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Heft 03-2019

Dieses Thema im Forum "eclipsed - Das Magazin" wurde erstellt von eclipsed, 19. Februar 2019.

  1. Andie Arbeit

    Andie Arbeit Aktives Mitglied

    Hi Perfectionist,
    zu dieser, deiner Meinung kann ich nur zustimmend nicken.
    Wie oft höre ich, dass jemand nur die kostenfrei Version von Spotify nutzt. Wie oft werde ich gefragt; Du sammelst doch Musik, hast Du alles digitalisiert, kannst Du mir nicht mal eine Kopie machen, Ich bringe Dir eine Festplatte vorbei.
    Ganz ehrlich, ich tausche mich aus, erhalte auch Kopien und fertige selbst auch Sampler, doch Musik ist erst meine Musik, wenn ich die CD oder LP im Regal stehen habe. Und tatsächlich ist es so, dass Musiker, so sie denn keine Amateure sind, von ihrer Kreativität leben (leben müssen) und wir wollen von dieser Kreativität profitieren. Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass eine gute Leistung eben auch etwas kostet. Dies ist auch meine Argumentation, wenn ich die Bitte nach der Fertigung einer Kopie meiner Musik verweigere.
    Noch ein Satz zu den Mondpreisen für Konzerte:
    Ich spreche mich nicht ganz davon frei, auch mal ein teures Konzert (Joe Bonamassa in der Frankfurter Jahrhunderthalle) zu besuchen, doch im Regelfall finde ich im Umkreis von 100 Kilometern um meinen Wohnsitz immer wieder Konzerte von unter 30,00 €. In diesem Jahr besuchte ich "Hamburg Blues Band & Gäste", "Bluescaravan 2019", "Klaus Lage". In der kommenden Woche "Popa Chubby". Am Sonntag dann Rebekka Bakken, okay über 30,00, jedoch unter 40,00 €.
    Weitere Konzerte folgen "Mungo Jerry", "Barefoot to the Moon" und und und...
    Will damit nur sagen, dass ich einerseits an meinen Geldbeutel denken muss und andererseits diese Künstler, von denen ich stets eine ehrliche und tolle Leistung gesehen und gehört habe, unterstützen möchte. Ich denke, dass wir da auch mitspielen und eben gegensteuern können.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. März 2019
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  2. Lamneth

    Lamneth Aktives Mitglied

    Die deutsche Musikindustrie hat 2018 insgesamt ca. 1,6 Milliarden umgesetzt, darin sind Verkäufe aller CD's, DVD's und LP's, Downloads und Streaming enthalten.
    Man muss kein Rechenkünstler sein, um zu erkennen, dass da für die Künstler maximal ein sehr niedriger dreistelliger Millionen - eher aber zweistelliger - Betrag übrig bleibt. Wenn man dann noch Großverdiener wie Helene Fischer, Herbert Grönemeyer etc. abzieht, bleibt für die meisten anderen Künstler nicht besonders viel übrig.
    Es ist schon ein Wunder, dass es trotzdem Bands gibt, die tolle Musik machen, aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht davon leben können.
    Zur Relation der 1,6 Milliarden : Die deutsche Tierfutterindustrie hat allein mit Katzen - und Hundefutter 2018 fast 3,3 Milliarden umgesetzt.
     
  3. Andie Arbeit

    Andie Arbeit Aktives Mitglied

    Katarina Pejak, Ina Forsman, Dana Fuchs, Ana Popovic, Krissy Matthews (ich könnte diese Reihe noch beliebig fortsetzen), allesamt keine unbeschriebenen Blätter, die wirklich klasse Musik machen, habe ich in Konzerten erleben dürfen zu denen gerade mal 300 bis 500 Zuschauer kamen.
    In Mainz bei Santana traf ich einen guten Bekannten und zeigte mich verwundert über seine Konzertanwesenheit als einer unter 10.000. Antwort: Zu Santana muss man ja mal gehen, da gehen ja nur die Freaks hin... Ich lach mich schlapp!
    Ich weiß, dass dieses Musikgeschäft für das Gros eine verdammt harte Kiste ist und ich glaube auch (ohne es konkret zu wissen), dass hier die Ausbeutung genauso läuft (und funktioniert) wie in vielen anderen Bereichen unseres Lebens auch. Daher, wir können nicht viel machen, doch wir können ein wenig gegensteuern und vor allen Dingen selbst ehrlich sein...
    In diesem Sinne Carpe Diem & Glückauf!
     
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  4. Lamneth

    Lamneth Aktives Mitglied

    Ich kaufe Alles was mir gefällt als CD, LP und oft auch beides. Ich besitze nicht einen Download und Streaming werde ich niemals anwenden. Zudem kopiere ich nur für den Eigenbedarf, Freunde bekommen nur Mix-CD's von mir.
    Das bringt im Prinzip nicht viel, aber so habe ich ein gutes Gefühl beim hören meiner Musik.
    Ich weiß, dass man bei Amazon beim Kauf vieler CD's auch gleichzeitig die CD downloaden oder beliebig oft streamen kann. So wie Amazon einschätze, bekommen die Künstler aber nur einmal eine Vergütung. Bei solchen Praktiken wäre der Gesetzgeber gefragt, aber warum sollte ein Krake wie Amazon - der ja kaum nennenswerte Steuern zahlt - mit solchen "Kleinigkeiten" behelligt werden.
     
  5. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Mit dem Kauf von CD Rohlingen bezahle ich Urheberrechtsgebühr. Das kommt natürlich vollumfänglich jenen Künstlern zugute, von denen ich dann Musik auf die CDs brenne. Diese CDs kopiere ich so oft ich will und verteile sie an wen ich will. Schliesslich habe ich ja ein gutes Gewissen dabei. Ich bin lieb, oder ?
     
  6. Lamneth

    Lamneth Aktives Mitglied

    PC- oder Audio-Rohlinge?
    Die meisten kopieren ja mit dem PC , bei einem Preis von 15 Cent pro Rohling, Audio-Rohlinge bekommt man ab 45 Cent, wieviel bekommen da die Künstler?
     
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  7. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Mein Post war auch eher ironisch gemeint...ich sage mal, die kriegen da gar nix von. Das versickert alles dort, wo ein aufgeblähter und gewinnorientierter Administrationsmoloch wütet - wie überall.

    Als ich noch aktiv Musik gemacht hatte, musste ich als Künstler froh sein, dass mir nicht noch das Finanzamt an meine Konzerte folgt, wo ich womöglich ein Saugeld mit meinen selbst finanzierten CDs im Direktverkauf erziele. Die Welt ist krank, und für "normale" Künstler weitgehend nur noch gelebter kreativer Idealismus.
     
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  8. Music is Live

    Music is Live Aktives Mitglied

    aber immer doch... :D:D:D:D:p
     
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  9. Music is Live

    Music is Live Aktives Mitglied

    grundlegend erstmal viel Zustimmung für dein Statement.....
    nur bei oberen Satz stimme ich nicht zu.....

    klar könnten kleine Bands die wenigen Fixsechser brauchen.... ohne Frage....
    doch was ist mehr Wert für kleinere, meist auch unbekanntere Bands..... das schnelle Geld wg. Verkauf/Streaminggebühr oder sonstiges....
    oder vieleicht doch eher erstmal der Bekanntheitsgrad.... die Chance diesen zu vergrösseren kann bei, leider, wenigen die Tür zum größerem Erfolg bieten.....
    durch die Vorschläge bei Spotify bekommen diese Bands auch eine Chance im größerem Umfeld gehört zu werden....

    unsere Musikrichtung bringt leider mit sich, dass die Musiker schon ein gewisses Level an Equiptment brauchen/haben..... d.h. Kosten haben....
    da waren die Oldschoolpunx früher besser dran..... selbst wenn die Instrumente nicht gestimmt waren, passte es.... deren Gebrülle übertönte es einfach..... und beim Pogostep bekommt man sowas wahrscheinlich noch nicht mal mit.... ;):D

    und heute....
    selbst Coverbands haben schon gute und teure Instrumente..... obwohl wahrscheinlich die wenigsten im Publikum dies zu schätzen wissen.... :eek:
     
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  10. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    Theoretisch sollte das so sein, ja. Aber dem steht entgegen, dass in den wirklich populären Playlists doch generell eher die etablierten Künstler auftauchen und seltener unbekannte Bands. Zumindest ist das mein Eindruck.
     
  11. Music is Live

    Music is Live Aktives Mitglied

    kann ich nicht bestätigen..... wenn ich unbekanntere Bands eingebe, werden mir noch mehr unbekanntere angezeigt..... :)
    damit haben diese unbekannten eine Chance, dass ich sie kennenlerne, obwohl ich sie ansonsten nie gefunden hätte....
    die ich unregelmässig auch nutze....
     
    micha108 und Perfectionist gefällt das.

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