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Heft 02-2019

Dieses Thema im Forum "eclipsed - Das Magazin" wurde erstellt von Mike, 22. Januar 2019.

  1. stellar80

    stellar80 Aktives Mitglied

    ABO-Plus? Bin gerade zu faul zum Selbstnachschauen :rolleyes::D
     
  2. Okzitane

    Okzitane Aktives Mitglied

    Ich habe mich bislang bis zum Jahresrückblick durchgearbeitet, und das anfängliche ungläubige Stirnrunzeln ist mittlerweile einer gewissen Bitterkeit gewichen.
    Unter 100 Alben des letzten Jahres befindet sich keines welches aus dem Sektor der progressiven oder ambient/minimalistischen Elektronik-Musik stammt... kein Tangerine Dream, Klaus Schulze, J.M.Jarre, Brian Eno... um nur mal die alten Kämpen anzusprechen, denn abseits davon gab es eine Menge hervorragender Veröffentlichungen jüngerer MusikerInnen.
    Das Genre wird nicht einmal im Jahrespoll unter einem guten Dutzend (!) verschiedenster Musikstile genannt, welche man als besonders förderlich ankreuzen kann. Lediglich das Leerfeld für WEITERE bleibt übrig (wahrscheinlich neben Schlager und Kinderliedern). Online gibt es nicht mal diese Möglichkeit.
    Auch unter dem Redaktionsteam, bis auf eine Ausnahme, hat diese musikalische Spielwiese offenbar keinen Stellenwert mehr. Daraus ist logischerweise abzuleiten das es peu a peu aus dem Magazin verschwinden wird. Dies bestätigt dann offensichtlich die These von Edgar Froese, das diese Musik in Deutschland keinen Rückhalt findet, und das seit den 70ern.

    Nun ist das für ein ROCK-MAGAZIN, wie ja auf dem Cover ausgezeichnet, kein Muß. Bisher hatte ich jedoch das Gefühl das man sich doch Mühe gab auch in dieser Richtung zu arbeiten.
    Allerdings hat sich dieses Gefühl mittlerweile weitgehend zerstreut, und ich muß, auf Suche nach Informationen, nun nach weiteren Presseerzeugnissen suchen. (wäre dankbar für Tips)

    Zur sonstigen Qualität der aktuellen Ausgabe kann ich darüber hinaus noch wenig sagen, da mir momentan die Lust fehlt weiterzulesen.
     
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  3. Jan

    Jan Aktives Mitglied

    Kopf hoch... ein neues Jahr & neue Möglichkeiten. Deine Kritik finde ich im Übrigen angemessen und auch gut. Weil --> so Kritik aussehen sollte! Klasse Post, auch wenn ich musikalisch (gerade) nicht deine Wellenlänge fahre :);)
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Januar 2019
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  4. Georg

    Georg Aktives Mitglied

    Hmmm, Brian Eno´s "Music for installations" aus 2018 ist ja eher eine Kombilation von älteren Songs, die nicht 2018 "erfunden" wurden
    ebenso Tangerine Dreams "The Sessions II-IV", bei Quantum Gate (2015) and Quantum Key (2017) haben sie aus zwei Alben 2018 eins gemacht, zählt auch nicht.
    Nine Inch Nails "Bad Witch" ist nur eine Ep...
    Immerhin ist deine Band aus Ljubljana dabei;)
    (Jarre und Schulze kenne ich nicht)
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Januar 2019
  5. micha108

    micha108 Aktives Mitglied

    Meine Erfahrung ist, dass elektronische Musik - seit ich sie höre - ein "Sparten"-Dasein fristet. Und es muss auch nicht immer Berliner Schule sein. Auch da gab es ja eine Menge spannende Entwicklungen, u.a. weil technische Vorausetzungen interessanter wurden. Einen Nachteil sehe durchaus darin, dass viele neue/junge Künstler weniger auf Tonträger veröffentlich(t)en sondern vieles digital (z.B. Bandcamp).

    Gerade Anfangs und Mitte der 1990er gab es einen Schub - leider wurde vieles damals unter dem Stempel "Techno" abgelegt. Die Art, Werke zu veröffentlichen war ebenso etwas anders. In der "Szene" orientierte an sich mehr nach Labels (z.B. Warp) als nach den Künstlern. Und die gaben sich nach Veröffentlichungen auch andere Namen, z.B. Aphex Twin=AFX,=Caustic Window=Polygon Window oder Richard H. Kirk=Electronic Eye= Sandoz=Sweet Excorcist ....

    Parallel dazu gab es die mit Riesenschritten voranschreitenden Möglichkeiten des Internets, die quasi mit der neuen Generation einherging und integraler Bestandteil im Denken dieser damals neuen Generation war. Ich erinnere mich noch an die Faszination meinerseits, als Future Sound of London ein erstes Konzert via Internet gab - welches dann z.T. auf deren Veröffentlichung "ISDN" festgehalten wurde.

    Das ist nun auch schon fast 20 Jahre her :rolleyes:.

    Dann gab es auch einen Bezug auf die Berliner Schule mit den grossen "Redshift" oder "Radio Massacre International" und eine Verbindung zur Minimal-Music, z.b. Kollaboration von Aphex Twin und Philip Glass oder beispielhaft das "Steve Reich Remixed"-Album.

    Das Album "Lifeforms" von Future Sound of London ist (für mich) ein elektronisches Progalbum. Es hat nach all den Jahren nichts von seiner Faszination verloren.

    Der Umgang mit den neuen Formen zeigte sich hier in Deutschland auch mit dem legendären Netlabel "Thinner" und deren Sublabel "Audioplate". Durchaus ambitioniert wollte man (vor allem) Gema-unabhängig veröffentlichen. Und in deren Katalog gibt es schon ziemliche Perlen ;).

    "Thinner" wurde dann 2008 eingestellt.

    Neben den digital/virtuellen Möglichkeiten der Veröffentlichungen lief parallel, dass viele Veröffentlichungen auf Vinyl kamen (ja man gar der CD etwas ablehnend gegenüberstand). Auch das Abspielen der Tonträger interessante Möglichkeiten bot, nicht nur bei den DJs, auch zu Hause. So war es durchaus normal, zwei Plattenspieler zu haben. So kann man z.B. bei Aphex Twin´s Doppelalbum "Selected Ambient Works II" nebeneinander gleichzeitig abspielen und es passt. So konnte man beim Abspielen von gleichzeitig ein neues Stück hören. OB Aphex Twin das tatsächlich so geplant hat, ist sein Geheimnis, hört sich aber fast so an.

    Ich finde den Bezug der Elektroniker zur Minimal-Music stärker, als zur z.B. Rock-Musik, vom Verhalten jedoch eher Rockmusiker :D.

    Und wie in den anderen Sektoren gibt es mittlerweile zig Bezeichnungen für Sparten. Und hier im Forum besteht ja die Möglichkeit (über einen Thread) mal ein paar Lieblinge vorzustellen. :)
     
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  6. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Manchmal ärgere ich mich echt über die ganze Medienlandschaft, weil sie sich meiner Meinung nach öfters mal in ein kollektives Delirium hineinverbalisiert. Da wird irgendwo etwas hochstilisiert und alle springen, fast schon Lemmingen gleich, auf den Zug ins Lobhudel-Land auf. Gerade erst hatte ich mich vom Schock der 'Zukunft des Rock' in Form von Greta Von Flieht erholt, da kam auch schon dieser hässliche fette Klumpen von hoffnungslos fettleibigem Hund als Platte des Monats und in der aktuellen Eclipsed als Bericht der Lobhudel-Güteklasse 1A. Ich frage mich manchmal schon, ob manche Kritiker noch alle Nadeln xx xxx Xxxxx xxxxx (Zensur). Man kann bei Musik und deren Beurteilung ja unmöglich objektiv bleiben, aber im Falle von Pavlov's Dog sollte man sich unbedingt mal alle Folgealben nach dem zugegebenermassen auch von mir innig geliebten Debutalbum "Pampered Menial" von - Achtung: gut festhalten! - 1975 anhören. Schon das eilig nachgereichte zweite Album (nach dem für unmöglich gehaltenen Erfolg des Debuts) fiel gegenüber dem Erstling qualitativ brutal ab und spätestens beim dritten Werk von 1978 mit dem fast schon prophetischen Titel "Lost In America" ging eigentlich nichts mehr. Aber anyway: Hauptsache noch ein Act von damals ausgraben und hochjubeln, denn vermutlich geschieht das aus gutem Grund: Wenn die Alten mit solch mittelmässig bis blutleeren Produkten noch einmal reüssieren, dann zeigt das vielleicht auch ein Stück weit, wie schlecht es um den Nachwuchs bestellt ist. Wer weiss das schon so richtig.

    Der Rest der aktuellen Eclipsed lässt diesen überfütterten Hund aber schnell vergessen. Dream Theater auf dem Titelcover ist nicht nur toll, sondern auch schön gestylt, obwohl ich so ein bisschen meine Zweifel habe, ob mir die neue Scheibe wirklich gefallen wird. "The Astonishing" war ein Ausflug in ähm, ja wohin eigentlich ? Dream Theater haben für mich inzwischen so ein bisschen den faden Nachgeschmack, dass die Seele der Band empfindlichen Schaden genommen hat, denn Dream Theater waren für mich auch immer irgendwie Mike Portnoy. Bester Beweis dafür ist das, was dieser Ausnahmetrommler auf der aktuellen Neal Morse Band Platte leistet. Der Mann kann einfach alles: High Speed und Kuschelpop - das alles immer knackig und perkussiv, dass ich aus dem Staunen noch immer nicht herauskomme, obwohl ich schon so viele Platten mit ihm gehört habe. Damit wäre ich bei der aktuellen Platte des Monats. Natürlich verdientermassen auf dem Thron, auch wenn ich persönlich nach einigen Hördurchgängen inzwischen eher den Vorgänger favorisieren würde. Was ich bei "The Similitude Of A Dream" besser fand, war die Homogenität des Albums. Bei "The Great Adventure" denke ich oft, dass die Stilbrüche zu heftig sind: Erst einlullender Schmalz (manchmal echt zu viel, finde ich), dann apruptes Donnerwetter (nicht zu viel, aber im Kontext zu heftig). Ich freu mich schon auf das nächste Neal Morse Band Album - dann bringen sie das ganz bestimmt alles unter einen perfekt sitzenden Hut und präsentieren uns ihr eigenes "Astonishing"...oder so.

    Danke für SEID, eine Band, die ich schon so lange mag und über die noch kaum einmal Jemand was einigermassen Ausführliches geschrieben hat, meine ich. Die Band lohnt sich total zum entdecken. ORANGO steht auf meinem Einkaufszettel und den Track von WILLE & THE BANDITS auf dem Heft-Sampler finde ich sackstark. Der überstrahlt fast alles da drauf, ausgenommen den ORANGO Titel natürlich. Mein Fazit: Wieder ein rundum gelungenes, kurzweiliges und informatives Heft, ein guter Start ins neue Eclipsed-Jahr.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2019
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  7. moonmadness

    moonmadness Mitglied

    Es gibt halt sehr viele Produzenten unterschiedlichster Coleur, finde ich grad sehr spannend, hab Elektronische Musik aber erst vor ein paar Jahren für mich entdeckt, u.a. weil mich die xte Black Zeppelin-Nachaffe (Stichwort: "authentischer" 70s Rock ;) ) anödete...

    Ich fand ansonsten Jarre's "Equinoxe Infinity" ziemlich gut ;) seit langem mal wieder was brauchbares von ihm. Im eclipsed findet sich ja eher nur Berliner Schule, das finde ich in großen Zügen eher mau, weil die irgendwie seit 40 Jahren bissel auf der Stelle treten... aber ja, eclipsed ist halt ein ROCK-magazin, und "Techno" ist nichtmal von Hand gemacht ;) :D

    Was ich eigentlich sagen wollte, ich freue mich auch immer über Tips in der Hinsicht (auch wo man was darüber lesen kann).
     
  8. moonmadness

    moonmadness Mitglied

    Grandiose Band!
     
  9. Okzitane

    Okzitane Aktives Mitglied

    Die Box von BRIAN ENO beinhaltet ein komplett neues Album "Music For Future Installations" mit dem Copyright von 2018.
    Auch die zweite CD „77 Million Paintings“ mit einem einzigen 44-Minuten-Stück, das erstmalig 2006 bei der gleichnamigen Eröffnungsausstellung im Tokioer La Foret Museum präsentiert wurde, ist bisher noch unveröffentlicht, genauso wie die letzte, also sechste CD „Music For Future Installations“, die nunmehr als musikalische Untermalung auf zukünftige Installationen wartet. (musikreviews)

    TANGERINE DREAM - The Sessions II ist ebenfalls von 2018
    "The Sessions II" ist ein starkes Album mit retro-progressiver Elektronik, das zu hören ich von Tangerine Dream sicher nicht mehr erwartet hätte. "Tulip Rush" ist meiner bescheidenen Meinung nach das beste Stück das Tangerine Dream in den letzten fast 40 Jahren produziert haben. Elektronik-Adepten sollten sich zumindest diesen Teil der Sessions-Reihe zulegen. (babyblaue)

    ...sind also beides regulär 2018 erschienene Alben.

    Die Ausflüge ins Industrial-Genre scheinen wohl einer persönlichen Vorliebe eines der Protagonisten zu entspringen
     
  10. Okzitane

    Okzitane Aktives Mitglied

    Ich beziehe einiges aus der Richtung mittlerweile über YT-Kanäle (z.B. Cryo Chamber) oder Internet-Radio. Die bisher besten Ambient-Sender, welche ich gefunden habe, sind dabei US-Sender, und im Electro hab ich nen guten polnischen gefunden. Über deren Websiten tastet man sich dann so langsam an Bands und Label ran. Mühsam, aber wohl momentan alternativlos...
     
  11. WeepingElf

    WeepingElf Aktives Mitglied

    Dem kann ich nur beipflichten! Leider wird heutzutage "elektronische Musik" allzu oft auf elektronische Tanzmusik, also Techno, House, Trance & Co., reduziert, und dabei völlig übersehen, dass das, was die Elektroniker der 70er Jahre machten, mehr mit Rock als mit House, Techno & Co. zu tun hat! (Und es auch heute noch Musiker gibt, die auf diesen Pfaden wandeln, statt Gabber-Gabber-Boom-Chuck für die Großraumdisco zu produzieren.) Denn man kann bei Jarre oder TD durchaus eine musikalische Herangehensweise erkennen, die der der Rock-Zunft gleicht, nur dass sie statt Gitarren und Schlagzeug eben Synthesizer und E-Orgeln verwenden.

    Ich habe vor ein paar Jahren ein Jean-Michel-Jarre-Konzert erlebt, da stand eine Band auf der Bühne. Die spielten zwar alle irgendwelche elektronischen Tasteninstrumente, aber es war eine Band, verdammt noch mal, genau wie in einem Rockkonzert! Kein DJ mit zwei Plattenspielern oder einem Laptop! Und überhaupt lässt sich vieles von Jarre gar als Prog einstufen, und würde es wohl auch, wenn es da Gitarren und ein akustisches Schlagzeug gäbe. Das gehört - anders als EDM - durchaus in eine auf anspruchsvolle Rockmusik spezialisierte Zeitschrift wie Eclipsed.

    Wenn es Dir die Lust weiterzulesen versaut hat, ist das schade, aber wenn Dein Lieblingsmetier von der Eclipsed vernachlässigt wird, dann bleibt Dir wohl wirklich nicht erspart, woanders nach einschlägigen Neuigkeiten zu suchen (aber ich wüsste auch nicht, wo).
     
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  12. Okzitane

    Okzitane Aktives Mitglied

    Ich werde eher nach einer Ergänzung suchen, denn es gibt ja durchaus noch genug in der Eclipsed was mich ebenfalls interessiert.
    Hab nur halt immer im Hinterkopf das: wenn sich niemand der Journalisten dafür interessiert, wie soll ich dann die noch vorhandenen Rezensionen bewerten? Sind es nur journalistisch aufgepeppte Beschreibungen, welche ihnen die Plattenfirma zugesendet hat? Ich denke zwar nicht das es so krass ist, aber ich kann z.B. auch keine signifikante Rezi zu z.B. Jazz schreiben, wenn mir hierfür weitestgehend der Zugang oder die Freude fehlt.
     
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  13. WeepingElf

    WeepingElf Aktives Mitglied

    Das mit der Ergänzung ging mir ähnlich. Zu wenig aktueller Prog, zu viel Vintage, Stoner, Blues und sonstiges Zeug, das mir am A**** vorbeigeht in der Eclipsed, also habe ich zusätzlich die Empire abonniert. (Aber in der letzten Zeit hat sich die Eclipsed diesbezüglich verbessert, anscheinend haben sie auf die Kritik hier gehört - ich war ja nicht der einzige, der dies bemängelt hat. Und die Empire hält auch nicht so ganz, was ich von ihr erhofft habe, so viel besser als die Eclipsed ist sie auch nicht.)

    Was Rezensionen betrifft, so ist es hinlänglich bekannt, dass viele Rezensenten sich die Platten gar nicht anhören, sondern einfach aus Pressetexten der Plattenfirmen und bereits vorliegenden Rezensionen in anderen Blättern abschreiben, was vor allem dann auffliegt, wenn sie die Platte mit einer anderen verwechseln und über Dinge schreiben, die auf der Platte gar nicht drauf sind. Aber den Eindruck habe ich gerade bei der Eclipsed nicht! Aber meiner Meinung nach kann, wie Du auch sagst, nur jemand eine aussagekräftige Rezension einer Platte schreiben, der auch mit der Musikrichtung wirklich was anfangen kann. Nur ein Freund des jeweiligen Genres kann beurteilen, was nach den Maßstäben des Genres gut oder schlecht ist!

    Was natürlich dazu führen kann, dass eine Platte, die sich in einem Grenzbereich zwischen zwei Genres bewegt, ganz unterschiedliche Wertungen erhalten kann, je nachdem von welcher Seite her der Rezensent kommt. Was dem einen etwa "richtig schön episch" ist, ist dem anderen "aufgeblasen" (hat man zuletzt ja an The Astonishing gesehen). Wenn man die Kriterien kennt, kann man freilich auch bisweilen negative Kritik positiv lesen! Da schreibt ein Metalhead getreu dem Keyboards-und-Kondome-Witz von "Keyboardpampe"? Heißt das, dass da schön saftige Keyboardsounds drin sind?

    Das ist natürlich letzten Endes das gleiche Problem wie bei der Genre-Klassifikation, da gibt es in jedem Genre unterschiedliche Kriterien, was zu welchem Stil zu rechnen ist (Beispiel BPM-Zahl: in der EDM superwichtig, im Rockbereich könnte man sich den Hintern damit abwischen, wenn's ein Stück Papier wäre). Was in dem einen Genre "gut" ist, ist in einem anderen mit der gleichen Berechtigung "schlecht", weil eben die Maßstäbe verschieden sind!
     
  14. Jan

    Jan Aktives Mitglied

     
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  15. WeepingElf

    WeepingElf Aktives Mitglied

    Ja, die Empire spielt in einer "kleineren Liga" als die Eclipsed, das kann man nicht so recht vergleichen. Insofern ist sie eben nur Ergänzung und kein gleichwertiger Ersatz. Was mich an der Empire stört ist vor allem, dass sie so viele Seiten mit Konzertberichten verpulvert. Nichts gegen Konzertberichte, aber die interessieren mich eher weniger, und bei der Empire schießen sie doch ziemlich ins Kraut. Mal ganz abgesehen davon, dass man die besser am Ende des Heftes platziert (wie es die Eclipsed ja macht), und nicht vornean. Aber das ist natürlich Nebensache, wo man Sachen überblättert, die man nicht lesen will, ist letzten Endes egal.
     
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  16. passionplayer

    passionplayer Mitglied

    Wieso ist im neuen Heft eigentlich "Dream Theater" die Tielstory? Deren Album erscheint doch erst am 22.02.19. Passend wäre doch die Titelstory in diesem Monat das neue Album von "Neal Morse" gewesen, dessen Album schon seit einer Woche draußen ist und das Album des Monats ist. Stattdessen kommt die Story zu "The Great Adventure" erst Ende Februar ins Heft.
     
  17. Music is Live

    Music is Live Aktives Mitglied

    ein wenig seltsam wirkt es schon... ich vermute es hängt mit den Interviewsterminen zusammen, Dream Theater haben eben geladen.....
    mir soll es recht sein.... :)
     
  18. passionplayer

    passionplayer Mitglied

    So wird es wohl gewesen sein.
     
  19. Perfectionist

    Perfectionist Mitglied

    Aha, so hat es auch mal einer meiner Forumsbeiträge auf die Leserbriefseite geschafft! Wenn auch so gekürzt, dass ich wie ein Nörgler klinge :p Schön auch das Greta-Van-Fleet-Pro-und-Contra von @Otto und @Jan, das zeigt, wie es hier manchmal zugeht und vielleicht noch mehr Leser ins Forum lockt. Ich habe mittlerweile die Deutschlandfunk-Sendung über die Band gehört und finde, dass die Jungs auf jeden Fall Talent haben, aber die Stimme von Josh Kiska wäre für meine Ohren vermutlich angenehmer, wenn er nicht so krampfhaft versuchen würde, Robert Plant zu imitieren. Denn im direkten Vergleich klingt Plant einfach besser, und da wäre es sinnvoller, mehr auf Eigenes zu setzen als teilweise bis ins Detail Phrasierungen nachzuahmen...

    Okay, zum Heft. Merkwürdig finde ich es, dass "This Was" von Jethro Tull erneut nicht bei den Reissues vorgestellt wird (war das das "xxxxx" von xxxxx auf Seite XXX?), und weder dieses noch das vorige Buch-Reissue (Heavy Horses) es in die Top Ten der Reissues 2018 geschafft hat. Mögt ihr Tull nicht mehr?!

    Warum Alan Tepper, den ich durchaus für seine Kompetenz in puncto 60s/70s-Geheimtipps schätze und dafür, dass er auch gerne mal Klartext bei schlechtem Sound redet, bei seinen Top-Alben des Jahres immer nur alte Platten nennt - gleichzeitig im GoodTimes aber eine lupenreine Topliste 2018 (Eric Bibb, Boz Scaggs, Reverend Shawn Amos, Hawkwind, Willie Nelson) abliefert... ich verstehe es einfach nicht. Erfreulicher dagegen, dass er tatsächlich eine Coldplay-Biografie rezensiert hat, das hatte ich nicht erwartet!

    Mark Knopflers "Down the Road Wherever" wird gewürdigt, schön. Nur schade, dass es die obligatorischen acht Punkte sein mussten, denn genauso viel haben auch "Privateering" (durchaus zu Recht) und "Tracker" (definitiv nicht verdient!) bekommen. Und "Good On You Son" ist in der Albumversion absolut genial - sollte nicht unter den Tisch fallen, ebenso wenig wie "Back on the Dancefloor", das ja nun wirklich auch genauso auf einem der letzten beiden Dire-Straits-Alben hätte erscheinen können. Das Intro von "Trapper Man" erinnert mich übrigens mehr an "Telegraph Road" als an "Romeo and Juliet". Insgesamt gebe ich Walter Sehrer Recht: Bester Knopfler seit Langem. Nur schade, dass die Reihenfolge der Songs von Format zu Format unterschiedlich ist und ein großartiger Song wie "Don't Suck Me In" ein Schattendasein als Bonustrack der Vinyl-Edition fristen muss.

    Wolf Kampmann bleibt für mich ein einziges Mysterium. Ich weiß nie, ob ich über Sätze wie "Regeln akzeptiert Julia Holter nur, wenn sie von ihr selbst aufgestellt wurden, und selbst dann nicht" lachen oder weinen soll... und dass Joe Jackson im Interview sehr viel Brauchbares abgeliefert hat, ist erstaunlich. An Kampmann lag es jedenfalls nicht, denn der redete mal wieder ziemlich konsequent an seinem Interviewpartner vorbei (wenn auch nicht so schlimm wie vor einiger Zeit bei Warren Haynes - Mann, war das peinlich!). Besonders im Bezug auf aktuellen Mainstreampop hat Jackson (leider) absolut Recht: "Die meisten dieser Songs enthalten einfach keinen Song. Sie sind total leer." GENAUSO IST ES! Zieht man die Verbindung zum Intersphere-Artikel, dann merkt man auch warum, denn offenbar wird den Studenten der Popakademie suggeriert, dass man Songs nach einer Formel schreiben kann... die Auswüchse dieser Denke höre ich leider jeden Tag im Radio.

    Apropos Joe Jackson: In der Rezension zu "Fool" hat Michael Fuchs-Gamböck ganz zufällig viele Phrasen verwurstet, die er auch im Artikel fürs GoodTimes schon verwendet hat. Nur bezogen die sich dort auf Jackson als Interviewpartner, jetzt auf sein Songwriting. Irgendwie befremdlich... :confused:

    "Clutching at Straws": Warum wird das abrupte Ende der Liveaufnahme nicht erwähnt? Bei der Handhabung des Bonusmaterials gebe ich Sascha Seiler Recht (war ja schon bei Brave eher suboptimal), zumindest das erste der zusätzlichen Demos ist aber hochinteressant: Hört man hier doch, wie Marillion versucht haben, ein weiteres komplett durchgängiges Konzeptalbum á la "Misplaced Childhood" zu schreiben. Der Remix... nun ja. Hätte es nicht gebraucht, und ist vor allem eines: Lauter und damit undynamischer als sowohl das Original als auch das Remaster. Es stimmt auch nicht, dass der Remix nichts verändert. Dass "Going Under" durch die Extended Version mit zusätzlicher Gitarre ausgetauscht wurde oder in "Just for the Record" ein Synthpart fehlt, ist nicht so unwichtig... Apropos Marillion: Frankfurt hat eine ziemlich andere Setlist bekommen als Stuttgart einige Tage später. Leider war der Sound in Stuttgart nicht gut, viel zu laut und schrill. Dass ich "Living in F E A R" nicht hören musste, finde ich nicht schlimm - tolle Melodien? Wo? Ich habe in dem Song bis heute keine gefunden... aber "Neverland" hätte ich schon gerne gehabt, wahrscheinlich der beste Song, den diese Band je fabriziert hat und live immer großartig.

    Zu Kate Bush: Kein Wort über die Nachbearbeitung von "Aerial"? (Siehe hier: http://www.superdeluxeedition.com/n...s-from-the-2018-remaster-of-her-album-aerial/ ) Wäre, glaube ich, für Sammler von extremer Relevanz! Und die Bonus-Platten werden nicht einzeln erscheinen - sollte auch nicht unerwähnt bleiben. Dass diese ziemlich mager sind angesichts dessen, was schon seit Jahren zirkuliert (und seien es offizielle Veröffentlichungen wie die Hammersmith-Odeon-Liveaufnahmen, von Demos mal ganz zu schweigen), stimmt in der Tat. Hier mal eine, vermutlich längst nicht komplette Liste fehlender Songs: http://www.superdeluxeedition.com/n...bums-in-a-series-of-box-sets/#comment-1462272

    Harald Brenners Technikserie sehe ich weiterhin mit gemischten Gefühlen. Einerseits sehr interessant, andererseits wird Neil Peart nicht erwähnt! (Zwinker, zwinker)

    Zu Stevie Nicks nur eins: :eek:

    Eine ganz unerwartete Überraschung: Julia Vetters Mixtape mit "Unemployed in Summertime" von Emiliana Torrini. Ich hab' die CD auch irgendwo 'rumliegen... muss sie mal wieder hören, wobei ich sie v.a. wegen der Mitwirkung von Songwriter und Produzent Roland Orzabal (Tears for Fears) gekauft habe. Apropos: Tears for Fears tauchen bei den Tourdaten nicht auf, obwohl die Tour auf sechs D-Termine angewachsen ist. Hoffentlich im nächsten @eclipsed, denn die Kerle sind deutlich relevanter als die vielen Coverbands... zudem hattet ihr ja auch die Meldung über die Verschiebung der Tour bei den News gedruckt.

    Uriah Heep in den Top Ten finde ich etwas übertrieben. Ich habe das Album erst zwei Mal gehört und viel hängengeblieben ist bei mir noch nicht, vielleicht abgesehen vom Titelsong. Mich stört vor allem diese digital aufgepumpte (maximierte) Produktion, die nervt mich so sehr, dass ich die CD eigentlich gar nicht hören will. Schade.

    Die Meldung über Lee Kerslake hat mich übrigens sehr traurig gemacht. Ich hoffe, dass ihm noch ein bisschen mehr als ein paar Monate bleiben :(

    Wo ist "Over and Out" von Rick Parfitt? Ach so, das Album wurde ja nicht gut bewertet (huhu Michael... was war denn da los?) o_O Hoffentlich schafft es wenigstens den verdienten Sprung in die Lesercharts.

    Dazu noch einige Tippfehler (Prtetty Thing, Neuleniningen usw.) und die nach wie vor verbesserungswürdige Sache mit der Silbentrennung (Pun-krockshirt etc.). Und die Rezension zu Walter Trout fand ich leider auch etwas nichtssagend, denn zum Album selbst steht nicht wirklich viel drin. Ich habe im Radio einen Song gehört und fand, dass die Produktion sehr schlecht klang...

    ...ups, bin ich etwa doch ein Nörgler?

    Na ja, je mehr es zu lesen gibt, desto mehr gibt es zu nörgeln. :)

    Und ich freue mich schon auf das Interview mit John Mayall. Dass Alex Lifeson auf seiner neuen Platte mitspielt, finde ich sehr spannend!
     
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  20. moonmadness

    moonmadness Mitglied

    haha der ist halt ein absoluter nerd
     
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