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Heft 05-2019

Dieses Thema im Forum "eclipsed - Das Magazin" wurde erstellt von eclipsed, 23. April 2019.

  1. eclipsed

    eclipsed Administrator Mitarbeiter

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    Das neue eclipsed Rock Magazin ist ab Freitag, den 26.04.2019, im Handel erhältlich! Die wichtigsten, aktuellen Heftinhalte findet ihr hier im Überblick...

    1969 DIE ZEITENWENDE: Geplatzte Träume, neue Visionen


    Das alles dominierende Thema des Jahres ist, trotz des frischen Windes, der mit der Wahl des Sozialdemokraten Willy Brandt zum Bundeskanzler durch die Bundesrepublik Deutschland weht, und trotz bedrückender Nachrichten aus Vietnam und Irland, die Landung der „Apollo 11“-Besatzung auf dem Mond. Auf der Erde platzen die Sehnsüchte der Hippies spätestens in Altamont, der Rock als „Way Of Life“ hat seine Unschuld verloren. Andererseits startet die Rockmusik erst richtig durch, es sprießen die Krauts, Jazzer entdecken den Rock, King Crimson den Prog, der Zeppelin kreist - neue Visionen für die Siebziger.

    ALAN PARSONS - Magische Rolle Rückwärts

    15 Jahre liegen zwischen „A Valid Path“ und „The Secret“. Sein Ausflug in Electronica-Gefilde hatte dem Namensgeber des Alan Parsons Project, mehrfachen Grammy-Gewinner und Toningenieur von Alben wie „Abbey Road“ oder „The Dark Side Of The Moon“ keinen Erfolg beschert. So blieb der Engländer diese lange Zeit über als Albumkünstler stumm. Nun kehrt Parsons in die Symphonic-Rock-Gefilde zurück, für die er bekannt und beliebt ist. Doch wie viel kann „The Secret“ 2019 wirklich reißen?

    ARCHIVE- Gestern - Heute - Morgen

    Archive - schon im Namen der Band verbirgt sich das Immerwährende. Jetzt feiert das Kollektiv unter dem Motto „25“ ein Vierteljahrhundert Bandgeschichte. Fast vier Stunden Archive-Material im Rückspiegel, sind die Scheinwerfer trotzdem konsequent nach vorn gerichtet.

    DEVIN TOWNSEND - Weißer Regenbogen

    Losgelöst von allen stilistischen Zwängen präsentiert der kanadische Ausnahmemusiker Devin Townsend auf seinem neuen Soloalbum „Empath“ einen abgefahrenen Mix aus extremem Metal, Country, Ambient/New Age, Orchester- bzw. Chorkompositionen und Jazz. Es ist nicht weniger als eine Tour de Force durch die Karriere des 46-jährigen Synästhetikers, der „Empath“ als irisierendes weißes Album wahrnimmt.

    Szenereport: ROCK UND PSYCHEDELIC AUS DER TÜRKEI - Klanggenuss vom Bosporus

    Die Rockszene in der Türkei ist im deutschsprachigen Raum nahezu unbekannt. Dabei hat sich dort seit den späten Sechzigerjahren eine eigenständige Spielart zeitgenössischer Musik entwickelt, deren exotischer, ja, psychedelischer Charme gerade in dem Mix aus Traditionen und Moderne begründet liegt.

    GONG - Ewige Wiederkunft

    Mit ihrem zweiten Werk nach dem Tod von Bandgründer Daevid Allen müssen die neuen Gong Farbe bekennen. Schaffen es die Erben, das 1967 erschaffene Space-Kontinuum am Leben zu erhalten? Gemeinsam mit deren Frontmann und Gitarrist Kavus Torabi gehen wir auf eine kleine philosophische Reise rund um das neue trippige Album „The Universe Also Collapses“. Um es mit Timothy Leary zu sagen: Turn On! Tune In! Drop Out!

    GROBSCHNITT - „Acoustic Party“ - Comeback auf drei Gitarren

    Für Grobschnitt-Fans ein Knaller: Originalgitarrist Lupo kehrt gemeinsam mit Sänger Willi Wildschwein und dessen Sohn Nuki auf deutsche Bühnen zurück! Erstmalig werden Grobschnitt-Klassiker in rein akustischer Version zu hören sein. Nach der „Last Party“-Tour 1989 hatte Lupo das Ende von Grobschnitt verkündet: „Wir verschwinden ins Universum, aber manchmal gibt das Universum auch wieder etwas frei.“ Nun also Grobschnitt-Partikel in unelektrifizierter Form.

    JORDAN RUDESS - Wahnsinnig aktiv

    Jordan Rudess führt bekanntlich auch ein Leben abseits von Dream Theater. Der Keyboarder ist ein wahres Arbeitstier. Wenn er gerade nicht bei den Progmetalpionieren eingespannt ist, tüftelt er an eigenem Material und nimmt dieses auf. Zur Not auch parallel zu seinen Verpflichtungen mit der Band. Jetzt hat Rudess sein 14. Studioalbum „Wired For Madness“ veröffentlicht, mit dem er sich erneut auf unbekanntes Terrain begibt.

    WHITESNAKE - Aus Fleisch und Blut

    Whitesnakes Studioalbum Nummer 13 erscheint am 10. Mai. Ursprünglich angekündigt war es für 2017/18. Probleme mit dem Studio sowie Erkrankungen und OPs von David Coverdale führten zu der Verspätung. Aber das Warten hat sich gelohnt: „Flesh & Blood“ dürfte für eingeschworene Fans der Band ein absolutes Hörvergnügen sein.

    PRISTINE - Raus aus dem Kühlhaus

    Mit dem neuen Album „Road Back To Ruin“ ist bei Pristine die musikalische Vielfalt zurückgekehrt. Nach dem etwas zu kühl geratenen, an nur einem Tag aufgenommenen Album „Ninja“ (2017) machen die Retrorocker aus Norwegen hier vorwiegend so weiter, wie wir sie auf „Reboot“ (2016) zu schätzen gelernt hatten: mit jenem warmherzigen, schwitzigen bluesgetränkten Hardrock, der Heidi Solheim und ihre Jungs zu einer der Vorzeigebands des Genres macht.

    RHYS MARSH - Kreative Presswehen

    Die Geburt seines ersten Kindes war für den Crossover-Progmusiker Rhys Marsh in verschiedener Hinsicht ein einschneidendes Erlebnis. Auf „October After All“, dem neuen Album des in Norwegen lebenden Engländers, sind neben prominenten musikalischen Gästen auch ungewohnt optimistische Töne zu hören.

    Mit Talk Talks MARK HOLLIS starb jemand, der sich nicht verbiegen ließ

    Anfang der 1980er gibt es etliche Bands, die binnen kürzester Zeit eine rasante Entwicklung durchlaufen. Beispiele dafür sind XTC, Prefab Sprout, The The oder Julian Cope: Künstler, die nicht einfach nettes Chartfutter liefern, die neueste Mode spazieren tragen und leicht zu vermarkten sind, sondern eigene Ideen entwickeln und auf kreative Weise rebellieren.

    Jeff Becks Bassfrau TAL WILKENFELD segelt unter eigener Flagge

    „Love Remains“ ist ein derart reifes Werk, dass man es kaum für möglich hält, dass es quasi das Debüt der 32-jährigen Australierin ist: „Debüt stimmt im Grunde genommen, obwohl ich vor zwölf Jahren schon ein erstes Album unter meinem Namen veröffentlicht habe.“ Es hieß „Transformation“ und war ein instrumentales Fusion-Album. Tal Wilkenfeld hatte einige Jahre zuvor noch als Teenager ihre Sachen in Sydney gepackt und war über Los Angeles in die Jazz-Szene von New York City gelangt.

    Nach acht Jahren veröffentlichen die Fates-Warning-Mitgründer JOHN ARCH und JIM MATHEOS ihr zweites Album

    Die Leben von Jim Matheos und John Arch entwickelten sich in den zurückliegenden knapp dreieinhalb Jahrzehnten sehr unterschiedlich. Während Matheos seit Mitte der 1980er-Jahre als Gitarrist der Prog-Metal-Band Fates Warning durch die Welt tourt und Alben herausbringt, arbeitet der Sänger Arch bis heute hauptberuflich als Zimmerer.

    Auf seinem jüngsten Bluesrockwerk ringt KRISSY MATTHEWS mit ureigenen Dämonen

    Krissy Matthews, 26-jähriger englisch-norwegischer Gitarrist und Sänger, erwische ich auf der Autobahn auf seinem Mobiltelefon, kurz bevor er an Bord der Fähre von England nach Deutschland geht. Ich selbst stehe mit meinem Auto auf einem Supermarktparkplatz in Frankfurt. Matthews ist auf dem Weg nach Bonn. Im dortigen Club Harmonie zeichnet der „Rockpalast“ am 21. März ein Konzert seiner Soloband für die „Crossroads“-Reihe auf.

    BRUCE HORNSBY unternimmt eine Gratwanderung zwischen Filmmusik, Pop und moderner Klassik

    Seit seinen Millionensellern „The Way It Is“ (1986) und „Scenes From The Southside“ (1988) hat sich der Sänger und Pianist Bruce Hornsby zu einem musikalischen Chamäleon entwickelt. Neben einem anderthalbjährigen Gastspiel bei Grateful Dead brachte der Mann aus Williamsburg in Virginia seit den Neunzigern Americana-, Jazz- und Bluegrassplatten heraus. Sein jüngstes Werk „Absolute Zero“ basiert großteils auf sogenannten „cues“, kurzen, funktionalen Musikstücken für Filme seines Kumpels Spike Lee, zu dessen Streifen „Clockers“ er 1995 zusammen mit Chaka Khan das Duett „Love Me Still“ beisteuerte.

    ...und vieles mehr!
     
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  2. Lamneth

    Lamneth Aktives Mitglied

    Zeitenwende ist ein sehr zutreffender Titel für das Jahr 1969, ein äußerst spannendes Jahr mit vielen wegweisenden musikalischen Ereignissen.
    Auch auf die Story über Jim Matheos und John Arch bin ich sehr gespannt.
     
  3. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Zeitenwende ? Vermutlich habt Ihr es diesmal zum erstenmal geschafft, keinen einzigen aktuellen Namen ausser 'Upf' (das einem Laien eher unbekannt ist, wenn nicht United Progressive Fraternity steht) einer Band/eines Musikers aufs Frontcover zu bringen. Lauter alte Namen diesmal. Wieder vergeigt. Oje...
     
  4. nixe

    nixe Inventar

    Sollte wahrscheinlich nur Umpf heißen!
     
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  5. passionplayer

    passionplayer Mitglied

    Das Heft Cover wird auch immer gruseliger, aber wenn der Inhalt stimmt, ist es egal.
     
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  6. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Ich wollt's nicht schreiben.... :rolleyes:
     
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  7. Okzitane

    Okzitane Aktives Mitglied

    Also lesen konnt ich noch nicht, aber ich finde das Heft-Cover diesmal sehr gelungen. Monochrome-Collage mit dezentem Weichzeichner-Effekt und linienübergreifender Kollorierung. Wichtige Aspekte und Momente des Jahres 69 werden hier in einem Bild zusammengefaßt.
    Solche Cover mit Ideen find ich wesentlich ansprechender als das Bild irgendeiner Band xyz... draufzupappen. Weiter so...
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. April 2019
  8. Georg

    Georg Aktives Mitglied

    Gerade durchgeblättert... Dream Theater Leserbrief, öh, Nö; Weltkulturerbe, Top!, Monkey3 Album des Monats jawoll; Cover-Rätsel gelöst!!!! CD ohne Zerstörung aus dem Heft entnommen;) und aufgelegt...
    aaah King Crimson, jaaaa....
     
  9. Andie Arbeit

    Andie Arbeit Aktives Mitglied

    Für mich ist das Lesen des Eclipsed-Magazins als Blues-Liebhaber grundsätzlich mehr ein Blick über den Tellerrand, bei dem ich stets mit neuen Infos nur so überschüttet werde. Diesmal ist es ganz anders; ich habe das Gefühl mittendrin zu sein. "Die Zeitenwende" ist natürlich mein Ding, insbesondere "The Times They Are Changin`". "Grobschnitt - Acoustic Party" macht hungrig. Warum nicht mal im Juni einen Ausflug nach Hagen starten oder noch besser, selbst ein Konzert organisieren? Einen Spätsommerabend in den rheinhessischen Weinbergen, mit "Grobschnitt" und zwei lokalen Formationen? Da geht bestimmt etwas. Die Konzertkritiken sind immer stark, schön mal etas von meiner Haus- und Hof-Musikarena "Rex in Bensheim" zu lesen. Schade, genau bei Mitch Ryder war ich leider verhindert. Bleiben noch die Reviews. Die finde ich immer etwas blöde, da die mit dazu beitragen, dass ich Barmittel locker machen muss...
     
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  10. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Lange aufhalten tu ich mich mit dem an die Bravo erinnernden Cover nicht. Der erste Schenkelklopfer gleich schon bei den Leserbriefen. Die Meinung von Alexander Escher zum neuen Dream Theater Album teile ich inzwischen nach mehrmaligen Hördurchgängen, die allesamt schon meist nach wenigen Titeln abgebrochen wurden. Für mich entwickelt sich die "Distance Over Time" immer mehr zu einer echten Enttäuschung. Die Musik ist nicht nachhaltig genug, mir gefällt auch die Aufnahme nicht. Dieser "alle Pegel auf Anschlag"-Sound beginnt schon bald zu nerven. Der haut vielleicht in die Fresse, kommt bei mir aber im Kopf nicht an.

    Dann noch ein Leserbrief und die Antwort darauf der Redaktion. Rock Teil IV auf Ende Jahr hin. Es gibt einen Gott und er liebt mich.

    Was die Relevanz von Mark Hollis und Talk Talk betrifft, ist das knappe "It's My Life" eindeutig zu wenig über diese hervorragende Band und ihren kreativen Meister. Das ist leider eher ein "It's a very very tiny bit of My Life". Da hätte ich mir ein richtig schönes Special gewünscht. Aber ich versteh das schon: Der gute Mann hatte sich ja schon vor vielen Jahren komplett zurückgezogen.

    Dann wird erst einmal kräftig geblättert, vorbei an der Alltagsfliege Julian's Treatment, die einfach phänomenal waren, vorbei an Tal Wilkenfeld, bei der ich auch mit grosser Anstrengung keine interessanten Songs finden kann, vorbei an Bruce Hornsby's neuestem Elaborat, das weder richtig Pop, noch richtig Jazz ist, vorbei auch an Krissy Matthews, der für mich ebenso wenig echter Blues wie guter Rock ist und vorbei auch an der leider alles andere als mit Songschreiber-Gold zu bezeichnenden neuen David Gray Platte. Zumindest hier muss ich schreiben, dass ich ihn seit seiner ersten Platte "A Century Ends" immer geliebt habe. Doch auch bei ihm scheint die kreative Puste langsam auszugehen. Erst bei In The Sky With Lucy Blue komme ich auf Touren: Fabelhafte Band und ein wirklich schönes Album ist "In Flight". Habe ich probegehört und sogleich bestellt. Das hat was Schwelgerisches und ist trotzdem im Hier und Jetzt.

    Die Zeitenwende ist halt für einen alten Sack wie mich nichts Neues mehr. Bei diesem Bericht sage ich aber ein dickes Dankeschön für die fünf Underground Tipps - denn das sind in der Tat fünf der allerbesten Alben von 1969. Hundertprozentig. Und Lemmy ist dabei...watt' is'datt schön. Danach gibt's noch Infos zu Pristine, dafür grossen Dank, weil es eine wirklich geile Combo ist, und auch Danke für die Erwähnung von Erkin Koray, einem der richtig genialen Geheimtipps, auf den ich vor vielen Monden aufmerksam wurde, als ich mich via Alex Wiska (Oriental Experience) für türkischen Rock zu interessieren begann. Jordan Rudess: Lassen wir das. Whitesnake auch, das war einmal, so bis 1982 oder so. Und mit Alan Parsons gibt's auch noch was für die Mitt 50er Hausfrau zum lesen. Prima.

    Monkey3 Platte des Monats - Jepp, bei mir auch. Dazu das neue Posthum-Album von J.J.Cale...wunderbar. Und wer sich für geile Blues-Sessions erwärmen kann: Bitte unbedingt in das neue Doppel-Live Album von Kai Strauss reinhören. Ein Gniedel-Fest vom feinsten.
     
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  11. moonmadness

    moonmadness Mitglied

    Inhaltlich ein recht interessantes Heft für mich.

    Die Türkei-Story war cool! Hätte gern auch doppelt so lang sein können ;) - wie die meisten Artikel, die BSV schreibt.

    Hier nochmal mit Kirkbinsinek ein Tip, wurde auch kurz genannt...



    Der Sampler ist diesmal auch eine echte Überraschung, fühle mich in die "gute alte Zeit" versetzt ;).

    Fands gut, das unter den 69er Alben nicht allzu sehr nur die ewig genannten alten Bekannten waren. Die erste Sam Gopal muss man auch kennen! Er hatte viel später nochmal ein Album gemacht, aber das war sehr Weltmusik 90er-mässig.
     
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  12. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    Irre ich mich, oder wird der Ton irgendwie rauer? Okay, ein Leserbrief zu einer Handgeste. Aber dass der Toningenieur einer Platte sich persönlich meldet und beschwert, dass man ihm fälschlicherweise Autotune-Einsatz vorgeworfen hat, muss ein Novum sein. Irgendwie ist da aber auch das große Dilemma von eclipsed sichtbar, was Produktion und Klangqualität angeht: Wenn nämlich wirklich Autotune verwendet wird, und zwar weder subtil noch geschmackvoll wie z.B. bei den letzten Alben von Billy Gibbons/ZZ Top oder Kansas, dann wird es weder bemerkt noch kritisiert, sondern die Alben werden sogar noch kritiklos in den Himmel gelobt.

    Der dritte "Holla!"-Moment war für mich Steven Wilsons Kritik an Greta Van Fleet. Frage mich allerdings, was das soll: Anstatt dass er sich freut, dass sich eine junge Generation doch noch für handgemachte Musik erwärmen kann, hackt er auf dem Nachwuchs herum. Offenbar ist er jetzt im Establishment angekommen. Er sollte sich lieber mal daran erinnern, dass er selbst auch mal jung war. Und was hat ein SW im Alter von Greta Van Fleet produziert? Genau, "armselige drittklassige" Pink-Floyd-Imitationen. Da sollte er sich mal an die eigene Nase fassen und von seinem hohen Ross herunterkommen. Ob sich in zehn Jahren noch jemand an die Jungs erinnern wird, ist doch jetzt noch gar nicht abzusehen! Das erinnert ein wenig an die Leute von Decca, die die Beatles mit der Begründung, Gitarrenmusik sei out, abgelehnt haben... Ne, also, in dem Statement steckt so viel Arroganz und Hochnäsigkeit, dass ich gar nicht anders kann, als GVF zu verteidigen. Obwohl ich es auch besser fände, wenn sie sich stärker von LZ emanzipieren würde. Aber das kommt ja vielleicht noch.

    Interessant finde ich, dass es dieses Mal ein paar wiederkehrende Themen gibt. Das eine ist New York, das mindestens drei Mal thematisiert wird. Das andere sind Gardinen (!!!) - mit der Band Goldkante, der Propellerfrau (Öl auf Gardine) und @Mikes Satz, ich zitiere: "Mit drei Wiederveröffentlichungen können Gardinen-Fans ihre Vinyl-Sammlung erweitern." :D Bekomme ich jetzt irgendeinen Preis dafür, ist das so etwas wie das (m.W. nie gelöste) "Publius Enigma"? :p

    Ein kleiner Fehler ist mir in der ansonsten hervorragenden Titelstory aufgefallen: Mick Taylor wurde nicht von John Mayall "losgeeist", sondern war bei den Bluesbreakers kurz zuvor nach einem Streit mit Mayall ausgestiegen. Apropos: Inspiriert von der Albumliste habe ich mal meine eigene Sammlung nach Alben aus dem Jahr 1969 durchforstet, um zu sehen, ob da was "fehlt". Und siehe da: Gerade im Bluesbereich hätte ich zwei echte Meilensteine anzubieten: "The Turning Point" von (genau!) John Mayall und "Completely Well" von B.B. King. Auch Deep Purples selbstbetiteltes Album hätte eine Erwähnung verdient, nicht nur wegen "April".

    Eigentlich wollte ich es ja loben, dass im Artikel über die Mondlandung glücklicherweise kein einziges Mal auf die unsäglichen und unsinnigen Verschwörungstheorien eingegangen wird, bis ich dann die Bildunterschrift links gesehen habe - ein hübscher kleiner Seitenhieb, kann man schon mal so machen.

    Ich bin im Übrigen der Meinung, dass das Ende der Hippieära arg heftig herbeigeredet wurde. Wegen Altamont? Okay... dass man alkoholisierte, gewaltbereite Hells Angels mit Hippies gleichsetzt, ist doch schon mal Quark. Dass einiges aus dem Ruder laufen würde, mutet aus heutiger Sicht auch irgendwie vorhersehbar an. Dass Woodstock als Friedensfest gedacht war, ist wiederum keine Sache der Interpretation, sondern war Teil des offiziellen Mottos wie Logos. Mehr von dem Geist würde der heutigen Zeit gut tun. Auch wenn die Sache vielleicht zu schnell zu groß wurde, hat man doch damals wichtige Dinge angeschoben, z.B. was die Emanzipation der Frau angeht. Was das angeht, hat unsere Gesellschaft seit damals in mancherlei Hinsicht sogar eher Rückschritte gemacht, zumindest kommt es mir so vor, dass gerade Frauen unter einem enormen Druck stehen, sich (besonders optisch) anpassen zu müssen. Generell finde ich die Vorstellung, dass spirituelle Selbstfindung und persönliche Selbstverwirklichung mehr wert sind als das schnelle Geld und eine Ellbogenkarriere auf Kosten Anderer (von der Umwelt ganz zu schweigen), recht reizvoll. Wohin ungebremster Kapitalismus führt, sieht man ja momentan an allen Ecken und Enden dieser Welt, und bei Leuten wie Donald Trump...

    Klar gab es auch viele Dinge, die man kritisch sehen muss. Der Umgang mit Drogen hat seinen Tribut besonders in der Musikwelt gefordert. Dass die Musik in den Siebzigern oft deutlich düsterer und pessimistischer klang, ist angesichts solcher Erfahrungen kaum überraschend, siehe Pink Floyd (Syd Barrett) oder Rolling Stones (Brian Jones), oder Songs wie "Hotel California" von den Eagles. Und während die Hippies Love & Peace propagiert haben, wurde Politik von anderen gemacht. Dennoch schadet ein genauer und vorurteilsfreier Blick auf diese Zeit sicher nicht.

    Sehr gut gemacht ist das Alan-Parsons-Interview. Dennoch drängen sich mir noch viele weitere Fragen auf. Beispiele: Warum schwankt die Qualität der Project-Remasters so sehr? "Turn of a Friendly Card" war großartig, während man bei "Tales of Mystery and Imagination" zumindest auf den CDs offenbar das schlechte Remastering von 2007 übernommen hat (der Originalmix auf der Blu-Ray jedoch besser gemastert ist). Bei "Eye in the Sky", das 2007 noch gut klang, hat Loudness War Einzug gehalten, jedoch wieder nur auf der CD. Was soll das? Oder wieso gibt es die Boxen nicht auch in etwas handlicheren Ausgaben ohne Vinyl, sodass man die Bonustracks hören kann, ohne Mondpreise bezahlen zu müssen? Und wieso kann "The Sicilian Defence" nach wie vor nicht kaufen, ohne alle anderen Project-Alben mitzukaufen? Das würde sich doch für eine Doppel-CD mit "Eve" förmlich anbieten. Wieso gibt es "LiveSpan" in der "The Secret"-Box, jedoch nicht die im Artikel sogar erwähnten Downloadsingles wie z.B. "Fragile"? Gerade die wären doch dankbare Bonustracks gewesen, da sie momentan kein richtiges "Zuhause" haben.

    Der Einkaufszettel der Steve Miller Band war auch ganz nett, auch wenn ich glaube, dass irgendwie ein paar Livealben unter den Tisch gefallen sind und Miller offenbar ein ähnlicher Fall ist wie Billy Gibbons - ein toller Gitarrist und passabler Sänger, der aber seinen "Mojo" nach den Achtzigern völlig verloren hat. "Bingo!" und "Let Your Hair Down" sind natürlich nette Partyblues-Aufnahmen, aber ohne einen einzigen neuen (sprich, nicht gecoverten) Song, und das nach einer fast zwanzigjährigen Studiopause?!

    Der Mark-Hollis-Nachruf ist recht würdig geworden, vermittelt für mein Gefühl die Faszination seiner Musik aber nicht ganz so gut wie Ulrike Rechels Artikel, der mir die Band überhaupt erst richtig nahegebracht hat (ist sie eigentlich noch fürs Heft tätig?). Klar ist die Chronologie von Talk Talk nach wie vor bemerkenswert, alleine für Leute, die sich bis dato nicht sonderlich mit der Gruppe befasst haben, aber ich denke, die Zeit wäre mal reif, sich auf ein paar einzelne Songs (inklusive B-Seiten wie das geniale "It's Getting Late in the Evening") zu kaprizieren und anhand dieser die Besonderheiten der Talk-Talk-Musik herauszuarbeiten.

    Der Szenereport zum Thema Türkei ist hochinteressant, wirft allerdings auch ein paar Fragen auf. Beispiel: Warum finde ich eine Single, die "vier Wochen lang die Spitze der UK-Charts" innehatte, nicht im großen Laufenberg? Oder: Wie steht es mit der Szene nach dem (angeblichen) versuchten Putsch und Erdogans faktischer Komplett-Machtübernahme? Hat eine Künstlerin wie Gaye Su Akyol, die sich auf dem abgebildeten Foto ja nicht nur ohne Kopftuch, sondern ziemlich freizügig gibt, überhaupt noch eine Bühne in einem wohl immer religiöser werdenden Land? Außerdem hätte ich gerne mehr Bilder gehabt, im Text wird ja mit Instrumentennamen geradezu um sich geworfen, da hätte ich es schön gefunden, auch ein bisschen mehr von diesen Instrumenten zu sehen, anstelle gleich zwei Mal dasselbe (!) Foto von Altin Gün.

    Das Cover finde ich übrigens nicht so toll. Ich habe das Heft ausnahmsweise mal woanders als bei meinem Stammhändler gekauft und wäre fast durchgedreht, weil ich es einfach nicht finden konnte, und ich doch zum Zug musste! :mad: Also, bitte das Logo nicht so sehr verdecken, sonst findet man das Heft nicht...

    Ein paar Fehler habe ich auch noch anzubieten. Aus "Seen the Lights Go Out on Broadway" wird "Seen the Lights Go Down on Broadway", und das PT-Album heißt sicher nicht "Fear of a Dark Planet".

    Ach ja: Zitterbart? Was ist denn das bitteschön für ein geiler Name :D Und ebenso großartig, dass Supertramp wohl das Cover des nächsten Heftes zieren werden (?), darüber kann man ja wirklich einiges schreiben. Über Helliwells im Klo aufgenommenes Solo, darüber, dass Hodgson seine besten Solos immer zu Davies' Songs beigesteuert hat, darüber, wie aggressiv "Just Another Nervous Wreck" gerade für diese eigentlich eher softe Band ist undundund. Außerdem würde ich mich freuen, mal ein bisschen zu hören, wie es Davies eigentlich geht... nach der Bekanntgabe seiner Krebserkrankung hat man ja gar nichts mehr gehört :(
     
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  13. Music is Live

    Music is Live Aktives Mitglied

    es wirkt schon seltsam und nicht zur Qualität der Eclipsed passend, dass ein Musiker sich so krass über andere äussert..... :eek:
    deine Verwunderung und Kritik ist passend, doch deswegen gleich GVF in Schutz nehmen geht mir zuweit..... :p:D:D
     
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  14. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    Ich habe mich ehrlich gesagt nicht genügend mit ihrer Musik auseinandergesetzt, um eine definitive Meinung zu haben, aber ich finde SW's Kritik einfach überzogen. Immerhin ist es die erste "junge" Rockband, die mal von einigen Radiosendern entdeckt wurde, die ansonsten fast nur alte Rockmusik und neue Popmusik spielen! Bei Regenbogen 2 haben sie sogar einen Song in der aktuellen "Rotation". Mein Eindruck ist, dass der Sänger zu sehr versucht, Robert Plant zu imitieren (ein bisschen vielleicht wie Geddy Lee auf dem ersten Rush-Album), aber vom Gesamtsound her war ich doch recht angetan. Schaumermal.
     
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  15. phonoline

    phonoline Mitglied

    Es gibt keine bessere Kritik zu GVF als diese hier: https://pitchfork.com/reviews/albums/greta-van-fleet-anthem-of-the-peaceful-army/ :)
    Der Unterschied zu den frühen Musikerjahren des Steven Wilson ist vor allem, dass sich Steven Wilson nicht so albern gerierte, wie GVF dies tun, als wären sie die Reinkarnation Led Zeppelins. Deren Debütalbum ist wirklich Schrott, die EP ein Jahr zuvor war deutlich besser und individueller.
     
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  16. WeepingElf

    WeepingElf Aktives Mitglied

    Mir sagte diese Geste bislang auch nicht viel, aber ich glaube, ich habe sie schon lange bevor Alt-Right überhaupt was war, irgendwo gesehen. Es ist einfach so, dass die extreme Rechte sich immer wieder Symbole unter den Nagel reißt und sie damit unmöglich macht. Selbst das Hakenkreuz war mal ein Glückssymbol ...

    Nein, ist es nicht - vielleicht ist ein Novum für die Eclipsed, aber woanders nicht. Es gab schon in den frühen 70ern Fälle, wo Schreiberlinge über Platten Dinge behaupteten, die nicht stimmten, und die betroffenen Musiker oder Toningenieure das dann richtig zu stellen versuchten. Oft kommen solche falschen Behauptungen zustande, wenn Leute Platten rezensieren, die sie nur einmal oberflächlich angehört haben, oder aber gar nicht, und die Rezi aus Pressetexten oder anderen Rezis zusammenbastlen (was, hoffe ich mal, bei der Eclipsed nicht vorkommt, aber in vielen anderen Zeitschriften die Regel ist). Da kommt es dann schon mal vor, dass da was dazwischen gerät, was jemand zu einer ganz anderen Platte geschrieben hat, und schon ist die "Lüge" fertig.

    Wenn mir so was passieren würde, nämlich dass mir jemand die Verwendung von Autotune, Sequencer oder was auch immer meiner Musikerehre (von wegen ehrliche, handgemachte Musik) zuwider liefe, unterzujubeln versuchte, würde ich auch dazu Stellung beziehen, das Recht hat jeder Musiker oder Toningenieur.

    Da gibt es Schlimmeres in Zeitschriften wie dem Rolling Stone. Da war mal eine Liste der "100 besten Sänger", die zur Hälfte aus Pop-Sternchen bestand, die ohne Autotune gar nicht sauber intonieren konnten!

    Richtig! Der sollte sich mal nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Aber Steven Wilson kotzt mich schon seit einiger Zeit an, vor allem nervt mich, dass Prog in der heutigen Zeit allzuoft auf diese eine Figur reduziert wird. Ich glaube, mit seiner Art erweist er dem Prog einen ganz gehörigen Bärendienst, weil alle Welt glaubt, Prog sei nur was für depressive Nerds!

    Zu Greta Van Fleet sage ich gar nichts, ich habe sie noch nicht gehört und kann sie nicht beurteilen, auch wenn das, was ich über sie gelesen habe, mich nicht dazu anreizt, daran was zu ändern. Aber ich habe grundsätzlich Respekt vor Leuten, die ehrliche, handgemachte Musik machen und sich einen Pfeif darum scheren, was in den Charts läuft und was gerade "hip" ist.

    Genau! Auch Rush haben mal als Led-Zeppelin-Ripoff angefangen! Da kann also durchaus noch was von werden.

    Ich finde, dieser kleine Seitenhieb auf die Verschwörungsheinis war gut dosiert.

    Hells Angels und Hippies haben etwa so viel gemeinsam wie die AfD und die Grünen ;) Das zeigt meiner Meinung nach, dass die Rolling Stones von den subkulturellen Dynamiken ihrer Zeit so viel Ahnung hatten wie die durchschnittliche Kuh vom Schachspiel, und nur auf Geld, Profit und Publicity aus waren. Unglücklicherweise wurde derselbe Fehler von vielen anderen wiederholt, von Fehmarn 1970 (was ein totales Debakel war und auch so wahrgenommen würde, wenn das nicht zufällig Hendrix' letzter Gig gewesen wäre) bis Scheeßel 1977.

    Solche offiziellen Mottos und Logos können geheuchelt sein, aber ich glaube, die Woodstock-Macher wollten zwar Geld verdienen, waren aber nicht die zynischen Profitgeier, als die sie manchmal dargestellt werden. So viel ich weiß, ging es darum, den Bau eines Tonstudios in eben jenem Woodstock zu finanzieren, wonach das Festival benannt war (wo es aber weder stattfand noch ursprünglich stattfinden sollte, auch wenn es - nach US-Maßstäben - nicht weit weg davon war), damit die dort ansässigen Musiker (da gab es eine Künstlerkolonie, so eine Art Worpswede der 60er, worunter auch Bob Dylan und etliche weitere Folk- und Rockmusiker waren) nicht immer nach New York City herunter fahren mussten, um Platten zu machen. Es gibt eben ein weites Mittelfeld zwischen selbstlosem Idealismus und rücksichtsloseer Geschäftemacherei, und in diesem Mittelfeld bewegten sich auch die Woodstock-Macher.

    Ja, der Hippie-Spirit würde uns heute gut tun. Es ist aber auch nicht so, dass da nach '69 gar nichts mehr kam und es nur noch bergab ging. Viel hat sich seither zum Positiven verändert, und das waren oftmals Leute aus der Gegenkultur, die das in Gang gesetzt haben. Wie viele Ex-Hippies etwa waren in den 80ern bei den Grünen? Aber es stimmt, dass all das, was die Hippies und die aus ihnen hervorgegangenen Bewegungen und Strömungen erreicht haben, heute wieder in Gefahr ist, rückgängig gemacht zu werden.

    Ja, die Drogen waren ein totaler Blattschuss. Nicht nur der "Club 27" - die ganzen Drogenkartelle, die sich daran eine goldene Nase verdienten, hatten mit Love & Peace ungefähr so viel am Hut wie die Nazis mit Klezmermusik :p

    Da ist schon was dran. Die Musik wurde zum Spiegelbild der Ernüchterung. Die große Veränderung blieb aus, wenngleich sich im Kleinen schon was getan hat.

    Den gibt es aber, es gab an der Uni, wo ich studiert habe, mal eine Professorin, die so hieß.
     
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  17. moonmadness

    moonmadness Mitglied

    HAHA sehr gut...

    Daraus würde ich gern mal folgendes zitieren:

    "Greta Van Fleet sound like they did weed exactly once, called the cops, and tried to record a Led Zeppelin album before they arrested themselves."

    "Greta Van Fleet klingt, als hätten sie genau einmal Gras geraucht, die Polizei gerufen und versucht, ein Led Zeppelin-Album aufzunehmen, bevor sie sich selbst verhafteten." :D

    Der ganze Rezensionstext ist sowas von herzerwärmend WAHR - vl. ein bissel zu wahr, aber Leute wir sind hier im ROCKBUSINESS und nicht in einem politisch-ach-so-korrekten Millenial-Kindergarten (pfff also diese MIMIMI-Generation hats ja echt schwer^^). Ich finde SW's Statement vl. auch bissel herb, zumal ich ihn selber mit seiner Musik oft als "kleine Heulboje" empfinde (es ist meine persönliche Empfindung - sicher hat am Ende alles irgendwie seine Berechtigung, auch Greta) - allerdings ist das evtl. auch nur ein herausgerissener (Aufreisser-) Satz, damit ein paar Dödels wie ich nun darüber palavern können.

    Hingegen frage ich mich aber ernsthaft wie ein gestandener (?) Musikjournalist (!) dieser Band derart Honig ums Mündchen schmieren kann. Weil wirklich "so gut" ist das was sie da machen nicht, genausowenig wie Blues Pills (mit ihrem "Wundergitarristen" haha) davor oder andere Konsorten v.a. in den Repertoires der finanzstärkeren (kommerzielle-ren) Plattenfirmen. Jetzt kann man natürlich sagen, es ist Geschmackssache, aber nein... ein bisschen kann man das auch immer objektiv beurteilen! Ist ja auch echt nicht so das die nun plötzlich die erste Band wären, welche sich auf die "gute alte Zeit" (achje) besinnt. Bei weitem nicht... wenn ich aber ein fünfstelliges Werbebudget im Rücken habe, und dann nur ein halbwegs vernünftiges "Produkt" (ihr Album) anbiete, kann ja nicht viel schiefgehen hm? UND das wirklich Erstaunliche ist dann, auch der Robert und der Hans von früher, mit denen man in der Disko zu Birth Control geschmust hat, sich plötzlich an ihre Jugend erinnern und meinen Rockmusik wäre JETZT wieder da. Haha... ach du...

    "But for as retro as Anthem of the Peaceful Army may seem, in actuality, it is the future. It’s proof of concept that in the streaming and algorithm economy, a band doesn’t need to really capture the past, it just needs to come close enough so that a computer can assign it to its definite article. The more unique it sounds, the less chance it has to be placed alongside what you already love. So when the Greta Van Fleet of your favorite artist finally lands on your morning playlist, spark up a bowl of nostalgia and enjoy the self-satisfied buzz of recognizing something you already know. It’s the cheapest high in music."

    "Aber so retro, wie 'Anthem of the Peaceful Army' erscheinen mag, in Wirklichkeit ist es die Zukunft. Es ist ein Beweis des Konzepts, dass in der Streaming- und Algorithmenökonomie eine Band nicht wirklich die Vergangenheit erfassen muss, sondern nur so nah kommen muss, dass ein Computer es seinem bestimmten Artikel zuordnen kann. Je einzigartiger es klingt, desto geringer ist die Chance, dass es neben dem steht, was du bereits liebst. Wenn also die Greta Van Fleet deines Lieblingskünstlers endlich auf deiner morgendlichen Playlist landet, entfachen Sie einen Schauer voll Nostalgie im selbstzufriedenen Summen von etwas Altbekanntem. Es ist das billigste High in der Musik." - In diesem Sinne sei nur kurz erwähnt, das in Deutschlanbd auch nach wie Coverbands sehr hoch im Kurs stehen ;) und man es mit einer eigenen Note erstmal immer sehr schwer haben wird. Lustigerweise wünschen sich das manche hier ja sehr, aber das ist eher eine Minderheit.

    Wer den ganzen Text mal lesen will und kein Englisch kann: www.deepl.com/translator ist bissel besser als Google

    https://pitchfork.com/reviews/albums/greta-van-fleet-anthem-of-the-peaceful-army/

    Ich wünsche den Musikern bei GvF, das sie sich selbst finden! Und dafür haben sie hoffentlich noch viel Zeit. Gegen sie persönlich habe ich ansonsten gar nichts, mir gehts eher um den völlig ungerechtfertigetn Medienhype, der in dem Fall wirklich fast schon "besorgniserregende" Ausmasse annimmt und auch kein wirklich gutes Signal für kommende Musikergenerationen ist.

    Ansonsten haben manche von euch scheinbar nicht mitbekommen, das Retrorock (meint den guten alten Hard Rock von Früher) seit gut 5 Jahren oder länger voll im Trend ist?
     
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  18. Mike

    Mike Moderator Mitarbeiter

    Erzähl mal!;):D
     
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  19. moonmadness

    moonmadness Mitglied

    Gamma Gamma Gamma Ray schmusi schmusi schmisschen... du weisst schon ;)
     
  20. Andie Arbeit

    Andie Arbeit Aktives Mitglied

    Monkey3
    habe ich, nachdem die Scheibe hier im Forum so gelobt wurde, gekauft und mehrfach gehört. Asche auf mein Haupt, doch ich finde keinen Zugang. Das Teil wird jetzt wohl einige Zeit im Regal verbringen müssen. Dann werde ich allerdings einen neuen Versuch starten...
    Kai Strauss
    Die Doppel-CD ist ein Hammer. Läuft bei mir immer und immer wieder. Schade nur, dass es dieses Teil lediglich als CD gibt. Das Werk enthält soviel zeitlose Musik, die immer und immer wieder gehört werden kann.
    J.J. Cale
    Habe ich, aufgrund der Heft-Kritik, direkt geordert. Kommt als LP wirklich wertig daher, macht Spaß und läuft auch immer wieder.
     
    Catabolic und Marifloyd gefällt das.

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