1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

ALAN BURANT - Occam's Razor (1999)

Dieses Thema im Forum "Empfehlenswerte Alben" wurde erstellt von Catabolic, 10. August 2018.

  1. Catabolic

    Catabolic Aktives Mitglied

    ALAN BURANT - Occam's Razor (Active Records ACTS 69-01, 1999)

    Alan Burant - Occam's Razor.jpg

    Alan Burant ist vor allem in seiner Heimat Kanada als Radiomoderator einer Prog Rock Sendung bekannt ("Erotic Dancer's Guide To Fine Music"). Der Musiker spielte jedoch immer schon auch Musik und im Jahre 1999 begann er mit den Aufnahmen zu einem eigenen Album, das leider bis heute sein einziges geblieben ist. Beim Komponieren und Arrangieren der Stücke dieses hervorragenden und abwechslungsreichen Werks standen seine persönlichen Favoriten natürlich Pate, und so finden sich auf dem Album "Occam's Razor", das nach dem Namen seiner Touring Band benannt ist, auch zahlreiche musikalische Reminiszenzen an Yes, King Crimson, Styx oder auch Gong und letztlich - wenn es dann und wann in Richtung Prog Metal geht - auch Dream Theater.

    Burant gründete Occam's Razor im Jahre 1996 in Edmonton. Obwohl eigentlich als eigenständige Band geplant, dienten die Musiker aufgrund des Bekanntheitsgrades von Alan Burant in Kanada letztlich ausschliesslich als Begleitgruppe für Burant, was der Qualität der Musik jedoch keinen Abbruch tat, denn die Songs stammten nicht nur aus der alleinigen Feder des Bandleaders, sondern waren mehrheitlich Kompositionen im Kollektiv, einige auch nur von Burant und Leadgitarrist Glenn Gray.

    Alan Burant sang, spielte Gitarre, Keyboards, Percussions und schrieb alle Songtexte, die manchmal etwas komplex wirkten, jedoch typisch sind für das musikalische Genre des progressiven Rock. Der Gitarrist Glenn Gray wiederum verstand es ausgezeichnet, den verschiedenen Stücken mit entsprechenden Saiten-Künsten immer wieder wechselnde Farbtupfer zu verpassen, sei dies mit der elektrischen Gitarre oder auch mal mit der Mandoline. Mit Letzterer vor allem bei den zum Folk-Prog tendierenden Stücken. Keyboarderin und Background-Sängerin Corrine Lillo, sowie Bassist Ian Whitman und Scott Arrison am Schlagzeug vervollständigten das Line Up. Vor allem der Bass-Bereich variierte in den Stücken auch hörbar. Dies, weil Ian Whitman sowohl mit elektrischem Bass, wie mit bundlosem und auch akustischem Bass spielte, das den Songs viel Abwechslung auch in den tiefen Tönen verpasste. Die beiden Gastmusiker Mike Spindloe am Saxophon und Geoff Redman an der akustischen Gitarre sorgten für zusätzliche akustische Akzente.

    Die Musik auf dem klanglich hervorragend produzierten Album hat ihre Wurzeln allerdings weniger im Sound der 70er Jahre, sondern eher in jenem der 80er und 90er Jahre. Insbesondere der manchmal an den Glam Rock erinnernde Gesang, sowie etliche Gitarrenpassagen mit stilistischer Nähe etwas zu Queensryche oder Journey machen das Album zu einem klanglich eher typischen Werk aus jener Zeit, das allerdings aufgrund der Spannung und des Abwechslungsreichtums noch heute frisch und unverbraucht klingt. In Titeln wie "More To Realize", "Mirror Image" oder "Surround" kann man diesen zeittypischen Progressive Rock eindrücklich heraushören, wohingegen man instinktiv an Bands wie Jade Warrior denkt, wenn die filigranen Klänge und feinen akustischen Arrangements von "Total Strangers" oder "Occam's Razor" ertönen, welche von zarten Akustikgitarren-Sounds getragen sind. Gerade bei den eher balladesken Songs hört man stilistisch auch eine gewisse Nähe zu beispielsweise Saga heraus.

    Als zusätzliches Tüpfelchen streift Alan Burant hier auch noch den typischen Bombast, respektive den Pomp Rock, so etwa im Stück "Vertigo" oder auch im über 16 Minuten langen "Within Without With You" - meinen persönlichen Favoriten, welche schon fast Queen-ähnliche Passagen aufweisen. Fans von Journey, Saga, Queensryche oder auch Styx, Gong oder King Crimson werden bei dieser Platte glänzend unterhalten.

    Viele von Alan Burant's wöchentlichen Sendungen "Erotic Dancer's Guide To Fine Music" kann man auf seiner Soundcloud-Seite anhören. Da gibt es ganz tolle Sachen zu entdecken, aber auch schöne vergangene Sounds zum wiederhören. ( https://soundcloud.com/alan-burant )

    Auf seiner Soundcloud-Seite können auch die Songs seines Albums "Occam's Razor" angehört und heruntergeladen werden. Es lohnt sich unbedingt, mal in seine Musik reinzuhören!

    https://soundcloud.com/alan-burant/vertigo

    https://soundcloud.com/alan-burant/lost-in-the-depths-of-your
     

Diese Seite empfehlen