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Graham Bond Organisation: There`s a Bond between us (1966)

Dieses Thema im Forum "Empfehlenswerte Alben" wurde erstellt von Kieran White, 22. Mai 2020 um 08:06 Uhr.

Schlagworte:
  1. Kieran White

    Kieran White Mitglied

    Das hier ist die zweite LP der Graham Bond Organisation. Leader war, wie man schon am Namen sehen kann, Gaham Bond, ein heute fast vergessener Musiker, der in seiner Organisation aber viele spätere Weltstars hatte:
    U.a. Jon Hiseman, Ginger baker, Jack Bruce,

    Graham Bond gründete später eine Art Satanskirche , verehrte Alestair Crowley und starb unter vollkommen ungeklärten Umständen unter einer U-Bahn 1974.
    Wiki: Graham Bond fand mit seinen früheren Bandkollegen in den frühen 1970er zusammen, spielte mit Ginger Baker’s Air Force zusammen[6] und tourte eine kurze Zeit zusammen mit der Band von Jack Bruce. Anschließend unterzeichnete er einen Vertrag bei Vertigo Records und lebte zu dieser Zeit vermutlich drogenfrei. Jedoch befasste er sich zunehmend mit Schwarzer Magie. Bond starb im Mai 1974, als er an der Londoner Finsbury Park-U-Bahn-Station vor eine Bahn stürzte.

    Das hier ist eine absolut geniale LP, die absolut in den Regalen liegenblieb, was Bond tief traf, die aber im Nachhinein als eine DER Klassiker überhaupt aufgewertet wurde. Für mich ist sie eine DER Highights meiner Sammlung. Sie bietet mitreißenden Organ-Sound, jazzig bis rockig hinterlegt und dürfte keinen kalt lassen.
    Sie ist von absolut hoher Qualität. Und das schien auch Bond zu wissen. Daher war er schwer getroffen, dass dieses Album weder Airplay hatte noch (seinerzeit) sonst irgendwie beachtet wurde.
    Aufmerksamkeit und die berechtigte hohe Würdigung fand es erst viel später, als Bond schon lange tot war.



    Mitwirkende
    1 Who's Afraid Of Virginia WoolfWritten-By – Kirkpatrick*, Knox* 2:02
    2 Hear Me Calling Your NameWritten-By – Bruce* 2:35
    3 The Night Time Is The Right TimeWritten-By – Herman* 2:58
    4 Walkin' In The ParkWritten-By – Bond* 3:28
    5 Last NightWritten-By – The Markeys* 2:57
    6 Baby Can It Be TrueWritten-By – Bond* 5:01


    7 What'd I SayWritten-By – Charles* 4:13
    8 Dick's InstrumentalWritten-By – Heckstall Smith* 2:30
    9 Don't Let GoWritten-By – Stone* 2:41
    10 Keep A Drivin'Written-By – Willis* 2:03
    11 Have You Ever Loved A WomanWritten-By – Bond* 4:50
    12 Camels And ElephantsWritten-By – 'Ginger' Baker* 4:40

    BONI:
    13 Lease On Love 2:56
    14 My Heart's In Little Pieces 3:21
    15 Saint James Infirmary 3:38
    16 Soul Tango 3:10
    17 You've Gotta Have Love Babe 2:30
    18 I Love You 2:53

    Graham Bond mit seinem perfekten Orgel-und Sax-Spiel war also ein absoluter Meister seines Faches und hätte ein ganz Großer auch zu seiner Zeit (nicht nur im nachhinein) sein können, wäre er nicht höchstgradig drogenabhängig und schwer exzentrisch gewesen, er verbaute sich seine Karriere quasi selbst.

    TV Aufnahmen zeigen ihm hier, schon ziemlich "fertig" wirkend, 1970 in einem 50minütigen Konzert im BEATCLUB, als Teil der Ginger Baker`s Airforce:

    GINGER BAKER-Drums GRAHAM BOND-Vocals/Hammond Organ/Sax KEN CRADDOCK-Organ/Guitar/Vocals STEVE GREGORY-Tenor Sax/Flute BUD BEADLE-Saxes COLIN GIBSON-Bass SPEEDY AQUAYE-Congas ALIKI ASHMAN & DIANE STEWART-Vocals



    Mit GRAHAM BOND ist ein Musiker in totale Vergessenheit geraten, der eigentlich nicht hoch genug gewürdigt werden könnte. Ich hoffe, ihn hier im Forum wenigstens ein wenig aus dem Nirvana gerissen zu haben.

    Kurzes video mit der ORGANISATION aus einem skurrrilen Film:

     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Mai 2020 um 08:34 Uhr
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  2. Kieran White

    Kieran White Mitglied

    ....wer sich in die großartige Kunst des GRAHAM BOND weeiter einhören will, soll hier fleißig Gelegenheit dazu bekommen:






    Seine Bandbreite war enorm. In dieser fantastischen 4CD Compilation hören wir ihn als reinen Jazzmusiker, als rockigen Organisten, als "Heavy Rocker", als Beatmusiker.

    Eine späte LP unter dem namen "Holy magic" zeigt ihn zerrissen , er bietet eine merkwürdige Platte an, aber nach wie vor auf hohem Niveau musizieren. Ich liebe diese LP und besitze sie auch.

     
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  3. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    Zwei Alben hatte er für Vertigo Swirl gemacht - mit demselben esoterischen Hintergrund:

    - Holy Magick
    - We Put Our Magick On You

    "Holy Magick" besass ein wunderschön mystisches Plattencover.

    "Solid Bond" war ein richtig tolles Album und liess für die Zukunft doch noch einige gute musikalische Momente erahnen.
     
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  4. Kieran White

    Kieran White Mitglied

    @Catabolic --am liebsten sind mir tatsächlich seine Platten mit der Organisation. Er war zwar auch schon diesem Zeitpunkt hochgradig morphiumsüchtig, aber sein Geist und sein Körper schienen es ihm dann noch verziehen zu haben.
    Ich denke, die absolute erfolglosigkeit dieser beiden großartigen Platten trieb ihn immer weiter in unschöne Dinge wie Satanismus und noch tieferen Drogensumpf. Beiden Organsiation-Alben merkt man das Herzblut an, das hintersteckte. Und daher war die absolute Enttäuschung über die erfolglosigkeit wahrscheinlich entscheidend für seinen weiteren Weg.

    In den 80gern veröffetlichte man noch eine Live LP der Graham Bond Organisation mit einem sehr rauen Sound:



    A1 Wade In The WaterWritten-By – Ramsel Lewis* 2:45
    A2 Big Boss ManWritten-By – Smith*, Dixon* 5:20
    A3 Early In The MorningWritten-By – Darlin*, Harris* 4:16
    A4 Person To Person BluesWritten By – Glover, McRae 5:14
    A5 Spanish BluesWritten-By – Graham Bond 3:01

    B1 Introduction By Dick JordanWritten-By – H. Young* 2:05
    B2 The First Time I Met The BluesWritten-By – Buddy Guy 5:11
    B3 Stormy MondayWritten-By – T. Bone Walker* 4:14
    B4 Train TimeWritten-By – Traditional 4:17
    B5 What'd I SayWritten-By – Ray Charles 5:26
     
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  5. Waldmeister

    Waldmeister Aktives Mitglied

    die graham bond organisation kenne ich natürlich, the sound of 65 habe ich hier. das zweite album habe ich noch nicht. und dann gäbe es da ja noch diese livescheibe aus dem klooks kleek. in die hab ich mal reingehört. würde ich auch noch haben wollen. von seiner späteren musik kenne ich absolut nix, ich ging immer davon aus dass er sich da ziemlich vom r&b entfernte (?). und mit pete brown war da ja auch was... ;)
     
  6. The Wombat

    The Wombat Mitglied

    Ich kannte diese Band aus der Jungsteinzeit des Pop / Rock bisher überhaupt nicht. Sie klingt interessant auf Grund ihrer "Bandbreite". Allerdings ist es nicht so wirklich mein Revier. Diese Formation könnte man wohl mit einem gewissen Recht als eine Art von Vorläufer des Indie-Garagensounds bezeichnen..... :D
     
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  7. Kieran White

    Kieran White Mitglied

    Ich besitze die ersten beiden Platten von Edsel Records als Doppel-LP (Nachpressung aus den späten 80gern), die Klooks Kleek Scheibe nenne ich ebenfalls mein Eigen.
    das Orgenspielvon Bond fasziniert mich. Er war der Beste! Ich kann ihm stundenlang zuhören.



    A1 Water, Water 3:43
    A2 Oh Shining One 2:50
    A3 Pictures In The Fire 2:02
    A4 Baroque 3:03
    A5 Sisters And Brothers 5:30

    B1 Stiffnecked Chicken 3:18
    B2 Freaky Beak 4:53
    B3 Walk Onto Me 3:07
    B4 Magic Mojo 3:04
    B5 Brothers And Sisters 4:57
     
  8. Kieran White

    Kieran White Mitglied

    Eine weitere CD-Sammlung, zusätzlich von den 4CD von der BBC, die mir viel besser gefällt als jene, weil sie weniger in seiner JazzZeit gräbt, die ich persönlich nicht ganz so mag.







     
  9. Kieran White

    Kieran White Mitglied

    Ich denke, ohne BOND hätte es tasteninstrumentbasierte Bands wie Emerson Lake and Palmer und viele andere nicht gegeben.
    Der Indie-Garagensound war meiner meiner Ansicht nach doch etwas anderes, wie, vergleiche selbst, zB das hier:
     
  10. The Wombat

    The Wombat Mitglied

    Ich bin mir nicht sicher, ob es ohne besagte Protagonisten ohne BOND wirklich nicht gegeben hätte.....BOND führten wohl (wenn ich richtig gelesen habe) eher ein gewisses Schattendasein und waren wohl nie auf breiterer Ebene bekannt. Ich denke eher nicht, dass sie eine echte "Influencer-Band" (neudeutsch :D) waren.
    Und was Indie-Garagensound angeht: die Songs auf diesem "Back From The Grave"-Dings klingen wohl überwiegend deswegen teils dünn, teils rauh und rissig, teils etwas verzerrt, weil die damalige Aufnahmetechnik oft genug nichts besseres hergab.
    Übrigens habe ich auch mal in diesem Youtube-Clip "Last Of The Garage Punk Unknowns" reingehört und war ein wenig erstaunt. So wahnsinnig punkig und Garage-mäßig war das für meine Begriffe gar nicht. Ich hörte da überwiegend die berühmte Beat-Music der Sixties. Und von dieser Sorte Musik und dieser Sorte Bands gab es wohl gefühlt hunderte. Aber okay, wenn ich Beat-Music ein wenig "anraue" und verzerre oder ein bissel scheppernd und schräg spiele, habe ich wohl die ersten Vorläufer des Punk.....:rolleyes:
     
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  11. Waldmeister

    Waldmeister Aktives Mitglied

    leute wie bond - und solche gab es in den 60ern einige - hatten schon enormen einfluss. da braucht man sich nur z.b. das durchlesen, was jon lord über ihn sagte. es gab einige musiker die bis heute mässig bis gar nicht bekannt blieben, und dennoch einfluss auf die "grossen" bands hatten und die entwicklung so mancher genres. davy graham in der folkmusik ist ein weiteres sehr gutes beispiel, oder auch frühe frisco-bands wie die charlatans und beau brummels.

    dass es ohne irgendeinen einzelnen musiker aber bestimmte genres gar nicht gäbe, das glaube ich eher nicht. die aussage von kieran gefällt mir dennoch, denn genau so kann man einen verdienten alten haudegen entsprechend würdigen - auch wenns etwas übertrieben ist. :)
     
  12. Kieran White

    Kieran White Mitglied

    Nabend Wombat!
    Ja, es stimmt schon, dass Bond niemals die Aufmerksamkeit zuteil wurde, die er verdient hätte. Allerdings gingen durch seine Band Musiker, die es später zu Weltruhm brachten, und das nicht zu knapp. Erinnert sei an Jack Bruce und Ginger Baker von CREAM, aber auch an Jon Hiseman und Dick Heckstall-Smith von Colosseum.

    Ich denke, Du hast recht, diese Garage Bands der 60ger bauten auf den ursprünglichen Beat auf und erweiterten ihn durch ein wildes Moment, nahmen ihm die "Artigkeit".
    So, wie beim Punk schossen dann unzählige Bands hervor, die mehr oder weniger gut, oft aber auch einfach schlecht waren.

    Von der englischen Musik unterschieden sie sich deutlich. Die Liverbirds hatten zumindest in diesem Stück schon ziemlich viel mit Gefühl des späteren Punk zu tun.



    Pamela Birch verstorben
    Valerie Gell verstorben
    Mary McGlory verstorben
    Sylvia Saunders

     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Mai 2020 um 19:32 Uhr

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