich aber nahezu unerträgliche "F E A R"! Diese Art von Songwriting - kompakte Songs (Titelsong, Waiting to Happen) gemischt mit nicht allzu ausufernden, in sich schlüssigen Epen (Splintering Heart, The Party und die Abschluss-Trilogie) - würde ich mir von den Jungs heutzutage zurückwünschen.

    Sonderlich aufschlussreich waren auch die Favoritenlisten von Fish, h und Rothery nicht. Das Meiste hat man als Fan schon öfters mal gehört. Interessanter wäre es gewesen, wenn man die Kerle mal aus ihrer Komfortzone holen würde, z.B. indem man Hogarth auch noch fragt, welches der ersten vier Marillion-Alben er für das beste hält, oder ob Fish irgendwas Positives über Marillion nach seinem Ausstieg zu sagen hat...

    Interessant fand ich allerdings die Hintergründe zu John Helmer und vor allem die Tatsache, dass die Band offenbar noch eine Menge Lyrics von ihm hat. Angesichts dessen, wie prosaisch, formlos und ungelenk Hogarths Texte in letzter Zeit geraten sind (die politischen Aussagen in allen Ehren), wäre das vielleicht wirklich eine Option, um zu einer etwas strukturierteren Musik zurückzukehren. Mal abgesehen von der angekündigten neuen Marillion-Texterin Greta Thunberg natürlich ;)

    Ach ja: Meines Wissens gibt es bei Marillion keine "brennenden Köpfe". Die zwei Mal verwendete Formulierung ist unerträglich und in der Überschrift unnötig reißerisch. Das habt ihr doch eigentlich nicht nötig.


    Gar nichts mehr fällt mir zur Rubrik "Weiter im Text" ein. :mad: Ehrlich, Leute, muss das sein? Mir tut's beim Lesen fast ums ausgegebene Geld leid. Kann man sowas nicht irgendwo im digitalen Nirwana platzieren? Für meinen Geschmack gibt es tagtäglich in den Nachrichten schon genug menschliche Grausamkeit, da muss man das nicht auch noch im eclipsed thematisieren. An minderjährige Leser scheint man auch nicht gedacht zu haben, anders als z.B. Classic Rock ist eclipsed ja sprachlich und thematisch eigentlich normalerweise "sauber"... schöner Schock. :rolleyes:

    "angesichts des chaotischen Brexit-Chaos'" ist nicht nur ein Pleonasmus, sondern auch ein Apostroph zu viel. Mein Lieblingsproblem wird wohl auch nie verschwinden, die Sache mit der Silbentrennung.... (Ge-orge)


    Keine Rezension zu "Stormwatch", kommt die noch, oder ist es nach "This Was" bereits das zweite Tull-Reissue, das von eclipsed links liegen gelassen wird? :(

    Ich habe ein paar Songs von den neueren Europe-Alben gehört und konnte jedes Mal kaum fassen, wie dilettantisch produziert das für mich klang. Der hier hochgelobte "druckvolle Rocksound" ist, soweit ich das in Erinnerung habe, eher ein zu Tode komprimierter digitaler Klangmüll, der fürchterlich dröhnt und die Musik völlig stranguliert. Nervt mich als Hörer nur.

    Apropos: Eine halbe Seite ELO, und kein Wort darüber, wie sagenhaft schlecht Jeff Lynnes heutige Produktionen mittlerweile klingen. Wieso schafft man es beim ROCKS, diesen offensichtlichen Mangel anzukreiden und auch beim Namen zu nennen, aber nicht im eclipsed? Für das letzte Lynne-Werk "Alone in the Universe" haben Fans online Frequenzkurven gepostet (!), mithilfe derer man das Album halbwegs hörbar machen kann und die enorme Dumpfheit ein wenig abmildern kann. Mal sehen, ob das hier noch hilft. Abgesehen davon braucht Lynne dringendst einen Drummer, die rudimentäre Rhythmusmaschine bei "All My Love" geht ja gar nicht... :eek:



    Verhaltene Vorfreude gibt es bei mir in Bezug auf das angekündigte Titelthema bzw. die Serie (wie lang?) zu den 80ern. Meiner Meinung nach ist es das letzte Jahrzehnt, in dem der Pop-Mainstream noch interessant und hörbar klang - auch wenn gerade in der zweiten Hälfte viel Müll produziert wurde (allen voran von S/A/W). Aber die Songs von z.B. Human League sind in meinen Ohren überhaupt nicht gealtert, der Sound ist irgendwie immer noch futuristisch und einzigartig. In puncto Songwriting wurden Grenzen eingerissen und neue Wege beschritten. Und es war eine Ära des Klangs: Klanglandschaften, Klangräume... "Hide and Seek" von Howard Jones ist für mich ein wunderbares Beispiel dafür, wie plastisch und zugleich atmosphärisch Songs damals teilweise klingen konnten. Ein gewisser Mut zum Pathos gehört da natürlich auch dazu, siehe den dramatischen Gesangsstil vieler New-Romantic-Bands.

    Die Kombination von elektronischen und organischen Elementen ist auch so ein Thema, das damals noch relativ unbefangen betrachtet wurde. Gerade während ich diese Zeilen schreibe, läuft im Radio "The Sun Always Shines on T.V." von a-ha, und das Stück hat für eine Popnummer schon so etwas wie eine "gesunde Härte", auch weil Synthesizer und Gitarren hier friedlich koexistieren. Diese Balance schafft heutzutage, so mein Eindruck, kaum jemand mehr.

    Falls es meine Helden Tears for Fears (zusammen mit Talk Talk und Marillion für mich die beste Band der 80er) in irgendeiner Form mit aufs Cover schaffen sollten - und sei es nur in Form einer Sonnenblume ;) - würde ich vor Freude wahrscheinlich platzen ;)

    Ach ja: Pink Floyd, "The Wall"? Jetzt, wo die "Later Years"-Box herauskommt? Schlechtes Timing... und da ich "The Wall" für ziemlich überschätzt halte (die Liveversion "Is There Anybody Out There" is in fast allen Belangen besser und klingt auch mehr nach Pink Floyd) und sowieso schon alles über das Album und die Bandgeschichte weiß, erwarte ich mir da wenig neue Erkenntnise. Aber gut, vielleicht überrascht ihr mich ja.
     
    moonmadness gefällt das.
  18. moonmadness

    moonmadness Mitglied

    das mal über einen x-beliebigen Typen lesen ... "er spielt eine amptliche Klampfe und ist dabei sehr adrett anzusehen" ... ein adretter junger Mann ... HAHA

    ... dazu möchte ich mal kurz was zu dem "Youtube-Star" (laut eclipsed) Laura Cox sagen, oder teilen - ohne es weiter zu bewerten. Ihr mit großem Abstand beliebtestes, bzw. meistgesehenes Video ist folgendes...



    Ähm ... okay?!

    Eine sehr verwirrte Welt, in der wir uns da befinden.
     
  19. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Da ist null Leben drin. Das kann mein Gitarrist viel besser, aber ihm fehlen die Knödel im T-Shirt, darum hat er seine Variante bislang nicht auf Youtube gestellt.
     
    Lamneth gefällt das.
  20. passionplayer

    passionplayer Mitglied

    Marillion ist schon längere Zeit nicht mehr zu ertragen. Das weinerliche Gegreine von Hogarth, die Betroffenheitslyrik und die unstrukturierte Musik, die ohne große Höhepunkte vor sich hinplätschert. Echt schade, was aus der Band geworden ist, aber dafür sind sie beim Merchandise auf ihrer Webseite Weltmeister im Verkaufen von immer wieder dem gleichen lahmen Zeug. Mit Orchester, ohne Orchester, Unplugged, Plugged, Fan Weekends usw.
     
    toni gefällt das.

Diese Seite empfehlen